Aktuelles aus den Jahren 2013 bis 2014- Für den Beitrag nach unten scrollen oder mittels Datum oder Stichwort "suchen"

 

  • 11.11. Link: UF-online zu einer Veranstaltung zum 9. Nov. in der NAK Berlin-Humboldthain / Zitat: Die Freiheit, sich in unserem Lande frei bewegen zu können, wurde ebenso gewürdigt wie die wiedererlangte Freiheit, sich ohne Repressalien zum christlichen Glauben bekennen zu können. Der Evangelist beleuchtete die Frage der Medienwelt, ob es ein Verdienst des Bundeskanzlers und seines Teams gewesen sei, dass die Mauer fallen konnte, oder ob es einzig den Bewohnern Ostdeutschlands zugerechnet werden müsse, die beharrlich skandiert hätten »Wir sind das Volk«. Er erinnerte an die Worte des damaligen Schweizerischen Stammapostels Richard Fehr, dass es letztlich eine göttliche Fügung gewesen sei, dass zusammenwachsen könne, was zusammengehört.
     
  • 2.10. Link: BezAp Krauses Videobotschaft nach der BAV am 21.10:  Unser Opfer hat nur einen Adressaten, Gott Zitat: „Wie wollten wir sonst die dringend benötigten Kirchenbauten in Großbritannien und Irland, die Mission in den nordischen Ländern oder die erforderlichen Gebäudesanierungen in Norddeutschland realisieren? (…) In diesem Sinn ist es mir, ist es uns als Aposteln ein Anliegen, das Thema Opfer und das Opfern in den Gemeinden und Bezirken wieder mehr präsent werden zu lassen.“ Flankierender Artikel: Die Kirche und das "liebe" Geld
  • 2.10. Offener Brief von Jürgen an Jean-Luc Schneider und Gastkommentar von R. Stiegelmeyr :Treue – das Maß göttlicher Würdigkeit / Gedanken zu Stap. Schneider Predigt am 19.10.2014 in Berlin-Lichtenberg im Anschluss an die Herbstversammlung der Kirchenleitung in Berlin. (beides unter dem Interview)
  • 21.10. 2014 Stap Schneiders Predigt nach der BAV am 19.10.2014 in Berlin-Lichtenberg und was der Bericht von NAK-Brandenburg nicht zitierte über das, was der „liebe Gott, der Heilige Geist und auch wir als Apostel wollen  … Ein fiktives Interview von Detlef Streich (DS) mit Stammapostel J.L. Schneider und Zitatausschnitten aus der wörtlichen Mitschrift seiner Predigt (unter dem Bericht vom 20.10.)
  • 20.10. Bericht zur BAV in Berlin (Quelle Hp Brandenburg): "Immer wieder prüfen, was heilsnotwendig ist"
  • 14.10.2014 Bezirksapostelversammlung am 16. und 17. Oktober 2014  in Berlin zur“ Präzisierung des Amtsverständnisses der Kirche
  • 13.10.2014 "Jesus war gefährlich, weil er die Lehre in Gefahr brachte" (Papst in der Frühmesse vor der Synodenfortsetzung
  • 6.10.2014 „Der Traum Gottes kollidiert stets mit der Heuchelei einiger seiner Diener.“ Anmerkungen zur Papstpredigt in der Messe zur Synodeneröffnung zum Thema „Ehe und Familie“  St. Peter – vom 5. Oktober 2014  im Vergleich zum Aktuellen Wort zum Monat Oktober von Stap Schneider
  • 24.9.2014 Vorgedanken zum Jugendtag 2015 aus NAK-Brandenburg:  „Jesus liebt uns und anderen fehlt diese Liebe.“
  • 30.7.2014 BAP i.R. Saur überraschend verstorben
  • 22.7.2014 Das Apostelamt. Ich glaube, das ist der Nagel, an dem unsere gesamte Kirche hängt ( Vortrag von R.Kiefer auf dem IKT)
  • 28.6.2014 Aktualisierung zum Artikel vom 11.4. 2014 Überlegungen in BW: Abschaffung des Abendgottesdienstes am  Mittwoch?
  • 17.6. 2014 Frauen im Dienst der NAK? Stap. Schneider weiß nicht mehr, was ein Kirchenamt ist und was bei der Ordination passiert
  • 3.6. Kurzinfo: IKT-Werbespot bei RTL - da passt doch das Niveau!
  • 29.5.2014 NAK-karitativ wirbt: Animateure für den IKT 2014 gesucht (16.04.2014 )
  • 26.5.2014 Die scheintheologische WASICHWILLWIRDMIRGESAGT-Diktatur des Stap Schneider im Wort zum Monat Mai
  • 7.5.2014 Artikel von Kai Funkschmidt: Die Neuapostolische Kirche erneuert sich und sucht die Ökumene - Facelifting oder Reform an Haupt und Gliedern? Aktualisierung: 14.5. 2014 Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich intensiviert die Gespräche mit der NAK
  • 27.4.2014 Canities nimmt die Unterseite „Jüngste Updates“ vom Netz – Ein offener Brief an die Betreiber
  • 11.4. 2014 Überlegungen in BW: Abschaffung des Abendgottesdienstes am  Mittwoch?
  • 27.3. 2014 Die NAK-Gäubigen sind nicht nur die Kirche Christi, sondern nun auch noch das Reich Gottes – und zwar nur sie!
  • 17.2. BezAp Brinkmann: "Ökumene spielt ... eine untergeordnete Rolle!"
  • 16.2. BezAp Brinkmann wollten FC Schlangen "vor Gericht zu zeigen, dass auch er sich an Gesetze halten muss und Meinungsfreiheit Grenzen hat"
  • 14.2. Die Klage ist abgewiesen – Eine Riesenklatsche gegen die NAK! Auszüge aus der Urteilsbegründung des Landgerichtes Bochum
  • 13.2. Vom Christ zum Gotteskind
  • Link auf einen Artikel von Canities zum Prozess
  • 23.1. Ein erster Bericht vom Prozess
  • 14.1.2014 Gerichtstermin NAK-NRW gegen den Betreiber der Canities-HP F.-C. Schlangen
  • Gastbeitrag von Shalom vom 6.1.2014: Jesus Christus ist im Boot

Aktuelles 2013

  • 13.12.2013 NAKI ,,Die Lehre von den letzten Dingen,  Teil III
  • 24.11. Kurz notiert: Neue Ruhestandsregeln und ein Katechismus für den Papst
  • 16.11.2013: Ein erneuter Aufruf von Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton in St. Gallen: Täterschutz statt Opferschutz!
  • 3.11. Theologische Falschaussage im Wort zum Monat November: Stap. Schneiders Heilsversprechen zur Herde Christi  widerspricht den eigenen Predigten und dem offiziellen Katechismus
  • 25.10. Gespräche mit dem Teufel - Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton St. Gallen/Gossau, Schweiz
  • 25.10. Antwort auf meinen  Offenen Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014 (siehe weiter unten) von Susanne Raible (Kirchensprecherin NAK-Süd)
  • 10.10. St. Galler Erklärung von der NAK-CH unterzeichnet: "Wir verzichten darauf, über Menschen andern Glaubens Pauschalurteile zu fällen. Sie sollen ihrem Glauben treu sein"
  • 30.9. Im ORF gibt es einen Beitrag zur NAK, der nicht unwidersprochen bleiben darf!
  • 11.9. Ein spezielles, neuapostolisches Gen -ein Bericht zu Glücksvorträgen von Rolf Schmiel
  • 5.9.: Reaktionen auf den abgelehnten Antrag von LINDD e.V. vom 28. August
  • Nak NRW: Richtlinien für Amtsträger vom September 2013 sind von Jesus gegeben
  • Detlef Streich:  Offener Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014
  • 20.8.2013 Missbrauchsopfer sind der NAK gleichgültig!
    Unterstützende Begleitung für den Verein LINDD e. V. wegen einer Präsenz an dem Internationalen Kirchentag der NAK vom 6.- 8. 6. 2014 in München
  • 2.7.13 Konzentration der süddeutschen Apostelbereiche (Bericht NAK mit einem Kommentar von Shalom; siehe zum Thema auch NAK 2020)
  • Kritischer Folgekommentar im WDR: Neuapostolische Kirche kontrovers (Teil 1) "Ich bin kaputtgemacht worden"Von Nina Magoley Vor einer Woche (03.06.2013) berichtete WDR.de zum 150-jährigen Bestehen der Neuapostolischen Kirche (NAK). Der Beitrag löste starke Leserreaktionen aus. Während sich die NAK, die noch vor wenigen Jahren als Sekte galt, heute als moderne Kirche darstellt, schreiben viele Leser von Repression und Angst.
  • Juni 2013: WDR 150 Jahre Neuapostolische Kirche: "Transparenz gehört bei uns dazu" Von Andreas Sträter - Ein euphemistischer Bericht, der sich als  Eigentor herausstellt: siehe die vielen Kommentare 
  • Olaf Wieland vom Gesprächskreis "Toleranz im Glauben" Berlin - Offener Brief an Dr. Stammapostel Leber anlässlich seines Rücktritts Pfingsten 2013 Gedanken und Hinweise zum Festgottesdienst mit dem Stammapostel am 19. Mai 2013 (Pfingsten) in Hamburg-Borgfelde mit weltweiter Übertragung – Zurruhesetzung des Stammapostels Dr. Wilhelm Leber

 

20.10. Bericht zur BAV in Berlin (Quelle der Zitate Hp Brandenburg): "Immer wieder prüfen, was heilsnotwendig ist"

Zitat: "Mit einem klaren Bekenntnis zum apostolischen Profil der Kirche ist am Sonntag, 19. Oktober 2014, in Berlin die Internationale Bezirksapostelversammlung zu Ende gegangen. In seiner Predigt erteilte Stammapostel Jean-Luc Schneider allen Begehren nach Veränderung der Kirche, die an die Grundfesten des Glaubensbekenntnisses rührten, eine Absage. Gleichzeitig betonte er, dass die Kirche dort ihre Auffassungen und Traditionen anpassen müsse, wo diese nicht heilsnotwendig seien."

Mit diesem Text beginnt der Bericht zur BAV auf der HP der NAK-Brandenburg. Hinter dem Stap „ und den anderen Aposteln liegen fünf Tage intensivster Gemeinschaft – und damit auch der gegenseitigen Vergewisserung: Das Werk, an dem man steht, in dessen Dienst man als Apostel sein ganzes Leben gestellt hat, die Kirche Christi, ruht noch immer in Gottes Hand.“

Und natürlich bleibt es dabei, „dass man nur durch Jesus Christus Heil empfangen kann und dass die Kirche Christi dafür unerlässlich ist. Wir glauben an das Apostelamt, an die Sakramente und an das Kommen des Herrn.

Und zum Heil gehört natürlich zum einen die Treue. Sie „drücke sich in einem beständigen, zeitlich unbegrenzten und bedingungslosen Festhalten an den Bekenntnissen des Glaubens aus, einem Festhalten "trotz allen Leids, aller Bedrängnisse, aller Schwierigkeiten". "Wir bleiben beständig im Glauben, auch wenn Gott jetzt nicht hilft, auch wenn es uns schlecht geht und wir Gottes Hilfe nicht erfahren", gibt er als Maßstab vor – und zeigt kurz darauf, dass dieser nicht nur für den persönlichen Glauben gilt, sondern auch für die Kirche insgesamt.

Weiterhin ist trotz rückgängiger Zahlen zum anderen der Gehorsam notwendig. "Heut sagt man uns: Ihr könnt doch so nicht weitermachen, der christliche Glaube passt doch nicht mehr in die Zeit. Wenn ihr so weiter macht, sind eure Kirchen in ein paar Jahren leer. … Und auf der anderen Seite stehen wir: das Apostolat. Und der Heilige Geist zeigt uns: Der Segen liegt auf dem Gehorsam. Wir glauben, dass Gott den Gehorsam segnen wird, deshalb bleiben wir beim Glaubensbekenntnis." Und er fügt hinzu: "Wir sind überzeugt dass diese Treue gesegnet wird, auch wenn kein Mensch, auch wir nicht, versteht, wie das gehen soll."

Diese Haltung sei aber nicht eine Erstarrung der Kirche. Der Stap erklärte, gehorsam zu sein bedeute nicht, dass sich nichts ändern dürfe. "Im Gegenteil! Viele Auffassungen, viele Traditionen müssen angepasst werden." Aufgabe der Apostel sei es, immer wieder zu prüfen, was heilsnotwendig sei, zum Bekenntnis passe. "Alles, was nichts damit zu tun hat, müssen wir verändern. Das ist die Verantwortung des Apostolats."

Ferner hob Schneider hervor, dass sich die Neuapostolische Kirche „nicht als eine exklusive Kirche verstehe. "Ich kann nur immer wieder auffordern, dass wir uns mit den altkirchlichen Bekenntnissen beschäftigen. Die haben wir gemeinsam mit allen anderen Christen. Darin steht, dass Gott uns alle in die Gemeinschaft mit ihm führen will, nach dem Endgericht. Wenn man uns also immer wieder sagen will: 'Ihr seid so exklusiv', dann können wir nur sagen: Habt ihr mal das alte Bekenntnis gelesen? Also, bitte! Wir sprechen niemandem das Heil ab!" Allerdings seien "wir berufen, heute schon und im Tausendjährigen Friedensreich eine Hilfe zu sein für die Menschen", damit sie zu Christus fänden. "Unsere Berufung ist aber keine Exklusivität, keine Krone, die man uns jetzt schon aufsetzt. Wir sind nur Werkzeuge in der Hand Gottes."

Der Satz, dass „Gott uns alle in die Gemeinschaft mit ihm führen will, nach dem Endgericht“ ist allerdings für die NAK nicht wirklich zutreffend. Im Katechismus ist nämlich unter 10.5 zu lesen:

„„Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht.“ Diese Seliggepriesenen — also diejenigen, die bei der Wiederkunft Christi entrückt worden sind, und die Märtyrer aus der großen Trübsal — sind vom Endgericht ausgenommen.“

Ergänzend steht in 4.4.3 weiterhin:

Durch die Gemeinschaft mit Jesus Christus in Wort und Sakrament erfährt der Gläubige heute das Heil, auf die Wiederkunft Christi bereitet zu werden, was ihm die Teilhabe an der Herrlichkeit Gottes erschließt. Zur Erlangung dieses Heils in Christus ist das Apostelamt (siehe 7.4) im gegenwärtigen Abschnitt des göttlichen Heilsplans wieder besetzt (siehe 11.3.3). Die Apostel haben die Aufgabe, das Wort Gottes zu verkündigen und die Sakramente (siehe 8) zu spenden.

Und im 1000jährigen Friedensreich wird der Teufel „gebunden sein und kann niemanden mehr zur Sünde verführen. Gleichwohl bleiben die Menschen weiterhin Sünder, da die Geneigtheit zur Sünde nicht aufgehoben ist. Es wird geboren und gestorben; der Tod ist noch nicht aufgehoben.“ Den würdigen Neuapostolischen ist aber nach der Hochzeit des Lammes in 10.6 unter dem Stichwort „Fortgang der Heilsgeschichte“ etwas anderes versprochen: Davon ausgenommen sind die Priester Gottes und Christi, die einen geistlichen Leib haben, der dem des Herrn gleicht (1Kor 15,44)“.

In dieser Zeit wird es ärger denn je, denn „während der Hochzeit des Lammes müssen die Menschen auf Erden die Herrschaft Satans, die große Trübsal, erleiden.“ Aber davon sind die treuen NAK-ler ja glücklicherweise ausgenommen. Zum abschließenden Jüngsten Gericht wird noch angemerkt:

„Nun erfolgt die Auferstehung der Toten zum Gericht (Offb 20,11—15). Christus wird alle Menschen richten, die nicht an der ersten Auferstehung teilhatten.

Maßgeblich für das Urteil wird die Stellung sein, die der Mensch letztlich zu Christus einnimmt. Wer ihn ablehnt und nicht „geschrieben [ist] in dem Buch des Lebens“, verbleibt im Elend der Gottferne. Diejenigen, die im Endgericht Gnade finden, werden Bewohner von Gottes neuer Schöpfung sein und dürfen ewige Gemeinschaft mit ihm haben.

An jenen, die bereits als königliche Priesterschaft mit Christus im Friedensreich regierten, erfüllt sich in der neuen Schöpfung die Verheißung: „Seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

Also da sehe ich schon gewaltige und exklusivistische Unterschiede in der Heilserwartung, oder?

Bleibt die Frage: War das nun eine Tagung zur Klärung der Ämterfrage, wie angekündigt, oder ging es dort nur um die Bestätigung der schon immer verkündeten Apostelamtsmacht zur Erlangung des spezifisch neuapostolisch zu erwartenden Heils einschließlich der Einschwörung der Zuhörer in Treue und Gehorsam zum Verbleib in der NAK?

Aber vielleicht kommt ja noch etwas nach ...

 

21.10. Kommentar von Jürgen
Was mich ein bisschen an dem Ergebnis der BAV irritiert, ist die Aussage,
dass die NAK-Apostel "Immer wieder prüfen, was heilsnotwendig ist". Ähnliche
Sätze haben mich auch schon in meiner aktiven Zeit irritiert. Denn entweder
ist es der Heilige Geist der durch die NAK-Apostel spricht oder er ist es
nicht. 
Am heftigsten war das, als plötzlich aus dem "Tag der ersten Auferstehung"
diese "Erste Auferstehung" nun plötzlich mit der "Entrückung der Braut"
beginnen, über die "Hochzeit im Himmel" und die "Bluthochzeit auf Erden"
hinweg, bis zum Beginn des "Tausendjährigen Friedensreiches" andauern
sollte, es in dieser Zeit ohne "Apostel-Altar" dennoch Märtyrer unter den
Christen geben sollte, die dann auch als "Priester und Könige" im
"Tausendjährigen Friedensreich" regieren. Noch irritierender war es, dass
ganz kurze Zeit vorher das Buch "Finale - Das Ende der Erde" evangelikaler
Prediger in deutscher Sprache erschien, das genau diese Zeitabfolge
beschrieb. 
Hatte sich da der Heilige Geist die ganze Zeit geirrt oder gar bei diesem
Prediger abgekupfert? Seltsam.
Doch das war ja nicht der einzige Punkt, an dem sich der Heilige Geist
scheinbar als unzuverlässiger Berater gezeigt hat: 
Ich denke da an die "Eigenverantwortung" die man als Mitglied der NAK
plötzlich haben sollte, nachdem sich vorher viele Jahrzehnte voll auf die
"göttliche Führung" im "Gnaden- und Apostelamt" verlassen konnte. 
An den Wegfall des ach so "heilsnotwendigen" zweiten Gottesdienstes am
Sonntag und vielleicht sogar des Wochengottesdienstes, den man unbedingt
besuchen sollte.
Mich wundert es gar nicht dass eine BAV über die Ämterfrage in der
gegenseitigen Bestätigung der "Heilsnotwendigkeit der Kirche Christi (:=
NAK)" und des eigenen damit verbundenen "NAK-Apostolat" erschöpft. Immerhin
ist dieses Amt ja das zentrale Amt der "Kirche Christi", das einzige von
Jesus eingesetzte Amt, aus dem alle anderen Ämter der "Kirche Christi" ihre
Amtsvollmacht empfangen.
Und schon gar nicht, dass sich offiziell nichts Grundsätzliches an der Leere
(kein Schreibfehler) der NAK ändern wird. So klammheimlich wird es da und
dort die eine oder andere Neuoffenbarung geben. Denn der Heilige Geist
scheint mindestens darin zuverlässig diese immer dann präsentiert, wenn es
den "Aposteln Jesu der Neuzeit" in den Kram passt.
Oder ist es etwa gar nicht der Heilige Geist der durch die "NAK-Apostel"
redet?
Und sind die "NAK-Apostel" keine Apostel Jesu?
Ja ist die NAK nicht das "Gnaden- und Erlösungswerk"?
Ich bin und bleibe irritiert, auch Jahre nach meinem Austritt. 
Doch ich habe den bösen Verdacht, dass sich jede meiner
aufgeworfenen Frage nur mit JA, ohne Wenn und Aber beantworten lässt.

21.10. 2014 Stap Schneiders Predigt nach der BAV am 19.10.2014 in Berlin-Lichtenberg und was der Bericht von NAK-Brandenburg nicht zitierte über das, was der „liebe Gott, der Heilige Geist und auch wir als Apostel wollen  …“

Ein fiktives Interview von Detlef Streich (DS) mit Stammapostel J.L. Schneiders Zitatausschnitten aus der wörtlichen Mitschrift seiner Predigt:

DS: Stap Schneider, seien Sie herzlich gegrüßt zu diesem dritten Interview.  Was nehmen Sie aus dem Treffen mit den BezAposteln in erster Linie mit?

Stammapostel J.L. Schneider : Wir haben heute vor unseren Augen die Gesamtheit der Kirche, ein weltweites Bild der neuapostolischen Kirche, des Werkes Gottes auf dieser Erde. … Wir danken dem Herrn Jesus, dass er seine Kirche auf Erden aufgerichtet hat, dass er den Geist Gottes auf Erden gesandt hat, dass er uns das Apostelamt gegeben hat.

DS: Also hat Jesus nach Ihren Worten direkt die NAK als seine Kirche, als „das Werk Gottes“ unter der Führung der Apostel  gegründet. Ist das nicht etwas vermessen?

Stammapostel J.L. Schneider : Ich bin neuapostolisch, ich bin ein Gotteskind, daran glaube ich. Der Glaube ist das, was man im Glaubensbekenntnis versprochen hat und darin beständig bleiben und darin treu zu sein und sein Versprechen zu halten.

DS: Das ist nicht Ihr Ernst! Glaube ist also wirklich das im Glaubensbekenntnis gesprochene Wort?

Stammapostel J.L. Schneider : Wir glauben an das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, wir glauben an das Apostolische Glaubensbekenntnis …  Im dritten Glaubensbekenntnis heißt es: Wir glauben an die Kirche. Es geht nicht ohne die Kirche, denn die Kirche Christi ist unerlässlich und wir glauben daran und bleiben beständig. Wir glauben an das Apostelamt, wir glauben an das Amt, das ist ein Teil unseres Glaubens.  …

DS: Wozu ist das Apostelamt so wichtig?

Stammapostel J.L. Schneider :  Das Apostolat steht hier und der Heilige Geist zeigt uns, der Segen liegt auf dem Glaubensgehorsam und der Glaube bezieht sich auf die christlichen Glaubensbekenntnisse. Unser Glaube und das ewige Leben zu haben bei der Wiederkunft des Herrn beruht auch auf dem neuapostolischen Glauben und dem neuapostolischen Bekenntnis. Darauf liegt der Segen! …

DS: Sind innerhalb der BAV zum Thema „Amtsverständnis“  Veränderungen für die Zukunft besprochen worden?

Stammapostel J.L. Schneider :  Das Apostelamt ist für uns unentbehrlich um auf den Tag des Herrn, das Wiederkommen des Herrn, vorbereitet zu sein. Wir ändern nichts, das Abendmahl ist und bleibt heilsnotwendig und im Abendmahl erfahren wir die wahrhaftige Präsenz Jesu Christi in der Gemeinde und daran ändern wir nichts. Wir ändern nichts am Glauben, an der Auferstehung Christi und an unserer Auferstehung. Wir ändern nichts an unserem Glauben, die Kirche Christi ist notwendig, das Apostelamt ist notwendig um uns auf das Wiederkommen des Herrn vorzubereiten.

DS: Also keine Veränderungen, sondern eher deutliche Verschärfungen …

Stammapostel J.L. Schneider :  Unser Versprechen halten wir, wir bekennen uns zum neuapostolischen Glauben und dabei bleibts!

DS: Und gemäß dem Textwort  also „treu bis in den Tod", was ja auch auf meiner Hp mit einem Fragezeichen versehen sehr präsent ist,  was müssen die Gläubigen der NAK dazu tun!

Stammapostel J.L. Schneider :  „Sei getreu bis in den Tod“, das hat natürlich noch einen anderen Aspekt. Als wir getauft wurden haben wir den alten Adam gekreuzigt, der muss sterben, der passt nicht in den Himmel, den alten Adam, die alte Natur, passt nicht in die Gemeinschaft zu Gott, das wissen wir, der muss sterben. Das ist eigentlich der Sinn der Taufe. Wir haben da was versprochen: Ich kreuzige meine alte Natur und will werden wie Jesus Christus, weil man nur so in die Gemeinschaft mit Gott eingehen kann. Das ist auch damit verbunden, treu bis an den Tod, wir kreuzigen die alte Natur und wir wollen eine neue Kreatur in Christo werden.

DS: Das klingt aber im Gegensatz zur Aufforderung Jesu „Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, sehr martialisch und fordernd. Wo bleibt da die durch das Opfer erworbene Gnade?

Stammapostel J.L. Schneider :   „Sei getreu bis an den Tod“ und da möchte ich gern unseren Stammapostel Fehr zitieren: Keine Halbheiten! Nicht unterwegs stehen bleiben, sondern bis zuletzt in aller Konsequenz den alten Adam zu töten. … sei getreu bis an den Tod heißt, keine Halbheiten wenn es um das Evangelium geht.  … Aber auch da, lasst uns wieder diesen Aufruf Gottes hören: „Sei getreu bis in den Tod“, bitte keine Halbheiten, die alte Kreatur muss in jeder Hinsicht absterben!

DS: Ist Ihnen klar, dass Sie damit den Zuhörern eine klare Drohbotschaft vermitteln, und das auch noch im Namen Gottes als Seinen Willen verkünden? Was denken Kinder unter solchen Aussprüchen wohl? Welche Ängste werden damit geschürt!

Stammapostel J.L. Schneider :   Das hört sich wieder sehr hart an, das ist auch wieder so eine extreme Predigt! Warum? So will ich dir geben die Krone des Lebens. Der liebe Gott, der Heilige Geist und auch wir als Apostel, wir wollen unseren Gläubigen nicht drohen: Du darfst das nicht, du darfst das nicht machen, das ist nicht der Sinn der Sache.

DS: Dennoch tun Sie es …

Stammapostel J.L. SchneiderJetzt stelle ich die Frage: Ist das jetzt so eine harte Rede? Ist das so schwierig? Ist das so extrem? Wenn irgendetwas extrem ist, ist es die Gnade Gottes, die viel größer ist als alles, was wir uns vorstellen können. Und weil uns Gott das geben will, darf er es von dir verlangen: „Sei getreu bis an den Tod.“

DS:  Also „Gnade“ und diese absolute Forderung passen aber nicht wirklich zum Evangelium!

Stammapostel J.L. Schneider : Ich möchte nur eines sagen dazu: Und da sollen wir hineinkommen! Und der Herr Jesus, der gelitten hat, der den Sieg davongetragen hat, der will seine Krone mit uns teilen so ganz spontan gesagt. Er will seine Erbschaft mit uns teilen.  …

DS: Sie sagten am Anfang, ich zitiere: „Wir haben heute vor unseren Augen die Gesamtheit der Kirche, ein weltweites Bild der neuapostolischen Kirche, des Werkes Gottes auf dieser Erde.“ Damit ist die Heilsgewissheit auf die NAK-Gläubigen deutlich eingegrenzt!

Stammapostel J.L. Schneider : Also bitte, wenn man uns immer wieder vorwirft: Ihr seid so exklusiv, ihr sprecht ja den andern das Reich ab. Da muss ich immer wieder sagen: Hast du schon mal den neuapostolischen Katechismus gelesen? Hast du dich mit unserem Glauben schon einmal beschäftigt? Wir glauben an das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, wir glauben an das Apostolische Glaubensbekenntnis, wir glauben, dass Gott allen Menschen, die an Jesus Christus glauben und ihm folgen und in die innige Gemeinschaft mit Gott führen will in der neuen Schöpfung. Das ist das Ende der Geschichte, das ist ein Teil unseres Glaubens. Also bitte, wir sprechen niemand das Heil ab, im Gegenteil. Ja, wir sind berufen als Kinder Gottes uns vorzubereiten auf die Wiederkunft des Herrn. Ja, wir sind berufen heute schon und später im tausendjährigen Friedensreich eine Hilfe zu sein für die Menschen, dass sie zu Jesus Christus finden. Das ist unsere Aufgabe, unsere Berufung, das ist keine Exklusivität.

DS:Hilfe zu sein“ bedeutet aber heute, diese Menschen der NAK zuzuführen. Jesus Christus ist doch da nur vorgeschoben, denn alle anderen Menschen erwarten nach Ihren Vorstellungen das Jüngste Gericht, die NAK-Gläubigen aber nicht. Den würdigen Neuapostolischen ist nach der Hochzeit des Lammes in 10.6 unter dem Stichwort „Fortgang der Heilsgeschichte“ versprochen: Davon ausgenommen sind die Priester Gottes und Christi, die einen geistlichen Leib haben, der dem des Herrn gleicht (1Kor 15,44)“.

Sie bilden laut Katechismus sogar eine völlig eigene Heilkategorie, denn es heißt weiter im Katechismus:

An jenen, die bereits als königliche Priesterschaft mit Christus im Friedensreich regierten, erfüllt sich in der neuen Schöpfung die Verheißung: „Seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

Und das ist exklusives Heilserwarten, von dem die anderen ausgeschlossen sind …

Vielen Dank für Ihre aufschlussreichen Ausführungen, Stammapostel Schneider!

Wer das Ganze nun vergleichen möchte mit der Originalpredigt, hier die wörtliche Mitschrift.

 

22.10.Offener Brief von Jürgen an Jean-Luc Schneider: 

Lieber Jean-Luc Schneider,

ich bin nun schon ein paar Jahre aus der NAK ausgeschieden und weil ich in meiner Zeit in der NAK von meiner Geburt an schweren Schaden an meiner Seele genommen habe interessiert mich, ob diese schädigenden Stehgreif-Vorträge noch bestehen. Und leider muss ich feststellen, es gibt sie noch und von ihnen stammen oft die schlimmsten.

In ihrem jüngsten mir bekannten Vortrag geht es um zwei Dinge, einmal um die Heilsnotwendigkeit ihrer Gemeinschaft und deren "Apostel", zum anderen um die "Forderungen Gottes".

Ich zäume nun mal das Pferd vom Schwanz her auf und beginne mit der "Forderung Gottes" den Alten Adam, die Alte Kreatur abzulegen, nein zu töten.

Wenn das tatsächlich die Forderung Gottes wäre, welches Licht würde das auf Gott werfen? - Da erschafft ein allmächtiger und allwissender Gott Menschen zu seinem Ebenbild, wie es in der Genesis heißt, dass er dort auch noch als sehr gut bezeichnet und dann sagt dieser Gott zu seinem Ebenbild: "So wie du bist, so kommst du mir nicht in meine Nähe, mit dir will ich keine Gemeinschaft haben. Verzichte jetzt mal auf alle deine Eigenschaften als Mensch und werde göttlich, verzichte jetzt einmal auf alles, was dein Leben reich macht und dann können wir mal darüber reden ob ich nicht so nett bin und dich in meine Nähe lasse.

Doch eins sage ich dir gleich du wirst auf deine Menschlichkeit und dein menschliches Leben für immer verzichten, aber dafür darfst du dich ja in meiner Nähe aufhalten."

Die Frage ist: Hätte ein allmächtiger und allwissender Gott, als er sein Ebenbild erschaffen hat, dieses Ebenbild nicht so erschaffen können, dass es ihm nicht nur direkt nach seiner Erschaffung sehr gut gefällt, sondern so lange es diese Ebenbilder gibt? - Hätte Gott können. Und hat Gott das getan?

Wenn ich sehe, was sie als Forderung Gottes an uns Menschen darstellen, dann hat Gott das eben nicht gemacht.

Doch was bedeutet das?!

Ist Gott vielleicht gar nicht allmächtig und allwissend?

Hat Gott beim Menschen einfach nur gepfuscht?

Oder ist Gott gar sadistisch veranlagt und quält seine Geschöpfe gerne?

Ich muss Ihnen sagen, ich habe lange überlegt, was das für mich bedeutet und ich habe es dann so gehalten, wie ein älterer jüdischer Bekannter aus Köln, der in hochdeutsch übersetzt sagte: "Wenn der liebe Gott nicht der LIEBE Gott ist, dann kann er mir gestohlen bleiben." Oder um es mit meinen Worten auszudrücken: Von einem Gott, der mir mich gemacht hat und dann von mir verlangt, ich solle anders sein als er mich geschaffen hat, will ich nichts wissen, dem bleibe ich lieber fern!

Im Übrigen war es gerade dieses Gottesbild, dass Sie und ihre Kollegen vertreten, dass mit den größten seelischen Schaden bei mir angerichtet hat!

Sie und ihre Kollegen behaupten ja die Heilsnotwendigkeit einer von Aposteln geführten Kirche Christi. Doch wenn ich mir nur den Sendungsbefehl am Ende des Matthäus-Evangeliums ansehe, dann lese ich dort:

"Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. * Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes * und lehret sie halten ALLES, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Selbst wenn ich davon ausgehe, dass dort nur die Apostel Jesu anwesend waren, dann wurde den Aposteln damals schon gesagt, dass sie alle Jünger Jesu mit ALLEN Aufgaben und Vollmachten, die sie erhalten haben, ausstatten sollten. Und damit hat sich bereits die erste Generation von Aposteln Jesu entbehrlich gemacht.

Doch das bedeutet: Die Gemeinschaft der Heiligen braucht aus der Sicht des Missionsbefehls keine Apostel. Und so ist auch ihre vermeintlich göttliche Beauftragung, sind ihre Vollmachten und Privilegien nicht vorhanden.

Und das beweisen sie, ihre Kollegen und deren untergeordnete Funktionäre ganz deutlich, durch ihre Stehgreif-Vorträge: Ich muss Ihnen sagen, wenn ich der Heilige Geist wäre und mir würde von Ihnen die Urheberschaft dieser geistlosen, sinn- und inhaltsfreien Vorträge unterstellt, wäre ich ziemlich beleidigt.

Die Frage, die Sie sich einmal stellen sollten ist, ob nicht genau das die Sünde wider den Heiligen Geist ist, von der biblische Jesus von Nazareth sprach.

Freundliche Grüße

Jürgen, der Aussteiger

 

22.10. Gastkommentar von Rudolf Stiegelmeyr :Treue – das Maß göttlicher Würdigkeit

Einige Gedanken zu Stap. Schneider Predigt am 19.10.2014 in Berlin-Lichtenberg im Anschluss an die Herbstversammlung der Kirchenleitung in Berlin.

Nicht zum ersten und ganz sicherlich nicht zum letzten Mal beschwor der leitende Kirchenführer der Neuapostolischen Kirche, Stap. J.-L. Schneider, in seiner Predigt zwei der profiliertesten Kampfbegriffe geschlossener sozialer Systeme: den Glaubensgehorsam und die Treue. Und wie in allen vergangenen Zeiten wurden sie erneut völlig undifferenziert, gleichsam als argumentative Totschläger in die große Gemeinderunde geworfen. Treue nämlich, so Schneider, drücke sich in einem beständigen, zeitlich unbegrenzten und bedingungslosen Festhalten an den Bekenntnissen des Glaubens usw. aus.

Wie – d.h. unter welchen soziopolitischen, kirchenstrategischen usw. Verhältnissen und Absichten – diese Bekenntnisse historisch zustande gekommen, oder besser ‚ausgetüftelt worden‘ waren, worin ihre Aussagen warum zu bestehen hätten und wie sie heute zu werten sein würden – das und manches andere mehr stand nicht zur Debatte. Treu sein ist alles und ohne Treue ist alles nichts. Dies ist das neuapostolische Glaubensmotto seit mehr als 100 Jahren. Völlig unter den Tisch fallen dabei u.a. selbst so offensichtliche Binsenweisheiten wie die, dass Begriffe ihre jeweilige Bedeutung immer erst aus dem sprachlichen, sozialen und diskursiven Kontext erhalten, in welchem sie gebraucht werden. Oder etwa, dass Begriffe niemals verabsolutiert werden dürfen, weil sie immer Ausdruck einer bestimmten Lebenssituation unter ganz spezifischen Ursachen sind, in der sie geboren wurde und originäre Verwendung fand und die auszublenden notgedrungener Weise ihre Bedeutung ebenso wie ihre Bedeutsamkeit verfälschen würde. Ganz zu schweigen von der Erkenntnis, dass Begriffe, je nach Sprache und sprachlicher Ausdifferenzierung, eine Vielzahl von unterschiedlichen Einzelbedeutungen zusammenfassen, die zum einen in anderen Sprachen und damit Denkkulturen ganz anders zusammengefasst werden und damit zum anderen u.U. auf gänzlich andere Bedeutungsfelder abheben oder viel differenzierter unterscheiden, je nachdem, wie wichtig ein sog. ‚begriffliches Feld‘ im Sprachgebrauch einer bestimmten Sprachgemeinschaft ist.

So erkennen wir am Beispiel des deutschen Begriffes ‚Liebe‘, dass andere Sprachgemeinschaften (z.B. das Griechische) diesen Begriff ungleich differenzierter aufschlüsseln, indem sie die Vorstellung von Liebe unterteilen in eine erotische Liebe, eine Freundesliebe, eine Gemeinschaftsliebe oder in die Vorstellung von barmherziger Zuwendung oder Zuneigung. Eine Ausdifferenzierung, für die wir im Deutschen eine Vielzahl anderer Wörter und sogar Begriffe (Begriffe bezeichnen die übergeordnete Gemeinsamkeit wesentlicher Merkmale [die mit Wörtern bezeichnet werden] einer gedachten Vorstellung) bemühen müssen, eine begriffliche Kumulation, die im Gegenzug den deutschen Liebesbegriff ziemlich schwammig und abstrakt werden lässt. Ganz analog verhält es sich natürlich auch mit dem Begriff der Treue. Auch sie hat eine Vielzahl von situativen Einzelbedeutungen, die innerhalb der deutschen Sprache zwar einer sog. Wortfamilie angehören, die aber nicht notwendigerweise eine inhaltliche Analogie aufweisen müssen.

So gibt es, um nur ein Beispiel zu nennen, die heute überaus negative Vorstellung der Vasallentreue, ein ebenso blindes wie dummes Treueverständnis, wie es Abermillionen Deutsche ihrem Führer entgegenbrachten – selbst dann noch, als dieser sie in das schlimmste Blutbad der Geschichte geführt hatte. Dabei liegt ein dermaßen zur höchsten Tugend apostrophiertes Abschalten der schöpfungsbedingten Denk- und Kritikfähigkeit der eigentlichen Vorstellung von Treue keineswegs zugrunde. Vielmehr baut sie gerade auf das denkende Korrektiv der Vernunft, indem ihr Ursprung eigentlich auf die Festigkeit eines Baumes im Sinne einer großen und starken Zuverlässigkeit abhob, einer Zuverlässigkeit, die ohne Denken und Vernunft gar nicht möglich wäre (wie wir das nicht zuletzt im Tierreich erkennen können).

So kann und muss es gerade angebracht sein, die eigene Treueleistung an die mit dieser Treue eingegangenen Verhältnisse zu binden, indem sie just dann entzogen wird, wenn der Gegenstand dieser Treue ihrer nicht mehr würdig sein würde. Für einen Ritter des Hochmittelalters verfiel der Treueschwur seinem Herrn gegenüber, wenn dieser sich anders verhielt als die normativen Statuten und allgemein anerkannten Handlungsweisen, unter denen der Treueschwur geleistet worden war, dies erlaubten. Auch das Versprechen einer ehelichen Treue kann ja nicht alleine um eben dieser Treue willen aufrechterhalten werden, wenn die Voraussetzungen für diese Treue gar nicht mehr gegeben sind. Selbst unsere Treue Gott gegenüber muss so ständig hinterfragt werden dürfen, da wir als Menschen nicht Gott selber diese Treue schulden, sondern immer nur einem Gottesbild, das wiederum Menschen sich (oder für uns) von oder über Gott gemacht haben und das, aus diesem wie aus anderen Gründen, immer sehr menschlich und damit irrtumsanfällig ist.

Leider kamen diese eigentlich relativ banalen Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Begriff der Treue in Stap. Schneiders Predigt überhaupt nicht zur Sprache und man/frau fragt sich, ob das eher seiner mangelnden Predigtvorbereitung oder seiner nicht minder einfältigen Ignoranz geschuldet sein würde, oder – und noch schlimmer – ob dahinter gar System stecken würde. Ein System, dem nichts bedrohlicher wäre als der Verweis auf solche eigentlichen Wahrheiten, würden sie doch deutlich machen, dass Treue – verstanden als gedanken- wie bedenkenloses Festhalten an bestimmte Eigenschaften, Versprechungen, Handlungen oder Glaubensinhalte usw. – nicht nur wenig Sinn macht, sondern geradezu kontraproduktiv sein kann in Bezug auf ihre eigentliche Bedeutung oder der Intention, unter der sie gegeben worden war. So aber ist wieder einmal eine Gelegenheit verstrichen, in der aus neuapostolischen Binsenweisheiten göttliche Wahrheiten und damit Stärkung und Erkenntnisgewinn hätten werden können.

 

 

 

 

 

14.10.2014 Bezirksapostelversammlung am 16. und 17. Oktober 2014  in Berlin zur “Präzisierung des Amtsverständnisses der Kirche“

Bericht der NAK Berlin-Brandenburg:In Berlin eintreffen werden die Apostel mit ihren Ehefrauen am Dienstagabend und im Laufe des Mittwochs. Bei der Tagung am Donnerstag und Freitag werde über Präzisierungen zum Amtsverständnis diskutiert, so Kirchensprecher Peter Johanning. Beschlossen wird der Freitag mit dem Besuch eines Konzerts in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt. Am Samstag stehen bilaterale Gespräche der Bezirksapostel untereinander und mit dem Stammapostel auf dem Programm und abschließend eine Stadtbesichtigung. Vor die eigentliche internationale BAV ist am Mittwoch noch eine separate Zusammenkunft der in Afrika tätigen Bezirksapostel geschaltet. In der „BAV Afrika“ wird es laut dem Kirchensprecher unter anderem um die Fortentwicklung von „African Joy“ gehen, einer kostenlosen Mitgliederzeitschrift, die in einigen Ländern Afrikas erscheint. Tagungsort der Bezirksapostel ist das Humboldt Carré in Berlin-Mitte.“

Obwohl also der Katechismus eigentlich umfängliche Ausführungen zum Amtsverständnis enthält (klick), betonte Stap Schneider laut eines Berichts von UF-online bereits im Juni  2014 während der Podiumsdiskussion auf dem Kirchentag:

Die Frage nach der Ordination von Frauen bewertet der Stammapostel als zu früh gestellt. Zunächst einmal müsse das Amtsverständnis klar definiert sein: Was ist ein Amt, was ist ein Dienst? Was passiert bei der Ordination? Erst wenn darüber Einigung erzielt worden sei, könne man darüber reden, wer es tragen kann. Dabei kämen nicht nur theologische Fragen zum tragen, sondern auch gesellschaftliche: Was akzeptiert die Gemeinde? Was geht regional? Dabei äußerte der Stammapostel, dass der Ansatz "Wir haben nicht genug Männer, darum sollt ihr Frauen predigen" kein guter Ausgangspunkt zur Beantwortung dieser Frage sei.

Wie? Die Gemeinde nach ihrer Akzeptanz fragen? Wohl kaum, denn bereits zuvor hatte Schneider sich schon zum Thema geäußert, z.B. in der Stärkungsstunde für Amtsträger am 15.02.2014 in Innsbruck:

Die Amtsgaben existieren nur in der Gemeinschaft mit dem Apostelamt. Das Amt ist eigentlich das Apostelamt und der Apostel überträgt nur eine gewisse Amtskraft, eine bestimmte Amtsaufgabe seinen Mitarbeitern. Aber ohne die enge Beziehung zum Apostolat gibt es das Amt gar nicht. Ein Bruder, der nicht in der Gemeinschaft mit dem Apostelamt wäre, könnte gar keinen richtigen Dienst verrichten in seiner Gemeinde. Das geht nicht.  Wenn ein Vorsteher meint, dass er in seiner Gemeinde bestimmen kann, was ihm gefällt, muss ich ihm sagen: Das geht nicht! Ohne die Gemeinschaft mit dem Apostel – gemeint ist nicht die Person sondern das Amt – gibt es Dich gar nicht. Das muss uns bewusst sein, dass ist unser Glaube.

Und in seinem die Apostelversammlung vorbereitenden GD (Bericht) hatte auch Nadolny bereits die folgende und wirklich umwerfende Erkenntnis:

„Natürlich kommen der Stammapostel und die Apostel auch in gewisser Weise im Namen des Herrn – aber seien wir vorsichtig, diesen Vers einfach so auf den Stammapostel zu übertragen. Hier geht es um Jesus Christus und wir können keinen Menschen, auch keinen Stammapostel, mit Jesus Christus auf eine Stufe stellen.“

Interessant, dass man das expressis verbis so erwähnen muss. Aber was da nicht steht ist, dass der Stap und die Apostel aber sofort nach Jesus kommen und dass Jesus ohne sie absolut machtlos ist.

Und zu seinem persönlichen Amtsverständnis hatte sich der BezAp Nadolny  ja unlängst schon sehr deutlich in der Gemeinde Mariendorf geäußert (O-Ton zum Anhören):

Ein Amtsträger ist wie der Stift in der Hand eines  Schreibers. Wenn man einen Kugelschreiber nimmt und er will und will nicht? Was macht man damit? In die Mülltonne, weg damit. So macht es Gott, wenn ich nicht mehr in seiner Hand tauge.

Man wird also nicht gespannt sein müssen, was als Ergebnis dieser Tagung heraus kommen wird : Nichts anderes als schaler Wein aus alten Schläuchen …

Deshalb doch lieber gleich Berlin erleben und schön essen gehen in der Umgebung vom Tagungsort Humboldt Carré und ab,  back to the roots, mit diesem Text  von ca. 1922 als Ergebnis:

Auszug aus:

HAUSHALTUNG GOTTES

Herausgegeben von HERMANN NIEHAUS

Die Haushaltung Gottes

Nur eine Person kann und darf es sein, die dem Hausherrn gegenüber die volle Verantwortung trägt und dem alle anderen Amtsträger in ihrer gesetzten Ordnung verantwortlich sind und Gehorsam erweisen müssen, wenn Gottes Segen offenbar werden soll. Und diese Person ist einzig und allein der Stammapostel. Er ist die Stelle aus der das Wasser des Lebens hervorgeht und sich in das Strombett der Apostel ergiesst, von wo aus es sich dann in die weiteren Nebenströme verteilt. Er übersieht mit den Aposteln als den Vätern und mit den Helfern, Ältesten, Evangelisten und Diakonen alle kirchlichen Angelegenheiten, während die Bischöfe als die „Hausmütter“ mit den Propheten, Hirten und Priestern für das Innere Sorge tragen müssen. ... Hat so in dem göttlichen Haushalt jeder, vom Haupte an bis zu dem letzten Diener, seine rechte Stellung inne und leistet demgemäss in aller Treue seine Dienste, so muss sich der Segen des Herrn auf das ganze Haus ergiessen.

Nachdem dieser Plan in der Seele des Schreibers dieser Zeilen feste Gestalt genommen und er der göttlichen Wahrhaftigkeit gewiss geworden war, schrieb er die von Gott gewirkten Gedanken nieder. Ihre Verwirklichung indes und ihre praktische Durchführung konnte erst unter dem Stammapostel Krebs erfolgen und zwar immer in dem Masse, wie es die Verhältnisse gestatteten. ... Heute nun ist diese göttliche Haushaltung und Hausordnung völlig ausgebaut, so dass der damit verbundene göttliche Segen ungehindert der ganzen Gottesfamilie zuteil werden kann. Jedem Amtsträger ist sein geeigneter Platz in der Haushaltung Gottes angewiesen, an dem er den ihm verliehnen Gaben entsprechend segensreich wirken kann.

Quelle

 

24.9.2014 Vorgedanken zum Jugendtag 2015 aus NAK-Brandenburg (Quelle Zeitschrift „Christi Jugend“ Sept. 2014; Seite 6):  „Jesus liebt uns und anderen fehlt diese Liebe.“

Zitate aus Christi Jugend (schon der Name der Zeitschrift ist bezeichnend anmaßend!):

„Unter dem Motto: „Du hast mir gerade noch gefehlt“ soll kommendes Jahr ein großer Gästejugendtag

stattfinden. …Wir, die JugendAktivGruppe, haben Gedanken zum Motto entwickelt und berichten vom Planungsauftakt.

Nachstehend einige Gedanken des Planungsteams mit den entsprechenden Bibelstellen:

Markus 10, 21: Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin und verkaufe alles was du hast und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm und folge mir nach

» Ist uns der himmlische Schatz immer mehr wert als der irdische?

» Wie erkläre ich den Wert des „Schatzes im Himmel“ jemandem, der

noch nie von Gott gehört hat?

» Jesus liebt uns und anderen fehlt diese Liebe.

» Wir können anderen nicht den Weg zu Jesus und Gott verbauen, weil

uns der Mut zum Bekennen oder die Kraft zum vorbildlichen Leben

nach Jesu Sinn gefehlt hat.

Bei der Schrumpfung der NAK-Brandenburg in den letzten 10 Jahren um 58% (siehe Bericht) verwundert dieser Aufruf zur Missionierung allerdings wenig.

 

 

 

BAP i.R. Saur überraschend verstorben

30.7.2014 Tief betroffen geben wir bekannt, dass unser hoch geschätzter und verehrter Bezirksapostel im Ruhestand Klaus Saur am Dienstagnachmittag, 29. Juli 2014, ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 74 Jahren verstorben ist…. Unsere Herzen erfüllt große Traurigkeit, denn der Verstorbene war ein besonderer Mann im Kreis der Apostel. Er hat Großes aus Liebe zum Herrn und seinem Werk geleistet. Die, die ihn näher erlebten, kannten ihn als einfühlsamen, mitfühlenden und gebetsstarken Seelsorger.“ ( HP der NAK-Süd)

Auch in der offiziellen Traueranzeige der NAK-Süd in der Stuttgarter Zeitung vom 2.8. heißt es, dass der Verstorbene "plötzlich und unerwartet von uns gegangen" ist. Da stellt sich doch aber die Frage: Warum ist er nicht heimgegangen? Bis soweit einmal ...

Ich selbst habe BAP Saur in meinem allerletzten GD , den ich in der NAK besucht habe, noch mit den folgenden Ausführungen gehört, die mir unvergesslich bleiben und den Schritt erleichtert hatten, so etwas nie wieder freiwillig anzuhören. Insofern bin ich ihm wegen der Deutlichkeit seiner Worte zu Dank verpflichtet.

2001 Bezirksapostel Saur Pfingsten  (Originalmitschrift):

Wir sind Wiedergeborene aus Wasser und dem Heiligen Geist, das ist zwar eine ganz kleine Schar heute auf dieser Erde, aber es ist die Schar, die ohne Angst und ohne Furcht über diese Erde gehen darf [...] Die Wiedergeburt wird uns dann auch so groß, wenn wir daran denken, dass es auf dieser Erde nicht nur Wiedergeborene gibt, es gibt beispielsweise auch Fleischgeborene. Während die Wiedergeborenen danach trachten, nach dem Reiche Gottes und seine Gerechtigkeit, geht das Sinnen und Trachten der Fleischgeborenen meistens nur aufs Irdische und ins Vergängliche. Was für ein Unterschied, ihr lieben Geschwister, zwischen den Fleischgeborenen und den Wiedergeborenen, was für ein Unterschied zwischen den Seelen, die den Heiligen Geist tragen und besitzen, und ihn in sich wirken und schaffen lassen zur Ehre Gottes und zu ihrem eigenen Segen. 

Im Moment kommt mir der Gedanke, liebe Geschwister, es gibt auch so viele Umsonstgeborene, Menschen die dieses Leben dazu nützen, nur zu irdischem Reichtum, zu Ansehen, zu Ehre zu kommen, zu Reichtum. Sie tun nichts für das ewige Leben und kommen dann einmal, viel zu spät, zu der Überzeugung und Einsicht: Umsonst geboren, umsonst gelebt.“

Nun soll dieser „einfühlsame und mitfühlende Seelsorger“ hier zur Erinnerung nochmals mit zwei Predigtzitaten prägnant zu Wort kommen (Hervorhebungen von mir) mit Zitaten aus einem "wir sollen und müssen wollen und schlusssiegendlich nicht Fragen und Grübeln" -Bericht, den die NAK-Süd eingestellt hat (Originalquelle):


Gottesdienst vom 18.05.2005 in der Kirche in Heilbronn-Pfühl durch unseren Bezirksapostel Saur:


… das besondere ist nicht nur die Vollendung des Ganzen, sondern die Vollendung jeder einzelnen Seele.
Dann stellte uns der Bezirksapostel die Frage: „Was heißt bereit sein?“
Bereit zu sein müssen wir uns jetzt in der Gnadenzeit erarbeiten. Und bereit sein bedeutet:

  • abwehrbereit sein: gegenüber den Geistern der Zeit, dazu müssen wir die Waffen des Glaubens anlegen, den Helm des Heils und das Schwert des Geistes.
  • aufnahmebereit sein: wir müssen offene Herzen und Seelen haben, für das Wort vom Altar und in der Gnade …
  • dienstbereit: wir sollen mit Eifer im Werk des Herrn arbeiten.
  • hilfsbereit: wir sollen Geschwister in Leid, Trübsal und Not helfen. …
  • opferbereit: „Hier ist mein Herz...“, dann werden wir mit Segen überschüttet.
  • sterbebereit: nicht lebensmüde, aber wir wollen den alten Menschen (den alten Adam) sterben lassen, dass das Leben aus Gott wachsen kann.
  • überwindungsbereit: denn dem Überwinder ist so viel verheißen.
  • vergebungs- und versöhnungsbereit: damit wir mit Gott im Himmel vereint sein können, müssen wir unseren Brüdern und Schwestern vergeben, … Und wer wird dabei sein am Tag des Herrn? Die, die
  • wachbereit sind: die den Schlaf des Geistes erfolgreich bekämpfen

    Apostel Schneider:
    … Der Apostel nannte noch einen weiteren Punkt: schlußsiegbereit sein. Denn nur dann hat sich der Glaube gelohnt, der zum Schauen kommt. Und die Bereitschaft beginnt im Willen. Da gibt es keine Ausreden, „ich muss noch dies oder jenes tun“. …
    Auch ein Schiff, das in Sturm und Wellen gerät, muss von Zeit zu Zeit die Richtung ändern um auf Kurs zu bleiben.
    Die Zeitlichkeit vergeht, aber die Ewigkeit bleibt
    .

    Bezirksapostel Saur:
    Wenn wir uns die Frage stellen: „Kann ich es schaffen?“ Ja, wir können es schaffen, aber wir müssen wollen und es uns selbst nicht so schwer machen mit Fragen und Grübeln.

Und zum Schluss:

Bezirksapostels Klaus Saur am 11.6.1995 in Eppelheim (Rhein–Neckar–Halle), Jugendtag:
„Ja, es ist so wichtig, wach zu sein und wach zu bleiben. Ich war vor einigen Jahren einmal in Nigeria. Dort braucht man, wenn man irgendwo in einem Haus wohnt, Wächter. Wenn man nicht da ist, muss jemand dort sein, der das Eigentum, das Haus, bewacht. Unser Apostel Gfeller hat auch einige solcher Wächter. Wir sind am Abend weggefahren zum Gottesdienst. Die Wächter blieben zu Hause. Dann kamen wir um Mitternacht wieder nach Lagos. Der Apostel kam an sein Hoftor und hat mit der Hupe ganz fest Signal gegeben. Er hat einen Mordslärm gemacht. Die ganze Gegend ist aufgewacht. Es ist ganz lange gegangen, bis dann einer kam, um das Tor aufzumachen, weil der nämlich geschlafen hat. Den musste man zuerst mit der Hupe aufwecken. Gut, dann fuhren wir durch das Tor, den Weg entlang und kamen in den Hof. Dann sahen wir im Scheinwerferlicht, mitten im Hof, einen Schwarzen liegen. Der hat selig geschlafen. Der hat nicht reagiert, war nicht ansprechbar. Er hat sich nicht bewegt. Die Augen waren zu. Der hat kein Wort gesagt. Die Hände lagen irgendwo in der Gegend. Er lag da wie ein toter Mann. Wisst Ihr, was der Apostel gemacht hat? Er ist mit seinem Auto über den Mann gefahren und als er mitten unter dem Auto lag, da hat er gestoppt. Es hat sich nichts getan, aber auch gar nichts. Dann fing der Apostel an zu hupen und Radau zu machen. So ganz allmählich, ich weiß nicht, nach fünf Minuten, wir haben uns im Auto fast kaputt gelacht, kam unter dem Auto einer vorgekrochen und hat sich aufgerichtet. Er hat sich die Augen gerieben und hat so ganz schuldig um sich geschaut. Dann ist der Apostel ausgestiegen, gar nicht so lieb und sanft, wie Ihr ihn erlebt habt am letzten Sonntag, im Mitdienen. Er hat gebrüllt wie ein Stier und hat dem Schwarzen gesagt: "Warum hast du geschlafen?" Der hat noch blöder geschaut, wie vorhin schon, nicht der Apostel. Dann hat er es doch fertiggebracht und hat gesagt: "Sir, ich habe nicht geschlafen!"
So geht's, wenn man schläft, man hört und sieht nichts und nimmt gar nichts wahr.“


Wenn ein solcher Redner "zum Herrn heimgehen würde", wer würde solchen Herrn annehmen und was wäre das für ein Gott??

 

22.7.2014 Das Apostelamt. Ich glaube, das ist der Nagel, an dem unsere gesamte Kirche hängt (Kiefer)

Zitat aus dem Vortrag von Evangelist Reinhard Kiefer auf dem IKT2014:

Und im 19. Jahrhundert passiert etwas ganz Wunderbares und Unerwartetes: 1832, 1835, Sie lesen hier, und 1863 wurden durch den Heiligen Geist neue Apostel berufen. 1832, 1835, das ist die Katholisch-Apostolische Gemeinde, die englischen Apostel, die einen weitgehend ökumenischen Ansatz hatten. Man muss sich vorstellen, diese Apostel, das gehört auch zum Apostelamt, denen ging es nicht darum, jetzt eine neue Kirche zu bauen. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Es ging nicht darum, zu den vorhandenen Kirchen noch eine neue Kirche hinzuzufügen sondern genau im Gegenteil: Die Kirche sollte unter Aposteln geeint werden. Die verschiedenen Kirchen sollten zusammenfinden unter Aposteln. Das ist nicht gelungen. Die Christen damaliger Zeit, und das hat sich ja bis heute nicht geändert, haben diese Rufung, dieses Werk Gottes an seiner Kirche nicht anerkannt. Es gibt nur Wenige, die das tun. Wir gehören zu ihnen. Aber, das heißt nicht, dass die Apostel nur für uns da sind und wir jetzt gemütlich neuapostolisch sein können sondern da ist auch ein Auftrag mit verbunden, nämlich in die Gesamtkirche zu wirken, also da ist schon so ein ökumenisches Ferment in der Sache selber enthalten. Insofern kann man auch sagen: Die Neuapostolische Kirche ist nur deswegen da, weil die anderen Christen die Apostel nicht angenommen haben, weil das jetzt der Raum ist, von dem aus die Apostel in die Gesamtchristenheit hineinwirken können

Und dieser Reinhard Kiefer ist mit dieser Sprache Schriftsteller, sowie theologischer Berater des Stammapostels und des Verlages Friedrich Bischoff und hält Seminare  für Amtsträger der NAK!

Zur Ökumene meint Kiefer:

Von unseren Gedanken her: Apostel sind eigentlich für die Gesamtheit der Kirche da, ergibt sich auch irgendwo ein ökumenischer Auftrag. Ich muss ja, wenn ich das ernst nehme, mit den Anderen mal ins Gespräch kommen. Da kann ich ja nicht interesselos, mit interesselosem Wohlgefallen oder Missfallen an den Leuten vorbei rennen sondern ich muss irgendwie Kontakt zu ihnen suchen, suchen, mit ihnen umzugehen.

Da wurde eben von der „Charme-Offensive“ gesprochen, die gefällt mir gar nicht. Also, gar nicht so charmant, das muss man auch nicht. Dass wir immer mit ganz breitem Lächeln und ganz süßlicher Stimme dahin kommen, so denke ich mir das nicht, sondern selbstbewusst, aber dem Anderen zugewandt und vor allen Dingen, dass der merkt, man nimmt ihn ernst, aber dass man auch selber ernst genommen werden möchte. Und dann denke ich mir, kann man Anstöße geben.

 

 

28.6.2014 Aktualisierung zum Artikel (siehe weiter unten vom 11.4. 2014) Überlegungen in BW: Abschaffung des Abendgottesdienstes am  Mittwoch

In Rahmen des Artikels hatte ich in  meinem fiktiven Schreiben zur Streichung des Mittwochabendgottesdienstes formuliert:Wie ihr alle bemerken könnt, ist der Besuch des Abendgottesdienstes in den kleinen und auch größeren Gemeinden stark rückläufig und liegt mancherorts nur noch zwischen 30%  und 40 % des Besuches am Sonntag. Die Gründe dafür sind vielfältig und nachvollziehbar. In Rücksichtnahme nun auf unsere Geschwister wollen wir deshalb in einer Versuchsphase bis zum Sommer zunächst in einigen Regionen den Mittwochsgottesdienst ausfallen lassen …“

Klammheimlich ist Folgendes bereits aktuelle Realität:

Im Apostelbereich Nürtingen von Apostel Kühnle werden zurzeit im Bezirk Göppingen (von ursprünglich 21 Gemeinden jetzt bereits auf 10 geschrumpft) sprachlich passend zu meinem Artikel sogenannte Regionalgottesdienste angeordnet, bei denen die drei Unterbezirke Oberes Filstal, Unteres Filstal und Göppingen jeweils zusammengefasst nur in jeweils einer Gemeinde in einem rotierenden System unregelmäßig am Mittwoch einen GD anbieten. Da die Kirchengemeinde Göppingen, dazu gehören noch Adelberg und Maitis (Jebenhausen, Faurndau, Birenbach und Bartenbach sind bereits geschlossen), die größte ist, wird hier nicht rotiert mit der Folge, dass der Besuch aus Adelberg und Maitis relativ dürftig ausfällt. Als weitere Neuerung wird nun in Göppingen morgen, am 29.6., zum ersten Mal auch ein Regionalgottesdienst am Sonntag stattfinden.

Interessant ist hier auch der Sprachgebrauch „Regionalgottesdienste“, von Ausfall spricht niemand! Gleichfalls bemerkenswert: Auf der offiziellen Kirchenhomepage gibt es weder einen Terminplan noch Hinweise auf diese grundlegend strukturellen Veränderungen.

Man darf auf die weiteren, kirchenpolitischen Maßnahmen gespannt sein, die hiermit faktisch vorbereitet werden!

17.6. 2014 Frauen im Dienst der NAK? Stap. Schneider weiß nicht mehr, was ein Kirchenamt ist und was bei der Ordination passiert

Apostel Opdenplatz beim IKT: „Eine zunehmende ‚Nehmer-Mentalität‘ ohne Bereitschaft, sich mit eigenen Gaben einzubringen, birgt Gefahren für den Fortbestand der Gemeinden“, warnte er. Eine Beauftragung mit namentlicher Nennung vor der Gemeinde sowie ein Segensgebet am Ende des Gottesdienstes könnten schon einiges bewirken.“ (Quelle)

Ein Kommentar zur Kirchentagsdiskussion von Shalom vom 10.6.2014 (mit freundlicher Genehmigung):

[ nak.org ] hat geschrieben:

»Den Nächsten lieben, wie er ist« (07.06.2014)

"Das Reich Gottes ist mitten unter euch" - Was bedeutet dieses Motto des Internationalen Kirchentages für den praktischen Alltag?

Sollte sich die Kirche nicht stärker sozial engagieren? Darauf reagierte der Stammapostel mit einer Gegenfrage: "Wer ist die Kirche? Das ist nicht eine Institution mit einem Chef, der Schneider heißt und in Zürich sitzt ." Sondern: "Die Kirche sind wir!"

Zunächst einmal müsse das Amtsverständnis klar definiert sein: Was ist ein Amt, was ist ein Dienst? Was passiert bei der Ordination? Erst wenn darüber Einigung erzielt worden sei, könne man darüber reden, wer es tragen kann. Dabei kämen nicht nur theologische Fragen zum tragen, sondern auch gesellschaftliche: Was akzeptiert die Gemeinde? Was geht regional?


Werte Amtsverständige, liebe "Acktablen" und all ihr Leute des naktischen Glaubensalltages ,

toll dass das Podium derart hochkarätig besetzt war (u. a. Ehrich und sein Schneider), während für dauntergeordnete Thema [ "Ein Jahr Katechismus" ] nur die dritte Garde in der Bütt war und die Bühne den ACK’s gehörte. Schneider hatte aus der Schusslinie gebracht werden müssen.

Beim Lesen des Mottos der Apostelmesse (IKT): "Das Reich Gottes ist mitten unter euch" und der Frage: „Was bedeutet dieses Motto des Internationalen Kirchentages für den praktischen Alltag?“ incl. Schneiders Gegenfrage: "Wer ist die Kirche? Das ist nicht eine Institution mit einem Chef, der Schneider heißt und in Zürich sitzt". Sondern: "Die Kirche sind wir!" musste ich darüber schmunzeln. Die Reichen sind mitten unter uns. Und die Armen sind am Rande. Wenn ich lese, wer die Einnahmen aus den vielen Profanierungen gutgeschrieben bekommt und mir z.B. den Immobilienkomplex der Nakius-GmbH anschaue, dann verstehe ich was Schneider wirklich meint, wenn er rhetorisch schlitzohrig zum Besten gibt: „Die Kirche Jesu Christi sind wir“. Das hatte er doch vollsinnigerweise gemeint – oder? . Ihr da oben - wir da unten.

Nachdem sich das neuapostolische Apostolat beim Nakechismus aus der Glaubenspatsche hat helfen lassen – dem Johann-Adam-Möhler-Institut sei Dank -, scheint nun das Amtsverständnis dran zu sein. Schneider wirkt total desorientiert: „Zunächst einmal müsse das Amtsverständnis klar definiert sein: Was ist ein Amt, was ist ein Dienst? Was passiert bei der Ordination? Erst wenn darüber Einigung erzielt worden sei, könne man darüber reden, wer es tragen kann. Dabei kämen nicht nur theologische Fragen zum tragen, sondern auch gesellschaftliche: Was akzeptiert die Gemeinde? Was geht regional?“.

Es scheint im "globaalen" Apostolat derzeit also Uneinigkeit zu herrschen (sofern das nicht nur eine extra Showeinlage für die ACK’s ist). Schneider will also zunächst nakintern Einigung erzielen über: „Was ist ein Amt, was ist ein Dienst? Was passiert bei der Ordination? Was akzeptiert die Gemeinde? Was geht regional? - „die Kirche sind wir:mrgreen:.

Schneider macht mir schon einen extrem desordinierten Eindruck. Er scheint nur eine Marionette der strategischen „Diplonakie“ zu sein, die sich nicht um Fragen der „Interzelebration“, der „Abendmahlsgemeinschaft“ oder der „Kommensialität“ acktabel zu kümmern hat.

Und globaal konnten nur ca. 50.000 IKT-BesucherInnen mobilisiert werden (Ehrich nannte 2012 exakt 112.511 Schäfchen sein eigen und in Europa sind allein über 23.000 Amtskörper rgistriert). Mit Gehülfinnen sind das schon fast über 44.000 .

Weitere Links zum IKT

Videos zum IKT

Vorfilm zum Pfingstgottesdienst vom Verlag

Fernsehvorbericht auf Sat1Bayern

Weitere Links zum IKT

 

3.6. 2014 IKT-Werbespot bei RTL - da passt doch das Niveau!

War der Fernseher früher das verbotene Tor zur Welt, ist er scheinbar heute für die NAK die Werbetür in die Welt. Zitat vom 28.5.:

Seit dem letzten Sonntag läuft im Regionalprogramm von RTL Bayern ein Veranstaltungshinweis zum Internationalen Kirchentag der Neuapostolischen Kirche. „TV Bayern live“ ist im südlichen Bundesland über Kabel empfangbar. Zudem läuft der Spot ab sofort täglich um 18.10 Uhr und 22.10 Uhr in allen bayerischen Lokalfernsehprogrammen.

Deutschlandweit können RTL-Zuschauer den IKT-Spot vier Mal sehen: Er wird im Programm von RTL am Donnerstag, 29. Mai 2014, um 9.10 Uhr und 14.50 Uhr, am Freitag, 30. Mai 2014, um 16.20 Uhr sowie am Samstag, 31. Mai 2014, um 18.05 Uhr ausgestrahlt.

 

29.5.2014 NAK-karitativ wirbt (Zitat von der Hp ohne Kommentar):

Animateure für den IKT 2014 gesucht (16.04.2014 )

Freier Eintritt für den guten Zweck

Für den Internationalen Kirchentag in München suchen wir fröhliche und engagierte Animateure. Wenn du uns an zwei Tagen mit insgesamt 150 Minuten unterstützt, erstatten wir dir deinen Eintritt und deine Übernachtung in der Gemeinschaftsunterkunft.

Dein Profil:  fröhlich, engagiert und selbstbewusst
          Dein Einsatz: 150 Minuten
          „Dienstkleidung“ wird gestellt!

 

Hast du Lust bekommen deine fröhliche Art für den guten Zweck einzusetzen? Wir freuen uns auf deine Anfrage unter: info(at)nak-karitativ.de
(Stichwort: „150 Minuten IKT“)

 

Ein Leserbrief (Verfasser bekannt) vom 7.6. zum Thema:

"Animateure für den Glauben

Ein interessanter Beitrag "Animateure für...." auf Ihrer Seite. Ich
sitze gerade vor dem Rechner, schaue mir einige Beiträge auf der
offiziellen Seite des IKT an und stelle fest, ich habe mich richtig
entschieden - ich bin nicht hin gefahren!

Für mich ist so eine Veranstaltung sehr zwiespältig. Zweifellos, mit
vielen Tausenden ein Lied zu singen oder das "Unser Vater" zu beten ist
verlockend, weil es in der Tat ein unbeschreibliches "Gänsehautgefühl"
auslöst. Aber gerade dieses ist es, was mir gleichzeitig auch Angst
macht. Im Hinterkopf habe ich immer Gleichschaltung, Verführung,
Suggestion, Massensteuerung und Zwangssozialisierung. Auch abgesehen von
der Religion gab es zu viele schlimme Zeiten in denen genau diese
Verhaltensmuster die Menschen in die Irre und ins Verderben geführt haben.

Auch wenn ich, wie Sie wissen, gern als eigene Persönlichkeit in
dieser Kirche ganz speziell "meinen" Platz ausfülle, ich habe zu viel
erlebt und es ist in den damaligen Jahren zu viel dabei kaputt gegangen,
als das ich mich ruhigen Gewissens an einer solchen Veranstaltung
beteiligen könnte. Selbst den morgigen Übertragungsgottesdienst werde
ich mit reichlich persönlichem Abstand miterleben.

Allerdings freue ich mich auch über die neue Jugend, die meist mit viel
Abstand - da ohne meine Erfahrungen - und mit einer gehörigen Portion
Selbstbewusstsein Freude an einer gelockerten Zusammenkunft haben wollen
und können. Gott sei Dank, kann ich bei unseren Jugendlichen in der
Gemeinde diese Eigenschaften, die wir damals leider nicht entwickeln
konnten, feststellen. Wenn die "keinen Bock" haben auf Kirche, bleiben sie
zuhause und wenn sie mir ihre kritischen Meinungen offen ins Gesicht
sagen, bin ich begeistert. Das hätte ich mir auch für "meine Vergangenheit"
gewünscht, Gott sei Dank kann ich es wenigstens heute.

Trotz alledem, der NAK-Kirchentag ist nicht meiner, kann meiner gar
nicht mehr sein. Es gibt auch zu viele Einzelveranstaltungen oder
Aussagen, die mir widerstreben. Ich hoffe nur, dass ich mir im Nachgang
dieses Großereignisses nicht wieder wochenlang die Lobhudeleien anhören
muss, besonders in den Gottesdiensten.
"

 

Außerdem kann man auf der offiziellen IKH-Hp lesen:

„Show YOUR talent“ - Der Bischoff-Medien-Songcontest

Die Gewinner des Bischoff-Medien-Songcontests „Show YOUR talent“ präsentieren ihre eigenen christlichen Songs. Sie stehen auf der Bühne des Eissportstadions, um ihren Glauben mit eigenen Texten hör- und erlebbar zu machen. Mehr Informationen:

Der Bischoff Medien Songcontest auf dem IKT

(25.03.2014) Ein Teil der Programms auf dem Internationalen Kirchentag der Neuapostolischen Kirche (IKT) vom 6. bis 8. Juni 2014 im Olympiapark München ist das große Konzert der Finalisten des Bischoff Medien Songcontests (BM Songcontest). Bei diesem Konzert treten 14 Finalisten auf, die von der vierköpfigen Jury ausgewählt wurden und nun ihre selbst komponierten Songs vor einem großen Publikum vorstellen dürfen.

Bis Ende November des vergangenen Jahres konnten sich jugendliche Solokünstler und Bands mit ihren eigenen Songs und einem selbst gedrehten Video online für den BM Songcontest bewerben. Aus allen Einsendungen wurden 14 Künstler ausgewählt, mit denen nun eine CD produziert und das Konzert auf dem IKT gestaltet wird.

Wann und wo?
Freitag, 6. Juni 2014, 20:00 Uhr (Eisstadion)

 

In diesem Zusammenhang für den, der es noch nicht gelesen hatte, hier nochmals mein Beitrag zum IKH:

Ein neues, wieder mal ungereimtes NAK-Kirchentagslied von Detlef Streich (22.8.2013)  

mit den schönsten werbelyrischen Zitaten aus der offiziellen NAK-HP http://www.ikt2014.org/index.php?id=143  für einen Vorsänger (Rap) und möglichst viele choristische Statisten (der Refrain ist um der leichten Fasslichkeit willen sehr einfach gehalten)

 

Und nun: Zeig, was du drauf hast – Show YOUR talent … Bühne frei!

„Ein Glaube – Ein Ziel“  Das ist die NAK!
Hurra, hurra, hurra!

Warum nicht auch die gleiche Tasche oder das gleiche Shirt?
Hurra!
Damit man auch im Hotel erkennt: „Wir haben den gleichen Glauben und das gleiche Ziel, wir sind in München zur Teilnahme am IKT!“
Hurra, hurra!
Und haben die gleiche Meinung!
Hurra, hurra, hurra!

Es wird Angebote geben für alle, für Kinder, Jugendliche, jüngere und ältere Erwachsene, Senioren. Familien, Paare, Singles – fast alle sind willkommen.
Hurra!
Ein Einzelticket kostet nur 25 Euro!
Hurra, hurra!
Ein Familienticket ist mit 50 Euro spottbillig!
Hurra, hurra, hurra!

Was ist geplant? – Ein vielfältiges Programm
Hurra!
Musik, Vorträge, Präsentationen, Workshops, Ausstellungen, Begegnungsforen, Gemeinschaftsaktionen usw.,
Hurra, hurra!
auch spielerische und sportliche Aktivitäten.
Hurra, hurra, hurra!

Eine große Bühne wartet auch auf Gesangstalente, ehrliche Texte und frische Musik.  Ob Pop, Balladen, Rap, Blues oder Rock…:  Zeig, was du drauf hast – Show YOUR talent! Daher: Bühne frei für eure Songs!
Hurra!
Lasst uns reden über „Ökumene / ACK“, „Glaubensinhalte“, „Kirchenstrategie / Zukunft“, „Frauen in der NAK“ (180), „Glaube / Alltagsfragen“ und den „Katechismus“.
Hurra, hurra!
Nicht reden wollen wir mit den Nestbeschmutzern von LINDD!
Hurra, hurra, hurra!

Lieber spielen wir Fußball mit dem Kirchentagslogoaufdruck!
Hurra, hurra, hurra, hurra!
Und machen uns dabei sauber dreckig!

Ja, ja, ja!
Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter uns in den Begegnungen, durch Musik, Vorträge, Präsentationen, Workshops, Ausstellungen, Begegnungsforen, Gemeinschaftsaktionen usw.

Ja, ja!

auch in spielerischen und sportlichen Aktivitäten wollen wir gemeinsam das Motto erlebbar werden lassen.
Hurra, hurra, hurra!

Aber nicht mit solchen schmuddelschlüpfrigen Missbrauchsopfergeschichten!
Nein, nein, nein!

Wie sieht denn das für die Öffentlichkeit aus!
Pfui, pfui, pfui!
Wir opfern lieber unser Geld!
Ja!
Und unsere Zeit!
Ja, ja!
Unser ganzes Leben!
Ja, ja, ja!

Ein Schafsvolk, ein Gottesreich, ein Führer!
Hurra, hurra, hurra!
Ja, Amen! Führer, dem wir folgen! Denn wir sind, was volkt: dämlich immer diiir naaach...
Hurra, hurra!
Bis ins 1000jährige Reich!
Ja, ja!

Aber erst wollen wir Schafe noch das Lamm heiraten!
Hurra!
Nachfolge bis zuletzt, das ist der nakische Lehrlauf!
Hurra, hurra!
Ich denke nicht, also bin ich da!
Ja, ja, hurra!

 

26.5.2014 Die scheintheologische WASICHWILLWIRDMIRGESAGT-Diktatur des Stap Schneider im Wort zum Monat Mai:

Zur Einstimmung für die Gemeinde:

2
Hörest du rauschen die Babelsfluten,
naht der Versucher gar mächtiglich,
dann gedenke an sein Versprechen:
Mit meinem Auge leite ich dich!
Ich will dich leiten,
ich will dich leiten,
ich will dich leiten mit meinem Aug'.
Auf dem Weg zur herrlichen Heimat
will ich dich leiten mit meinem Aug'.

 

Zitat Stap Schneider:

Auch in der tiefsten Not müssen wir uns immer die Fragen stellen: Was ist mein Ziel? Was will ich? Was ist meine Aufgabe? Wozu bin ich ein Gotteskind?

Dann kommt die Antwort: Ich will zum Vater. Ich will in die ewige Gemeinschaft mit Gott eingehen – dafür bin ich da.

Wofür bin ich Christ? Um ein Zeugnis abzulegen, um aller Welt zu zeigen und zu beweisen, dass ich auch in dieser Situation dem Herrn treu bleiben und ihm nachfolgen will.

Das ist das Wesen, der Sinn und Zweck unseres Christseins: Auch in den schlimmsten Verhältnissen dem Vater gehorsam bleiben, ihm folgen und uns auf unser Ziel konzentrieren:

„Ich will nach Hause, ich will zum Vater, ich will in ewiger Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus sein.“

 

Chor, bitte zwei indoktrinierende Gefühlsstrophen als Nachklang:


1
Meine Heimat ist dort in der Höh',
wo man nichts weiß von Trübsal und Weh,
wo die heil'ge, unzählbare Schar
jubelnd preiset das Lamm immerdar.
In der Höh', in der Höh',
meine Heimat ist dort in der Höh',
in der Höh', in der Höh'.
Meine Heimat ist dort in der Höh'.
2
Viel Geliebte sind dort in der Höh',
wo ich sie einst verklärt wiederseh',
und dann bleiben wir immer vereint dort,
wo ewig die Sonne uns scheint.
In der Höh', in der Höh',
meine Heimat ist dort in der Höh',
in der Höh', in der Höh'.
Meine Heimat ist dort in der Höh'.

 

Ja, und oh wie schön wird es dann werden ...

So wird in der NAK Gehirnwäsche betrieben und Abhängigkeit erzeugt. Eine lebensfreundliches Angebot gibt es nicht, nur ein dysfunktionales und lebensfeindlich/ nekrophiles Entweder - Oder, Friss oder Stirb, Nachfolge oder Verdammnis, auch "in der tiefsten Not und schlimmsten Verhältnissen!"
 

 

7.5.2014 Artikel von Kai Funkschmidt: Die Neuapostolische Kirche erneuert sich und sucht die Ökumene - Facelifting oder Reform an Haupt und Gliedern?

Aus Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 3 / 2014:

Zitat aus dem sehr wohlwollenden Artikel mit einem ganz kleinen „aber“ am Schluss:

Die Neuapostolische Kirche sucht in jüngster Zeit verstärkt nach ökumenischen Kontakten und strebt vielerorts in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Kai Funkschmidt zeigt auf, was hinter diesen Entwicklungen steckt, welche ökumenischen ­Implikationen sie für die anderen Kirchen haben und warum der neue »Katechismus der Neuapostolischen Kirche« dabei eine zentrale Rolle spielt.

7. Ausblick

Es gibt Dutzende apostolische Kirchen in Europa, die meisten sehr klein. Davon ist eine, Gastmitglied der ACK Deutschland (Apostelamt Jesu Christi), eine zweite folgt bald (Apostolische Gemeinschaft). Mit der NAK tritt die größte Kirche dieser Konfessionsfamilie an die Ökumene heran. Noch ist ihre Reform jung, auch der Katechismus wird nicht das letzte Wort sein. Es gibt keine Garantie, dass die ökumenische Öffnung immer geradlinig weitergehen wird. In einer so hierarchischen Kirche könnten künftige Personalwechsel manches in Frage stellen. Aber das sicherste Mittel dagegen wäre eine breite ökumenische Einbindung auf verschiedenen Ebenen der Kirche. Schon jetzt lässt sich auch die NAK nicht mehr einfach gegen den Willen des Kirchenvolks leiten. Eine Mitgliedschaft der NAK in der Bundes-ACK wäre ein Gewinn für beide Seiten.

Anmerkung: In der Schweiz hat die NAK die Gastmitgliedschaft am 9. April 2014 schon erreicht, siehe Artikel und Zitat daraus:

Die Veröffentlichung des ersten Katechismus der NAK im Dezember 2012 habe die lehrmäßigen Grundlagen der Neuapostolischen Kirche klarer dargelegt. Es sei aber unklar, wohin die innerkirchliche Weiterentwicklung der NAK-Lehre führe, weshalb eine Fortsetzung der Gespräche angezeigt sei, so das Arbeitspapier.

Die NAK könne die Selbstverpflichtungen der „Charta Oecumenica“ unterzeichnen und würde die Taufe der anderen Kirchen anerkennen. Hinsichtlich der Lehr- und Praxisunterschiede der NAK gegenüber den AGCK-Kirchen, wie das Amt des Stammapostels oder die Lehre der Heilsvermittlung für Entschlafene, gelte es festzuhalten, dass alle in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Konfessionen Sonderlehren verträten, heißt es im Arbeitspapier.

Siehe dazu auch weiter unten den Artikel vom 10.10. 2013:

St. Galler Erklärung von der NAK-CH unterzeichnet: "Wir verzichten darauf, über Menschen andern Glaubens Pauschalurteile zu fällen. Sie sollen ihrem Glauben treu sein"

Aktualisierung: 14.5. 2014 Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich intensiviert die Gespräche mit der NAK und hat zur NAK einen Flyer zur "Orientierungshilfe für die Gemeinden" herausgegeben (Bericht vom April 2014 ÖRKÖ, NAKI)

Zitate daraus:

 „Der ökumenischen Bewegung steht die NAK offen gegenüber und sucht den Kontakt zu den anderen christlichen Kirchen. Grundlage dafür ist ein neues Kirchenverständnis, demgemäß die Kirche Christi nicht nur neuapostolische sondern alle gläubigen Christen und Christinnen umfasst.“

„Einladungen, die seitens der NAK an die christlichen Gemeinden vor Ort beispielsweise zu Jubiläen und Festen oder zur Einweihung von Kirchenräumen ergehen, können gerne angenommen werden.“

„Der ÖRKÖ empiehlt weiters, einander Gastfreundschaft zu gewähren und beispielsweise Gemeinderäume für Veranstaltungen und Gottesdienste zur Verfügung zu stellen.“

 

Dem seien noch einige, kurze NAK-Zitate angefügt. Möge sie jeder Leser auf Ökumenefähigkeit hin selber prüfen:

In seiner Predigt zum Entschlafenen-GD in Aachen (siehe dazu auch die Unterseite "Schneider")führte Stap. Schneider  aus:

„Die Kirche Christi ist die Schar, die Gemeinschaft derer, die getauft sind, an den Herrn Jesus, den Sohn Gottes, der gestorben und auferstanden ist, der wiederkommt, glauben, und ihm nachfolgen. Also: Die Herde Christi ist nichts anderes als die Kirche Christi…“

Um das ewige Leben zu haben, muss man das Heilige Abendmahl empfangen, das geht nur in der Kirche. Um Erstlinge im Bereich Gottes zu sein muss man zuvor versiegelt sein mit der Gabe Heiligen Geistes, das geht nur in der Kirche durch die lebenden Apostel.“

Was das bedeutet, definierte Schneider in seiner Ansprache zur Totenversiegelung wie folgt:

Der allmächtige Gott, der euch erwählt und gerufen hat, schenkt euch jetzt diese große Gabe Heiligen Geistes. Nun seid ihr Gottes Kinder, wiedergeboren aus Wasser und Geist. Der Herr Jesus schreibt jetzt eure Namen ein in das Lebensbuch des Lammes, er gibt euch die Anwartschaft, dass ihr die Möglichkeit habt, einmal Erbe Christi zu sein und Priester im Reich des Friedens. Ihr könnt Erstlinge sein im Reich Gottes. Ihr seid jetzt Miterben Christi und Teil der großen Gemeinschaft der Kinder Gottes …“

 

Oder Bischof Hepp am 9.3. in der Gemeinde Fürstenfeldbruck:

Nicht in einer fernen Zukunft, sondern mitten unter uns! Wir sind ein Bestandteil dieses Reiches, durch die Taufe und Versiegelung. Das Reich ist gegenwärtig bei denen die Wiedergeboren sind. Wir haben unseren freien Willen, unseren Glauben und unseren Gehorsam. Gott räumt Hindernisse beiseite, aber nur die Hindernisse die seinem Heilsplan entgegenstehen. Nicht alle Hindernisse!

Das Reich Gottes ist nahe und erreichbar für uns!“

 

Oder Homepage NAK Süddeutschland / Hof vom 15.12. 2013

"Am Sonntag, dem 15.12.13, leitete Apostel Prause den Gottesdienst mit dem Textwort aus Sprüche 10,28 ein: "Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein."

Gedanken aus dem Gottesdienst:
Zeit der Vorbereitung - je mehr sie genutzt wird, um so größer kann Freude sein.
Vorbereitung geschieht durch Wort und Sakrament.
Die zehn Jungfrauen haben sich alle vorbereitet – aber nur fünf waren bereit.

 

In diesem Gottesdienst, zu dem auch die Kirchengemeinde Naila eingeladen war, empfingen vier Seelen das heilige Sakrament der Geistestaufe und wurden somit vom Christen zum Gotteskind."

 

Oder Bezirksapostel Brinkmann in einem Interview am 17.2.2014:

 „Die Ökumene als solche spielt für die Vollendung der Braut Christi eine untergeordnete Rolle.

Bei der Ökumene handelt es sich um das gemeinsame Herangehen an die Herausforderungen unserer Zeit.

Es ist ein Prozess, der mit Bedacht weitergeführt werden muss – unter deutlicher Wahrung neuapostolischer Identität.“

 

Halten wir also fest: Laut dieser Aussagen ist "die Herde Christi ist nichts anderes als die Kirche Christi“, und um "Erstlinge im Bereich Gottes zu sein muss man zuvor versiegelt sein mit der Gabe Heiligen Geistes, das geht nur in der Kirche durch die lebenden Apostel.“  Und nur wenn Gott "diese große Gabe Heiligen Geistes " schenkt, zählt man zu Gottes Kindern, denn nur durch "das heilige Sakrament der Geistestaufe" wird man "somit vom Christen zum Gotteskind!" Ferner ist das Reich Gottes schon jetzt "gegenwärtig bei denen die Wiedergeboren sind", also nur bei den Neuapostolischen, für die die "Ökumene als solche für die Vollendung der Braut Christi eine untergeordnete Rolle spielt."  Und wenn Ökumene, dann nur "unter deutlicher Wahrung neuapostolischer Identität.“

Und wenn Funkschmidt eingangs meinte, „schon jetzt lässt sich auch die NAK nicht mehr einfach gegen den Willen des Kirchenvolks leiten“, so sei dem Stap Schneider aus der "Stärkungsstunde für Amtsträger (ab Vorsteher aufwärts) am 15.02.2014 in Innsbruck entgegengehalten:

"Die Amtsgaben existieren nur in der Gemeinschaft mit dem Apostelamt. Das Amt ist eigentlich das Apostelamt und der Apostel überträgt nur eine gewisse Amtskraft, eine bestimmte Amtsaufgabe seinen Mitarbeitern. Aber ohne die enge Beziehung zum Apostolat gibt es das Amt gar nicht.

Ein Bruder, der nicht in der Gemeinschaft mit dem Apostelamt wäre, könnte gar keinen richtigen Dienst verrichten in seiner Gemeinde. Das geht nicht.  Wenn ein Vorsteher meint, dass er in seiner Gemeinde bestimmen kann, was ihm gefällt, muss ich ihm sagen: Das geht nicht! Ohne die Gemeinschaft mit dem Apostel – gemeint ist nicht die Person sondern das Amt – gibt es Dich gar nicht. Das muss uns bewusst sein, dass ist unser Glaube."

 

Siehe auch weitere Kommentare zum Artikel auf Pfarrerverband

Mail von Jürgen:

Eigentlich war ich, wie viele andere auch, davon ausgegangen, dass das Streben der NAK in Richtung Ökumene ein Ziel hatte: Die Aufnahme in den ACK und damit den "Ritterschlag" der im ACK arbeitenden Konfessionen. Und dieses Ziel hätte die NAK ja nicht wirklich erreicht, mindestens nicht jetzt.
Doch was wäre, wenn das gar nicht das Ziel der NAK gewesen wäre? Was wäre, wenn die NAK in Richtung Ökumene strebt, um sich seiner seine äusseren Kritiker in Form der anderen Konfessionen loszuwerden?
Dann muss man sagen hätte die NAK ihr Ziel erreicht. Es wird zwar von aussen noch Kritik an der NAK geübt, doch diese ist, um den Annäherungsprozess der NAK an den ACK nicht zu gefährden, eher mild und verhalten. Ganz im Gegensatz zu früher. Und das spräche doch eher die Sprache der NAK bauernschlaue Verschlagenheit. Und dann wäre auch klar warum Jean Luc Schneider jetzt das Schifflein NAK wieder auf den alten Kurs zu bringen versucht.
Ob ich damit Recht habe und behalte? Wer weiss?

27.4.2014 Canities nimmt die Unterseite „Jüngste Updates“ vom Netz – Ein offener Brief an die Betreiber

Zitat canities vom 16.4.2014:

Da wir zu Lasten der umfangreicheren Artikel etwas kürzer treten wollen, in diesem Bereich also nicht mehr mit regelmäßigen Veröffentlichungen zu rechnen ist, haben wir die Unterseite „jüngste Updates“ vom Netz genommen.“

Ich denke, dass es eine richtige Entscheidung ist, sich aus der Vielschreiberei zurück zu ziehen. Obgleich Undank schon immer der Welt Lohn war und dies im Besonderen denen gilt, die sich der Welt nicht einmal zurechnen, setzt dieser Schritt für euch Zeit- und Gedankenräume frei, die zukünftig wohl wirklich besser zu nutzen sind. Diesen Schritt hatte ich vor einem Jahr ja auch schon gemacht, gelegentliche Schreibausrutscher tun da nichts zur Sache.

Jedenfalls haben eure Texte und umfangreichen Recherchen zu vielseitigen Themen insgesamt die Schreiberlandschaft bereichert. Schön wäre es, wenn potentielle Neuentdecker eurer Seite diese leider doch relativ tief in den Unterseiten stehenden Ausarbeitungen auch leichter finden könnten, aber na ja - bedeutsam für die weitere Entwicklung der kritischen Nakler ist es wohl auch nicht. Inhaltlich ist zur und gegen die NAK und damit auch andere Gruppierungen damit wohl alles Relevante gesagt, Aktualisierungen bringen nur Wiederholungen längst beschriebener Kritik ...

Zitat canities Newsletter vom 15.4.:

Solange noch ein paar Leute lesen, bleibt CANITIES-News bestehen, fallen die Zugriffszahlen aber zu weit nach unten, werden wir uns auch die finanziellen Kosten für CANITIES-News schenken und die Seite vom Netz nehmen." Zitat Ende

Was die Zugriffszahlen an sich angeht, schrieb mir Will Andrich einmal zutreffend: Jesus hatte auch nur 12 Jünger! Also war auch Will mit dem kleinen Kreis seiner Leser zufrieden. Ähnlich denke ich es für meine Seiten, die im Schnitt sogar nur 100 Leser an guten Tagen haben. Wenn es von denen dann aber auch nur 10 Leuten weiterhilft, ist das ein Gewinn.

Im Jerusalemer Talmud steht (Sanhedrin, 23a-b): "Nur für diesen Zweck wurde der Mensch erschaffen: Zu lehren, wer eine einzige Seele zerstört, zerstört die ganze Welt. Und wer eine einzige Seele rettet, rettet die ganze Welt..."

Ich sehe die Herauslösung von Menschen aus einer Sekte, die nachweislich mit psychomanipulativen Mitteln arbeitet, und deren weitere Begleitung in Form von Texten durchaus als eine Errettung an.

Jedenfalls war es für mich erfreulich, F-C. Schlangen und Bea  zumindest in der Schreibe kennengelernt zu haben. Und mit dem positiven Gerichtsurteil NAK-Schlangen zu den Zitaten aus Neuapostolischen Predigten habt ihr beide einen Meilenstein für alle kritischen Schreiber hinterlassen (siehe Bericht weiter unten vom 19.2. 2014). Dank dafür!

Bea und FC sei an dieser Stelle für die Zukunft alles Gute gewünscht.

 

Lyrisches PS am Abend:

Ja, und die Luft wird kühl im Raum solcher Erkenntnisse. Anteilnehmende und Verstehende werden selten, Gesprächspartner sind mehr als zu suchen, denn man findet kaum mehr welche auf gleichem Diskussionsniveau ...

Rilke drückte das lyrisch so aus:

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du's?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. - Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens....


Aus: Nachlaß

Solches gilt auch allen hier Lesenden, die meinen, mit den gewonnenen Erkenntnissen womöglich missionarisch nun in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren zu können -  ein großer Irrtum!

Die Einsamkeit wird der Begleiter auf diesem Weg.

Christian Morgenstern fand dafür die folgenden Worte, und dies soll den Abschluss dieser Nachbesinnung bilden:

Die zur Wahrheit wandern,
wandern allein,
keiner kann dem andern
Wegbruder sein.

Eine Spanne gehn wir,
scheint es, im Chor...
bis zuletzt sich, sehn wir,
jeder verlor.

Selbst der Liebste ringet
irgendwo fern;
doch wer's ganz vollbringet,
siegt sich zum Stern,

schafft, sein selbst Durchchrister,
Neugottesgrund -
und ihn grüßt Geschwister
Ewiger Bund.

 

11.4. 2014 Überlegungen in BW: Abschaffung des Abendgottesdienstes am  Mittwoch?

Wie aus unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, wird in der Kirchenleitung von NAK-BW zur Zeit darüber nachgedacht, den Gottesdienst am Mittwoch zu streichen. Gründe dafür liegen in der zum Teil schwierigen Versorgungslage einzelner Dorfgemeinden und den rückläufigen, äußerst schwachen Besuchszahlen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Erwerbstätige Mitglieder haben oft auch abends berufliche Verpflichtungen, ältere Menschen bleiben aus Gründen der Gebrechlichkeit lieber zu Hause, junge Mütter lassen im Gegensatz zu früher ihre kleinen Kinder nicht mehr einfach allein, andere wiederum empfinden auch schlicht den Zwang nicht mehr so und bleiben aus Bequemlichkeit daheim. Dies führt dazu, dass in manchen Gemeinden am Mittwochabend lediglich nur noch die zum Besuch verpflichteten Amtsträger mit Frauen und einige, oft aber auch nicht einmal genügend Chormitglieder zur musikalischen Unterstützung der Predigt anwesend sind. Demzufolge wäre die Streichung des Abendgottesdienstes, der sich ursprünglich an katholischen Prinzipien orientierte, eine logisch nachvollziehbare Maßnahme und zudem ausgesprochen aussteigerfreundlich, erleichtert das doch deutlich den Weg hinaus aus zumindest zwei Gründen:

1. Die durch die Predigt am Sonntag erfolgte Trancebeeinflussung zum Verbleib in der Gemeinschaft erfährt am Mittwoch keine Verstärkung mehr und lässt somit zum Wochenende hin nach. Versäumt man dann auch noch hin und wieder den Sonntag und merkt dabei, dass einem a) nichts passiert und dass man b) auch nicht wirklich etwas vermisst, reduziert das deutlich das Bedürfnis nach einem Besuch der ohnehin meist frustrierenden und nichtssagenden oder gar ärgerlichen Predigten.

2. Andernorts haben die durch die allgemeine Mitgliederschrumpfung verursachten Gemeindezusammenlegungen zu Frustrationen und starken Enttäuschungen geführt, so dass die betroffenen Menschen am Abend auch einfach keine Lust mehr haben, in diese neue, ihnen nicht so vertraute Gemeinde zu fahren und dafür auch noch weitere Wege machen zu müssen.

Was für die betroffenen Mitglieder nachvollziehbar tief traurig ist, ist aus  Sicht der erleichterten Ausstiegsproblematik sehr erfreulich.

Und diese Entwicklung wird rapide so weitergehen, gerade in Hinsicht auf die zahlreichen Auflösungen der kleinen Gemeinden zugunsten großstädtischer Versammlungszentren mit den dann relativ weiten Anreisestrecken und sich deutlich verstärkenden Besucherproblemen, weil die zur Zeit in die NAK hineinwachsenden Kinder und Jugendlichen zum Glück dadurch nicht mehr diesem so starken Indoktrinationsdruck des Zwangs zum Besuch eines Gottesdiensten empfinden und die zukünftige, topografische Zentrierung gleichzeitig eine örtliche Außenseiterpositionierung in den soziologischen Geflechten der politischen Gemeinden bewirkt.

Und nebenbei noch angemerkt: Auf der HP der NAK- Mitteldeutschland ist zum Thema Gottesdienstbesuch zu lesen:

Gibt es in der NAK die Pflicht zum regelmäßigen Gottesdienstbesuch?

Das Verhältnis der neuapostolischen Christen zu Gott findet seinen Ausdruck unter anderem im regelmäßigen Besuch der Gottesdienste; der Gottesdienstbesuch soll jedoch nicht einer – gefühlten – Pflicht oder Verpflichtung entspringen, sondern in einem inneren Verlangen begründet sein.

Im Katechismus der NAK steht hingegen unter 12.1.5 als offizielle Lehrmeinung die infame Behauptung:

Wer Gott die ihm gebührende Anbetung verweigert, indem er den Gottesdienst ... bewusst ablehnt oder gering achtet, lädt Sünde auf sich ...

Nun, in Mitteldeutschland hat man diesen Passus ja offiziell bereits aufgeweicht. Überall vor Ort wird dies in den Rand- und Landgemeinden automatisch in Folge der Veränderungen entstehen.

Wenn da nicht wirklich bald der Herr kommt, kann man die Zukunft der NAK schon bis 2020 nur sehr düster sehen. All das wäre ja durchaus noch als natürliche Entwicklung zu bewerten, wenn man nicht wüsste, dass sich die verantwortlichen Apostel und der Stammapostel bis dahin und meines Erachtens wider besseres, theologisches  Wissen aber durchaus gnadenlos ihre Gehälter und rentenbezogenen Pfründe sichern  werden, komme was da wolle.

Die Schäflein werden also weiterhin brav nachfolgen und für diese notwendigen Euros durch ihre Geldspenden in den Opferkasten sorgen ..., so hoffen die Kirchenfunktionäre und Glaubensvorgesetzten!

Mal sehen, ob diese Rechnung wirklich aufgeht ...

Ps. vom 12.4.:

1. Auf eine Nachfrage von mir hier aktuelle Besucherzahlen am Mittwoch im Vergleich zum Sonntag aus einer zusammengelegten Gemeinde aus Berlin:

40 % vom Sonntagsbesuch

2. Ein weiteres Beispiel aus einer im Schnitt sicher besseren Universitätsstadtgemeinde mit sehr viel jungen Mitgliedern und traumhaften 90 Kindern (besser gehts es kaum!):

Buchmäßig gut 700 Mitglieder
Sonntag  etwa 250-280
Mittwoch im Schnitt ca. 120 - 160 (schwankt manchmal sehr)

 

Mittwochs sind also hier grob 50% der Aktiven anwesend!

 

Aus einer Mail an mich eine Randnotiz längst vergangener Zeiten:

3.Zitat: "Über viele Jahre und Jahrzehnte wurde bei uns die Stap. Schmidt zugesprochene Geschichte gepredigt: Ein Mann kam zu Schmidt und sagte, es wäre für ihn das Schönste, den Tag des Herrn persönlich erleben zu dürfen. Darauf Schmidt:

"Wünschen Sie sich das nicht, lieber Freund! Es wird eine furchtbare Zeit sein, wie wir uns das heute noch überhaupt nicht vorstellen können ...!"

Er scheint - aus neuapostolischer Sicht - recht behalten zu wollen ...;-)"

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, oder ... ???

13.4. Kommentar von Jürgen:

 Wer hätte gedacht, dass der zweite Kirchgang am Sonntag jemals wegfallen könnte und doch ist es geschehen. Was war das für ein Tanz um's goldene Kalb und dann mit einem Federstrich war er weg. Aus Sicht des NAK-Glaubens eigentlich nicht nachvollziehbar: Kein Wunder dass der Herr noch nicht gekommen ist!
Jetzt überlegt man noch den Gang in die Kirche unter der Woche wegfallen zu lassen, gerade im ultrakonservativen Saur-Land. Und das nur aus pragmatischen Gründen.
Wie es scheint wissen die Verantwortlichen im Süden gar nicht um die bindende Wirkung dieses Kirchgangs, sonst würden sie sich so was nicht überlegen. Oder wollen sie den Auflösungsprozess in Europa dadurch noch beschleunigen?!
Wenn sie dann feststellen, dass die bösen Kritiker und Aussteiger doch Recht behalten mit ihren Unkenrufen, dann können sie ihren Fehler nicht mehr korrigieren.
Das ganze nennt man Abstimmung mit den Füssen und damit ist bewiesen es gibt bei allen Drohungen mit ihrem Gott, doch eine Form der Basisdemokratie in der NAK. Ätsch!!

 

13.4.2014 Im Werk des Herrn lässt sich alles begründen, auch die eventuelle Abschaffung des Abendgottesdienstes am Mittwoch. Hier mein Versuch, gerne auch als Kopiervorlage für die NAK-BW:

 

Fiktives Rundschreiben an alle Bezirksvorsteher und Vorsteher, den Gemeinden vorzulesen am 31.12. 2014

Liebe Amtsbrüder und Glaubensgeschwister,

wir möchten Euch mit diesem Schreiben darüber informieren, dass wir uns im Amtsbrüderkreis nach vielen Gesprächen und Zwiesprache mit dem lieben Gott  dazu entschieden haben, für den Abendgottesdienst am Mittwoch ab dem kommenden Jahr eine neue Regelung zu finden. Wie Ihr alle sehen könnt, ändern sich die Zeitverhältnisse und auch die Kirche Christi muss sich in Verantwortung für die anvertrauten Seelen an diesen Verhältnissen orientieren. Wie Ihr vielleicht wisst, war es am Anfang des Werkes Gottes den Aposteln ein Bedürfnis, den Dienstboten und Mägden am Sonntag die Möglichkeit zu bieten, das Wort des Herren zu hören und dafür die Nachmittagsstunden einzurichten, denn am Sonntag Vormittag gab es berufliche Verpflichtungen, die eine Teilnahme am Gottesdienst verhinderte.

Ferner orientierte man sich an der katholischen Tradition, täglich den lieben Gott zu erleben, und richtete den Gottesdienst am Mittwochabend ein. Wie Ihr alle wisst, hat sich der Stammapostel Fehr dann dazu entschlossen mit Wirkung zum 1. Januar 1998 den Nachmittagsgottesdienst entfallen zu lassen. Die Änderung der Zeitverhältnisse ergab, dass dieses Angebot nicht mehr nötig war, zudem es ohnehin nicht überall auf der Erde den Nachmittagsdienst gab und dieser Beschluss damit auch dem vom Herrn gegebenen Gebot zum  Einssein der Gotteskinder entsprach.

Nun stehen wir wieder vor historischen Veränderungen. Gottes Werk muss sich heute nicht mehr an katholischen Traditionen orientieren, sondern kann und darf für sich selbst seine eigenen Entscheidungen fällen. Wie ihr alle bemerken könnt, ist der Besuch des Abendgottesdienstes in den kleinen und auch größeren Gemeinden stark rückläufig und liegt mancherorts nur noch zwischen 30%  und 40 % des Besuches am Sonntag. Die Gründe dafür sind vielfältig und nachvollziehbar. In Rücksichtnahme nun auf unsere Geschwister wollen wir deshalb in einer Versuchsphase bis zum Sommer zunächst in einigen Regionen den Mittwochsgottesdienst ausfallen lassen, für diejenigen aber, die dennoch das Bedürfnis haben, den Herrn zu erleben, in einer zentral gelegenen Gemeinde eine Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch anbieten. Eure Brüder werden Euch darüber dann genauer informieren, wo und wann diese Abendgottesdienste stattfinden werden. Nach den Sommerferien wird es dann in Abstimmung mit unserem lieben Stammapostel für alle Gemeinden eine einheitliche Regelung geben.

Wir alle sind uns bewusst, dass die Herausforderungen in dieser Zeit mit für den einen oder anderen durchaus schmerzhaften Entscheidungen verbunden ist. Dennoch dürfen wir die Augen nicht verschließen und müssen alle auf die eine oder andere lieb gewordene Angewohnheit verzichten, wenn uns der Herr durch seinen Heiligen Geist neue Erkenntnisse schenkt. Seid versichert, dass auch diese Maßnahme zum Wohle der Entwicklung jedes Einzelnen und der Kirche insgesamt dient und dass der Herr seinen Segen auf jeden von uns kommen lässt, der treu in der Nachfolge steht. Das Werk des Herrn, die Kirche Christi geht weiter in freudiger Erwartung der Vollendung entgegen und darf dabei auch selbst nicht stehenbleiben.

Schon Bez.Ap Brinkmann sagte zu Recht in einem Gottesdienst für Jugendbeauftragte in Herne 11. Oktober 2011:

Wenn etwas weniger wird, dann wird es wertvoller

Mögen wir das auch so sehen und damit umso mehr Kraft und Freude aus dem Wort des Herrn am Sonntagvormittag ziehen und seine Gnade für uns noch intensiver erlebbar werden lassen.

Mit herzliche Grüßen und Segenswünschen

In liebevoller Verbundenheit

Euer NAK-Bezirkskritiker

Detlef Streich

 

 

27.3. 2014 Die NAK-Gäubigen sind nicht nur die Kirche Christi, sondern nun auch noch das Reich Gottes – und zwar nur sie!

So jedenfalls sprach der Heilige Geist durch Bischof Hepp am 9.3. in der Gemeinde Fürstenfeldbruck

„Siehe das Reich Gottes ist mitten unter uns!“

Nicht in einer fernen Zukunft, sondern mitten unter uns! Wir sind ein Bestandteil dieses Reiches, durch die Taufe und Versiegelung. Das Reich ist gegenwärtig bei denen die Wiedergeboren sind. Wir haben unseren freien Willen, unseren Glauben und unseren Gehorsam. Gott räumt Hindernisse beiseite, aber nur die Hindernisse die seinem Heilsplan entgegenstehen. Nicht alle Hindernisse!

Das Reich Gottes ist nahe und erreichbar für uns!“

 

Wie kann sich der Heilige Geist in diesen wenigen Sätzen so widersprechen:

??? das Reich Gottes ist mitten unter uns - Das Reich Gottes ist nahe und erreichbar für uns ???

??? Wir sind ein Bestandteil dieses Reiches - Das Reich ist gegenwärtig bei denen die Wiedergeboren sind ???

Fragen über Fragen ...

Dazu passt  auch der hochgezogene Eintrag vom 13.2. 2014:

 

Vom Christ zum Gotteskind

Zitat aus der Homepage NAK Süddeutschland / Hof vom 15.12. 2013

"Am Sonntag, dem 15.12.13, leitete Apostel Prause den Gottesdienst mit dem Textwort aus Sprüche 10,28 ein: "Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein."

Gedanken aus dem Gottesdienst:
Zeit der Vorbereitung - je mehr sie genutzt wird, um so größer kann Freude sein.
Vorbereitung geschieht durch Wort und Sakrament.
Die zehn Jungfrauen haben sich alle vorbereitet – aber nur fünf waren bereit.

 

In diesem Gottesdienst, zu dem auch die Kirchengemeinde Naila eingeladen war, empfingen vier Seelen das heilige Sakrament der Geistestaufe und wurden somit vom Christen zum Gotteskind."

 

Zum  Prozess:

19.2. Offizielle Stellungnahme vom Pressesprecher der NAK-NRW Frank Schuldt zum Urteil im Onlinemagazin Glaubenskultur unter dem Titel „Richter: Kritik darf schonungslos und abfällig sein:

Zitatausschnitte: „Im Fall der Urheberrechtsverletzungen bemängelt das Gericht die zu allgemein formulierte Unterlassungsforderung. Inhaltlich hat es die aus Sicht der Kirche eindeutigen Rechtsverletzungen daher gar nicht bewertet . In der Klageschrift hat die Kirche versucht, einen umfassenden Unterlassungsanspruch durchzusetzen, da es sich aus ihrer Sicht nicht nur um einzelne Urheberrechtsverletzungen handelte, sondern um massive und mehrfache Verstöße. Dieser Ansicht ist das Gericht bedauerlicherweise nicht gefolgt, was jedoch die Urheberrechtsverstöße der Beklagten nicht legitimiert.

Die Neuapostolische Kirche bedauert, dass das Gericht das Ansinnen der Kirche, sich schützend vor die Mitglieder zu stellen, nicht stärker berücksichtigen konnte. Durch die fehlende Aktivlegitimierung und die zu allgemeine Formulierung der Unterlassungsforderungen kam es in einigen Punkten zu keiner Entscheidung."

 

Um die offizielle Stellungnahme lesen zu können, muss man allerdings bei Glaubenskultur bezahlen, bei Schlangen jedoch nicht!

Die hervorgehobenen Passagen (aber nicht nur sie) sind schlichtweg Unfug! Das passt abschließend (???) also zum gesamten Verfahren ...

 

16.2. Auszug aus einem bei canities eingestellten  Brief von BezAp. Brinkmann vom 9.1.2014 bezüglich des Prozesses gegen Schlangen/Canities:

"…  Gern  hätte die Kirche eine gerichtliche Auseinandersetzung vermieden. Bislang gibt es allerdings kein Anzeichen dafür, dass Herr Schlangen einsichtig ist, was sein Auftreten und Verhalten angeht. Verschiedene Versuche, ihm das deutsche Urheberrecht zu erklären, blieben erfolglos. …

Gesprächsangebote und Verwarnungen haben bedauerlicherweise kein Ergebnis gehabt, so dass wir im aktuellen Fall nach Abwägung der Vor- und Nachteile keinen anderen Weg gesehen haben, als ihm vor Gericht zu zeigen, dass auch er sich an Gesetze halten muss und Meinungsfreiheit Grenzen hat, wenn sie die Sachebene verlässt."

Dazu kann man nur den alten Gottesmann zitieren: "Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall." Sprüche 16.18

19.2. In einem Leserbrief schreibt FC Schlangen zu den Verfahrenskosten (nur für seinen Anwalt), die nun von der NAK getragen werden müssen:

"<u>Zur Frage der Verfahrenskosten:</u>
Da die NAK-NRW die Klage gegen drei Beklagte gerichtet hat, unser Anwalt mindestens zwei Mandate abrechnen wird, dürften sich die Verfahrenskosten bei dem angegebenen Streitwert auf round about 20.000,00 € belaufen. Mit den bereits bei den Vorscharmützeln aufgelaufenen Anwalts- und Gerichtsvollzieherkosten wird Brinkmann die NAK diesen Privatstreit, der es ja letztlich war, mehr als Dreißigtausend Euro kosten gelassen haben...
Meine Schätzung sind gut 35.000,00 €.."

 

14.2. Die Klage ist abgewiesen – Eine Riesenklatsche gegen die NAK
Auszüge aus der Urteilsbegründung des Landgerichtes Bochum (S. 6 f) zur Abweisung der Klage der NAK gegen die Homepage Canities und ihre Betreiber

Das Urteil mit Tatbestand und Entscheidungsgründen in der Sache NAK-NRW ./. Schlangen, Tamm und Schlangen-Tamm-GbR, LG Bochum Az: I-8 O 323/13, liegt seit dem 14.2. nun vor. Der vollständige Text kann hier als PDF-Datei nachgelesen werden. (siehe Bericht weiter unten)

Somit hat die NAK-NRW von nun an vier Wochen Zeit hat, Berufung einzulegen, also das Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht beim OLG Hamm überprüfen zu lassen. Interessant sind besonders die folgenden Auszüge aus der Begründung (Hervorhebungen von mir):

 

Die Klage ist abzuweisen. Soweit sie nicht bereits unzulässig ist, ist sie unbegründet. (...)

(weiterer Zitatauszug ab Seite 6 f)

So kann die Klägerin dem Beklagten zu 1} nicht untersagen, sie als faschistoide - Organisation zu bezeichnen. Im Gegensatz zu dem auch nach Ansicht der Kammer als Schmähkritik zu wertenden Begriff „faschistisch" bezeichnet der Terminus „faschistoid" eine bestimmte Struktur in Zusammenschlüssen wie Staaten, Parteien, Vereinigungen und ähnlichem im Sinne strenger Hierarchie, übermäßiger Autorität oder Autoritätsgläubigkeit mit gleichzeitiger Ausgrenzung Andersdenkender. So findet sich bei Wikipedia folgende Erläuterung des Begriffs faschistoid: „Mit dem Begriff „faschistoid"- dem Faschismus ähnlich, faschistische Züge tragend - werden Eigenschaften oder Haltungen bezeichnet, die dem Faschismus in verschiedener Hinsicht ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich mit ihm sind. Auch einzelne Bestandteile einer Ideologie oder eines politischen Systems werden bisweilen als faschistoid im Sinne faschistoider Tendenzen bezeichnet, in öffentlichen Auseinandersetzungen wird der Begriff polemisch gebraucht".

Aus den von der Klägerin wiedergegebenen Zitaten des Beklagten zu 1) ergibt sich, dass dieser den Begriff „faschistoid“ deshalb auf die Klägerin anwendet, weil er ihre Organisationsstruktur für zentralistisch, autoritär und patriarchal-hierarchisch hält. Diese Form der Kritik an der Klägerin mag zwar Überzogen und polemisch sein, sie überschreitet indes nicht die Grenzen der zulässigen Meinungsäußerung, da die subjektive Meinungsäußerung gerade in Streitpunkten des allgemeinen Interesses hart, scharf, überspitzt, polemisch, abwertend, schonungslos und ausfällig sein darf (Palandt-Sprau, Rn. 102 zu § 823 BGB). Gerade weil keine Gleichsetzung der Klägerin mit einer faschistischer) Organisation stattfindet, ist die Qualifizierung ihrerStruktur als faschistoid hinzunehmen.

Die Klägerin kann dem Beklagten zu 1) auch die Äußerung, sie betreibe Gehirnwäsche, nicht untersagen. Auch hierbei handelt es sich um eine polemische Meinungsäußerung, die die Klägerin im Sinne eines offenen Diskurses über die innere Struktur von Religionsgemeinschaften hinzunehmen hat, ist doch (jede) Religion nach verbreiteter Auffassung „Opium fürs Volk".

Aus dem gleichen Grund kommt auch im Hinblick auf die Bekundung, die Klägerin betreibe" geistlichen Missbrauch von Kindern, kein Unterlassungsanspruch in Betracht. Auch hierbei handelt es sich um eine Meinungsäußerung, die in überspitzter Form die religiöse Beeinflussung von Kindern kritisiert; eine Kritik, der sich nahezu jede Religionsgemeinschaft ausgesetzt sieht. Den Bezug zu sexuellem Missbrauch hat der Beklagte zu 1) nicht hergestellt; er hat keinen derartigen Vorwurf gegen die Klägerin erhoben. Gegen die Meinung, auch ein geistlicher Missbrauch sei ein zu beanstandender Missstand, kommt ein Unterlassungsanspruch nicht in Betracht.

Zwar kann eine juristische Person in ihrem Persönlichkeitsrecht auch durch Angriffe auf die Ehre ihres Präsidenten verletzt sein (Palandt-Sprau, a.a.O., Rn. 93 zu § 823 BGB). Dennoch kommt auch hinsichtlich der Verwendung der im Einzelnen durchaus als beleidigend einzustufenden Begriffe „Idiot, Flitzpiepe, korrupte Mischpoke, Lügner, indoktrinierte Dummköpfe, üble Bande, Kriegsverbrecher" kein Unterlassungsanspruch der Klägerin in Betracht. Denn ein konkreter Bezug der oben genannten Zuschreibungen zum Persönlichkeitsrecht der Klägerin ist nicht zu erkennen; es ist vielmehr Aufgabe der jeweils Betroffenen, gegen aus ihrer Sicht beleidigende Einstufungen vorzugehen. Gerade im Hinblick auf die Person des Walter Schmidt, der auch nach den Angaben der Klägerin russische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter beschäftigt hat, hebt der Beklagte zu 1) deutlich hervor, dass dieser „seiner Meinung nach" als Kriegsverbrecher anzusehen ist. Diese Einschätzung der Person des Walter Schmidt betrifft das Persönlichkeitsrecht der Klägerin nicht.

Schließlich besteht auch kein Unterlassungsanspruch der Klägerin im Hinblick auf die Äußerung des Beklagten zu 1), der Präsident der Klägerin habe 10 Millionen Euro verzockt; der Pleitegeier würde über der Klägerin kreisen, sie sei von Insolvenz bedroht Dass die Klägerin infolge eines Kapitalanlagegeschäfts 10 Millionen Euro verloren hat, ist unstreitig; insoweit handelt es sich also um eineTatsachenbehauptung. Die Qualifizierung (unlesbar …) mit anvertrauten Geldern als „verzockt"  stellt wiederum eine zwar harsche, abwertende und ausfällige Kritik dar. Auch diese Kritik wird die Klägerin im Sinne der Meinungsfreiheit und im Sinne eines offenen Diskurses ihres Finanzgebarens indes hinzunehmen haben. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Klägerin unstreitig einen Betrag von 10 Millionen Euro verloren hat, spricht auch nichts gegen die von den Beklagten zu 1) geäußerte Vermutung, der Pleitegeier kreise über der Klägerin. Dies gilt umso mehr, werden die Spendenaufrufe der Klägern berücksichtigt. Eine Behauptung des Inhalts, der Klägerin drohe die Insolvenz, hat die Kammer in dem von der Klägerin vorgelegten, mehrere hundert Seiten starken Ausdruck des Internetblogs der Beklagten nicht gefunden.

… Soweit die Klägerin im Übrigen Lizenzzahlungen für die Wiedergabe von Texten, Predigten, Lichtbildern und Karten verlangt, verkennt sie, dass der Beklagte zu 1) gemäß § 51 UrhG seine Kritik an der Klägerin und der von ihr vertretenen Glaubenslehre mit den entsprechenden Zitaten untermauern kann. Eine Auseinandersetzung mit der Glaubenslehre der Klägerin kommt nur unter Verarbeitung ihrer Quellen in Betracht und ist damit nach § 51 UrhG zulässig, mag die Klägerin dem Beklagten zu 1) auch die hierfür erforderliche Qualifikation absprechen.

 

 

14.1. 2014 Gerichtstermin in Sachen NAK-NRW u.a. gegen F-C. Schlangen( Betreiber der Homepage Canities)

24.3 "Außer Spesen nchts gewesen" Artikel von F.-C. Schlangen (Canities)

23.1.2014 Ein erster Bericht der beim Prozess anwesenden Forumsschreiberin Tergram von 17.01 Uhr (Zitat):

"Die Kammer, nach meinem Verständnis bestehend aus dem Richter, einer Beisitzerin und einer Protokollantin, begann die Verhandlung erkennbar lustlos und vom Thema gelangweilt. Der Richter verlas leise und murmelnd einzelne Punkte aus der Klageschrift, die er zwischendurch bereits mit seiner fachlichen Einschätzung wie folgt versah:

Die von canities gemachten Äusserungen müsse eine Kirche sich in der öffentlichen Diskussion gefallen lassen, obwohl die spezielle Wortwahl auch immer auf den Verfasser zurückfiele. Die Beurteilung der Kirchenlehre sei nicht Gegenstand des Verfahrens. Er (der Richter) sei verwundert, mit welchem Aufwand und welcher Energie man beiderseits argumentiere, zumal es keine an der Sache interessierte Öffentlichkeit gäbe, das habe er aber nicht zu bewerten. Die Vorwürfe seien Kleinkram. Was die Urheberrechtsverstöße durch Veröffentlichung von Bildern und Predigttexten betreffe, zeigte sich die Kammer sehr unangenehm davon berührt, dass die NAK ihr "200 Seiten bedrucktes Papier vor die Füße geworfen habe und offenbar davon ausging, das Gericht werde sich schon heraussuchen, welche Urheberrechtsverstöße konkret gemeint seien". (Dazu die Beisitzerin, erkennbar genervt, in Richtung NAK: Auf diese Weise bekommen sie von uns kein Ergebnis.) Den Begriff "faschistoid" sah der Richter als zulässig an. Auch die Begriffe "Gehirnwäsche" und "geistlicher Missbrauch von Kindern" müsse die Kirche in der öffentlichen Diskussion hinnehmen. Einzig in der Behauptung von canities, die Kirche sei von Insolvenz bedroht, sah er eine nicht zulässige Äusserung, weil diese auch Relevanz für beispielsweise Kreditgeber habe. (An diese Aussage in den canities-Texten kann ich mich nicht erinnern. Ein kurzes Gespräch im Nachgang mit Herrn Schlangen zeigte, dass der Richter wohl den Zusammenhang falsch verstanden hatte.) Die Parteien wurden aufgefordert, über die gegenseitigen Bedingungen für eine gütliche Einigung Vorschläge zu machen.

Der Anwalt der NAK bat um Verhandlungsunterbrechung und verliess mit Herrn Schuldt den Saal. (Das hat mich sehr gewundert, war ich doch davon ausgegangen, dass man sich im Vorfeld über worst-case- und best-case-Szenarien ebenso Gedanken macht, wie über die ja zu erwartende Vergleichsaufforderung.) Nach wenigen Minuten wurde die Verhandlung wieder aufgenommen. Die Klägerseite beharrte auf konkreten Vereinbarungen zu den vorgetragenen Urheberrechtsverstößen und wurde von der Kammer, diesmal nachdrücklicher, darauf hingewiesen, dass dafür die konkrete Benennung jedes einzelnen angeblichen Verstoßes nötig sein. Eine Pauschalaussage, keine Predigttexte des sog. 'Stammapostels' zu veröffentlichen, könne nicht Gegenstand einer Einigung sein. (An dieser Stelle überkam mich die Erinnerung an längst vergangene Zeiten, als die NAK ihre Predigten gar nicht genug verbreiten konnte und dankbar war, für jedes bißchen öffentlicher Aufmerksamkeit, das zu erhaschen war. Galt es doch, das Wort Gottes unter den Menschenkindern zu verbreiten - gehet hin in alle Welt...) Damit war ein Vergleich gescheitert.

Die Kammer stellte ein Urteil in Aussicht, das schriftlich verkündet und den Parteien zugestellt wird. Der Anwalt der NAK entledigte sich in großer Hast seines Talars, knüllte diesen auf dem Tisch zusammen, schloss geräuschvoll seine Aktentaschen und verliess mit Herrn Schuldt geradezu fluchtartig den Saal. Ein Verhalten, das auf mich sehr befremdlich wirkte. Sicherheit, Selbstbewusstsein und innere Größe sehen anders aus."

...............................................................................

Prozess NAK-NRW gegen canities, worum es geht!

 Landgericht Bochum am Donnerstag, 23.01.2014, 12:30 Uhr

1. Etage, Sitzungssaal A145, Westring 8, 44787 Bochum

Es soll geklärt werden, … (eine Zitat-Auswahl von der HP):

  • … ob die Äußerung, der Präsident der NAK-NRW, der Laienprediger Armin Brinkmann, habe 10.000.000 € verzockt, eine [nach Schriftsatz der Klägerin vom 25.11.2013 "besonders schwerwiegende"] unwahre Tatsachenbehauptung ist.
  • … ob der Präsident der NAK-Norddeutschland, der Laienprediger und ehemalige Kriminalpolizeibeamte Rüder Krause tatsächlich nicht gelogen hat, als er mit Datum vom 15.04.2013 behauptet hat, im Frühjahr 1863 seimit der Berufung von Karl Wilhelm Louis Preuß zum Apostel das Apostelamt personell wiederbesetzt worden. Oder ob zu diesem Zeitpunkt nicht doch noch Apostel gelebt haben, dann wäre das mit der Wiederbesetzung des Amtes gelogen - Krause also ein Lügner.
  • … ob es wirklich so ist, dass bt und ich Atheisten oder Nihilisten sind, die die Existenz Gottes verneinen und sich in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen haben, um ihre kirchenkritischen Äußerungen in der Öffentlichkeit zu verbreiten, sowie für den Atheismus und Nihilismus zu werben und somit in einem konkreten Wettbewerbsverhältnis zur NAK stehen (also deren unmittelbare Konkurrenten sind), wodurch wir durch die o.g. Punkte unlauteren Wettbewerb zum Nachteil der Neuapostolischen Kirche nach dem UWG betreiben.
  • … ob Medien tatsächlich verpflichtet sind, Worte des obersten NAK-Laienpredigers, J.L. Schneider, ausschließlich ausschnittsweise nach Veröffentlichungen der NAK-Medien zu zitieren, obwohl die NAK-Medien nachweislich niemals diejenigen Passagen der Schneider-Predigten veröffentlichen, die geeignet sind, den Ruf der NAK in der ökumene-interessierten Öffentlichkeit zu schädigen.
  • … ob es wirklich eine unzulässige Schmähkritik ist, im Zusammenhang mit der NAK von geistlichem Missbrauch an Kindern zu sprechen; wobei diese Schmähkritik deshalb besonders schwer wiegt, weil die Öffentlichkeit besonders sensibilisiert ist und einen Zusammenhang zu sexuellem Missbrauch herstellen könnte, den es in der NAK dementsprechend genauso wenig gibt wie geistlichen Missbrauch.

[Anmerkung: Mit Schriftsatz vom 25.11.2013 ist die NAK-NRW von dieser abwegigen Argumentation abgerückt und behauptet nunmehr, dass alle entsprechenden Veröffentlichungen unwahr sei, vielmehr gebe es in der NAK keinerlei geistlichen Missbrauch, Indoktrination, Gehirnwäsche… Als Zeuge dafür benennt die NAK-NRW ihren Kriechensprecher Frank Schuldt :-D und argumentiert weiterhin damit, dass die Frage, ob die NAK Methoden der Gehirnwäsche anwende, dem Beweis zugänglich sei und fordert, dass wir die NAK-Methoden im Detail vortragen und die betroffenen Personen als Zeugen benennen…]

Stap. Schneider: "Es muss das Wasser, das ins Boot eingedrungen ist, ausgeschöpft werden – Wir wollen unermüdlich gegen schädliche Einflüsse auf die Kirche kämpfen: ..., das Infrage stellen des Apostelamtes ..."

Gastbeitrag von Shalom (Pseudonym) vom 6.1.2014 mit freundlicher Genehmigung:


Jesus Christus ist im Boot

Der Herr beruhigte den Sturm, er aber kritisierte sie wegen ihres Unglaubens: „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ Diese Begebenheit zeigt zunächst, dass Jesus als der Gottessohn über die Kräfte der Natur herrscht. Das Boot, das hier erwähnt wird, können wir darüber hinaus als Bild der Kirche Christi ansehen.

Es gibt eine Anforderung, die für alle gilt – immer und überall: Jesus muss im Boot, in unserer Kirche sein! Es reicht nicht zu behaupten, dass Jesus „an Bord ist“, sondern das muss sich zeigen! Wir alle sollten über Möglichkeiten nachdenken, wie Jesus in unserer Kirche noch sichtbarer wird… .

 


Werte „Piraten der Nakribik“, liebe „Selbstbilder von Kirche“ und all ihr Boat-Peoples 8),

Stp. Jean-Luc I. sieht die Kirche Jesu Christi in Europa "vor dem Rückgang des christlichen Glaubens und einer ungünstigen demografischen Entwicklung“ stehen. In allen anderen Teilen des Planeten sieht Stp. Jean Luc I. die sichtbare Kirche Jesu Christi „mit steigendem Einfluss nichtchristlicher Religionen, mit einem wachsenden Materialismus oder auch mit einem besonders schwierigen politischen Umfeld konfrontiert“.

Dabei ist Stp. Jean Luc I. überzeugt, „dass Gott all diese Probleme im Handumdrehen lösen könnte, doch er tut es nicht. Infolgedessen müssen wir uns fragen, was können wir tun“?

Um in Stp. Jean Lucs I Bild der Kirche Jesu Christi zu bleiben – auch wenn es sich dabei um Lucs selbstbildgerechtes Trugbild handelt – tut Gott nichts und deshalb sind die vollkirchsinnigen Apostel am Drücker (all die kirchenrechtlich unselbständigen Geschwister haben eh nichts zu entscheiden). Gott ist in dem Bild der Kapitän und Jesus sein Steuermann. Doch derweil die nichts tun bestimmen halt die BaVi-Apostel den Kurs. Und um was für einen Schiffstyp es sich bei dem Boot HMS-NaKi handelt, machte Stp. vom Dienst Leber 2012 klar: („Kämpft für euren Glauben“) . Sie erinnern sich sicherlich auch noch an Brinkmanns („apostolische Kampftruppe“ ) in Berlin 2008.

Die HMS-NaKi sieht zwar wie ein Glaubensluxusjacht aus. Doch das ist ähnlich wie bei sonstigen Kaperschiffen. Wenn die Piratenflagge gehisst wird, fällt die Maskerade und das Boot ist klar zum Glaubensgefecht. Glaubenskampf par christlicher excellence. Hauptsache Jesus kann vollkirchsinnig an Bord sichtbar gemacht werden (durch die Action der Apostel, weil Gott gerade mal nichts tut). Das ist der Gottesbeweis. Jedoch Stp. Jean Luc I scheint von nakuter Seekrankheit geplagt zu sein, denn als notorischer Jetsetter will er lieber seinen Kurs fliegen anstatt dort zu segeln wo der Wind weht :wink: .

In findiger Kornbauernschläue beweihräuchert Stp. Lean-Luc I denn auch seinen „wachsenden Materialismus“ in Form seiner stark anschwellenden Reserven : „Die Tatsache, dass sich die Anzahl der Gemeinden in Europa verringert und wir, weltweit gesehen, unsere Ausgaben an unsere finanziellen Möglichkeiten anpassen, bedeutet nicht, dass wir uns damit abfinden zu sinken – ganz im Gegenteil: Wir geben uns damit die Mittel, den Sturm zu überstehen“. Bei den, seit Bischoff prall gefüllten Polstern und anderen, en passant ins Trockene gebrachten Geistesguthaben (Renditeobjekten Gottes) ums Erdenrund dürften die Mittel, die Selbstbilder sich selbst gegeben haben, bis in ans Ende der Welt reichen.

Es muss das Wasser, das ins Boot eingedrungen ist, ausgeschöpft werden – Wir wollen unermüdlich gegen schädliche Einflüsse auf die Kirche kämpfen: […], das Infrage stellen des Apostelamtes […], um nur einige zu nennen“. Wenn für Stp. Jean-Luc I. schon allein die Infragestellung des Apostelamtes als ein schädlicher Einfluss angeprangert wird, dann spricht das Glaubensbände. Schädliche Einflüsse sind auszumerzen und schwuppdiwupp über Glaubensbord damit… .

Im Sturm müssen alle, die in dem Boot sind, solidarisch sein und sich gegenseitig unterstützen…“. Die meisten neoapostolischen „Stürme“ waren allerdings nur dem Atmen durch Ämterhosen entsprungen. „Lieber zuhause bleiben - Bezirksapostel Krause sagt Gottesdienst weg Orkan ab“ lautet denn auch eine entsprechende glaubenskommerzielle Schlagzeile. „Der Herr beruhigte den Sturm, er aber kritisierte sie wegen ihres Unglaubens: „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ Diese Begebenheit zeigt zunächst, dass Jesus als der Gottessohn über die Kräfte der Natur herrscht. Das Boot, das hier erwähnt wird, können wir darüber hinaus als Bild der Kirche Christi ansehen“. Und Bezirksapostolizist Krause bleibt als Landratte an Land und überhaupt findet man sichere Felsen eher auf der Feste als auf Schiffen.

Der Herr, der Herrscher über die Kräfte - die Apostel, die Herrscher über die Geschäfte.

Doch Schiffsunfälle passieren nicht einfach so, sondern sie haben ihre Ursachen. Egal ob Wasa, Titanic, Exxon Valdez oder Costa Concordia – da steckten doch Interessen dahinter, wie überhaupt generell bei der Kriegsmarine. Und die Apostel, die heute unter der vollkirchsinnigen Flagge der Seemacht Schweiz mit ihrer Luxusjacht HMS-NaKi segeln - das gemeine Glaubensvolk hat derweil in den Gebietskirchenschiffchen ums nakte Überleben zu rudern -, setzen die Anforderung immer und überall um: „Jesus muss im Boot, in unserer Kirche sein!“. Sichtbar wurde das z.B. durch das Testimonium. Noch sichtbarer wurde die leibhaftige Anwesenheit durch die Botschaft der Botschafter. Und im hier und jetzt wird Jesus mitunter dadurch sichtbar, wie die Apostel profanieren indem sie einfach Ballast über Glaubensbord gehen lassen. Abwracken ist angesagt. Mit Glaubensschrott und abmontierten Kreuzen lässt sich auch noch Geld verdienen.

Und so können die Mannschaften ihren Jesus als na-amtlichen Klabautermann oder als vollkirchsinnige Galionsfigur am Bugspriet des Luxuskreuzfahrtschiffes HMS-NaKi gut sehen. Hauptsache das Apostelamt wird nicht infrage gestellt, derweil die Schiffskapelle für die Untoten zum Evergreen aufspielt:(„NAK NRW Jugendtag 2008 Fluch der Karibik…“). „Es reicht nicht zu behaupten, dass Jesus „an Bord ist“, sondern das muss sich zeigen! Wir alle sollten über Möglichkeiten nachdenken, wie Jesus in unserer Kirche noch sichtbarer wird…. Besser als durch die Botschaft konnte und kann sich Jesus in der Apostelendzeit doch nicht zeigen. Sehen sie das denn nicht ein?

Tief berührt war ich durch die Nachrichten über die Katastrophe der Costa Concordia. Auch dieser Fall resultierte nicht aus einem Sturm. Das Schiff kollidierte mit einem Felsen. Schon bald war nakintern zu lesen: („Schiffskatastrophe überlebt“), während Menschen immer noch als vermisst galten (rp-online).

Die na-amtlichen Logbücher erscheinen halt manchmal etwas nakaber. Und Stp. Jean-Lucs I Kommandos: "Wasser schöpfen" / "Segel streichen" könnten bei derartigen Ursachen etwas landrattig wirken. Dabei reicht mitunter ein Kästlein von Rohr, verklebt mit Erdharz und mit Pech, um in Sicherheit zu sein.

Bereits das Wort zum Monat November 2010 hatte Schiffe zum Thema: „Das Boot ist ein Bild für geistige Gemeinschaft. Wer dem Herrn Jesus nachfolgen will, muss das eine oder andere Boot verlassen. („Der Weg der Demut und des Gehorsams“).

Nadl sieht: „...Die Kirche in schwierigem Fahrwasser, auf hoher See im harten Gegenwind – es ist ein Leitmotiv, das derzeit in vielen Predigten der leitenden Geistlichen der Kirche aufscheint…“ und ließ diese Lightgedanken am 02.09.2013 veröffentlichen („Na und? Dann haben wir halt Gegenwind!")

Übrigens. Bereits in den Pseudo-Klementinen, einem frühchristlichen Roman - dem ersten christlichen Roman überhaupt - aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts wird die Kirche mit einem Schiff verglichen, dessen Steuermann Christus ist. Der Bischof ist der Untersteuermann, die Presbyter die Matrosen, die Diakone die Rudermeister, die Katecheten die Zahlmeister. Die "Menge der Brüder", das heißt die Gläubigen, das sind die Passagiere. Sie fahren nicht, sie werden gefahren, sie sind auf Gedeih und Verderb dem Können oder Nicht-Können der Schiffsmannschaft ausgeliefert: Das Bild einer Amtskörperkirche, wie es sich durch die Jahrhunderte bis in unsere Tage durchgehalten hat. Das vollkirchsinnige Selbstbild wird durch die Anweisung vervollständigt: "Die Seereisenden sollen ruhig und fest auf ihren Plätzen sitzen, damit sie nicht durch unordentliches Benehmen gefährliche Schiffsbewegungen und Schlagseiten verursachen" :wink: .

Und wenn ich auf den Selbstbildern der veröffentlichten na-amtlichen Geldflussbetrachtungen das Engagement deren Letztentscheider betrachte, scheint es z.B. bei der vollkirchmundig proklamierten Solidarität mit Bootsflüchtlingen Richtung Lampedusa nicht weit her zu sein… .

Wenn „Apostel groß in Fahrt“ sind, passt als Gemeindelied das christliche Seefahrerlied („Wir lagen vor Nakabasta“) vorzüglich.

Mit Liebe ans Werk!

s.

Aktuelles 2013

  • 13.12.2013 NAKI ,,Die Lehre von den letzten Dingen,  Teil III
  • 24.11. Kurz notiert: Neue Ruhestandsregeln und ein Katechismus für den Papst
  • 16.11.2013: Ein erneuter Aufruf von Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton in St. Gallen: Täterschutz statt Opferschutz!
  • 3.11. Theologische Falschaussage im Wort zum Monat November: Stap. Schneiders Heilsversprechen zur Herde Christi  widerspricht den eigenen Predigten und dem offiziellen Katechismus
  • 25.10. Gespräche mit dem Teufel - Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton St. Gallen/Gossau, Schweiz
  • 25.10. Antwort auf meinen  Offenen Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014 (siehe weiter unten) von Susanne Raible (Kirchensprecherin NAK-Süd)
  • 10.10. St. Galler Erklärung von der NAK-CH unterzeichnet: "Wir verzichten darauf, über Menschen andern Glaubens Pauschalurteile zu fällen. Sie sollen ihrem Glauben treu sein"
  • 30.9. Im ORF gibt es einen Beitrag zur NAK, der nicht unwidersprochen bleiben darf!
  • 11.9. Ein spezielles, neuapostolisches Gen -ein Bericht zu Glücksvorträgen von Rolf Schmiel
  • 5.9.: Reaktionen auf den abgelehnten Antrag von LINDD e.V. vom 28. August
  • Nak NRW: Richtlinien für Amtsträger vom September 2013 sind von Jesus gegeben
  • Detlef Streich:  Offener Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014
  • 20.8.2013 Missbrauchsopfer sind der NAK gleichgültig!
    Unterstützende Begleitung für den Verein LINDD e. V. wegen einer Präsenz an dem Internationalen Kirchentag der NAK vom 6.- 8. 6. 2014 in München
  • 2.7.13 Konzentration der süddeutschen Apostelbereiche (Bericht NAK mit einem Kommentar von Shalom; siehe zum Thema auch NAK 2020)
  • Kritischer Folgekommentar im WDR: Neuapostolische Kirche kontrovers (Teil 1) "Ich bin kaputtgemacht worden"Von Nina Magoley Vor einer Woche (03.06.2013) berichtete WDR.de zum 150-jährigen Bestehen der Neuapostolischen Kirche (NAK). Der Beitrag löste starke Leserreaktionen aus. Während sich die NAK, die noch vor wenigen Jahren als Sekte galt, heute als moderne Kirche darstellt, schreiben viele Leser von Repression und Angst.
  • Juni 2013: WDR 150 Jahre Neuapostolische Kirche: "Transparenz gehört bei uns dazu" Von Andreas Sträter - Ein euphemistischer Bericht, der sich als  Eigentor herausstellt: siehe die vielen Kommentare 
  • Olaf Wieland vom Gesprächskreis "Toleranz im Glauben" Berlin - Offener Brief an Dr. Stammapostel Leber anlässlich seines Rücktritts Pfingsten 2013 Gedanken und Hinweise zum Festgottesdienst mit dem Stammapostel am 19. Mai 2013 (Pfingsten) in Hamburg-Borgfelde mit weltweiter Übertragung – Zurruhesetzung des Stammapostels Dr. Wilhelm Leber

,,Die Lehre von den letzten Dingen“ Teil III  Dezember 2013

Schon diese uralten Hüte gelesen, die man beim Bischoffverlag jüngst downloaden kann? Die selbsternannten NAK-Theologen und Urheber dieser Ausarbeitung nehmen selbst die Offenbarung wortwörtlich! Nach ihrem Verständnis wird die Zahl der Erlösten also durchaus im überschaubaren Bereich liegen …

 Zitat daraus:

Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.“  Alle, die nicht an der ersten Auferstehung teilhatten (vgl. Offb 20,5), werden dann  gerichtet. Niemand kann sich dem Gericht Gottes entziehen, „groß und klein“ verweist auf die unterschiedlichen Menschen, die Mächtigen und die Machtlosen, die Reichen und die Armen. Es gibt keinen Ort, an dem man sich verstecken könnte. Selbst das „Meer“ als Bild der Gottferne kann nicht als Fluchtort dienen, insofern muss das Totenreich die Toten herausgeben. Alle müssen sich vor dem Thron Christi versammeln, vor seinem Angesicht stehen.
.....
 Die im Buch des Lebens Verzeichneten finden im Endgericht Gnade vor Gott und werden – wie diejenigen, die an der ersten Auferstehung teilhatten – Bewohner der neuen Schöpfung sein.
In Vers 14 wird vom Ende des Todes, also aller todbringenden Mächte gesprochen: „Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.“ Der „feurige Pfuhl“, der hier als „zweiter Tod“ bezeichnet wird, bedeutet die endgültige Gottferne. Von diesem „zweiten Tod“ sind ebenfalls solche betroffen, die nicht in dem „Buch des Lebens“ verzeichnet sind: „Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.“

Damit wird es für die Bewohner der neuen Schöpfung weder den leiblichen noch den geistlichen Tod mehr geben.

Und so soll es dann für diese Glücklichen dort aussehen:

Die Bilder für das neue Jerusalem verweisen auf eine einzigartige Kostbarkeit. Ein Raum wird deutlich gemacht, zu dem es heute auf Erden keine Entsprechung gibt. So sind die Grundsteine der Mauer um die Stadt geschmückt mit Edelsteinen. Jedes der Tore ist eine einzige Perle. Der Marktplatz der Stadt ist aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
Um die völlige Andersartigkeit der neuen Schöpfung deutlich zu machen, werden all jene Kategorien und Eigenschaften, die zur alten Schöpfung gehörten, ausdrücklich außer Kraft gesetzt: Es gibt keine Nacht und keine Sonne mehr. Es herrscht kein Mangel mehr, sondern überbordende Fruchtbarkeit. Es gibt keinen Schmerz, kein Leiden und keinen Tod mehr. Alle Unvollkommenheiten und Beschwernisse der bisherigen Welt gehören also der Vergangenheit an.
Jeder Mensch, der in der neuen Schöpfung lebt, wird vollkommene Seligkeit empfangen. An jenen, die bereits als königliche Priesterschaft mit Christus im Friedensreich regierten, erfüllt sich in der neuen Schöpfung die Verheißung
...

Simplifizierender geht es nicht mehr! Zudem heißt es im Text noch:

Im Zusammenhang mit dem Endgericht ist von Büchern die Rede, nach denen gerichtet wird, in denen die Taten der Menschen – ihr Glaube und ihre Werke – festgehalten sind. Diese Bücher sind ein Bild für die Allwissenheit Gottes. Das Auftun der Bücher signalisiert, dass nun die vollständige Offenlegung des gesamten Wesens der Menschen geschieht.

Also gegen diesen möchte gern göttlichen NAK-Big Brother ist die NSA und ihre Affäre ein Ministrantenclub!

 

24.11. Kurz notiert aus NAKI-News

Eine Reaktion auf den Ämterschwund: Neue Ruhestandsregelung für NAK-Amtsträger:

  • Im Regelfall erfolgt die Ruhesetzung nach Vollendung des 65. Altersjahres.
  • Im Einzelfall kann der zuständige Bezirksapostel nach Absprache mit dem betroffenen Amtsträger eine Verlängerung der Amtstätigkeit festlegen. Die Ruhesetzung soll vor dem 68. Geburtstag erfolgen.

Was für eine peinliche Idee! Katechismus für den Papst

„Einer unserer Priester, der mit seiner Frau nach Rom reiste, konnte dem Papst persönlich ein Exemplar vom Katechismus überreichen. Darüber entstand auch ein interessantes Gespräch. Der Papst hörte unserem Bruder aufmerksam zu, als der ihm sagte, dass er neuapostolisch sei und was das für ihn bedeute.“

 

16.11.2013: Ein erneuter Aufruf von Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton in St. Gallen: Täterschutz statt Opferschutz!

Zum Thema “Konflikte und Vergebung” äußerte sich Stap Schneider bereits vor knapp einem Jahr ebenfalls in der Schweiz in der Gemeinde Ostermundigen bereits wie folgt:

“Es gibt manchmal Konflikte in den Gemeinden, da kann man nicht sechs Monate warten, um sie zu lösen, man muss sie sofort lösen und dann bemüht man sich, man bringt Opfer. Das Wichtigste ist doch, dass der Konflikt bald gelöst ist, denn der Herr kommt bald!”

Da in dieser Gemeinde vom dortigen Vorsteher zuvor ein unsäglicher „Erste-Hilfe-Notfallzettel für seelische Verletzungen“ im Internet publik gemacht wurde, waren Schneiders obige Ausführungen dort in seiner Predigt umso interessanter. In dem Artikel „Ein Aufruf aus der Schweiz, Opfer zu bleiben“ (Druckfassung) sind die Zusammenhänge deutlich gemacht worden (Unterseite Geistlicher MIssbrauch). Bezeichnend waren ebenso die vom dortigen Vorsteher herausgegebenen Hausregeln zum Verhalten vor, im und nach dem GD,  die aus dem Netz mittlerweile verschwunden sind (die gesamte HP von Ostermundigen ist nach der Kritik übrigens völlig verändert und umgestaltet worden). Diese Verhaltensvorschriften seien wegen ihrer beispielhaften Offenlegung der in der NAK zielgerichtet eingesetzten Mittel und der daraus entstehenden Tranceinduktion mit nachfolgender Mind Control  in der Predigt hier zum Nachlesen als Download eingestellt.  Nun hat Stap Schneider sich in St. Gallen erneut zum Thema Konflikte und Vergeben drastisch deutlich und völlig undifferenziert geäußert. Pauschalisierend forderte er von den Hörern:

„Die Vergebung dem Nächsten gegenüber gilt auch im Kreis der Familie, zwischen den Eheleuten, zwischen Eltern und Kindern und umgekehrt, und im Kreis der Geschwister. Ich weiß, da ist es am schwierigsten zu vergeben, weil die Enttäuschung umso grösser ist. Die, welche mir ganz nahe sind, haben mich verletzt, sie waren böse mit mir und haben mich enttäuscht. Ich sage nicht, dass es einfach ist. Ich kann nur ganz demütig, im Namen meines Senders, sagen: Bitte vergib, auch wenn es noch so schwer ist; nicht weil du verdammt bist wenn du es nicht machst, sondern weil dir der liebe Gott noch viel mehr geben kann wenn du vergeben hast. Lass dich versöhnen mit Gott, lass dich versöhnen mit deinem Nächsten auch im engsten Kreis. Es ist nicht einfach, es ist sogar sehr schwer. … Er verlangt von uns nur eines, dass wir dafür kämpfen, …“

Es sei hier erinnert an einen Artikel vom Verlag Friedrich Bischoff: spirit im Gespräch mit dem Arzt Stefan Werner (ärztlicher Leiter zweier Fachkliniken für abhängigkeitserkrankte Frauen und Männer) zum Thema "Macht, Missbrauch, Ohnmacht":

ZITAT daraus: (sexueller) „Missbrauch findet überall statt, auch in der Neuapostolischen Kirche?

Dr. Werner: Ja, und zwar so häufig, dass man davon ausgehen kann, dass in jeder Gemeinde Betroffene sind.

Glaube kann heilen, aber auch krank machen. Gibt es auch geistlichen Missbrauch? Was ist das?

Wenn ich das kirchliche Umfeld nutze, um eigene Bedürfnisse zu befriedigen. Das kann zum Beispiel das Bedürfnis nach Anerkennung sein. Wenn jemand in der Kirche eine Funktion ausübt, um Selbstbestätigung zu erlangen, führt das schnell zu einer gewissen Selbstherrlichkeit. Dann ist Seelsorge im eigentlichen Sinn nicht mehr möglich. Das wäre Missbrauch.

Wie merkt man denn, wann die Grenze überschritten wird?

Wenn das eigene Ego im Vordergrund steht. Eine klare Definition für die Grenze kann es nicht geben. Man kann kirchliche Aufgaben auch missbrauchen, um etwas anderes zu ignorieren, wo man gerade nicht hinschauen will. Altruismus kann etwas sehr Narzisstisches sein. Zum Missbrauch wird er aber erst, wenn Dritte geschädigt werden, indem ich zum Beispiel meinen Aufgaben nicht mehr gerecht werde.“

Allein das Wissen um diese Missstände müsste einen verantwortlichen Seelsorger und Kirchenpräsidenten zu differenzierten Äußerungen führen. Erneut wird aber vom Stap Schneider über diese vom Verlag bereits zuerkannten Tatsachen hinweggegangen, indem er weiterhin schlicht eine absolute Vergebungsbereitschaft einfordert, die die Opfer in ihrer Zerrissenheit und ihrem ausgeliefert und ausgenützt sein ignoriert.  Man stelle sich vor, dass unter den anwesenden Zuhörern ganz sicher die verschiedensten Missbrauchsopfer saßen, u.a. auch Kinder, die der Erfahrung nach gerade von Familienangehörigen missbraucht statistisch gesehen zu den häufigsten Missbrauchsopfern zählen. Die betroffenen erwachsenen Frauen, die häusliche Gewalt, sexuelle und psychische, erlebten und deren betroffene Kinder, die auch Zeugen und damit Opfer dieser Gewalt sind, hören nun von Schneider:

. Ich weiß, da ist es am schwierigsten zu vergeben, weil die Enttäuschung umso grösser ist. Die, welche mir ganz nahe sind, haben mich verletzt, sie waren böse mit mir und haben mich enttäuscht. Bitte vergib, auch wenn es noch so schwer ist.“

Vergebung und Widergutmachung gehen aber faktisch nur, wenn zuvor eine vollständige und schonungslose Offenlegung der Missbrauchenden und ihrer Taten stattgefunden hat. Ansonsten bleibt das Opfer in seiner Opferrolle gefangen – im Falle des Kindes mit lebenslang schädigenden Folgen! Strafrechtlich ist zudem schon die Mitwisserschaft von Missbrauch relevant und fällt unter das Stichwort „unterlassene Hilfeleistung“ und Vernachlässigung der Schutzpflichten gegenüber anvertrauten Minderjährigen. 

Aber das alles scheint dem Kirchenoberhaupt der Neuapostolischen Kirche offensichtlich völlig gleichgültig zu sein, wenn denn die Unterdrückung von körperlichem und geistlichem Missbrauch zur Wahrung des Kirchenimages beiträgt. Anders sind seine deutlichen Worte jedenfalls nicht zu verstehen …

 

13.11. Theologische Falschaussage im Wort zum Monat November: Stap. Schneiders Heilsversprechen zur Herde Christi  widerspricht den eigenen Predigten und dem offiziellen Katechismus

Ein Beitrag zur Klärung der stammapostolischen Begriffsverwirrung: Herde Christi, Kirche Christi, Braut Christi, Braut des Herren, Gemeinde Christi – Alles Synonyme oder was?

Zitat aus dem Wort zum Monat:

Stap. Schneider: „Die zur Herde Christi gehören, brauchen sich nicht zu fürchten. Der Herr ist heute schon bei ihnen und wird ihnen in Kürze das Reich Gottes geben.“

In seiner Predigt zum Entschlafenen-GD in Aachen (siehe dazu auch die Unterseite "Schneider")führte Stap. Schneider unter anderem aus:

„Die Kirche Christi ist die Schar, die Gemeinschaft derer, die getauft sind, an den Herrn Jesus, den Sohn Gottes, der gestorben und auferstanden ist, der wiederkommt, glauben, und ihm nachfolgen. Also: Die Herde Christi ist nichts anderes als die Kirche Christi…“

Analog dazu ist im Katechismus ist unter 6.5. zu lesen:

„Durch die Getauften, die ihren Glauben leben und Jesus als ihren Herrn bekennen, wird Kirche als Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe überhaupt erst erfahrbar. Insofern ist nicht nur dort Kirche Christi, wo das Apostelamt wirkt — also im Erlösungswerk des Herrn —, sondern auch in den anderen Kirchen …“

Allerdings ist dieser Aussage folgende Behauptung vorangestellt, die die NAK exklusivistisch heraushebt aus der Gemeinschaft der Kirche Christi:

„(6.5.) sie (= die Kirche Christi) tritt dort am deutlichsten zutage, wo das Apostelamt, die Spendung der drei Sakramente an Lebende und Tote sowie die rechte Wortverkündigung vorhanden sind. Dort ist das Erlösungswerk des Herrn aufgerichtet, in dem die Braut Christi für die Hochzeit im Himmel vorbereitet wird.“

Weiter wurde von Schneider in der Predigt  explizit folgende Unterscheidung getroffen:

Um das ewige Leben zu haben, muss man das Heilige Abendmahl empfangen, das geht nur in der Kirche. Um Erstlinge im Bereich Gottes zu sein muss man zuvor versiegelt sein mit der Gabe Heiligen Geistes, das geht nur in der Kirche durch die lebenden Apostel.“

Was das bedeutet, definierte Schneider in seiner Ansprache zur Totenversiegelung wie folgt:

Der allmächtige Gott, der euch erwählt und gerufen hat, schenkt euch jetzt diese große Gabe Heiligen Geistes. Nun seid ihr Gottes Kinder, wiedergeboren aus Wasser und Geist. Der Herr Jesus schreibt jetzt eure Namen ein in das Lebensbuch des Lammes, er gibt euch die Anwartschaft, dass ihr die Möglichkeit habt, einmal Erbe Christi zu sein und Priester im Reich des Friedens. Ihr könnt Erstlinge sein im Reich Gottes. Ihr seid jetzt Miterben Christi und Teil der großen Gemeinschaft der Kinder Gottes …“

Im Katechismus ist dazu die folgende Formulierung zu finden:

„10.1.3.Erst bei der Wiederkunft Christi wird offenbar werden, wer zur Braut des Herrn zählt.“

„10.1.2. Die Entrückung bei der Wiederkunft Christi ist zunächst jenen zugesagt, denen die Wiedergeburt aus Wasser und Geist zuteilgeworden ist und die an Jesus Christus glauben und ihm nachfolgen. Ob darüber hinaus Gott anderen Menschen die Gnade der Entrückung zuteilwerden lässt, entzieht sich menschlicher Beurteilung und unterliegt der Entscheidung Gottes.“

Letzteres sind  also hier vernachlässigbare  Einzelfälle. Ergänzend dazu findet man unter 6.3.2.4.:

„Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ — „Das Reich Gottes sehen“ heißt, Gott von Angesicht schauen. Dies wird sich für die Erstlinge bereits am Tag des Herrn erfüllen

Fassen wir dies alles zusammen, so ergibt sich aus dem Verständnis der NAK, dass nur die Erstlinge, die sich aus der NAK rekrutieren, zur Braut Christi gehören und am Tag der Wiederkunft Jesu das Reich Gottes erreichen.

Somit wurde deutlich, dass die zitierte Aussage Schneiders mit dem Katechismus nicht kompatibel ist, der offiziellen Lehre widerspricht und damit aus NAK-Sicht absolut falsch ist:

 „Die zur Herde Christi gehören, brauchen sich nicht zu fürchten. Der Herr ist heute schon bei ihnen und wird ihnen in Kürze das Reich Gottes geben.“

Und nur einmal nebenbei angemerkt: Zwischen "Reich Gottes sehen" (Katechismus) und "Reich Gottes geben" (Schneider) wäre zudem noch sehr deutlich zu unterscheiden ...

Zwei Fragen stellen sich nach diesen Darstellungen:

Wie konnte so eine eklatante Falschaussage an der theologischen Redaktion des Bischoffverlages vorbei gehen?

Wie kommt Stap Schneider zu solchen, der eigenen Lehre absolut widersprechenden Aussagen?

Liegen die Ursachen in einer bewusst falschen, scheinökumenisch verwendeten Phraseologie oder sind sie schlicht Ausdruck der eigenen Begriffsverwirrrung ... ???

 

 

25.10. Gespräche mit dem Teufel - Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton St. Gallen/Gossau, Schweiz

In Anbetracht der vor kurzem unterzeichneten St. Galler Erklärung für die NAK-Schweiz sehe ich mich veranlasst, doch nochmals genauer zu untersuchen, zu welchen Aussagen Stap. Schneider in seiner dortigen Predigt kam. Inhaltlicher Leitfaden seiner Ausführungen waren die Versuchungen Jesu durch den Teufel, Versuchungen, die nach seinen Worten auch heute eine ständige Bedrohung des Glaubenslebens sind. Orientiert daran übertrug Schneider dieses Beispiel mit insgesamt 24facher (!) Benennung des „Teufels“ auf die Situation der NAK und ihrer Mitglieder. Einleitend betonte der Stap.  zunächst:

Es ist der Wille Gottes, dass er erfahrbar war und auch heute noch ist in einer besonderen Weise: Gott will sich offenbaren durch das gepredigte Wort. Gott wird in spezieller Weise erfahrbar in seinem Wort. … Das möge das geistgewirkte Wort bei jedem hervorrufen, dass er nach diesem Gottesdienst der festen Überzeugen ist: Gott ist für mich da.“

Dieser Prämisse also, dass Gott jetzt direkt durch den Stammapostel redet, folgte salopp fabulierend die Schilderung der Versuchungen Jesu mit der vorausgenommenen Folgerung und Forderung nach einem Gehorsam bis in den Tot:

 „Jesus war sich bewusst: Gott will, dass ich alles mitmache, wie ein normaler Mensch. Ich bin auf Gott angewiesen, auch wenn es um meine Speise geht. Jesus wusste, er musste als Mensch sein Leben durchlaufen und beweisen, dass man bis zum Tod gehorsam sein kann. Deshalb hat er dem Teufel abgesagt: „Nein, ich will meine besondere Kraft nicht einsetzen, ich will als Mensch gehorsam bleiben, das ist mein Auftrag.“ Ich weiß nicht, ob Teufel persönlich kam oder ob das in Gedanken geschehen ist - das ist sehr umstritten, aber absolut unwichtig. Wichtig ist, was geschehen ist im Inneren des Herrn Jesus: der innere Kampf und seine Entscheidung.“

Daran schloss sich an der Transfer von diesem Kampf Jesu auf die Situation der Zuhörer mit einer im Leberschen Sinn ´prägnanten` Eingangserkenntnis:

„Wir sind nicht der Sohn Gottes, aber wir sind Gotteskinder. Der Teufel kommt auch zu uns und fragt uns: „Bist du ein Gotteskind? Wie ist es möglich, dass du so leiden musst und so geprüft wirst, dass die Menschen so ungerecht mit dir umgehen und so viel in deinem Leben passiert? Wenn du ein Gotteskind wärst, müsste dein Leben ganz anders aussehen!“ …

Wir sind nicht erwählt worden, damit es uns besser geht auf dieser Erde. Wir sind von Gott gerufen worden, um den Weg des Gehorsams zu gehen.“

Wieder der eingeforderte Gehorsam! Und um dem teuflischen Gedanken der Ungehorsamkeit zu widerstehen, wählt Schneider nun in seiner Predigt die dialogische Form:

„Denken wir an den Herrn Jesus, wenn der Teufel kommt und dir sagt: „Du bist ein Gotteskind, solches darfst du nicht erleben. Du musst bewahrt bleiben vor aller Pein, allen Prüfungen, allem Leid.“ Wir antworten dem Teufel: „Das hat der Herr Jesus anders gesehen. Er hat gebetet, dass sein Vater uns nicht aus der Welt nimmt, aber dass er uns vor dem Bösen bewahrt.“

Oder so:

„Wenn der Teufel kommt mit dem Gedanken, dass der liebe Gott uns bewahren und verschonen müsste vor allem Leid, dann denken wir an Jesus Christus und was sein Wille ist. Er will, dass wir in der Welt leben, aber vom Bösen bewahrt bleiben, dafür betet er. Dann muss der Teufel zusammenpacken und gehen. Aber er kommt wieder und sagt uns: „Du bist ein Gotteskind, verlang doch einmal ein besonderes Wunder.“

Natürlich verlangt aber ein Gotteskind keine Wunder (sie könnten ja unerfüllt bleiben und damit zur Enttäuschung führen), sondern hält in Freud und Leid fein still. Schließlich ist nicht das irdische Leben in irgendeiner Form bedeutsam, sondern einzig und alleine die zu erreichende Ewigkeit.

„Wenn der Teufel kommt: „Du bist ein Gotteskind, verlang doch etwas von deinem Vater“, antworten wir: „Nein, heute ist die Zeit des Glaubens, der Herr bereitet das große Wunder meiner Auferstehung.“

Mehrmals noch lässt Schneider in seiner Predigt nun den Teufel kommen und alles Mögliche fragen, wie z.B. „was wir davon haben, wenn wir dem Herrn dienen, ihm treu bleiben, uns einbringen in seinem Werk und was der Lohn dafür ist.“ Darauf gibt es laut Schneider nur eine Antwort, die ´wir geben wollen`:

 „Du hast etwas nicht ganz verstanden. Ich diene nicht, weil ich einen Lohn will. Ich diene, weil der Herr mich von der Gefangenschaft der Sünder erlöst hat. Ich diene Jesus, weil er für mich gestorben ist, ich diene aus Dankbarkeit. Der Gedanke des Lohns ist abgeschafft.“ Der Teufel kann und will das nicht verstehen. Er kommt immer wieder mit derselben Frage.“

Aber nicht nur zum Einzelnen kommt der Teufel und fragt, sondern sogar auch zur Kirche:

 „Wenn dies das Werk Gottes ist, müsste etwas Sensationelles geschehen. Wie wollt ihr die Menschen begeistern? Es muss etwas passieren, ihr müsst euch anpassen an die Bedürfnisse der Zeit. Es braucht Emotionen, dieses und jenes muss dazu kommen.“

Diese Frage bezeichnet Schneider als eine „Versuchung des Teufels“. Warum eigentlich? Veränderungen sind seiner Meinung nach offensichtlich grundsätzlich des Teufels, egal welche, denn heute  „ist die Zeit des Glaubens, Gott offenbart sich durch Wort und Sakrament, mehr nicht! Daran müssen wir glauben.“ Aha, so einfach geht das also. Hier ´wollen` wir nicht nur, hier `müssen wir also`, bzw. ja eigentlich die Kirche muss, denn sie war der Adressat der Frage! Wen also spricht der Stap. hier eigentlich an?

Schneider legt dem Teufel noch eine weitere Versuchung der Kirche in den Mund (in Wirklichkeit sind dies alles Gedanken, die in den Gemeinden zurecht gedacht und geäußert werden und durchaus Sinn machen, leider aber offensichtlich nicht für die Kirchenleitung und deren obersten Führer!):

 „Ja, wenn dies das Werk Gottes ist, müsste diese Kirche viel mächtiger sein. Sie müsste von allen anerkannt sein. Wenn der Herr diese Kirche segnen würde, wäre sie viel grösser, aber sie schrumpft an manchen Orten.“

Stimmt! Hier aber knüpft der Stap. zunächst mit einem umformulierten Jesuszitat „Ich bin nicht gekommen, um zu regieren, sondern um zu dienen“ und einer nachfolgenden Analogie zur Kirche an: „Genauso ist es mit der Kirche Christi; sie ist nicht gekommen, um die Welt zu regieren, sondern zu dienen.“  Schön und gut, aber was hat diese Antwort mit der zuvor gestellten Frage nach Anerkennung oder Schrumpfung zu tun? Die Sinn solcher jenseitsvertröstenden und lebensfeindlichen Parolen und Reden und der damit verbundenen Indoktrination ist der gleiche wie zuvor, egal ob Amtsträger oder Mitglied: Hören, Glauben, Mund halten, Nachfolgen und der Kirche die Stange halten, und keinesfalls erwarten, dass irgendeine Belohnung oder Änderung der Verhältnisse erfolgt, denn

Wir wollen dem Herrn keine Lösungen vorschreiben und keine großen Wunder erwarten, wir leben in der Zeit des Glaubens. Wir warten auf das große Wunder: Heute glauben wir, morgen erleben wir es! Wir leben nicht in der Zeit der Belohnung. Wir dienen dem Herrn nicht, um einen Lohn zu empfangen - das ist die Art und Weise des Teufels –„

Den Auftrag und Sinn der NAK formuliert Schneider in altbekannter Weise:

Der Auftrag ist: Das Heil, den Menschen die Gemeinschaft mit Gott zu offerieren, den Zugang zum Heil, zur Gemeinschaft mit Gott zu öffnen. … Der Segen des Herrn, den er seiner Kirche spendet, besteht darin, dass die Kirche einen Dienst ausführen und das Heil - die Gemeinschaft mit Gott - den Menschen zugänglich machen kann.  …

Wenn aber die NAK den Menschen das Heil zugänglich machen soll bedeutet das wiederum, dass es ohne die NAK nicht zu erreichen ist. Die inneren Bezüge der folgenden Aussage machen es deutlich:

„Die Kirche ist die Kirche Christi, das Vollendungswerk Gottes, auch wenn viele unvollkommene Menschen dazu gehören. Der Herr hat sich für uns geheiligt, er offenbart sich inmitten seines Volkes, er bereitet es im Glauben zu.“

Aber zwei Wunder gibt es laut Schneider in der NAK doch noch:

„Es geschehen keine sensationellen Wunder im Werk Gottes, das große Wunder ist die Präsenz und Gegenwart Christi im Wort und im Abendmahl. Das große Wunder ist, dass die Braut vorbereitet wird.“

Ein drittes Wunder gibt es für mich noch, nämlich mal einen Satz, dem auch ich uneingeschränkt zustimmen kann:

Nein, es ist nicht unser Ziel, als Kirche Christi immer grösser und mächtiger zu werden.“

Wunderbar, also Wachstum und Vollendung durch Schrumpfung und kein letztes Schaf mehr um Mitternacht suchen! Allerdings sieht Schneider dafür andere Gründe als ich. Es ist nämlich so, dass Gott zeitweise auch zulässt,

dass sein Werk, seine Kirche, sich manchmal in der Wüste befindet und ein wenig Fastenzeit ist. Dann soll uns immer bewusst sein: In der Zeit, in der wir als Mensch, als Gläubige und als Kirche in der Wüste sind und fasten müssen, genau dann, ist die Zeit der Versuchung. Wenn man sich dessen bewusst ist, beklagt man sich nicht nur über seinen Zustand …“

… sondern klatscht vor Freude in die Hände! Also, liebe NAK-Mitglieder, fastet unermüdlich und unterhaltet euch fein mit dem Teufel, wenn der Krebs im 35. Lebensjahr kommt, wenn du arbeitslos wirst und die Raten des Hauses nicht mehr zahlen kannst, wenn dem kleinen Kind die Mutter bei einem Autounfall stirbt, wenn dein Onkel dich missbraucht, wenn du dir ohne Schuld eine Querschnittslähmung zuziehst usw., aber beklage dich keinesfalls darüber beim sogenannt lieben Gott, der dies schließlich alles zu deiner Prüfung schickt, damit du bei diesem wirklich gaaaanz, gaaanz lieben Gott am Ende sogar die ganze Ewigkeit leben darfst und dann dort nie wieder wegkommst!

Nebenbei bemerkt: Jesus ging vom Geist geführt freiwillig in die Wüste, so wie auch heute Menschen in der Wüste spirituelle Erfahrungen machen möchten und sich geistig entschlacken bzw. selbst finden wollen. Insofern ist die Wüste kein Ort des von Gott verordneten Fastens. Im Bild des von der NAK oft zitierten Sonnenweibes der Offenbarung ist die Wüste sogar ein Ort des Schutzes. Aber eine differenzierte Sicht und Deutung ist Schneider fremd. Wie immer gibt es nur ein ´Entweder-Oder` als Ausdruck des typischen und dysfunktionalen 'Schwarz-Weiß-Denkmusters. Ebenso wird die hinter der Versuchung Jesu stehende Paränese simplifiziert, umgedeutet und zielstrebig als Druckmittel zur Gruppenanbindung missbraucht ...

Zuletzt bedenke noch diesen Schlüsselsatz vom Stap., denn alles andere, also dein Leben, ist gemessen an der (natürlich nicht verifizierbaren) Ewigkeitsvorstellung der NAK wirklich völlig unwichtig:

Wenn wir in der Zeit des Glaubens glauben, dann werden wir am Tag des großen Wunders unsere Auferstehung erleben.“

Oder, auch das ist eine Möglichkeit, liebe NAK-Mitglieder und Amtsträger, ihr verweigert diesem Gehorsam einfordernden und indoktrinierenden, krank machenden und völlig unbiblisch scheinchristlichem Sektengerede faktisch die Nachfolge und lest selber einmal nach, was dieser Jesus so alles erzählt hat und zieht daraus eure eigenen Schlüsse ...

Bonhoeffer hat z.B. im Gefängnis an seine Mitgefangenen folgendes, eindrucksvolles Gedicht geschrieben, in dem von einer tiefen, demütigen und tröstlichen Gottesbeziehung die Rede ist, aber niemals von einer Unterordnung oder gar Unterwerfung unter eine menschlich- institutionelle und willkürliche Ordnung:

Gott, zu Dir rufe ich in der Frühe des Tages.
Hilf mir beten
und meine Gedanken sammeln zu Dir,
ich kann es nicht allein.

In mir ist es finster,
aber bei Dir ist das Licht,
ich bin einsam, aber Du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede.
In mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld.
Ich verstehe Deine Wege nicht, aber-
Du weißt den Weg für mich.

Vor Dir denke ich an all die Meinen.
An die Mitgefangenen und an alle, die
in diesem Hause ihren schweren Dienst tun.
Herr, erbarme Dich!
Schenke mir die Freiheit wieder,
und lass mich derzeit so leben, wie ich es vor Dir und vor den Menschen
verantworten kann.
Herr, was dieser Tag auch bringt-
Dein Name sei gelobt!
Amen.

Dies ist eine vorbildliche Haltung, der nachzudenken sich wirklich lohnt!

Bis soweit also mein Kommentar mit noch kurz folgender Randnotiz und Nachfrage: Ist der folgende Satz aus der Predigt von Schneider eigentlich kompatibel mit der Unterzeichnung der St. Galler Erklärung (siehe weiter unten) ???

„Der Auftrag (der NAK)  ist: Das Heil, den Menschen die Gemeinschaft mit Gott zu offerieren, den Zugang zum Heil, zur Gemeinschaft mit Gott zu öffnen. … Der Segen des Herrn, den er seiner Kirche spendet, besteht darin, dass die Kirche einen Dienst ausführen und das Heil - die Gemeinschaft mit Gott - den Menschen zugänglich machen kann.“ 

Einen Download der Predigt als PDF-Datei finden Sie hier.

Artikel als PDF-Datei

PS: Wie erschreckend konkret in der NAK vom Teufel erzählt wird zeigt dieses kurze Beispiel vom Hirten Bergmann, NAK-Gemeinde Dornhan, am 14.07.2013 in einem Kindergottesdienst.:

Jetzt vereinbaren wir etwas, ab heute passen wir alle besonders darauf auf, ob uns der Teufel begegnet. Und wenn es so ist, dann kämpfen wir gegen ihn an, damit wir Gott, der uns liebt, hilft und so vieles schenkt, immer nahe sein können.

 

Antwort auf meinen  Offenen Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014 (siehe weiter unten) von Susanne Raible (Kirchensprecherin NAK-Süd)

Am 24.10.2013 23:16, schrieb Susanne Raible:


Lieber Detlef Streich,

die Themen "Missbrauch“ / „sexuelle Übergriffe" und damit verbunden
„Achtsamkeit“ und "Prävention" werden auf dem IKT 2014 kompetent von
Fachleuten behandelt und dem Kirchentagspublikum nahegebracht. (Alles
darüber Hinausgehende ist persönlich und individuell – die Kirche rät
Glaubensgeschwistern, die eine entsprechende Grenzverletzung erlebt und
Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, grundsätzlich zur
Kontaktaufnahme mit neutralem, kirchenexternem Fachpersonal, z.B.
entsprechend qualifizierten Psychologen oder Psychotherapeuten.)

Die Verantwortlichen des Vereins LINDD e.V. sind darüber informiert worden.

Zu betonen ist: Dass LINDD e.V. – der ein privater Verein ist – am
Kirchentag nicht beteiligt wird, bedeutet keinesfalls, dass die
Neuapostolische Kirche ihre präventive Arbeit einstellen oder gar
bestehende Missbrauch-Fälle ignorieren und Opfer nicht ernst nehmen
würde. Es gilt: Die Neuapostolische Kirche spricht sich eindeutig und
öffentlich gegen jede Form sexueller Gewalt aus!

Wir haben dies in der Vergangenheit bereits dokumentiert. So gibt es
entsprechende Richtlinien in unserer Seelsorgearbeit – denn der
Prävention bei Übergriffen/Missbrauch/Gewalt kommt überaus hohe
Priorität zu – und in den Gebietskirchen gibt es Prüfgremien für den
Fall sexueller Übergriffe (siehe z.B. – da ich für die Gebietskirche
Süddeutschland spreche, die die Kirchentags-Schirmherrschaft innehat –
Website der NAK Süddeutschland:
www.nak-sued.de/kirche-in-der-gesellschaft/beratungsangebote/gremium-bei-sexuellen-uebergriffen/
).

Damit grüße ich Sie herzlich,

Susanne Raible

*Susanne Raible M.A. *

Neuapostolische Kirche Süddeutschland K.d.ö.R.

Stab Präsident/Bezirksapostel

Kirchensprecherin, Leitung Öffentlichkeitsarbeit

 

Antwort von mir am selben Tag (mit Kopie an den Stammapostel und Bezirksapostel Ehrich):

Sehr geehrte Frau Raible,

vielen Dank für Ihre Antwort zum Thema Missbrauch/ Lindd/ Kirchentag. Leider beziehen Sie sich in Ihrem Schreiben ausschließlich auf sexuellen Missbrauch bzw. sexuelle Übergriffe. Dass dieser Bereich auf dem Kirchentag von kompetente Fachleuten (wer oder was das auch ist oder sein soll) außerhalb des Lindd-Vereines abgedeckt wird, ist sicherlich eine diskutierbare Entscheidung, aber nicht die wesentliche Frage.

LINDD berichtet nämlich, dass zwei von drei Missbrauchsfällen unter den Themenbereich "Geistlicher Missbrauch" zu rechnen sind. Und gerade hier sind oder wären unbedingt Menschen als Ansprechpartner nötig, die sich mit der NAK und diesem speziellen Thema auch sachgerecht auskennen, um solchen Opfern auch entsprechend ausgebildete Therapeuthen empfehlen zu können, die in Deutschland äußerst rar gesät sind.

Mittlerweile ist die Tatsache des Geistlichen Missbrauch auch hinreichend genug untersucht, um handhabbare Kriterien zu haben, den Missbrauch auch zweifelsfrei feststellen zu können. Den sexuellen Missbrauch anerkennt und verurteilt die NAK mittlerweile, der Geistliche Missbrauch wird allerdings immer noch vollständig unter den Teppich gekehrt, bzw. als Konfliktbewältigung bezeichnet, was nicht nur falsch , sondern zudem auch noch irreführend und verschleiernd ist.

Insofern scheint die Ausladung von LINDD also weniger auf der Tatsache zu fußen, dass es sich hier um einen privaten Verein handelt, sondern vielmehr sieht es danach aus, dass der Geistliche Missbrauch bewusst aus der Diskussion herausgehalten werden soll.

Wenn ich Sie falsch verstanden haben sollte, bitte ich um Aufklärung.

Mit freundlichen Grüßen

D. Streich

 

10.10.2013  St. Galler Erklärung von der NAK-Schweiz unterzeichnet

Am 14.09.2013 auf dem Klosterplatz in St. Gallen hat die NAK-CH die St. Galler Erklärung unterzeichnet, in der es u.a. heißt:

2. Wir verpflichten uns:

a) Wir verzichten darauf, über Menschen andern Glaubens Pauschalurteile zu fällen. Sie sollen ihrem Glauben treu sein und sich verändern dürfen. Wir sind offen dafür, dass Religionsgemeinschaften im Gespräch und im Zusammenleben miteinander Wahrheit entdecken, teilen, weitergeben und empfangen.

d) …Wir sind alle Gottes Geschöpfe. Wir fördern darum eine Kultur der Vielfalt. Wir suchen unsere religiöse und kulturelle Identität nicht durch Abschottung oder Ausgrenzung zu wahren, sondern wir wollen sie in ein dialogisches Zusammenleben einbringen.

e) Wir erleben Radikalismus und Fundamentalismus, in welcher Religion sie auch gelebt werden, als intolerante Glaubensformen, … Weil unsere Religionen uns zu Toleranz und Frieden verpflichten, suchen wir beharrlich und geduldig das interreligiöse Gespräch und Zusammenleben.

Bei dieser Veranstaltung hielt der Bezirksälteste Markus Zeller eine kurze Ansprache vor der Unterzeichnung und sagte:

„Nun, wir müssen ehrlich gestehen, dass sich die Neuapostolische Kirche in der Vergangenheit eher etwas abgekapselt hat. Das was unter Punkt 2d in der St. Galler Erklärung steht, wurde nicht gepflegt. Dort heisst es:

„Wir suchen unsere religiöse und kulturelle Identität nicht durch Abschottung oder Ausgrenzung zu wahren.“ Heute sind wir weiter, wir haben uns entwickelt und geöffnet. Ich darf- sogar mit etwas Stolz- sagen: Wir haben sogar einen Katechismus, ein Buch, indem das ganze Glaubensgebäude der Neuapostolischen Kirche beschrieben ist. …“

Zeller zitierte dann aus dem Katechismus, dass die NAK „eine Kirche sein will, in der sich Menschen wohl fühlen und - vom Heiligen Geist und der Liebe zu Gott erfüllt - ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten und sich so auf Sein Wiederkommen und das ewige Leben vorbereiten.“ Was er aber bewusst wegließ, war z.B. der sich direkt anschließende Satz im Katechismus:

Mission der Neuapostolischen Kirche

Zu allen Menschen hingehen, um sie das Evangelium Jesu Christi zu lehren und mit Wasser und Heiligem Geist zu taufen.

Dieses speziell neuapostolische Vorhaben (Versiegelung) steht in direktem Widerspruch zum Punkt 2 a) der unterzeichneten Verpflichtungserklärung: Wir verzichten darauf, über Menschen andern Glaubens Pauschalurteile zu fällen. Sie sollen ihrem Glauben treu sein

Wer den NAK-Katechismus intensiv studiert, wird zum gleichen Schluss kommen, wie Pfarrer Gandow, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen,  es in seinem Artikel vom 25.4.2013„Des Apostels neue Kleider“ schrieb:

„Bei Durchsicht des Katechismus der NAK ist nicht zu erkennen, dass die NAK ihre besonderen, von ihr exklusiv vertretenen und als heilsnotwendig betrachteten Sonderlehren wirklich verändert oder gar aufgegeben hätte. Im Gegenteil: Mit dem Glaubensbekenntnis von 2010 und dem Katechismus von 2012 hat die NAK vermutlich bewusst ökumeneunverträgliche Texte vorgelegt. … Besonders kritisch zu sehen ist auch die unverändert fortgeführte Irrlehre des „Entschlafenendienstes“ in der NAK, nicht einfach ein Gebetsdienst für Verstorbene, sondern auch deren posthume neuapostolische Taufe und Versiegelung sowie die Abendmahlsausgabe an Tote auch aus christlichen Kirchen „Dem liegt die Einsicht zugrunde, dass der Empfang dieser Sakramente heilsnotwendig ist – auch für die Entschlafenen.“

Extrem deutlich äußert sich regelmäßig auch Stap. Schneider in absolut ökumenefeindlicher Sektenmanier wie jüngst am 15.09.2013 in Metz:

 „Gott hat seine Kirche gegründet und Jesus hat uns diese zu unserem Heil gegeben. Er hat die Kirche Christi gegründet, er hat die Grundlagen dazu gelegt und er hat seiner Kirche Apostel gegeben. Man kann nicht das Apostolat, das Apostelamt von der Kirche Christi trennen. Sie sind auf das engste miteinander verbunden. … Die Kirche Christus ist apostolisch und die Kirche braucht die Apostel. Jesus hat ihr die Apostel gegeben zum Segen und zu ihrer Vollkommenheit.

…Die Apostel Jesu sind da um die Wiedergeburt aus Wasser und Geist zu geben, um uns den Zugang zum ewigen Leben zu geben. Durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist haben wir das Pfand zum ewigen Leben erhalten …“

Weder von einer Entwicklung noch Öffnung der NAK kann also die Rede sein, dennoch wurde sie in der Ansprache vom Bezirksvorsteher Markus Zeller konkret so behauptet. Und wieder wird durch Weglassung bestehender Dogmen ein Bild der NAK gezeichnet, dass mit der Realität ihrer exklusivistischen Lehren und psychomanipulierenden Predigtpraxis nichts zu tun hat. Bestenfalls ist es eine von Zeller gewünschte rosarote Brille, durch die er unbedingt sehen möchte, schlimmstenfalls sind es bewusste Lügen, um wieder mal das Öffentlichkeitsimage der NAK aufzupolieren …

Ps vom 11.10.:

Oder gibt es noch ganz andere Beweggründe? Bei canities gibt es einen trefflichen Kommentar zur Unterzeichnung:

  • Heinz-Peter Tjaden (Freitag, 11. Oktober 2013 10:45)

    sankt gallen dürfte doch nicht zufällig gewählt worden sein. in den kantonen der schweiz hätte die nak gern körperschaftsrechte. nach meinem kenntnisstand ist das noch nicht überall geglückt. es handelt sich bei der erklärung lediglich um ein politisches manöver. mehr ist das nicht.

Dem wäre noch hinzuzufügen, dass  BÄ Zeller keinesfalls aus eigenem Antrieb handelte, sondern als verlängerter Arm des Bezirksapostel tätig wurde. Im offiziellem Schreiben der NAK-St. Gallen heißt es:

"Im Auftrag unseres Bezirksapostels durfte diese Erklärung nun auch für die Neuapostolische Kirche Schweiz unterzeichnet werden."

Na klar, aus eigenem Bestreben ist das in der NAK natürlich ohnehin völlig undenkbar, oder?

Aber eine kurze Nachfrage: Kann man überhaupt im Auftrag dürfen ..?????

Oder muss man da nicht im Auftrag wollen ...?

Bis soweit also, liebe Leser und Selbstdenker, meine Anmerkungen und eine dritte Erklärungsmöglichkeit! Mache sich jeder nun seine eigenen Gedanken zu diesem Geschehen ...


 

30.9. Im ORF gibt es einen Beitrag zur NAK, der nicht unwidersprochen bleiben darf!

Vorbild Urchristen? 150 Jahre Neuapostolische Kirche (08:06)

Dazu ein Leserbrief von mir an die Redaktion (kundendienst@orf.at):

30.9.2013

Sehr geehrte Redaktion von ORF TVThek,

zu Ihrem Beitrag Vorbild Urchristen? 150 Jahre Neuapostolische Kirche (08:06)  möchte ich Ihnen als ehemaliger, hineingeborener Insider und nun seit über 10 Jahren sachlicher Kritiker einige kurze Anmerkungen zu bedenken geben, da das Bild, was Sie von der NAK zeichnen, so insgesamt fachlich nicht zutreffend ist. Zwar ist der Leiter der NAK in Österreich, Apostel Kainz, ein sehr aufgeschlossener Mann (ich kenne ihn persönlich recht gut), nur darf seine eigene Haltung nicht ohne weiteres mit der Gesamtkirche und ihrer Führung durch den Stammapostel verglichen werden. Ebenso werden Sie bei Ihren Recherchen in der Gemeinde bestimmt aufrichtig überzeugte Amtsträger und Gemeindemitglieder getroffen haben, die Ihnen in aller Freundlichkeit und Offenheit begegnet sind. Dem will ich weder widersprechen noch das Bild relativieren. Dennoch findet man bei genauer Betrachtung und Analyse der Gesamtsituation der NAK ein anderes System, dass sich hinter dem schönen Schein verbirgt. Die Predigten der allesamt Laienprediger haben im Gegensatz zum erhobenen Anspruch, geistgewirkt zu sein, keinerlei lebenstaugliche, exegetische Ausrichtung. Sie sind orientiert an vier Kernfeldern: Dabei bleiben, nachfolgen, opfern und bis hin zur Lebensfeindlichkeit jenseitsorientiert. Kirchenspezifische Vorgaben sind persönlichen Interessen vorgeschaltet. Dadurch gibt es eine absolut klare Unterscheidung zwischen drinnen und draußen, zwischen Welt und Kirche, zwischen Weltmenschen und Gotteskindern, die nach dem kircheneigenen Verständnis im Prinzip nur in der NAK, dem Erlösungswerk Gottes, zu finden sind. Denn nur durch die in der NAK durch Apostel vollzogene Versiegelung, bei der mittels  Handauflegung direkt und konkret der Heilige Geist gespendet wird, wird das Menschenkind zum Gotteskind. Alle anderen Kirchen sind demzufolge unvollkommen.

Besonders problematisch sind die Predigten der Kirchenführer, in denen nachweislich psychomanipulative Einwirkungen auf den ganzen Menschen vorgenommen werden. In sehr vielen Ausarbeitungen habe ich dieses Thema eingehend untersucht. Diese Prinzipien der sprachlichen „Zwangsüberzeugung“ habe ich bereits schon einmal in der Ausarbeitung „Sprachliche Mittel zur mentalen Zwangsüberzeugung in der Neuapostolischen Kirche – Eine rhetorische Stilmittelanalyse (2008)“ an einem Predigtbeispiel vom damaligen Amtsinhaber Leber ausführlich dargestellt und dort die wesentlichen Redemerkmale so zusammengefasst (a.a.O. S.8):

  • Durch Anknüpfung an allgemeine Erfahrungen entsteht ein Gefühl der Zusammenhörigkeit.
  • Die Sprache wird verlangsamt, das Bewusstsein ermüdet.
  • Geschichten, Parabeln und bestimmte Worte werden so verwendet, das stimmungsvolle „innere Bilder“ hervorgerufen werden
  • Paradoxa, also nicht logische Bestandteile der Rede, werden als scheinlogisch dargestellt. Im Bemühen, den Ausführungen zu folgen, koppelt sich das Bewusstsein von der Realität ab
  • Es werden sich wiederholende, rhythmische Elemente eingebaut, die einem das Folgen erschweren, der Sinn geht verloren.
  • Der Zuhörer wird aufgefordert, das Gehörte nicht zu überdenken, sondern einfach auf sich wirken zu lassen.
  • Geschichten werden so genau geschildert, dass sie die Aufmerksamkeit der Zuhörer ganz in den Bann ziehen. Sie tauchen ganz ein und werden still.
  • Starke Gefühlsreaktionen werden planvoll hervorgerufen. Im Gruppenprozess wirkt zudem das Weinen oder Schluchzen der anderen Mitglieder ansteckend.
  • Rationales und Irrationales wird so vermengt, als stünde es gleichwertig nebeneinander.
  • Indirekt und versteckt formulierte Anweisungen verändern das Verhalten, ohne das „Befehle“ erteilt werden. Man handelt aus „eigenem Willen“ nach den gehörten Worten.

Bei Interesse können Sie die konkreten Arbeiten bis hin zu jüngsten Äußerungen des neuen Stammapostels Schneider gerne auf meiner Homepage nachlesen und auf Richtigkeit prüfen. Hier nur einige kurze Predigtbeispiele von Schneider:

StapH Schneider am 23.9.2012 in Berlin-Eberswalde:

"Und weil wir ihm immer näher kommen wollen, geben wir auch unsere Gedanken, unseren eigenen Willen, unsere Person - wenn man so sagen kann – auf. Das ist schmerzhaft, aber im Drang zum Dreieinigen Gott finden wir diese Kraft. …

Man lebt heute so in der Vorstellung: Ach, ja, alle guten Menschen haben Zugang zu Gott, warum nicht? Aber in die Gemeinschaft mit Gott, in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu gelangen, da gehört nicht nur ein schönes Leben, ein guter Mensch. Das geht nur über den Weg, den Gott gelegt hat, Jesus Christus."

Monatsrundschreiben des BezAp an die AT des Bezirks NRW/Deutschland für Oktober 2013:

"Innerhalb der Kirche Christi gibt es das Erlösungswerk Gottes, das von Aposteln geleitet wird. Die Seelen werden vorbereitet auf den Tag des Herrn. Um zum Erlösungswerk Gottes zu gehören, muss man nicht nur getauft, sondern auch versiegelt sein, und man muss nicht nur ein guter Christ sein, also nach dem Evangelium leben, Jesus Christus bekennen, sondern auch eine neue Kreatur in Christus werden und sich auf den Tag des Herrn vorbereiten lassen."

Auch nach dem Tod wird weiter missioniert, selbst an den eigenen Mitgliedern (17.03.2013 in Dresden):

„Wir haben manchmal so die naive Vorstellung, wenn sie rüberkommen, dann ist alles klar. Das ist nicht so! Woher bekommen sie Trost, woher bekommen sie die Antwort? Im Gottesdienst. Sie kommen unter das Wort Gottes, hören genau das gleiche Wort, das wir hören. …Da gibt es keinen Unterschied. … Was im Diesseits wahr ist, ist auch im Jenseits wahr. Unsere Geschwister werden ja nicht heiliggesprochen, wenn sie ins Jenseits kommen. Sie sind, wie sie waren. Keiner von denen ist heilig. … Die haben nicht alle geliebt. Die waren nicht mit allen einig. Die waren nicht bereit, zu jedem hinzugehen und zu lieben. Das müssen sie lernen im Jenseits wie wir im Diesseits. Der Vollendungsprozess läuft genau parallel.“

17. August 2013 Cahul, Moldawien Lied 221: „Ich bete an die Macht der Liebe“

"Ein Gotteskind muss nicht  lügen, nicht stehlen, um das zu bekommen was es benötigt. Das gehört auch zu diesem Wort „Fürchte dich nicht“; trachte zuerst nach dem Reich Gottes; bleibe gehorsam dem Gesetz Gottes. Diesen Gehorsam wird dir Gott belohnen und zukommen lassen was du brauchst. Wir gehen nicht zum Teufel um ihn zu bitten, gib mir was ich nötig habe. Wir gehen zum lieben Gott. Die Menschen meinen immer, wenn ich jetzt die Wahrheit  sage,  geht alles schief und um etwas zu bekommen, erfinden sie eine Lüge. Also gehen sie zum Teufel. Wir aber bleiben bei der Wahrheit..."

Ich empfand es als Pflicht, Sie auf diese Dinge aufmerksam zu machen, damit Sie nicht nochmals ein falsches Bild dieser sektiererischen Gruppierung in Ihren Veröffentlichungen zeichnen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Detlef Streich

 

Ein spezielles, neuapostolisches Gen (11.9.2013)


… ich  habe ein ganz besonderes Gen. Ich habe das Sonntags-in-die-Kirche-Gen. Und für mich ist das etwas, was mir sehr hilft, meinen Job und Alltag zu meistern.“

Nein, dieser Satz ist keine Satire, sondern er stammt von dem Diplompsychologen und NAK-Priester Rolf Schmiel, der am Kirchentag NAK-NRW 2013 einen Vortrag zum Thema „Glück“ halten durfte und nach eigenen Worten die Quadratur des Kreises schafft:

„In meinen Glücksseminaren schlage ich die Brücke zwischen wissenschaftlicher Psychologie und der Glaubenslehre der neuapostolischen Kirche.“

Unter anderem beschert den nachfolgenden Zuhörer Schmiel in seinem Vortrag auf Seite 14 mit folgender, schöner Erkenntnis:

"Kinder, die viel Liebe erfahren, werden zu Erwachsenen, die selber später lieben können.
Wo das fehlt, wird es schwer. Aber diese emotionale Komponente wird häufig mit Füßen
getreten. In unserer Kirche hingegen wird in diesem Bereich vorbildlich gehandelt."

Dazu lese man auf meiner Unterseite Kinder oder in der Arbeit von Ulrike Bär-Streich "Risiken für die Selbstbildung durch Erziehung und Sozialisation in fundamentalistisch religiösen Gemeinschaften  gerne informativ weiter. Aber wer das nun trotzdem glaubt, wird hier wie dort, also in Kirche und Vortrag,auf wunderbare Weise natürlich definitiv selig, bzw. glücklich.

Im Vortrag erläuterte Schmiel sein NAK-Kirch-geh-Gen dann wie folgt weiter:


In unseren Gottesdiensten genieße ich die Bodenständigkeit und freue ich über die Herzlichkeit der Geschwister. Sind die Predigten immer spektakulär? Nein, aber das Ritual, das gemeinsame Erleben, die Sündenvergebung, daraus kann ich für mich viel Kraft ziehen. Für mich ist das eine echte Kraft- und Glücksquelle und ich singe wirklich mit voller Überzeugung und auch recht laut das Lied „Welch Glück ist’s, erlöst zu sein!“ – leider aber auch so schräg, dass mein Banknachbar sich dann immer einen Meter wegsetzt, aber ich empfinde das wirklich.“

Den Glücksvortrag gab es anschließend für alle Hörer auch schriftlich. Ebenso kann man ihn als Hördatei persönlich nacherleben, besonders interessant sind hier die ersten Minuten und die Ausführungen kurz vor 1.04h. Wer passend zum Thema tatsächlich Glück hatte und am 1. September 2013 um 11.15 Uhr in der Gemeinde Bottrop-Mitte war, konnte diesen Vortrag auch dort völlig umsonst anhören. Zum Vortrag selbst sagt Schmiel auf seiner HP:

„Mit meinem Vortrag zur “Psychologie des Glücks” habe ich einen kleinen Einblick in die faszinierenden Parallelen unseres Glaubens und der Glücksforschung gegeben. Dabei zeigte ich aber auch auf, in welchen Bereichen der neuapostolische Glaube bestimmte Glückspotentiale ignoriert und nicht bewusst nutzt. Tiefergehende und ausführlichere Impulse dazu präsentiere ich in meinen 1-Tages-Seminaren.

Wer nun also bedauert, diese Liveerlebnisse versäumt zu haben, darf sich dennoch freuen auf einen dieser ganz eigenen Glücksseminarsamstage für gläubige Christen mit Rolf zum gleichen Thema. Diese Vorträge sind allerdings nicht umsonst, sondern für schlappe 98 Euro, Kaffee, Apfelschorle und Wasser inbegriffen, zu buchen. Die Zielgruppe:

„Dieses Seminar ist für jede Altersklasse geeignet und richtet sich an alle, die sich für die Themen Psychologie und Glauben interessieren. Besonders Amtsbrüder werden von diesem Workshop profitieren, da sie wertvolle Impulse für sich selbst und für ihre seelsorgerische Tätigkeit mitnehmen können.“

Die Kosten von 98 Euro sind übrigens fast geschenkt (betont Schmiel auch weiter unten noch!), wenn man weiß, dass ein normaler Psychosamstag z.B. als Motivationsseminar für Führungskräfte stolze 498 Euro kostet.  Da allerdings hat man die GELD-ZURÜCK-GARANTIE:

„Sollten Sie von den Inhalten und Stil des Seminars nicht absolut überzeugt sein, erhalten Sie Ihre komplette Seminar-Gebühr erstattet! Sie geben einfach Rolf Schmiel in der ersten Kaffeepause einen Hinweis und beenden die Teilnahme am Training. Ihr Geld erhalten Sie umgehend zurück überwiesen. Ohne Wenn und Aber! Ihre Zufriedenheit ist garantiert!“

Diese Zufriedenheitsgarantie ist bei den 100Euronakglücksseminaren allerdings nicht expressis verbis erwähnt, was bedauerlich ist.  Da diese Samstage nun nicht umsonst und erst recht auch nicht vergeblich sein sollen, nennt Schmiel auch ein gegenüber seiner Mutter erklärtes Ziel der Veranstaltung:

„Mehr Gäste: Sich zu seinem Glauben zu bekennen und Gäste in den Gottesdienste einzuladen, das ist für viele Geschwister nicht leicht, doch über die Themen Glück und Psychologie ins Gespräch zu kommen, das ist einfach. Wenn dann jemand wissen will, woher man so viel über das Glücklich-Werden weiß, kann man entspannt antworten: “Durch meinen Glauben und die Gottesdiensten. Wenn es Dich interessiert, dann komm doch mal mit!”

Noch ein letzter, wichtiger Hinweis: Dieses Projekt ist für mich eine echte Herzensangelegenheit, deshalb verzichte ich bei meinen Vorträgen auf Bezirks-, Jugend- oder Kirchentagen der NAK auf jegliches Honorar.  Bei meinen Glücksseminaren für gläubige Christen ist die Teilnahmegebühr um 70% geringer als bei meinen Manager-Trainings in der Wirtschaft. Ich will mich weder an meinen Geschwistern, noch an meiner Kirche bereichern. Ich möchte nur meinen Beitrag für ein bisschen mehr Glück in unseren Gemeinden leisten.

Ich bin ganz gerührt vor so viel Menschenliebe und selbstaufopfernder Hingabe des Priesters Schmiel. Mögen deshalb auch viele NAK-NRW-Wirtschaftsunternehmer seinen Seminaraufrufen folgen …

In diesem Zusammenhang muss man allerdings feststellen, dass der neutrale Besucher der Schmiel´schen Homepage leider nichts von seinen speziellen Nak-Angeboten lesen kann - dort stehen nur die rein weltlichen Angebote unter der Seminarrubrik. Das aber ist durchaus bedauerlich und schwer verständlich, hätte er doch auch dort gleich Gäste ins Haus des Herren einladen und sie so zur wahren Quelle des Glücks und Lebens (sogar ewig!) führen können ...

Aber was solls, wenn man für den kleinen Hunderter (Zitat) "entdeckt, dass die wissenschaftliche Forschung viele der Lehraussagen unserer Kirche als sinnvoll und glücklich machend einstuft, dann kann dies einem zusätzliche Glaubenssouveränität schenken", und das ist doch auch schon was, oder?

Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der Veranstaltungsort mit dem schönen Namen  “Jahreszeiten” – Veranstaltungszentrum der “Guten Hoffnung” natürlich der NAK-NRW gehört!

Bis soweit ... Wer mehr zum Thema in einer ausführlichen Analyse des Vortrages von Schmiel lesen möchte, wird im canities - newsblog vom 13.9. fündig: Stellt euch vor, ihr hättet für einen Gottesdienst 490 € bezahlt!
 

 

Auf den geistlichen Missbrauch  geht keiner ein

Artikel von Steffen Liebendörfer am 28. August 2013

Auszüge aus dem bei LINDD unter Presse eingestellten Artikel:

Dass es Formen des Missbrauchs auch in der NAK gibt, ist traurige Realität und wird von der Kirchenleitung nicht bestritten. Das gilt für sexuellen Missbrauch, wie auch für den geistlichen Missbrauch. Sollten Kirchenmitglieder Opfer sexueller Gewalt werden, empfiehlt die Kirche nach Auskunft von Kirchensprecher Bischof Peter Johanning, sich an neutrale Organisationen außerhalb der Kirche zu wenden. Hier gebe es in Deutschland ein gutes Angebot. Beim geistlichen Missbrauch, der in offizieller Kirchenterminologie als „Konfliktbewältigung“ bezeichnet wird, rät man zur Kontaktaufnahme mit qualifizierten Psychologen und Psychotherapeuten.

Wo die Hilfe von LINDD in Anspruch genommen werde, sei in zwei von drei Fällen geistlicher Missbrauch als Hintergrund gegeben. … Die Mitarbeiter des Vereins würden von Kirchenmitgliedern aller Altersstufen um Hilfe gebeten, die durch die religiöse Erziehung im Elternhaus und in der Kirche seelisch erkrankt seien. …

Gegenüber religionsreport.de erklärt Vereinschef Ballnus, dass er mit einer sachlich begründeten Ablehnung durchaus leben könne. „Die Antworten waren immer auf den Bereich der sexuellen Gewalt zugeschnitten. Auf den geistlichen Missbrauch geht keiner ein.“

Seine Auf dem Kirchentag wird das Thema Missbrauch präsent sein – mit oder ohne LINDD. Auf eine entsprechende Anfrage erläutert der Sprecher der internationalen Kirchenleitung: „Wir werden das Thema sexuelle Gewalt selbst kompetent mit Fachleuten besetzen und dem Kirchentagspublikum nahebringen. Der Verein LINDD e.V. ist keine Interessenvertretung der Kirchenleitung, sondern ein privater Verein, wie es viele solche gibt.  …

Dass LINDD also keine Interessenvertretung der NAK ist, sondern nur ein privater Verein, ist schon durch die Formulierung bezeichnend. Und: Gerade und NUR Lindd könnte im Fall des geistlichen MIssbrauchs an  Therapeuthen weiter vermitteln, die Kenntnis des speziellen NAK-Hintergrundes haben.

 

 

Richtlinien für Amtsträger ( NRW  September 2013) Zitat BezAp. Brinkmann:

„Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus.“ (vgl. Matthäus 10,8)

Zu diesem Bibelzitat macht Brinkmann folgende dazu im Widerspruch stehenden und die „bösen Geister“ systemdienlich umdeutenden Aussagen:

Uns ist nicht die Macht gegeben, Krankenheilungen oder Totenerweckungen wie zur Zeit Jesu Christi durchzuführen. Schauen wir heute in den Kreis der Anvertrauten, stellen wir manche geistlichen Krankheiten, wie Oberflächlichkeit, Gleichgültigkeit und Lustlosigkeit, fest. Wir erkennen, dass Glaube, Liebe und Hoffnung manches Mal absterben und neu belebt werden wollen.

Gerade der Hinweis der Austreibung böser Geister lässt uns erkennen, dass wir Acht darauf haben sollen, dass kein fremder Geist in die Gemeinde oder den Brüderkreis einzieht. Solche fremden Geister können die Überbetonung des eigenen Ichs, die Vermischung des Evangeliums mit fremden Lehren oder eigene theologische Ansichten oder Deutungen sein.“

Zum Schluss stellt er als anmaßenden Höhepunkt seine Ausführungen als konkret von Jesus gegeben hin:

„Das, ihr lieben Brüder, sind ein paar Gedanken, die mich zu den Richtlinien für Amtsträger, die von Jesus Christus selbst gegeben wurden, beschäftigen.“

Bis soweit, kann man da nur sagen, geht die NAK!

Quelle canities-news

 

 

Offener Brief vom 20.8.2013 zum Thema: Präsenz des Vereins LINDD auf dem NAK-Kirchentag 2014

Sehr geehrter Stammapostel Schneider, sehr geehrter Bezirksapostel Ehrich,

ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass ich auf meiner Homepage unter der Überschrift "20.8.2013 Missbrauchsopfer sind der NAK-Kirchenführung gleichgültig! Stammapostel Schneider und Bezirksapostel Ehrich verbieten die Präsenz vom Verein LINDD auf dem NAK-Kirchentag!" eine Zusammenfassung des LINDD-Schreibens eingestellt und einen Querverweis zur Unterseite "Geistlicher Missbrauch"gezogen habe. Es ist einerseits schlicht unfassbar, dass die ehrenamtlich zum Wohl von Missbrauchsopfern arbeitenden Mitglieder von Lindd mehrfach freundlichst bei Ihnen um Unterstützung bitten und Sie dem Ansinnen des Vereins keinen Raum geben wollen, andererseits ist es zugleich symptomatisch, dass offensichtlich geschädigte Opfer innerhalb der NAK und durch deren Mitglieder und Amtsträger von Ihnen deswegen ignoriert werden, weil vermutlich nicht sein kann, was nicht sein darf und dies schon gar nicht in einer Präsenz auf dem geplanten Kirchentag. Von einer Kirche, die sich groß das Wort Seelsorge auf die Fahne geschrieben hat, ist anderes zu erwarten. Bezeichnend bleibt aber Ihre bisher ablehnende Haltung. Täterschutz scheint wegen der Außenwirkung offensichtlich wichtiger als die Not der Geschädigten. Dies deutete sich schon an im Fall des Notfallzettels von Ostermundigen und der dort von Ihnen, Stammapostel Schneider, gehaltenen Predigt. Ausführliches dazu finden Sie auf meiner Homepage unter der Rubrik "Geistlicher Missbrauch".

Link zum Offenen Brief: http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/aktuelles1.htm

Link zum Geistlichen Missbrauch:
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/geistlicher-missbrauch.htm

In der Erwartung einer Antwort

mit freundlichen Grüßen

Detlef Streich
 

Anmerkung: Wer diese Ungeheuerlichkeit kommentieren möchte, kann mir gerne eine Stellungnahme mit Namen schicken, die ich dann an dieser Stelle als Leserbrief einstellen werde! Ich selber habe einen Liedkommentar verfasst, nachzulesen auf der Satireseite:

Ein neues, wieder mal ungereimtes NAK-Kirchentagslied von Detlef Streich (22.8.2013)  

mit den schönsten werbelyrischen Zitaten aus der offiziellen NAK-HP http://www.ikt2014.org/index.php?id=143  für einen Vorsänger (Rap) und möglichst viele choristische Statisten (der Refrain ist um der leichten Fasslichkeit willen sehr einfach gehalten) ...

 

Zitat zum Thema "Missbrauchsopfer" aus der Predigt von StapH. Schneider am 13. Januar 2013 in Ostermundigen:

“Es gibt manchmal Konflikte in den Gemeinden, da kann man nicht sechs Monate warten, um sie zu lösen, man muss sie sofort lösen und dann bemüht man sich, man bringt Opfer. Das Wichtigste ist doch, dass der Konflikt bald gelöst ist, denn der Herr kommt bald!”

Leserbriefe:

jetzt sieht man eben leider, was dabei herauskommt, wenn man sich vom wohlwollen der kirchenleitung abhängig macht und sich ihrem urteil unterwirft! bitten,betteln und scheitern!

wenn es dazu kommen sollte, dass die kl noch ihre meinung ändert. dann sicher nicht, weil LINDD noch freundlicher bittet, sondern weil kritiker soviel unfreundlichen druck machen
was dabei vor allen dingen endlich mal im richtigen licht gesehen werden muss, ist das größte hindernis bei der arbeit mit missbrauchsopfern, sei es sexueller oder geistlicher missbrauch - und dieses größte hindernis liegt im festhalten an der lehre nak = gottes werk und nak-amtsträger = boten gottes, von gott erwählt und an ihren platz gestellt!!!
wenn apostel und co gotterwählte boten sind, von gott persönlich an ihren platz in den gemeinden und bezirken berufen, dann sind auch die TÄTER unter ihnen vom allwissenden gott an ihren platz gestellt und wenn er sie dort belässt und ihrem tun nicht einhalt gebietet, DANN LÄSST ER DEN MISSBRAUCH ZU - als prüfung, "als kreuz", als shice-diamantenschleiferei ??? und ich meine bewusst auch den geistlichen missbrauch!
und hier setzen dann all die frommen 1000fach gehörten sprüche ein: wir laufen dem lieben gott nicht aus der schule, wir werfen unser kreuz nicht weg ... wir legen alles ins gebet und warten geduldig darauf, dass gott die verhältnisse ändert, gott lässt sinken, doch nicht ertrinken, hilft er nicht zu jeder frist, hilft er doch, wenn's nötig ist usw

solche sprüche bedeuten, wenn man sie konsequent ernst nimmt, dass man auch missbrauch in der nak erdulden muss!
nach reiner lehre käme immer und überall jean-luc schneiders aufforderung zum tragen, der in einem gd äußerte: gott könne noch viel mehr von uns verlangen und wir sollten zu all dem auch weiter unser JA sagen!

... schließlich wird immer noch abraham und seine bereitschaft, seinen eigenen sohn zu opfern, als vorbildlich gelehrt!!!
mütter und väter sollten endlich aufhören, das zu glauben und lieber wie löwen für die körperliche und seelische unversehrtheit ihrer kinder kämpfen!!! "

21.08.2013 Beatrix Tamm-Fietz, Canities

Anmerkung DS: Der von Bea angesprochene Appell von Schneider wurde auch in Ostermundigen gepredigt und bezeugt ein absolut dysfunktionales, krankes und krank machendes Gottesbild. Er lautet im Wortlaut, Zitat Schneider:

“Ich denke an Abraham. Er hat von Gott einen Befehl erhalten und er hat „Ja“ gesagt. Er hat sein Land verlassen, er hat Gott gehorcht, ein Beispiel des Gehorsams dem Herrn „Ja“ zu sagen und viel, viel später hat er den versprochenen Segen erhalten und er hat den Sohn bekommen, den Gott ihm verheißen hatte. Ist die Geschichte jetzt zu Ende? Aber die Geschichte geht noch weiter. Gott ist wieder zu ihm gekommen und hat gesagt: „Opfere mir diesen Sohn der Verheißung.“ Er hat ihm nicht noch einmal eine weitere Verheißung gegeben: Ich werde dich noch mehr segnen…, nur diesen Befehl: „Opfere mir deinen Sohn.“ Er musste Gott diesen verheißenen Segen zurückgeben! Und weil Abraham Vertrauen hatte zu Gott, hat er ein zweites Mal „Ja“ gesagt. Und das hat ihm noch einen größeren Segen Gottes eingebracht.

Ich kenne auch viele Geschwister, die jahrelang treu geblieben sind, die „Ja“ gesagt haben und die diesem „Ja“ treu geblieben sind und im Lauf der Jahre wurden sie reich gesegnet. Und nun kommt Gott wieder und will ihnen scheinbar einen Teil dieses Segens wegnehmen und er versetzt sie in Prüfungen, in Krankheiten, in Schwierigkeiten und dann versteht man nichts mehr und sagt: Warum, Herr, warum denn das für mich, warum muss ich das erleben? Der Herr verlangt von dir jetzt das zweite „Ja“, das „Ja“ der Beharrlichkeit!"

 

Liebe Leser,
sehr geehrter Herr Streich,

das Verhalten der NAK-KL verwundert mich nicht. In den letzten Jahren haben wir, aber auch die NAK-KL, deutlich gesehen was passiert, wenn Missbrauch in christlichen Gemeinschaften öffentlich wird. Bisher betraf das meist die beiden Großkirchen und Entschädigungszahlungen, Austritte und ein negatives Meinungsbild in der Öffentlichkeit waren nur einige der Folgen. Nun sind diese beiden Gemeinschaften richtige Schwergewichte und die NAK eher eine kleine und unbedeutende Sondergemeinschaft, bei der die Auswirkungen ungleich verheerender wären. Nachdem sich die NAK seit Jahren bereits im Selbstauflösungsprozess befindet, würde dieser sich nur noch beschleunigen, wenn solche Dinge auch bei der NAK ans Tageslicht kämen. Deshalb wird krampfhaft alles versucht um hier keine Öffentlichkeit aufkommen zu lassen.

Ich hatte selbst in den Jahren 2007 und 2008 mehrmals Kontakt mit dem Verein LINDD e.V. und den beiden Vorstandsmitgliedern Irene Döring und Rainer Ballnus. Beides sind absolut vertrauenswürdige und zuverlässige Menschen mit hohen Idealen. Ihr Ansinnen als NAK-Mitglieder ist ehrenwert und von hohem Idealismus geprägt. LINDD und sein Vorstand könnten einiges bewegen, aber so lange man sich selbst noch in der NAK befindet und sich quasi dem Diktat der KL unterstellt, so lange wird man in seinem Handeln niemals frei sein und nicht so agieren können, wie es in solchen Situationen geboten wäre. Ein Gespräch auf Augenhöhe ist mit dieser vor Arroganz nur so triefenden KL schlicht nicht möglich. Ich habe es dem Vorstand schon damals nahe gelegt, aus der NAK auszutreten oder zumindest einen kompromisslosen Kurs gegenüber der KL zu fahren und (außer den Opferdaten) alles öffentlich zu machen. Ich habe Kenntnis von doch einigen Gesprächen die mit der KL regional aber auch überregional geführt wurden. Klar hat die KL Angst und versucht den Verein LINDD e.V. zu behindern und einzuschränken wo es nur geht. Aus Sicht der NAK-KL sogar verständlich.

Auf der anderen Seite kenne ich durch meine therapeutische Tätigkeit zahlreiche Opfer physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die nach eigenen Angaben durch die NAK bzw. ihre AT unsagbares Leid erfahren haben. Diese Opfer sind nicht nur ältere Menschen, die dieses Leid vor vielen Jahren erfahren haben, sondern teilweise erst um die 20 Jahre alt und damit noch jugendlich. Wenn ich dann vergleiche wie viele Menschen aus den Großkirchen bei mir und meinen Kolleginnen und Kollegen bundesweit zur Therapie kommen und wieviele Mitglieder diese Kirchen haben, dann ist die Opferzahl in den Großkirchen im Vergleich sogar gering bzw. die Opferzahl in der NAK schon deutlich höher. Sie Herr Streich haben durch Ihre Arbeit desöfteren aufgezeigt, warum das in Psychosekten, zu denen ich die NAK schon immer zähle, so ist. Eine geschlossene Gemeinschaft, die sich gegenüber den "Weltmenschen" abschottet und sich doch extern gerne "weichgespült" und "modern" gibt. Selbstverständlich wissen wir alle warum, nur die Mitglieder des ACK haben es noch immer nicht kapiert. Immer wieder entlarvt sich die NAK selbst und die Vorgänge in Ostermundigen waren ein Paradebeispiel wie die NAK mit Problemen, Sorgen und Übergriffen umzugehen pflegt. Niemand aus den Reihen der immer wieder auftauchenden "NAK-Linientreuen" kann hier behaupten das sei nur früher so gewesen, das ist aktuell, aktueller als es der NAK lieb sein kann.

Auch ich erfahre in Gesprächen mit den Menschen, die bei mir Rat und Hilfe suchen, dass sich da gar nichts geändert hat, ganz im Gegenteil. Die NAK spürt den Gegenwind und geht inzwischen nur geschickter vor. Geändert hat sich da gar nichts. Intern wird versucht jede Kritik im Keim zu ersticken. Die Methoden sind heute nur perfider und raffinierter geworden, man weiß, dass man im Fokus steht. Der ehemalige STAP Fehr wusste genau, warum ihm das Internet und das Wort Kritik ein Dorn im Auge waren, denn dort konnten sich Informationen und kritische Anmerkungen schnell verbreiten und so begann damals auch eine Entwicklung, die zum schleichenden Ende der NAK führen wird.

Das sind Dinge welche die "Macher" von LINDD leider bisher nicht verstanden haben. Man hat dort immer wieder das Gespräch mit der KL bzw. den Verantwortlichen gesucht, man wurde eingeladen usw., aber wirklich Zählbares ist doch nie herausgekommen. Ich möchte diesen ehrenwerten Menschen zurufen "wacht auf" und macht Euer Ding von außerhalb, stellt die Täter an den Pranger und verhindert den Täterschutz durch die NAK-Oberen. Niemand will bestreiten, dass der Verein LINDD e.V. für die Opfer nicht schon viel geleistet hat, aber in anbetracht der Opferzahlen wie ich sie wahrnehme, ist das einfach zu wenig, so lange eine KL dies nicht unterstützt und sogar verhindert, dass weiter Aufklärungsarbeit geleistet werden kann. Das Beispiel Ostermundigen hat doch ganz deutlich gezeigt, dass der NAK stets daran gelegen ist die Sache intern zu klären und primär im Vordergrund steht dem Täter zu verzeihen, Täterschutz also.

Zur Erinnerung hier nochmals die Auszüge aus dem "Notfallzettel für seelische Verletzungen" der Gemeinde Ostermundigen/Schweiz:
 

NOTFALLZETTEL

Neuapostolische Kirche Ostermundigen „ERSTE HILFE“ bei seelischen Notfällen

Wenn du von einem anderen verletzt wurdest, dann beachte:

  1. Ruhe bewahren! Jede Hektik verschlimmert die Situation.
  2. Überlege: Wie kann es zu dem Unfall? Hätte ich ihn vermeiden können? Wie fühlt sich der andere?
  3. Wie Wunde gründlich auswaschen. Dabei darauf achten, dass aller Ärger und alle Unversöhnlichkeit entfernt werden.
  4. Anschließend reichlich Nächstenliebe-Salbe auftragen. So schützt du dich vor Groll- und Bitterkeitsinfektion.
  5. Nun die Wunde mit einem Verband der Vergebung umwickeln. Dadurch kann die Wunde heilen, ohne dass du sie jeden Tag sehen musst.
  6. Später nicht am Wundschorf kratzen! Den Vorfall nicht zur Sprache bringen, da sonst die Wunde wieder aufbricht und es zu Infektionen kommen kann, die sich ausbreiten und geistlich tödlich enden können.
  7. Selbstmitleid vermeiden! Das beste Gegenmittel: Entschuldigung annehmen.
  8. Medizin: Mehrmals täglich das Wort Gottes einnehmen, dabei vor und nach der Einnahme beten. Das Medikament hat eine ausgeprägt beruhigende und schmerzstillende Wirkung.
  9. Stets in engem Kontakt mit dem höchsten der Ärzte bleiben. Er wird dir bei der Genesung Kraft, Freude und inneren Frieden geben.
  10. Die Heilung ist abgeschlossen, wenn der Patient wieder in voller Gemeinschaft und Harmonie mit seiner Umwelt lebt, insbesondere mit dem Verursacher der Wunde.

Ittigen, im September 2005/ HRB

Der Notfallzettel stammt keinesfalls aus dem Mittelalter sondern stand noch im Februar 2013 auf der Website der Gemeinde Ostermundigen. Alleine daran ist klar zu erkennen welcher Geist in dieser Gemeinschaft weht, bzw. wie die Verantwortlichen dort denken. Das deckt sich mit der Vorgehensweise in den meisten Sondergemeinschaften bzw. Sekten. 

Ich habe vor Jahren, damals noch selbst NAK-Mitglied, versucht mit den Verantwortlichen in meiner Gemeinde und im Bezirk ins Gespräch zu kommen, Fehlanzeige. Niemand war zum Gespräch bereit und Türen wurden mir vor der Nase zugeschlagen obwohl ich die Namen von Opfern und Tätern genannt habe. Was ich hier im Kleinen erlebt habe, das erlebt LINDD im Großen. Das geht in der NAK getreu dem Motto "dass nicht sein kann, was nicht sein darf." Daran wird sich so lange für LINDD nichts ändern, bis man aus den Erfahrungen lernt und Konsequenzen zieht. Dies wäre notwendiger denn je, denn nur so kann man wirklich alle Opfer erreichen und es werden auch die aus der Deckung kommen, die sich heute noch nicht trauen, das Beispiel der Großkirchen hat es gezeigt. Mit weiterem Zögern und Zaudern tut man den Opfern keinen Gefallen und indirekt schützt man die Täter, denn von der KL haben die bisher nichts zu befürchten, denn welche Denkweise dort vorherrscht... siehe Notfallzettel Ostermundigen. Alternativ kann man noch einige Jahre warten, dann wird auch die NAK von der Bildfläche verschwunden sein und man kann sich dann fragen, warum man nicht gehandelt hat, um den Opfern frühzeitig zu helfen?

A.M. 21.8. (Verf. bekannt)

 

20.8.2013 Missbrauchsopfer sind der NAK-Kirchenführung gleichgültig! Stammapostel Schneider und Bezirksapostel Ehrich verbieten die Präsenz vom Verein LINDD auf dem NAK-Kirchentag!

Unterstützende Begleitung für den Verein LINDD e. V. wegen einer Präsenz an dem Internationalen Kirchentag der NAK vom 6.- 8. 6. 2014 in München

Weiterer Link zum Kirchentag, der das Motto hat: "Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch!" (Luk. 17, 21)

Auszüge aus einem Schreiben von LINDD:

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es hat in der Vergangenheit vielfältige Nachfragen an uns gegeben, ob wir auf diesem Kirchentag als LINDD e. V. vertreten sind. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, unsere Aktivitäten in dieser Angelegenheit auf unserer Homepage in folgender Reihenfolge zu veröffentlichen:

1. Unsere offizielle Anfrage bei der Kirchenleitung in der Gebietskirche in Süddeutschland;

2. unser Schreiben an den damaligen Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider nach Ablehnung unserer Bewerbung durch den Gebietskirchenleiter;

3. unser zweites Schreiben an den jetzigen Stammapostel Jean-Luc Schneider nach dessen ablehnender Haltung;

4. unser drittes Schreiben an den jetzigen StAP nach dessen unveränderter Haltung und Nichterkennen der Notwendigkeit, mit uns ein Grundsatzgespräch über unsere Arbeit zu führen;

5. unser viertes und letztes Schreiben in dieser Angelegenheit an den jetzigen StAP.

6. Unsere Empfehlung für eine Vorgehensweise für all diejenigen unter den Leser/innen, die unser Ansinnen unterstützen und eine Präsenz unseres Vereins für wichtig halten.

 

Zu 3: Jetzt noch einmal in Kurzfassung die wichtigsten Argumente dafür, dass wir durch unsere Anwesenheit auf diesem bedeutsamen Kirchentag einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten, betroffenen Glaubensgeschwistern Hilfe-Möglichkeit nach erlebter Gewalt aufzeigen zu können.

1. Zur fachlichen Kompetenz und Professionalität unserer Vereinsarbeit ist alles geschrieben – insbesondere zu dem Bereich der Prävention. Referenz-Adressen können bei uns abgerufen werden.

2. Wir sind nach unserem Kenntnisstand die einzige Hilfe-Einrichtung im deutschsprachigen Raum für von Gewalt betroffene Glaubensgeschwister, die von neuapostolischen Christen geführt wird. Die mehr als fünfjährigen Erfahrungen belegen eindeutig, dass diese Tatsache von den sich bei uns meldenden Betroffenen als ein gravierender Vorteil angesehen wurde.

3. Wir begleiten nicht nur Betroffene nach erlebter sexueller Gewalt, sondern im zunehmenden Maße und mit steigender Tendenz auch Betroffene nach erlebter seelisch-geistlicher Gewalt. Wir haben im Herbst des letzten Jahres für diese Gruppe ein Treffen mit unserem bisherigen Stammapostel in Hessen organisiert, das für viele als gewinnbringend erlebt worden war. Allein nach diesem Treffen hat es weitere Kontakte von betroffenen Glaubensgeschwistern gegeben, die sich mit ihren seelischen Nöten an uns gewandt haben.

Zu 6. Unterstützungs-Empfehlung

Nach Beratung im Vorstand und mit einigen Beratern sowie Außenstehenden haben wir uns entschlossen, nur eine Empfehlung für alle Leser/innern, die unsere Arbeit im Verein LINDD e. V. unterstützen möchten und eine Präsenz an diesem Kirchentag für wichtig halten, auszusprechen: Wenn Sie mögen, schreiben Sie dem Gebietskirchenleiter der NAK in Süddeutschland, Bezirksapostel Ehrich und/oder an den Stammapostel Jean-Luc Schneider  ein paar persönliche Zeilen oder nutzen einen von uns entwickelten Textvorschlag.

Der Textvorschlag von LINDD ist von mir (DS) bearbeitet worden. Wer will, also einfach kopieren und abschicken:

Mail an

Stammapostel Schneider Sekretariat.stap@naki.org

Bezirksapostel Ehrich m.ehrich@nak-sued.de

An
Stammapostel Schneider und Bezirksapostel Ehrich

Betreff: Beteiligung des Vereins LINDD am internationalen Kirchentag an Pfingsten 2014 in München

Mit großem Erstaunen habe ich registriert, dass der gemeinnützige Verein LINDD e. V. nicht unter der Rubrik „Beteiligung anderer Organisationen“ zu finden ist. Wir unterstützen die Arbeit von LINDD an Missbrauchsopfern ausdrücklich und bitten deshalb darum, dass die völlig unverständliche Ablehnung noch einmal überprüft und eine neue Entscheidung zugunsten des Vereins getroffen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

 

Vollständiger PDF-Eintrag auf der Homepage von LINDD unter http://www.lindd.de/Berichte/Bericht_-_Sachstand_in_der_Bewerbung_um_einen_Stand_fur_LINDD_e._V._am_Internationalen_Kirchentag_2014.pdf

Präsent dürfen bislang sein:

Friedrich Bischoff Verlag

NAK karitativ

Netzwerk Apostolische Geschichte

Missionswerk Süddeutschland

Sozial- und Bildungswerk NAK NRW

NAK Unternehmerforum

nacworld

Regenbogen NAK

handicaped kids

Siehe zum Thema Ignoranz von Missbrauch auch die Unterseite "Geistlicher Missbrauch"

 

2.7.13 Konzentration der süddeutschen Apostelbereiche (aus einem Bericht NAK mit Kommentar von Shalom; siehe zum Thema auch hier auf der Hp NAK 2020)

 "Am Dienstag, 2. Juli 2013, fand für die Mitglieder der Gebietskirche Süddeutschland erstmals ein zentraler Gemeindeabend statt, den BezAp Ehrich durchführte.Hinsichtlich der Veränderungen in Süddeutschland wurden zunächst einige Hintergrundinformationen über die gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten gegeben, insbesondere zum demografischen Wandel. …
Die Kirche müsse sich den heutigen Herausforderungen stellen und verantwortlich handeln. Dies gelte zum Beispiel auch im Blick auf Gemeindezusammenführungen. Er versicherte: „Ohne Not werden keine Standorte aufgegeben!“ Grundsätzlich sehe er nur zwei Gründe für Gemeindezusammenführungen:
Gemeindesituation oder der Zustand des Kirchengebäudes. Die Gemeindezusammenführungen – also weniger Gemeinden – „bedingen auch die Notwendigkeit der Konzentration von Arbeitsbereichen“, erläuterte der Bezirksapostel.
 

Zitat dazu aus einem Forumsbeitrag:

Schon jetzt zeigt sich bei Gemeindezusammenlegungen, dass nach einem Jahr nur noch 50% der bisherigen Gemeindemitglieder in der neuen Zielgemeinde sind.“

Will sagen, der Niedergang beschleunigt sich dramatisch! Ähnliche Tendenzen zeigen sich auch in NRW: Neue Struktur der NRW-Apostelbereiche 14. Juli 2013, 11.49 Uhr und in Amerika (Artikel auf UF-online): Strukturreform USA: Flaggschiff-Kirchen statt Streugemeinden
      
Aus dem Glaubensforum 24 nun zwei geistreiche  Kommentare zum Thema von dem von mir sehr geschätzten Forumssatiriker Shalom mit freundlicher Genehmigung:
 
shalom      Betreff des Beitrags: Re: NAK - SÜDDEUTSCHLAND VERÄNDERUNGEN
Verfasst: 03.07.2013, 13:21

Werte Orientierte, liebe Desinformierte und all ihr in desolaten „Kirchenzuständen“  ,

was für ein Event. Ein „Gemeindeabend mit Übertragung“ als Übertragung einer Letztentscheidershow im Stile einer Generalbekanntmachung. Einen Monolog, ein Video den konsumierenden Glaubensfilialen als Gemeindeabend auf Augenhöhe anzudrehen, hat schon was geschickt eingefädelt Vertreterhaftes an sich.

Wenn man den Bericht über die Generalbekanntmachung so liest – Reduzierung der leitenden Angestellten des Letztentscheiders um 1/3 (die Apostel und Bischöfe sind Angestellte der NaK-S) –, sowie dass mit der Apostelschrumpfung versucht wird, die Anzahl der betreuten Gemeinden pro Apostel in etwa auf dem Niveau von 1996 zu halten, dann dürften seitdem wohl auch die Gemeinden und die Mitglieder in gleicher Größenordnung geschrumpft sein.

Dass auf dieser Basis Schwiegersohnapostel Ehrich auf die doppelkornbauernschlaue Schnapsidee kommt, dass „es wichtig sei zu verstehen, dass die Hintergründe der Veränderungen in der Gebietskirche nicht „NAK-typisch“ seien“ legt nahe, dass er selber dem Wahn verfallen ist, dass die andersgläubige Bevölkerung im gleichen Zeitraum auch um ein Drittel geschrumpft wäre  .

Den (naktypischen) Gründen warum die Bevölkerungsentwicklung bei weitem nicht dem rapiden Niedergang der NaK-S entspricht, weicht Ehrich bei seinem Briefing professionell aus. Aus- und Hausgemachte Gottesvolksverdummung wie weiland mit der „Botschaft“.

Die gemeindenbedrohliche Schließungswut mit der „Gemeindesituation oder dem Zustand des Kirchengebäudes“ abtun zu wollen, hat doch bitte nichts mit Demografie zu tun, sondern evtl. mit den angehäuften „Reserven“ in den Kornkammern (den ins Schwißtuch eingewickelten Pfunden). In Bayern und Baden-Württemberg ist doch der Zustand der weltlichen Gebäude nicht so desolat, dass 1/3 davon marode wären (wie wohlmöglich nakintern).

Dieser Gemeindeabend passt wunderbar zu dem Schaukastenaushang der Werbenagentur für

(Juli 2013). Selbstbildselbstbetrug par excellence.

Danke für solch ein erfrischend ehriches Glaubenserlebnis.


 
shalom      Betreff des Beitrags: Re: NAK - SÜDDEUTSCHLAND VERÄNDERUNGEN
 Verfasst: 05.07.2013, 00:02

[ = > Wikipedia / Bevölkerungsentwicklung Baden-Württemberg ] hat geschrieben:

…Die zwanzig Jahre von 1988 bis 2008 waren von einem kontinuierlichen Bevölkerungsanstieg geprägt….
Prognose:
Datum …… Einwohner
Dez. 2015: 10.794.570
Dez. 2031: 10.670.320


Werte Statistiker, liebe Statisten und all ihr Letztentscheider  ,

also in diesen Zahlen spiegelt sich nicht unbedingt die von Schwiegersohnapostel Ehrich verfügte Stellenreduzierung um 1/3 wieder.

Die Schließungsnotwendigkeiten der NaK-S-Gemeindefilialen hätte demnach allein ausgemacht hausgemachte (naktypische) Ursachen, welche allein der amtierende Letztentscheider zu verantworten hat – der Rest ist ja kirchenrechtlich unselbständig.

Die Bevölkerungsentwicklung von Bayern reicht von 1996 (12.044.000) über 2013 (12.633.000) bis 2031 (12.613.00) Einwohner (www.statistik.bayern). Auch dort von Schrumpfung keine Spur.

In Deutschland hatten die Letztentscheider jedoch allein in 2012 die Schließung von 110 Glaubensfilialen verfügt!

Im Durchschnitt wurden ca. 2 Gemeinden pro Woche in die Ewigkeit abberufen (aus den Profanierungsaltären ihrer Bezirksapostel geopfert).

Wenn für Fehr von Ehrich schon eine Schweigeminute anberaumt wurde, dann wären jede Woche auch 2 Schweigeminuten für die verordneten Gemeindeheimgänge als angemessen anzusehen und das Eingeständnis, dass das in keiner Weise einer realen Bevölkerungsschrumpfung geschuldet ist, sondern allein auf das Konto der Letztentscheider geht.

Bis soweit also zur Dramatik des Abwärtstrends der NAK ...

 

 

 

Juni 2013: WDR 150 Jahre Neuapostolische Kirche: "Transparenz gehört bei uns dazu" Von Andreas Sträter - Ein euphemistischer Bericht, der sich als  Eigentor herausstellt: siehe die vielen Kommentare  und den Folgekommentar:

Neuapostolische Kirche kontrovers (Teil 1): "Ich bin kaputtgemacht worden"  Von Nina Magoley (u.a. Autorin beim Spiegel) und Teil 2 mit ebenfalls diversen Kommentaren

Anmerkungen und LInks zum Thema:

18.6. Noch etwas Interessantes zum WDR-Gegenartikel von Frau Magoley: Michel Koch, Chef von Pro-NAK- Internetmagazin Glaubenskultur, mischt sich mal wieder meinungsbildend, aber zunächst völlig anonym, unter die Menge der Kommentatoren wie schon früher bei Quo Vadis unter seinem alten Pseudonym ´Hugo Ball` und schreibt völlig abgehoben und entfernt von jeder Predigt-Realität mit den offenen und versteckten Drohungen:

Hugo Ball schrieb zum Thema am 11.06.2013, 09:32 Uhr:
    Wo bitte steht im neuapostolischen Katechismus geschrieben, dass der neuapostolische Christ die dort getätigten Aussagen insgesamt glauben muss. Ich habe dort gelesen, dass sich die Verfasser des Katechismus wünschen, dass sich der neuapostolische Christ mit seinem Glauben auseinandersetzt. Der Katechismus soll dabei als Anregung dienen- nicht mehr und nicht weniger. Die neuapostolische Kirche hat das Recht und die Pflicht ihre Lehre zu definieren. Alle religionssoziologischen Untersuchungen zeigen, dass das sinnvoll ist. Ich habe im Katechismus z.B. nicht gelesen, dass ein neuapostolischer Christ, der bestimmte Lehraussagen nicht glauben kann, bei Gott in Ungnade fällt.

Und nochmals ähnlich, auch völlig ungefragt, schrieb Hugo Ball natürlich eine andere Pro-NAK-Schreiberin unterstützend:

            Hugo Ball schrieb am 11.06.2013, 13:03 Uhr:

Der Katechismus ist ein Aufruf an alle neuapostolischen Christen, sich mit den Inhalten ihres Glaubens intensiv zu beschäftigen. Ferner lädt er alle Interessierten ein, die neuapostolische Glaubenslehre kennenzulernen. So steht es wörtlich im Katechismus. Die Kates Umgang mit Kirche ist konform mit dieser Aussage im Katechismus. Ich darf sie hier nachdrücklich ermuntern so weiter zu glauben.

Und dann am Ende doch mit eigenem Namen setzte er am 12.06.2013 schrieb Michael Koch:

Hier wird viel kritisiert, dass die NAK zu früheren Zeiten eine recht eindeutige Soziallehre hatte, mit vielen Do's and Don'ts. Es waren keine besonderen oder nak-typ. Verhaltensnormen, sondern es waren Werte und Normen, wie man sie z.B. im pietistisch geprägten Württemberg auch in ev. Familien gefunden hat: Kein Kino, Tanz, Rummel, statt dessen Arbeiten dann gibts Segen. - Nach der Aussteigerwelle in den 1990ern hat sie das knallhart zurückgefahren. - Ist es das, was man wollte? - Heute deckt man sich statt dessen mit einem ganzen Stapel Ratgeberliteratur ein und weiss hinterher doch nicht, was man machen soll. - Selektiver Medienkonsum wäre auch heute noch ein brauchbarer Wert, den Fernseher rauszuschmeissen für viele Familien sehr sinnvoll. Fakt ist: schon damals konnte man sich entscheiden ob man dieser Kirche angehören wollte oder nicht. Ich erwarte von einer Kirche, dass sie Verhaltensnormen predigt. Jeder kann entscheiden ob er das hören will oder nicht.

Diese simplifizierend verfälschende Geschichtssicht ist ebenso bezeichnend wie Kochs Wunsch nach Verhaltensnormen ...

Mail an Andreas Sträter von mir am 10.6. zum Thema: WDR 150 Jahre Neuapostolische Kirche: "Transparenz gehört bei uns dazu" Von Andreas Sträter -


Sehr geehrter Herr Sträter,
sicher haben Sie mitbekommen, welche Wellen Ihr Artikel geschlagen hat. Auch ich habe eventuell vor, auf meiner in den Nachfolgeartikeln von Frau Magolay als Link aufgelisteten HP (http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/index.htm) Ihren Artikel deutlich zu kritisieren. Sollten Sie jedoch mittlerweile Ihre grundsätzlich falsche Darstellung eingesehen haben, biete ich Ihnen an, eine kurze Stellungnahme zu verfassen, die ich dann bei mir als Ihren eigenen Kommentar einstellen würde. Auf meiner HP finden Sie zahllose Beispiele für das Sektenwesen der NAK. Eine konkrete Analyse anbei ...

PS: Analysebeispiel:  Das angestrebte Menschenbild des designierten NAK- Führers Schneider: Der absolut willenlose Jünger! (Druckfassung) -  Anmerkungen von D. Streich zur Predigt von Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider am 03.02.2013 in Saarbrücken  (16.3.2013) ...

(bisher keine Antwort von Herrn Sträter...)

Anmerkung: Bis gestern war die HP von Herrn Sträter offen zugänglich mit folgenden Infos:

Email: info@andreasstraeter.de und andreas.straeter@uni-dortmund.de

Adresse: Andreas Sträter
Metzer Str. 30
44137 Dortmund

Telefon: +49 160 98654815

Heute erscheint der Hinweis:

http://andreasstraeter.de verlangt einen Benutzernamen und ein Passwort. Ausgabe der Website: "Bitte geben Sie ein Passwort ein."

Andreas Sträter beim WDR unbekannt? Ein Artikel von K.H. Tjaden (10.6.) Anmerkung von mir zum Artikel: Wer ist Andreas Sträter? Antwort: info@andreasstraeter.de andreas.straeter@uni-dortmund.de   Homepage

 

 

 

Artikel

Zum würdigen Abschluss: Stammapostel Lebers schönste Worte – aufgesammelt von Detlef Streich (17/20./21.5.2013)

Prolog:

Stammapostel Leber wird nun Pfingsten 2013 in den Ruhestand versetzt. Die NAK hat damit drei lebende Stammapostel – welch Reichtum. Die Katholische Kirche  hat immerhin bloß zwei Päpste, obwohl sie viel größer ist, aber natürlich nicht bedeutender! Das ist ja klar. 

Schon als Bezirksapostel benannte Leber 2003 selbst als sein Lebensmotto das Wort aus den Sprüchen Salomos: “Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand." Verdeutlichend setzte er hinzu: "Das Argumentieren und die logische Überlegung haben irgendwo ihre Grenzen. Wir machen alle die Erfahrung, dass unser Horizont begrenzt ist und unsere verstandesmäßigen Überlegungen nur zu einem gewissen Teil ausreichen."

Ja, und das ist bei dem einen eben schon früher und bei dem anderen eben erst später der Fall ...

So ist es schön, wenn man sich anlässlich dieses Rücktritts mal an markante Predigtpassagen von Dr. Leber erinnern kann, die inhaltlich und syntaktisch stets das dahinter stehende  Motto "beati pauperes spiritu" (Glücklich (sind) die geistlich Armen (Matthäus, 5,3) ) beeindruckend deutlich repräsentieren. Auch der neue Stammapostel  sieht das ähnlich. Laut eines Berichtes der NAKI vom 19.05.2013 dankte  Jean-Luc Schneider seinem Amtsvorgänger mit den Worten: „Deine tiefgehende Wortverkündigung hat uns begeistert, deine Predigten uns geprägt und gestärkt.“ (Anmerkung: Wörtlich sagte er übrigens: " Deine Gottesdienste, Deine Wortverkündigungen in Wort und in Schrift haben uns immer begeistert. Das können alle Apostel bestätigen: Ja, wir haben immer darauf gewartet, was kommt vom Stammapostel, nicht weil wir nicht wussten was zu predigen, wir haben auf das Wort des Stammapostels gewartet. Dein Dienen hat uns geprägt und gestärkt und selig gemacht.")

In diesem Sinn des "beati pauperes spiritu" sei die nachstehende kleine Auswahl mit wenigstens einem Zitat aus jedem Amtsjahr hiermit beispielhaft jedem Leser wärmstens auf den Geist gelegt, so wie seine Reden auch mir immer wieder trotz ihrer Schlichtheit direkt auf den Geist gegangen sind.

Wer also wirklich Ohren hat, zu hören und den Geist, auch zu verstehen, der lese hier, von mir jetzt unkommentiert, was Stammapostel Leber in seinen acht Dienstjahren aus seinem Geist den Gemeinden zu sagen hatte ...

 

Zum Geleit November 2005 "Die Sache mit dem natürlichen Menschen"

Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes"... Wer "natürlich", also irdisch orientiert und geprägt ist, der geht an den Gnadenangeboten Gottes vorbei. Da fehlt es an der Aufnahme seines Wortes, an der Hinnahme der Sakramente. - Die Gnade Gottes erschließt sich dem "irdisch gesinnten Menschen" nicht. Und da es in dieser Zeit so viele "natürliche Menschen" gibt, weil so viele sich ganz und gar weltlich ausrichten, wird es in manchen Breiten dieser Erde immer schwieriger, Menschen für das Werk Gottes zu gewinnen. Das Wirken des Heiligen Geistes können wir dem natürlichen Menschen, der hierfür verschlossen ist, nicht plausibel machen.
 ... Das gilt auch oder gerade für das Heil für Entschlafene: manchem eine Torheit, uns aber eine Glaubensgewissheit.
...

Ich nehme diesen Satz als eine Mahnung an uns: Alles geistlich beurteilen - nicht natürlich.

Zum Geleit Juni 2006 " Die Sache mit der Reformierung"

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf etwas hinweisen, das ich da und dort wahrnehme: Mancher hegt den Gedanken, die Neuapostolische Kirche müsse ein bisschen reformiert werden. Man meint, die eine oder andere Vorstellung hineintragen zu können. – Ich unterstelle, dass das gut gemeint ist. Aber dagegen spricht Grundsätzliches: Wir dienen dem Herrn und nicht den Menschen! Da geht es nicht um menschliche Gedanken und Überlegungen, die man einbringen möchte, sondern da geht es immer darum, sich am Herrn auszurichten. Damit das niemand missversteht: Wenn in der Gemeinde Dinge auftreten, die nicht im Einklang mit dem göttlichen Willen stehen, darf man etwas sagen. Aber wenn man sich als Bruder und Schwester fühlt und sich am Herrn ausrichtet, tut man das in anderer Weise als trotzig seine Ansicht durchsetzen zu wollen.

Ilmenau 07.01.2007 "Die Sache mit der Selbstüberschätzung"

Wenn wir hineinsehen in die Heilige Schrift, da gibt es viele Beispiele, wo Menschen so "selbstsicher" waren, wo sie meinten, es würde doch eigentlich gut gehen; sie brauchten eigentlich nichts und wo sie schnell feststellen mussten, dass das ein Irrtum war, wo sie schnell hinweggefegt wurden.

Ich fange mal an mit einigen Beispielen. Ich gehe schnell zurück auf Noah, auf den Bau der Arche. Die Zeitgenossen des Noah, die wähnten sich auch sicher und haben gemeint: Was kann denn wohl groß passieren? Wenn wirklich mal eine Flut kommt - ich male das mal so ein bisschen aus - dann kann man doch auf die Berge gehen, das kann doch nicht so schlimm werden, dass wir nachher unser Leben noch einbüßen; das hat doch kaum jemand für möglich erachtet. Sie fühlten sich so sicher, sie waren so selbstsicher. Das ist Überschätzung, ihr Lieben! - Ganz schnell war die Situation ganz anders. Da kam die Flut und nahm sie hinweg! Und von dieser selbstsicheren Haltung blieb nicht viel übrig. Nur der Noah, der so klug gehandelt hatte und die Arche gebaut hat, der blieb bewahrt.

Zum Geleit Februar 2007 "Die Sache vom gegessenen Wort"

Wenn wir das Wort Gottes hören, dann soll das nicht so sein, als würden wir eine Vorlesung oder irgendeinen Bericht hören, sondern dann wollen wir das Wort Gottes essen. Wer ein spannendes Buch liest, „verschlingt“ es, weil er sich gar nicht davon lösen kann. Er wird hineingeführt in eine ganz andere Welt, die ihn gefangen nimmt. – Das sagt man wohl meistens nicht von der Bibel ... Und wie empfinden wir es beim Hören des Wortes Gottes? Es kommt ja aus einer ganz anderen Welt, denn es kommt vom Thron Gottes, wie verheißen ist: Was der Heilige Geist hören wird, das wird er reden. Und es führt uns in eine ganz andere Welt. Und da hinein wollen wir uns führen lassen. Wir wollen uns so von dieser Atmosphäre gefangen nehmen lassen, dass wir gar nicht mehr hinaus wollen.

Wanne-Eickel 28.09.2008 „ Hausbau mit Gold und Edelsteinen, eine Brandschutzmaßnahme“

Brüder und Schwestern, die wir eine Aufgabe, eine Funktion im Werke Gottes haben, wir sind Bauende. Aber man kann ganz unterschiedlich bauen. Hier sind unterschiedliche Materialien angegeben: „Gold, Silber, Edelsteine.“ Da ist sicherlich dann eine Zensur, da kommen dann andere Materialien. Da heißt es dann: „Holz, Heu, Stroh.“ Ja, dass das nicht vergleichbar ist mit Gold, Silber und Edelsteinen, das liegt auf der Hand. Es wird hier nachfolgend noch ausgeführt, der Unterschied liegt auch darin, wie das im Feuer aussieht, wenn Feuer kommt. Na ja Gold, Silber, Edelsteine, das hat Bestand, aber Holz das brennt wie Zunder. Ja nun, es kommt aber auf das Bauen an und auch darauf, „wie wir bauen“. Und das ist nun meine Bitte, dass wir uns alle heute überprüfen wie wir bauen. … Mit edlen Materialien, mit Gold, Silber, Edelsteinen oder Holz, Heu, Stroh. … Es soll nicht „Holz“ sein; wir sind kein grober Klotz, sondern wir bauen mit dem Gold des Glaubens.

23.11.2008 Berlin-Lauta "Die Sache mit den Festungen"

Wisst ihr, da gibt es auch so eine Festung, … die zu zerstören ist. Wisst ihr, was diese Festung ist? Das ist das eigene „Ich“, die eigene Meinung. Man macht sie heute so hoch, hängt das so hoch auf und jeder möchte so seine Meinung durchsetzen. (…) Wir wollen nicht unsere Meinung durchsetzen, wir wollen nach dem Himmel streben. (…) Wollten wir um unserer „eigenen Meinung willen“ die Einheit zerstören? Das wäre nicht gut.

Europäischer Jugendtag der NAK 21. Mai 2009 „Die Sache mit den tobenden Schnecken“

Da gibt es eine kleine Geschichte. Es sind Schnecken irgendwo auf dem Weg. Dann kommt ein Wanderer vorbei und sieht die Schnecken, die mitten auf dem Fahrweg sind. Er sagt sich: Die sind in großer Gefahr. Wenn ein Auto kommt, können sie schnell überrollt werden und müssen mit ihrem Leben büßen. Er nimmt die Schnecken und setzt sie irgendwo an den Rand auf die Blätter. Die beiden Schnecken toben und sagen: Was fällt dem ein, uns von unserer Bahn wegzunehmen und irgendwo abzusetzen?

Das ist eine ganz simple Geschichte, die aber zeigt: Wenn man nicht den Überblick hat, dann beurteilt man die Dinge falsch. Darum ist es manchmal so töricht, immer zu fragen: „Warum?“ Wir haben nicht diesen Überblick, und stattdessen wollen wir Vertrauen haben und nicht herumtoben wie diese Schnecken.“

Zum Geleit Mai 2010 „Wie die Ägypter mit ihrem Latein am Ende waren“

Mose sollte das Volk Israel aus Ägypten und aus dem Machtbereich des Pharao herausführen. Aber Pharao wollte sie nicht ziehen lassen. Da schickte Gott zehn Plagen über das Land. Aber jedes Mal, wenn eine Plage vorüber war, wurde das Herz des Pharao erneut verstockt und er ließ das Volk Israel nicht ziehen. Manche der Plagen konnten auch von den Zauberern des Pharao nachgemacht werden, sodass vielleicht der Eindruck entstand, das sei gar nicht besonders schwierig zu bewerkstelligen. Aber dann wurden die Plagen immer schlimmer. Eines Tages waren die Zauberer mit ihrem Latein am Ende und sagten dem Pharao, dass sie nichts mehr ausrichten könnten, denn sie erkannten in dem Geschehen den Finger Gottes.

Zum Geleit 12/2010 „Der Satz vom Adventskranz“

Da gibt es vielerorts Adventskalender, bei dem man jeden Tag ein Türchen aufmachen kann, und dahinter verbirgt sich eine kleine Überraschung. Wenn das letzte Türchen geöffnet ist, dann ist Weihnachten. Dieser Adventsbrauch führt also direkt zum Weihnachtsfest hin. Weit verbreitet ist auch der Adventskranz. Da zündet man ein Licht nach dem anderen an, jeden Sonntag im Advent ein neues Licht. Wenn alle vier Lichter brennen, weiß man: Jetzt ist Weihnachten!

Jetzt übertrage ich das auf das Geistige. Auch in unserem Leben gibt es vielleicht Tage, wo wir denken: „Im Moment kann ich mich nicht so recht mit der Wiederkunft Christi verbinden.“ Dann kommt das Gefühl auf, dieser Tag liege noch in weiter Ferne. Da muss man auch solche Adventsbräuche pflegen und ein paar Dinge in Angriff nehmen, um die Freude zu steigern. Dann muss man entsprechend handeln wie beim Adventskalender oder dem Adventskranz.

Pfingsten 2011 „Der Satz von der simplen NAK“

"Und das Werk Gottes, das gesamte Erlösungswerk, das ist auch so simpel! Nur der Mensch macht es kompliziert." 

Im gleichen GD „Der Satz vom Lichtkegel“

 „Kommt nun, ihr Brüder und Schwestern, die Gäste beziehe ich mit ein, lasst uns wandeln im Licht des Heiligen Geistes.“ Und das beinhaltet eigentlich zwei Botschaften. Einmal: „Lasst uns treten in den Lichtkegel des Heiligen Geistes.“ Da steht die Vorstellung so dahinter, dass das ein Licht ist, das einen gewissen Kegel – Lichtkegel – bereitet und wir wollen dann in den Lichtkegel dieses Lichtes, des Heiligen Geistes hineintreten. Die andere Botschaft, die darin steht ist, dass wir dann auch entsprechend handeln, dass daraus Taten resultieren.“

Ämtergottesdienst in Frankfurt-West  30.9.2012 „Wie es am Tag des Herrn sein wird“

„ … es fragte jemand: „Wie stellen Sie sich das eigentlich vor so am Tag des Herrn? Da sind dann plötzlich 10 Millionen nicht mehr da, auf einen Schlag weg, das gibt doch einen „Supergau.“
Gut, das ist eigentlich gar nicht so verkehrt, sich darüber Gedanken zu machen, das ist auch gar nicht so fremd. Aber eines lasst mich sagen: Wie das nachher abläuft, das weiß ich genauso wenig wie ihr alle. Aber es ist auch eine Sache eben des Glaubens, des Vertrauens in den Herrn. Ich vertraue sogar darauf, dass daraus kein Schaden entsteht.
Es könnte ja sein, wenn gerade jemand unterwegs ist im Auto, das gibt eine Katastrophe…
Ich vertraue darauf, der liebe Gott hat das so in seiner Hand, das wird so ablaufen, dass die Menschen zwar sicherlich schon ein bisschen gucken und ins Staunen geraten, aber dass da nicht eine Katastrophe daraus resultiert.“

Im gleichen GD „Naturerscheinungen und das 1000jährige Friedensreich“

Es ist schon so: Wir können uns das schlecht vorstellen. Ich will auch zugestehen, wenn ich an das Tausendjährige Friedensreich denke, ich kann mir das auch nicht so genau vorstellen. Es bleibt gar nichts anders übrig als zu vertrauen, der liebe Gott macht das schon. Wenn wir unsere Welt sehen, wir haben hier Naturerscheinungen, von denen wir umgeben sind.“

 „Ich denke mal – um nur ein simples Beispiel zu machen – wenn jemand noch nie ein Vogel gesehen hat. Jemand würde ihm erzählen, es gibt Lebewesen, die fliegen durch die Luft, sie flattern so ein bisschen, dann können sie sich in die Lüfte erheben. Dann könnte einer sagen: Ha, ha, ha, du willst mir einen Bären aufbinden. – Jemand, der das nie erlebt hat, nie gesehen hat, der könnte doch so etwas kaum glauben. – Ein simples Beispiel. …“

Zum Geleit 20.10.2012  „Von der Notwendigkeit des hohlen Herzens“

Im Gottesdienst geht es darum, dass wir Geistesöl aufnehmen. Da ist es wichtig, dass wir ein leeres Gefäß darstellen. … Die Herzensgefäße sollen leer sein, sodass sie empfänglich für das Wort Gottes sind, für das Geistesöl. … Ein leeres Gefäß, also ein aufnahmebereites Gefäß, ist notwendig ...“

Fürstenfeldbruck am 18.11.2012 „Beeindruckende Wortfindungsschwierigkeiten“

Das hat mich doch so gepackt der Gedanke, dass ich das nun als Textwort gewählt habe. Es ist schon im Voraus etwas gewesen, was doch so seine Geschichte hat. Ich habe dann immer die Aufgabe bei einem Gottesdienst ein Textwort auszuwählen, da ist hier keine Vorgabe, und dann erlebt man manches Mal den lieben Gott.
Ich hatte schon vier oder fünf Textworte für diesen Gottesdienst und habe sie alle wieder verworfen, weil ich irgendwo im Herzen gespürt habe, das ist es noch nicht.
Und dann kam dieses Wort und da habe ich im Herzen gespürt: Das ist es! Der Herr gibt auch immer so Hinweise entsprechend zu dem, was ich zuvor gesagt habe: Ich bin’s, da stecke ich dahinter!

Im gleichen GD  „Der Satz von Lebers übermenschlicher Rede“

In Johannes 4, 26 lesen wir, dass Jesus dann sagte: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.“
… Daraus beziehe ich nun den Gedanken für die Gegenwart, das ist mein Wunsch, dass jeder ausnahmslos heute Morgen zu der Einstellung kommt und zu dem Ergebnis, dass er fühlt, wie der Herr sagt: „Ich bin’s, der mit dir redet!“ Es ist nicht ein Mensch, sondern es ist der Herr, der sich dir und mir zuwendet. - „Ich bin’s, der mit dir redet.“ Das mag nicht nur jetzt für diesen Gottesdienst so gelten ...

Wilhelmshaven 07.04.2013 „Die Sache mit der ´lose Blattsammlung`“

„Ein Buch besteht aus vielen Seiten, die eingebunden, zusammen geheftet sind. Je nachdem, wie dieser Einband ist, hat man mehr oder weniger Freude an diesem Buch. Es gibt Bücher, wenn man die sehr häufig benützt, nach zwei oder drei Jahren lösen sich einzelne Blätter schon aus diesem Verbund und dann hat man eigentlich keine rechte Freude mehr daran. Dann hat man letztlich so eine „lose Blattsammlung. Die einzelnen Blätter zerknittern und man hat dann keine Freude mehr an solch einem Buch. Anders ist es, wenn da ein fester Einband ist, wo alles wirklich festgehalten wird, die ganzen Seiten und dann kann man dieses Buch auch noch nach Jahren sehr schön benutzen und man hat seine Freude daran. Wenn man darin liest von Anfang bis Ende, da ist nichts zerstört. - Das ist ein Bild.

Sehen wir uns einmal an, als eine Seite in diesem Buch jeder Einzelne. Dann können wir unseren Zweck erfüllen vor Gott, wenn wir alle eingebunden sind in der Gemeinschaft, wenn das auch haltbar und fest ist…. Das ist Bestandteil der Vollendung, nicht dass wir plötzlich so eine „lose Blattsammlung“ sind, jeder macht was er will. Kann das zum Ziel führen? Ist das dem Willen unseres Vaters entsprechend? Ganz gewiss nicht. – Ein Blatt im Winde. Aber wenn wir alle zusammen wirken, eingebunden sind, so wie ein richtiges Buch hier, dann hat das seinen Wert, dann sind wir zusammen stark.

Man kann noch viele weitere Dinge dazu anführen. Es ist sehr schön, es gibt wertvolle Bücher, die haben einen Goldschnitt. Wenn man die sieht, o, die sehen sehr edel aus, sehr schön. Bei einem einzelnen Blatt, da sieht man das Gold kaum. Aber alle zusammen, wenn man dann das Buch betrachtet, dann ist das eine Freude, da ist Gold sichtbar, das glänzt, das hat Wert. Also, lasst uns dieses Bild von dem Buch das so im Herzen bewegen, ihr Lieben. – „Keine lose Blattsammlung“, sondern wirklich eingebunden in die Gemeinschaft, einer für den anderen da sein.“

Und zum krönenden Abschluss am 09.05.2013 in Öhringen „Der Sache mit dem Drucker“

Ich denke daran, wie viel man auch aus dem irdischen Leben nehmen kann als Hinweis, dass Glauben eben ein anderes Gebiet ist, das dem menschlichen Verstand nicht sich so erschließt.

Ich kann mich erinnern, als junger Student, da wurden damals die Drucker eingeführt, ziemlich schnelle Drucker, mechanische Drucker. Ich weiß noch, ein Professor sagte uns damals: So, jetzt habe man die Drucker in einer solchen Schnelligkeit, das sei jetzt absolut nicht mehr zu steigern, schneller geht es nicht. – Ha, ha, der sollte sich das heute Mal angucken…, das geht alles noch viel schneller, weil man ganz andere Verfahren genommen hat, Laser und was sonst noch alles möglich ist. Der hat nur seine enge Sicht gesehen, so mit mechanischem Drucker und da ist irgendwo mal ein Ende der Fahnenstange, das kann man nicht schneller machen. Dann hat er gemeint, beweisen zu können, also schneller geht es nicht. – Es geht doch schneller! So sieht man, ein Beispiel ist das nur, wie eben der Verstand doch begrenzt ist. Und da herüberzukommen über die Grenze, da muss man was anderes anwenden, da kann man nicht bei den irdischen Überlegungen bleiben, da setzt der Glaube ein.

Im gleichen GD „Die Quintessenz“

Ihr merkt: Meine Stimme ist ein wenig rostig. Stört euch nicht daran, das ist eine Alterserscheinung!

 

Epilog:

Und dieser Alterserscheinung wird nun Pfingsten 2013 nach 8 Jahren bereits der Tribut gezollt. Rücktritt und Rückzug ...

Während des Rücktritts gab es in der Ansprache an den neuen Stammapostel noch folgende Erläuterungen von Stap. Leber, die diese kleine Sammlung nun abschließen werden:

Pfingsten 19.5.2013  "Die Sache mit der Schlüsselvollmacht"

Und dann hat der Herr dem Petrus noch die Schlüsselvollmacht gegeben, das ist auch mit dem Stammapostelamt verbunden, die Vollmacht, neue Erkenntnisse aufzuschließen dem Volke Gottes.

Ich habe früher immer gedacht: O, das muss etwas Gewaltiges sein, dass da plötzlich Erkenntnisse kommen, die einen überwältigen und die natürlich revolutionär empfunden werden. Das ist gar nicht der Fall, aber so kleine Erkenntnisse, dass man plötzlich sieht: Ein Wort, au, da steckt ja Gehalt für uns drin, dass man merkt, wie das in dieser Zeit zu verstehen ist, was die Heilige Schrift uns sagt. ...

Aber es ist nicht zu erwarten, dass plötzlich der Himmel niedersinkt oder der Mond nicht mehr scheint oder sonst irgendetwas … Aber es wird so sein, dass Du spürst, wie der Herr aufschließt und Du wirst sehen, dass das für das Volk Gottes zum Segen gereicht.

Und das waren sie denn also, die nun wirklich allerletzten Worte Lebers im originalen Wortbericht aus Hamburg. Ein wenig werden sie ja fehlen, die vom einfältigen Geist geprägten kleinen Einsichten und Aussichten, die so klar den auch dahinterstehenden stammapostolischen Geist zeigen konnten. Vielleicht gibt der Verlag  mal eine Sammlung analog zu der Reihe von Apostel Bischoff heraus. In einem Interview mit dem Magazin Religionsreport äußerte sich jüngst der Stammapostel noch zur Frage „Können Sie sich für Ihren Ruhestand vorstellen, selbst zu theologischen oder sozialen Themen zu publizieren?“ selbst leider eindeutig:  

Nein – ich habe gegenwärtig nicht die Absicht, in der von Religionsreport angedachten Weise tätig zu sein.

Das ist durchaus bedauerlich, hat er doch bisher quasi jeden Sonntag publiziert, sogar öffentlich! Bedauerlich auch, weil er auf die nachfolgende Frage zur  persönlichen Bedeutung von Theologie wie folgt antwortete:

Die Bedeutung der Theologie besteht für mich vor allem darin, dass sie zum sachgerechten Verständnis der Heiligen Schrift vor dem sozialen und religiösen Hintergrund der jeweiligen Zeit verhelfen kann. Mich interessieren ganz wesentlich die eschatologischen Aspekte der Heiligen Schrift.

Eine spannende, erquickende und unterhaltsame Reihe von Schriften hätte hier entstehen können. So müssen wir denn leider nun tatsächlich endgültig Abschied nehmen vom Stammapostel Leber, der in den vergangenen Jahren mit seinem kleinen und bescheidenen Geistesölkännchen so manche leeren Herzen und Hirne bis zum Rand füllte und wünschen ihm in der Zukunft nun einen nach wie vor gedankenvollen Ruhestand!

Apropos Rückzug: Vom Zug, bzw. dem Zugführer und seiner Lokomotive war in der Pfingstansprache bezüglich der Zukunft auch etwas zu hören. Stammapostelhelfer Schneider sagte in seiner Co-Predigt: "

"Am letzten Sonntag durfte ich mit dem Stammapostel in einer Gemeinde sein und da haben die Kinder so ihre Kirche und die Gemeinde abgebildet, sie haben einen Zug dargestellt. In den verschiedenen Wagen saßen die Kinder und die Mitglieder der Gemeinde. Ganz vorne war die Lokomotive und darin war unser Stammapostel. (siehe HIER)

Ja, ein schönes Bild. Aber was geschieht jetzt heute? Ja, der zuständige Lokführer geht in den Ruhestand und ein anderer kommt, ganz simpel, das ist alles. Der Zug fährt weiter, das Ziel ist unverändert. Das Ziel ist das Wiederkommen des Herrn, die ewige Gemeinschaft mit Gott. Der Weg, der dort hin führt, ändert sich nicht. Der Zugführer kann nicht irgendwo hingehen, er muss den Schienen folgen und die Schienen liegen schon dran... Der muss lediglich dafür sorgen, dass der Zug immer weiter vorwärts geht und das wird auch so sein."

Stammapostel Leber bedankte sich für diese wegweisenden Worte mit dem schönen Satz:

"Wir sagen danke schön dem künftigen Lokomotivführer, der uns ganz klar den Weg gezeigt hat."

Wir sehen daraus, es geht weiter vorwärts mit ebenfalls so prägnanten Worten, wie wir sie von Stammapostel Leber kannten. Nach wie vor glücklich werden also die im Geiste Armen, wenn sie unter diese zukünftigen Worte kommen. Aber darüber wird  an dieser Stelle hier zukünftig nichts mehr zu lesen sein ... Ein Schlusswort noch, und dann gehe auch ich in meinen schreiberischen Tätigkeiten bezüglich der NAK in den Ruhestand und werde ebenfalls schweigen ...

Ps. Schlussnotiz: In der Ansprache von Stammapostel Schneider an Leber bedankt sich Schneider für verschiedene Dinge u.a. mit den Worten:

Unter Deiner Leitung und dank Deiner Impulse konnte die Kirche ihre Lehre vertiefen und konsolidieren. Und das geht in die Geschichte ein. Du hast vieles in Gang gebracht, ich kann nicht alles erwähnen.

Wenn ich nur daran denke: Die neuen Leidgedanken ....

Man beachte die Rechtschreibung des letzten Wortes aus dem Originalbericht !!

 

 

-

Mai 2013 WortschwatzErrare  - Impulse wider das Betreute Denken in der NAK

Stammapostel Lebers „Letzte Worte“ vom 07.04.2013 in Wilhelmshaven – Anmerkungen zur losen Blattsammlung Lebers (Detlef Streich Mai 2013)

Druckfassung

Die Zitate sind einer wörtlichen Mitschrift entnommen.

Stap. Leber in seiner Predigt:

„Ich habe gerade in den letzten Tagen öfters Mal gehört, dass hier und da mal die Meinung vertreten wird: Ja, eigentlich brauchen wir die Gemeinde gar nicht so. Es kommt darauf an, dass man selbst mit dem lieben Gott verbunden ist im Herzen. Man kann doch auch dort ein schönes Verhältnis pflegen, was braucht es da noch eine Gemeinde.“

Ja, man kann: Fachlich nennt man das ein mystisches Verhältnis zu Gott, das keines Mittlers bedarf – ein Totengräber aber für die NAK. Deshalb Leber weiter:

„Das ist eine sehr oberflächliche Betrachtung. Sicherlich ist es schön, ich will das gar nicht abwerten, wenn man eine enge Beziehung zu Gott pflegt im Gebet für sich selbst. Aber wir brauchen die Gemeinde! Nur in der Gemeinde, im Zusammenwirken erfahren wir die Nähe Gottes in jedem Detail, in vielerlei Aspekten und nur hier kann sich das göttliche Leben so wirklich entfalten und entwickeln.“

Nein, oberflächlich möchte man ja nicht sein, aber wieso erfährt man plötzlich nur  in der Gemeinde die Nähe Gottes im Detail? Ich dachte, das geschieht durch die Predigt vornehmlich des allobersten Leber etc … Und göttliches Leben entfaltet sich in der Gemeinschaft? Ich dachte bisher, es entwickelt und entfaltet sich im  einzelnen Menschen  … Und überhaupt heißt es: „Ihr seid das Salz der Erde“, nicht der Gemeinde. Denn erst außerhalb des Salzfasses und der Gemeinde macht Salz Sinn! Also überall da, wo Göttliches fehlt, sollte der Christ sein Beispiel der Liebe Gottes geben. Und das mehr mit Taten als mit Worten und ohne Berechnung auf einen Ewigkeitswert … dachte ich. Leber hält das aber offensichtlich für töricht:

„Es wäre also töricht, wenn man meint, das braucht man heute nicht so. Man spricht ja etwas verächtlich vom „Bodenpersonal“ und was da alles so für Gedanken sind; ihr kennt das ihr Lieben. Lassen wir uns bitte nicht irritieren, sondern seien wir dankbar, dass wir uns gegenseitig haben und miteinander verbunden dem Ziele zustreben. Wir brauchen die Gemeinden, das möchte ich ganz klar unterstreichen!“

Ja, wir „Lieben“ kennen das und die Machtspiele und kleingeistige Arroganz so mancher  AT´s. Bodenpersonal ist da eher noch eine euphemistische Umschreibung für die vorhandene Wirklichkeit dieser „getünchten Wände“ und blinden Blindenführer. Bitte also nur nicht irritieren lassen von den tatsächlichen Realitäten der leeren Reden und Augen zu, um ja schön dabei zu bleiben im geistig verkabelten und gleichgeschalteten Kollektiv der NAK …

„Jemand hat das mal verglichen mit einem Buch. Dieser Vergleich ist eigentlich gar nicht so schlecht. Ein Buch besteht aus vielen Seiten, die eingebunden, zusammen geheftet sind. Je nachdem, wie dieser Einband ist, hat man mehr oder weniger Freude an diesem Buch.“

Hier zeigt sich wieder einmal die grenzenlose Weisheit des noch amtierenden NAK-Führers: Welche Tiefe der Erkenntnis steht in diesen Worten. Aber es geht noch weiter:

„Es gibt Bücher, wenn man die sehr häufig benützt, nach zwei oder drei Jahren lösen sich einzelne Blätter schon aus diesem Verbund und dann hat man eigentlich keine rechte Freude mehr daran. Dann hat man letztlich so eine „lose Blattsammlung.“

Wahrscheinlich redet er hier von Publikationen des Bischoffverlages, die ja immer nur bis zur kürzlich erwarteten Erscheinung des Herrn halten müssen. Und eine Loseblattsamlung ist nicht schlecht. Mein Schwager hatte das in seinem Jurastudium. Ständig gab es Korrekturen und neue Richtersprüche, die aktualisiert wurden. Dadurch war man immer auf dem Laufenden (Replik an meinen ehemaligen Schwager:), wenn man das auch las und nicht nur abheftete! Also warum nicht loses Blatt sein?

„Die einzelnen Blätter zerknittern und man hat dann keine Freude mehr an solch einem Buch.“

Zugegeben, dass ist jetzt etwas schwach aus dem stammapostolischen Geist gewirkt, denn nicht nur knittern dann die Seiten (wieso eigentlich – knittern kommt doch nicht von selbst?), sondern sie fallen durcheinander. Wer mag da die 300 Seiten neu sortieren? Also doch ein zündender Gedanke (hier als mein geistiges Mitdienen zu verstehen – man könnte das noch weiter ausführen …), der sogleich herrlich fabulierend fortgesetzt wird:

Anders ist es, wenn da ein fester Einband ist, wo alles wirklich festgehalten wird, die ganzen Seiten und dann kann man dieses Buch auch noch nach Jahren sehr schön benutzen und man hat seine Freude daran. Wenn man darin liest von Anfang bis Ende, da ist nichts zerstört. - Das ist ein Bild.

Ja, und was für eines: Man mag gerne stehenbleiben und es lange betrachten. Aber dafür fehlt hier leider die Zeit. Also weiter im Text:

„Sehen wir uns einmal an, als eine Seite in diesem Buch jeder Einzelne.“

Was für ein Deutsch und interessante Kommasetzung (die hört man aber beim Reden nicht). Also ich bin eine Seite, du die nächste usw. , ein gemeindemäßiger und  inhaltsloser Fortsetzungsroman sozusagen mit einem unsichtbaren Holy Ghostwriter!  Und wozu das Ganze? Leber konkludiert:

„Dann können wir unseren Zweck erfüllen vor Gott, wenn wir alle eingebunden sind in der Gemeinschaft, wenn das auch haltbar und fest ist. Christ sein bedeutet nicht eine lose Blattsammlung, sondern da muss die Gemeinschaft dazu kommen; die muss haltbar sein und die muss fest bleiben.“

Ja genau, haltbar und fest, wunderbare christliche Eigenschaften, die ein Stein auch hat, aber der ist ja kein Buch – darüber sollte die kommende Co-Predigt von einem Leser dieser Zeilen vielleicht weiter fabulieren (wenn noch Zeit ist). Und alle sind sie drin in dem Buch, denn

„Jeder Einzelne ist wichtig, ob jung oder alt, arm oder reich, das spielt alles gar keine Rolle. Jeder gehört dazu, auch solche, die jetzt nicht unmittelbar am Gottesdienst teilnehmen können. Es gibt viele, die per Telefon mit uns verbunden sind. Sie gehören mit dazu, sie sind mit Bestandteil der Gemeinschaft. Wir brauchen uns gegenseitig und wollen uns gegenseitig stützen, voneinander lernen und miteinander verbunden sein, Brüder und Schwestern. Das ist Bestandteil der Vollendung, nicht dass wir plötzlich so eine „lose Blattsammlung“ sind, jeder macht was er will. Kann das zum Ziel führen? Ist das dem Willen unseres Vaters entsprechend? Ganz gewiss nicht. –„

Ach so! Fällt ein Buch also zu einer losen Blattsammlung auseinander, macht jede Seite plötzlich was sie will. Nein, das darf nicht sein. Gott hat die Bibel ja auch zusammengebunden, oder? Nicht das da ständig was dran geändert wird oder alles im Wind verweht …

„Ein Blatt im Winde. Aber wenn wir alle zusammen wirken, eingebunden sind, so wie ein richtiges Buch hier, dann hat das seinen Wert, dann sind wir zusammen stark.“

Eben! Ein starkes Buch, betrachtet nur nach der Kraft seiner Leimbindung: Hält immer, egal was drin steht! Super! Aber weiter mit den äußerlichen Dingen:

„Man kann noch viele weitere Dinge dazu anführen. Es ist sehr schön, es gibt wertvolle Bücher, die haben einen Goldschnitt. Wenn man die sieht, o, die sehen sehr edel aus, sehr schön. Bei einem einzelnen Blatt, da sieht man das Gold kaum. Aber alle zusammen, wenn man dann das Buch betrachtet, dann ist das eine Freude, da ist Gold sichtbar, das glänzt, das hat Wert.“

Nur dass die Goldschicht dermaßen dünn ist, dass sie leider überhaupt keinen Wert an sich besitzt. Um Blattgold herzustellen, muss es in sehr vielen Arbeitsschritten ganz viel und mächtig gehauen werden – vielleicht meinte der Stap ja etwas in dieser Richtung … Wie auch immer, ich höre jetzt einfach mal an dieser Stelle auf, aus meiner Loseblattsammlung der Predigtniederschrift dieser goldigen Worte zu zitieren und schließe mit Lebers einführenden Schlussworten:

„Also, lasst uns dieses Bild von dem Buch das so im Herzen bewegen, ihr Lieben. – „Keine lose Blattsammlung“, sondern wirklich eingebunden in die Gemeinschaft, einer für den anderen da sein.“

Ähh, eine Anmerkung legt sich mir da gerade doch noch auf den Geist. Ich dachte bisher immer, ein Buch mit seinen Seiten sei für die Leser da. Jetzt muss ich lesen, dass bei den eingebundenen Seiten die eine für die andere da ist. Will sagen, ein Selbstzweckbuch?  Wie auch immer wird der Holy Ghostwriter uns auch in Zukunft sicher in weitere Untiefen der Erkenntnis führen, unser Denken betreuen und machtvoll voll einbinden durch sein geistloses Geschwafel. Wer Ohren hat zu hören, der höre, was dieser Ungeist den Gemeinden wirklich sagt!

 

 

 

NAK-Zitate des Monats mit kritischen Anmerkungen von Detlef Streich (Die Zitate vom Staph. J-L Schneider stammen immer aus einer mir vorliegenden, wörtlichen Mitschrift des Gottesdienstes)

Staph. Schneiders Osterbotschaft vom 31.03.2013  in Zürich-Hottingen Eine Vermischung der Begriffe Auferstehung Jesu, Auferstehung der Toten, Erste Auferstehung der NAK und Ewiges Leben auch als Predigtarbeit im Jenseits (DS. 5.4.13) Druckfassung

Textwort: Hottingen Apg 4, 33 „Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen.“

Staph. J-L Schneider: „Was macht der Heilige Geist? Er sagt den Aposteln: Macht weiter! sage ihnen: Der Herr kommt bald, lasst uns bereit sein! Jetzt kommt es auf uns an: Wie reagieren wir? Sagen wir – das alte Lied kennen wir - es hat sich nichts geändert? Nein, Geschwister, wir wollen das im Glauben aufnehmen. …

Wie immer sagt einem der NAK-Prediger, was WIR wollen sollen. Auch daran hat sich leider nichts geändert!

"Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi schafft auch Klarheit für uns. Wer glaubt, dass der Herr Jesus von den Toten auferstanden ist, wer glaubt, dass er wiederkommen wird, der hat eine klare Einsicht in das Wirken Gottes. Wenn wir das herausnehmen, können wir Gott überhaupt nicht verstehen und dann stehen wir vor einem großen Rätsel: Ja, warum lässt der liebe Gott das zu? Und warum greift er da nicht ein? Und warum prüft er da? Es sind viele, viele Fragezeichen und wir haben keine Antwort."

Wer an die Auferstehung und Wiederkunft Jesu glaubt hat eine klare Einsicht in das Wirken Gottes und kann ihn verstehen, kann verstehen, warum er nicht eingreift oder doch? Diese pseudotheologische Scheinargumentation (Siehe Römerbrief 11, 33ff: O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege!  Denn wer hat des HERRN Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?) ist genauso haltlos wie die folgende Sequenz:

"Wenn wir es aber im Licht der Auferstehung sehen, dann wird vieles klar. Der Herr Jesus bereitet den Weg fürs ewige Leben. Er bereitet uns vor auf die Erste Auferstehung. Wer an die Auferstehung glaubt, der hat eine klare Einsicht in das Wirken und Handeln unseres Gottes und der versteht seine Hilfe. Für Gott ist die höchste Priorität das ewige Leben, die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi. …"

Im Klartext soll das heißen: Der auferstandene Jesus bereitet den Weg (vor?) für das Ewige Leben, indem er UNS auf die erste Auferstehung vorbereitet. (Nur) wer das glaubt, hat klare Einsichten in Gottes Handeln (??), dessen höchste Priorität (??) das Ewige Leben der Menschen ist. Die Vorbereitung auf das Ewige Leben wird hier wiederum gleichgesetzt mit der Vorbereitung auf die (erste) Wiederkunft Christi, deren praktische Durchführung zwar unklar bleibt ...

„Kein Mensch kann uns erklären wie es sein wird, wenn der Herr wiederkommen wird. Ja, wie stellt ihr euch das vor? Das ist doch wahnsinnig oder eine Geschichte für die Kinder, das ist für ein verlorenes Volk irgendwo in Afrika - die glauben das noch - aber wir in Europa… Aber was damals möglich war, ist für uns auch heute möglich. Irgendwann kommt der Herr und dann ist unser Leib nicht mehr da und wir haben einen Auferstehungsleib. Fragt nicht wie, wieso, warum? Ich weiß es nicht, ich glaube es, weil es der Herr gesagt hat! Punkt.“

 ...und trotzdem aber auch unter den toten Christen verkündet werden muss, die in ihrem Leben noch ein kleines Theodizeeproblem hatten.

„Die Auferstehung des Herrn ist die zentrale Botschaft im Jenseits. Wir sind uns ganz gewiss, dass unsere Lieben aus dem Jenseits das mit großer Kraft verkündigen: „Christus ist auferstanden.“ Sie verkündigen die Auferstehung der Toten, die Wiederkunft des Herrn und dafür brauchen sie auch Kraft….

Diese Christen, die verfolgt und getötet wurden, die brauchen heute wieder Sicherheit und Klarheit über das Wirken Gottes und Zuversicht auf die Zukunft. Die waren treu dem Herrn, auch dem Evangelium waren sie gehorsam und der Herr hat nicht geholfen und sie wurden getötet. Da kann schon mancher unsicher werden, da kann schon mancher die Hoffnung verlieren und nicht mehr wissen: Ja, was war jetzt richtig?"

Wieder müssen jetzt also die Toten NAK´ler arbeiten und predigen, so jedenfalls Staph. Schneider zum Abendmahl der Entschlafenen:

"… Wie kommen die da rüber? Die brauchen dann unsere Geschwister, sie brauchen die Hilfe des Herrn um wieder Sicherheit, Klarheit und Zuversicht zu bekommen.“

Dass diese Sicht der Dinge nicht gerade jedem plausibel erscheint (siehe z.B. Offb. 14,13: Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem HERRN sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach), weiß vielleicht auch J-L Schneider, aber das macht alles nichts, wenn in der NAK "unmögliche Sachen" geglaubt werden, die systemdienlich zu sein scheinen, weil sich hier alles dem sogenannten Werk des Herrn folgerichtig unterordnen muss:

„Auch heute gibt es Widerstände. Natürlich hier in Europa, wir haben damit nicht so viele Probleme. So dann und wann wirft man uns vor, weil wir neuapostolisch sind und so unmögliche Sachen glauben, wie Apostelamt, die Wiederkunft Jesu. Ihr seid doch die Einzigen, seid doch vernünftig, schafft das ab… Das ist so dann und wann ein bisschen unangenehm, dass man uns immer wieder vorwirft, ihr seid neuapostolisch… Ja, wir sind es eben und wollen es auch bleiben. Aber so schlimm ist das nicht, damit können wir leben....“

Und gleich nochmals, damit es auch wirklich tief ins Unterbewusstsein der Schafe Christi dringt:

"Und wie gesagt, wenn wir sagen: Wir warten auf den Herrn Jesus, dann sind nicht alle glücklich damit, aber damit müssen wir leben. Wir können nicht von aller Welt erwarten, dass die da Applaus machen: Ach, die Neuapostolischen, das sind tolle Menschen… Wir werden immer auffallen, weil wir an das Apostelamt glauben, weil wir an die Wiederkunft Jesu glauben. Okay, fallen wir eben auf, das müssen wir durchleben."

Ein Freund kommentierte das eben mit den treffenden Worten: "

Hier hilft nicht mehr zu beten: Herr, hilf meinem Unglauben.

Hier bleibt nur noch: Herr, hilf seiner Borniertheit ...

Eines aber scheint doch sicher, dass nämlich Gottes geglaubte Gerechtigkeit und seine Gnade zuverlässiger sind als die Scheinbarmherzigkeit des zelebrierten Totentanzes der NAK und ihres designierten Stammapostels Schneider.


 

Hinweis: Wer mehr und sachlich fundiert ausführlich über Staph. Schneiders eschatologischen Spekulationen und andere gezogenen, elementar falsche theologische Schlussfolgerungen lesen möchte, wird hier fündig: "NAK-Eschatologie kritisch betrachtet" von Rudolf Stiegelmeyr (in Bezug auf den NAK-Katechismus aktualisiert am 30.03. 2013)
 

 

Jenseitsvorstellungen der NAK – Realität oder Phantasie? DS Druckfassung

Das Abendmahl für Verstorbene  gehört seit Anbeginn zum gottesdienstlichen Geschehen der  NAK. Wird dies als Ritual des Gedenkens verstanden, ist dagegen nichts zu sagen, weil darin ein gewisser Trost über den Verlust von lieben Menschen liegt.  Wird hingegen der Anspruch erhoben, nicht neuapostolisch Verstorbene in magischer Weise die Sünden zu vergeben, sie zu taufen und zu versiegeln, liegt darin nicht nur ein Akt der Vermessenheit, die eigenen Vorstellungen exklusiv über die anderer Religionen zu erheben, sondern es zeigt sich darin auch eine äußerst simplifizierende Sicht der gedachten Jenseitsbereiche. Die Verstorbenen werden kategorisiert, als bestünden sie nur aus einer Eigenschaft und sind dem entsprechend nun im Bereich der Mörder, Ehebrecher, Kinderschänder etc.  Die gedachte Annahme der Sündenvergebung führt sie nun heraus aus ihren „Gefängnissen“ in den Bereich der „Erlösten“, dort  können sie nun warten und winken, bis zur Wiederkunft Jesu …

Woher kommen solche Vorstellungen, die als Realität aufgefasst werden? Und warum können sie nicht mit vernünftigen Argumentationen beseitigt werden?

Von frühester Kindheit an erzeugen neuapostolische Eltern und hier besonders die Mütter  bewusst und unbewusst als verlängerter Arm der NAK bei ihren Kindern spezifische „innere Bilder“ und formen sie somit zu dem „neuapostolischen Bild" vom Menschen primär in seiner Bestimmtheit als Gotteskind. Das "tut ein Gotteskind nicht", "Gott ist traurig" und ähnliche Verknüpfungen zwischen Moralvorstellungen und Sünde zu göttlichem Heil und Unheil sind die seelischen Geißeln, die diesem Entwicklungsprozess den nötigen Gewissensgrund geben.  Und immer im ABSOLUTEN Mittelpunkt der sich entwickelnden Person steht die NAK, die den Horizont und Blickwinkel begrenzt und bestimmt und um den sich alle Selbstbildung des Kindes rankt! Das Lebensziel ist eschatologisch bestimmt und auf das Jenseits ausgerichtet und nicht auf das wirkliche Leben in „dieser Welt“! Der geistige Tod – also das ewige Getrenntsein von Gott (= Trennung von der NAK) – wird als das „Furchtbarste“ deklariert, der leibliche Tod hingegen ist ja schließlich nur das Ablegen der „körperlichen Hülle“! Gehirnwäsche über predikale Psychomanipulation und Großgruppendynamik sind in Folge die Mittel, die dem Erwachsenen die Richtigkeit dieser inneren Bilder immer wieder suggestiv bestätigen.  Verankert werden diese Bilder aber nicht im Großhirn, das für Sprache und alle kognitiven Prozesse zuständig ist, sondern im Stammhirn, dem ältesten Teil und eigentlichen “Betriebssystem“ des Menschen. Hier sind bildhaft die konditionierten „inneren Gewissheiten“ als Vorstellungen verankert, die von dort direkt in die Organisation aller grundlegenden Lebensprozesse und auch Körperfunktionen hineinwirken. Jede spätere, erneute Suggestion des sich entwickelnden Kindes und auch Erwachsenen über den regelmäßigen Predigt- und besonders Liedkonsum spricht genau dieses fundamentale Zentrum des Gehirns an, und nicht etwa das „kognitiv“ orientierte Großhirn. Die normalerweise beim Sehen in Aktion tretenden occipitalen Gehirnlappen werden in der sich dabei automatisch einstellenden Trance verstärkt durchblutet und befördern so das „innere Sehen“.  Die so erzeugte Resonanz zu den „inneren Bilder“  überlagert nun immer wieder die äußere Wirklichkeit bis hin zur Vollständigkeit und erzeugt ein anderes Bewusstsein, weil diese ältesten Hirnschichten keine Sprache verstehen und keine komplizierten Zusammenhänge.

„Zwecklos also, mit differenzierten Analysen oder Inhalten aufzuwarten. Sie verstehen Bilder, gefühlsbehaftete, archaische Bilder, Symbole, Gleichnisse - davon sind die Reden voll. Und sie verstehen Klänge. Der Tonfall, wechselnd zwischen vertrauenweckender Väterlichkeit und strenger Autorität, übersetzt die wortarchäologischen Bedeutungen in Melodie, und Melodie und Musik wirken immer unmittelbar suggestiv... Und schließlich appellieren die Massenrituale an ein quasireligiöses Urvertrauen, erzeugen im sozialen Gleichklang ein Milieu unzweifelhafter Glaubwürdigkeit und erlauben, Erwartungshaltungen dramaturgisch punktgenau zuzuspitzen. Damit ist fast das gesamte Inventar möglicher Anspracheformen an das Hypnosebewusstsein eingebracht.“ (SWR, “Die Macht der inneren Bilder“, cut 9)

Dabei wären andere Jenseitsvorstellung wesentlich interessanter und basieren auf einem „größerem Gottesbild“, als dem der NAK.  Um nur eines herauszugreifen, hier ein kurzer Ausschnitt aus Neale D. Walsch: Freundschaft mit Gott (S.102 ff) zur Frage des Lebens nach dem Tod:

Diese Erfahrung machst du - du erinnerst dich- - sofort nach dem Tod. nachdem du deinen Körper verlassen hast. Alle Seelen erleben ihr Innewerden des Einsseins auf eine höchst interessante Weise. Es wird ihnen gestattet, noch einmal jeden Moment ihres gerade vollendeten Lebens durchzu­gehen und ihn nicht nur aus ihrer Sichtweise, sondern auch aus der all jener zu erleben, die in diesem Moment davon berührt waren.“

Das Ende dieser „Rückschau“ ist jedoch nicht die Hölle, denn, so Walsh weiter,

 „Es gibt keinen solchen Ort der ewigen Qual und Verdamm­nis, wie ihr ihn in euren Theologien erschaffen habt… Doch dabei geht es um Wachstum, nicht um »Gerechtigkeit«. Es ist ein evolutionärer Prozess, nie eine »Strafe« Gottes. Und bei eurer „Lebensrückschau« werdet ihr von niemandem gerichtet werden, sondern euch wird einfach gestattet zu er­fahren, was euer Ich in seiner Gesamtheit erlebt hat; an Stelle von dem, was eure örtlich begrenzte Ich-Version, die in eurem gegenwärtigen Körper residiert, in jedem Augenblick ihres ir­dischen Daseins durchlebte.“

Und das dahinter stehende Ziel:

 „Gott ist nicht daran interessiert, euch in ein Zurück zu brin­gen. Gott ist daran interessiert, euch voranzubringen. Ihr befindet euch auf dem Pfad der Evolution, nicht auf dem Weg zur Hölle. Das Ziel ist Gewahrsam, Bewusstheit, nicht Vergeltung.“


Natürlich sind auch das nur "Vorstellungen", aber wenn es überhaupt weitergeht, dann erscheint mir das logisch auch im Sinne weiterer, evolutionärer Entwicklungen und geistiger Reifung. Aber dazu braucht man dann auf jeden Fall auch keine NAK mehr …

 

Eine unerwünschte Berichterstattung ...

Anmerkungen zur Predigt von Stammapostelhelfer Schneider am 17.03.2013 in Dresden zur Frage: Assimilation der Zuhörer durch mentale Programmierung oder exegetische Bibelauslegung? D. Streich am 20.3.2013 (Druckfassung)

 „Als Gotteskind wurde ich stets von bemerkenswerten Gottesmännern geführt und unterstützt, deren Glaubensgehorsam und Opfersinn mich tief geprägt haben.“ Staph. Jean-Luc Schneider in seinem Lebenslauf

Eine kritische Predigtanalyse zum Geistlichen Missbrauch in der Neuapostolischen Kirche

Textwort: Johannes 12.27-28

„Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.“

Zu diesem Bibelwort predigte am vergangenen Sonntag der Stammapostelhelfer Schneider in Dresden. Man erinnere sich: Dies ist also nun die Predigt, von der BA Klingler die aus seiner Sicht unerwünschte Berichterstattung durch das Magazin „Religionsreport“ durch eine Ausladung der möglichen Reporter verhindern wollte. Liebendörfer zitiert aus einer Mail der NAK-Verwaltung:

„Wir legen keinen Wert darauf, dass ‚RELIGIONSREPORT‘ über den Gottesdienst von Stammapostelhelfer Schneider am kommenden Sonntag in Dresden berichtet."

Verständlich, dass Klingler lieber einen Bericht hätte, der uneingeschränkt positiv ist. Also berichtet er selbst: Auf NAK-Mitteldeutschland wird die in Schriftform 6seitige Predigt unter der Überschrift „Den Namen Gottes verherrlichen“ in wenigen Worten inhaltlich zusammengefasst. Unter anderem heißt es dort:

Wir können uns nicht mit dem Herrn Jesus vergleichen, aber wir können von ihm lernen. Auch wir erleben Situationen, wo unsere Seele betrübt ist. Dann suchen wir durch den Heiligen Geist Gottes Willen zu erfahren und richten unser Gebet am Willen Gottes aus. Gott will, dass sein Name durch uns verherrlicht wird. Dies geschieht, wenn wir

  • auch in Leid, Prüfungen und Ungerechtigkeit Gott treu bleiben,
  • trotz ausbleibenden Erfolgs aus Liebe zu Gott ihm weiter dienen,
  • für unseren Nächsten in Not nicht nur beten, sondern auch konkret etwas tun,
  • mit Blick auf die Zeitverhältnisse durch unser Gottvertrauen und unsere Hoffnung zeigen, dass man Gottes Werk nicht aufhalten kann.“

Hier nun meine sicherlich auch unerwünschte, aber nicht zu verhindernde Untersuchung der Predigt von Stammapostelhelfer Schneider. Der Artikel bezieht sich auf die originale, wortgenaue Mitschrift der Predigt von Schneider, die mir in schriftlicher Form vollständig vorliegt.

Was im Bericht oben relativ unverfänglich klingt (abgesehen von der Begrifflichkeit „Werk Gottes“ die natürlich ausschließlich auf die NAK zu beziehen ist), steht zwar auch im Originalbericht mehr oder weniger so, ist allerdings dort durch den Bezug auf das Vorbild Jesus enger kontextualisiert und wird beständig, quasi argumentativ,  mit dem eigenen Verhalten der Hörer vernetzt. Zunächst war einleitend von der Heiligung die Rede, die darin bestünde, „unser Leben und unser Wesen ganz auf Gott aus(zu)richten. So einfach ist das.“ Das wiederum bedeutet laut  Schneider,

dass sein Wort und sein Wille uns ganz durchdringt, dass der heilige Gotteswille unser Leben durchdringt, dass wir geprägt sind von seinem Willen und von seinem Wesen. Das ist Heiligung.“

Bereits hier wird es für den im neuapostolischen Sprachgebrauch geübten Hörer problematisch. „Sein Wort“ ist nämlich nichts anderes, als eben das, was durch Schneider gerade ausgesprochen wird. Gott, Heiliger Geist und das vom Amtsträger gesprochene Wort sind innerhalb der NAK-Sprache Synonyme. Dadurch wird Schneiders Rede selbst also sofort zum unumstößlichen und direkten Willen Gottes. Schneider  weiter:

„Das geschieht durch das Wort Gottes, wenn es tief in unsere Seele fällt, und hat Auswirkungen auf alle Facetten unseres Lebens. Wir wollen uns vom lieben Gott heiligen lassen und uns somit auf das Kommen des Herrn vorbereiten.“

Die Floskel „wenn es tief in unsere Seele fälltheißt übersetzt, ja nicht in Überlegungen darüber zu verfallen oder nachzudenken: Das Gesprochene soll sich direkt im Unterbewusstsein verankern ohne Prüfung durch den Verstand. Ebenfalls wird durch die direkte Anschließung „und uns somit auf das Kommen des Herrn vorbereiten“ eine kausale Verknüpfung hergestellt: Wer sich nicht dem Wort unterordnet, NAK Sprachgebrauch heiligt, wird sich auch nicht auf das Erreichen des neuapostolischen Glaubenszieles vorbereiten können, bzw. noch deutlicher, wird sich selbst davon ausschließen. 

Dieser bereits unterschwellig erzeugte Druck wird extrem verstärkt durch das jetzt pseudoargumentativ ins Boot geholte Vorbild Jesus: „In dieser Hinsicht haben wir ein ganz großes Vorbild, ein einmaliges Vorbild, das ist der Herr Jesus.“ Wer will und kann sich nun noch dieser Rede entziehen, wenn Jesus für ein solches Verhalten ein oder sogar das Vorbild ist? Schneider schildert fabulierend und ausschmückend im Folgenden den Prozess der konfliktreichen, inneren Entwicklung Jesu, sich zu entschließen, Gottes Wille zu tun und den Weg ans Kreuz zu gehen (siehe Textwort) und folgert:

 „Es war ein tiefer, schwieriger Kampf. Und er kommt uns so nahe, wenn man sich darüber Gedanken macht. Es ging ihm wie uns: Er musste kämpfen!

Zwar können wir uns laut Schneider nicht mit „dem Herrn Jesus vergleichen. Das ist ein ganz anderes Level, … aber wir können von ihm lernen. Das können wir“, indem wir „das jetzt auf uns beziehen, diesen Satz: Jetzt ist meine Seele betrübt.“

Wieder wird, und nun sehr stark, auf der Gefühlsebene  eingehend und ausschmückend fabuliert, dass auch wir oft betrübt sind durch „eine Prüfung, ein Leid, eine Verführung“, so dass wir nicht wissen, „was geschieht jetzt, was soll denn das sein und warum dies und warum jenes.“

Nach dem bekannten NLP-Prinzip desPacing (abholen) und Leading (führen)“ folgen nun also die Handlungsanweisungen für Situationen, in denen die  Menschen schicksalhaftes Leid trifft.

 „Was sollen wir dann machen? Dann sollen wir den Heiligen Geist zur Sprache kommen lassen und fragen: Was sagt jetzt der Heilige Geist dazu?“

Es sei erinnert, dass hiermit nichts anderes gemeint ist, als die in der Predigt erteilten Anweisungen zu befolgen. Die Sprache des Geistes ist das Wort des Predigers! Den direkt im Anschluss gestellten rhetorischen Fragen kann der Hörer nun nicht mehr folgen, das Hirn schaltet um auf pure Rezeption und geht in die Trance:

„Was macht der Heilige Geist? Er erinnert uns an den Willen des Vaters. Er sagt uns, was der Vater will. Er erinnert uns an unser Ziel. Warum sind wir Gotteskinder geworden? Warum sind wir treu geblieben? Was ist unser Ziel? Der Vater will uns in die Gemeinschaft mit ihm hineinführen.“

Die von Schneider hier gegebenen Antworten im Sinne der vorgegebenen Zielformulierung sind bereits das beabsichtigte leading. Und genauso geht es weiter:

„Was wollen wir, was ist unser Ziel? Wir wollen in die Gemeinschaft mit Gott kommen. Das ist unser Ziel, deshalb sind wir Gotteskinder geworden. Das ist der Wille Gottes und ist auch unser Wille. Das ist unsere Priorität: In der Gemeinschaft eins zu werden mit dem Vater.“

Das alle einschließende und ständig vereinnahmende „Wir“ tut sein assimilierendes Übriges und macht jeden Zuhörer zum willenlosen Objekt der Indoktrination. Hinzu kommen die sprunghaften, scheinlogischen Wenn-Dann-Verknüpfungen mit weiteren Anweisungen:

„Was ist der Wille des Herrn noch? Er will, dass wir seine Zeugen sind, dass wir ihn verkündigen, dass man ihn erkennen kann durch uns. Das ist der Wille des Vaters. Wenn wir das verstanden haben und angenommen haben, dann ändert sich unser Gebet. Dann beten wir auch: Vater, verherrliche deinen Namen!

Hilf mir, dass ich deinen Willen ausführen kann …“

Warum fordert Schneider das ein? Weil der Hörer dann „das machen kann, was du (=Gott) willst.“  Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass auch hiermit natürlich im Klartext eigentlich gesagt wird, dass das Mitglied dann genau das machen soll, was der Prediger jetzt gerade sagt! Und Schneider fordert  im Folgenden ganz deutlich, deklariert als Sprache des Heiligen Geistes:

„Da müssen wir den Heiligen Geist zur Sprache kommen lassen. Der sagt uns: Was willst du eigentlich; wir waren uns doch eins, du willst das Einssein mit deinem Gott, du willst in die Gemeinschaft kommen mit dem Herrn Jesus – ja, das wollen wir, das ist unser Ziel; wir wollen ganz nah beim Herrn sein –, also, was ist jetzt deine Priorität?“

Es wird ersichtlich, dass hier immer nach dem gleichen Schema sprachlich gearbeitet und psychologisch manipuliert wird: Beispiele aus der Bibel werden als Redeanlass genommen und mit dem eigenen Leben und/oder auftretenden Problemen verknüpft. In der Folge kommen undifferenzierte, biblische Verhaltensbeispiele als Antworten auf angesprochene Probleme, denen sich der Hörer unter Ausschaltung seines eigenen Willens  unterzuordnen hat, indem er  z.B. Prioritäten setzt wie  eben diese hier:

„Vater, hilf mir, nimm mir dieses Kreuz weg, schenke mir Gesundheit, schenke mir Arbeit, löse dieses und jenes Problem... Aber unsere erste Priorität wird dann ganz anders. Unsere erste Priorität, das wichtigste Gebet lautet: Vater, lass mich treu bleiben, gib mir die Kraft, dass ich treu bleiben kann …“

Treu bleiben“ heißt im NAK-Sprachgebrauch aber wiederum  nichts anderes, als in der Gruppe zu bleiben, komme was da will. Damit der Verstand zwischendurch aber nicht aufwacht, werden immer wieder verwirrende Scheinzusammenhänge genannt oder sogar unauflösbare Paradoxa eingestreut, denen das Gehirn nicht folgen kann:

„Was erwartet der liebe Gott von uns? Dass wir beweisen, dass wir verkündigen, mit der Hilfe Gottes kann ein Mensch Gott treu bleiben, was auch kommen mag. Mit der Hilfe des Herrn kann man ihm nachfolgen, was auch geschieht. Was den Menschen unmöglich ist – ihr erinnert euch –, ist mit Gott möglich! Wenn wir unseren Willen an den Willen des Vaters anpassen und sagen: Ja, wir wollen in der Gemeinschaft bleiben, wir wollen das Einssein mit Gott, dann schenkt uns Gott seine Hilfe.“

All diese Prinzipien der sprachlichen „Zwangsüberzeugung“ habe ich bereits schon einmal in der Ausarbeitung „Sprachliche Mittel zur mentalen Zwangsüberzeugung in der Neuapostolischen Kirche – Eine rhetorische Stilmittelanalyse (2008)“ an einem Predigtbeispiel vom jetzigen Amtsinhaber Leber ausführlich dargestellt und dort die wesentlichen Redemerkmale so zusammengefasst (a.a.O. S.8):

  • Durch Anknüpfung an allgemeine Erfahrungen entsteht ein Gefühl der Zusammenhörigkeit.
  • Die Sprache wird verlangsamt, das Bewusstsein ermüdet.
  • Geschichten, Parabeln und bestimmte Worte werden so verwendet, das stimmungsvolle „innere Bilder“ hervorgerufen werden
  • Paradoxa, also nicht logische Bestandteile der Rede, werden als scheinlogisch dargestellt. Im Bemühen, den Ausführungen zu folgen, koppelt sich das Bewusstsein von der Realität ab
  • Es werden sich wiederholende, rhythmische Elemente eingebaut, die einem das Folgen erschweren, der Sinn geht verloren.
  • Der Zuhörer wird aufgefordert, das Gehörte nicht zu überdenken, sondern einfach auf sich wirken zu lassen.
  • Geschichten werden so genau geschildert, dass sie die Aufmerksamkeit der Zuhörer ganz in den Bann ziehen. Sie tauchen ganz ein und werden still.
  • Starke Gefühlsreaktionen werden planvoll hervorgerufen. Im Gruppenprozess wirkt zudem das Weinen oder Schluchzen der anderen Mitglieder ansteckend.
  • Rationales und Irrationales wird so vermengt, als stünde es gleichwertig nebeneinander.
  • Indirekt und versteckt formulierte Anweisungen verändern das Verhalten, ohne das „Befehle“ erteilt werden. Man handelt aus „eigenem Willen“ nach den gehörten Worten.

Das Ziel solcher Reden formuliert Schneider dann auch selbst wie folgt:

„Auch wenn du große Opfer gebracht hast, auch wenn du viel für den Herrn gearbeitet hast, auch wenn du ihm von ganzem Herzen gedient hast und es kommt nichts, hast du dennoch einen Grund, ihm weiter zu dienen, weil seine Liebe zu uns so groß ist.“

Was wiederum nichts anderes heißt, als dass natürlich immer wieder leidvolle Situationen kommen, dann aber der Hörer auch als Amtsträger trotzdem immer noch einen Grund hat, in dieser Gruppenanbindung „weiter zu dienen“, sich also nicht zu entziehen. Und wenn der „menschliche Geist keine Antwort findet, da muss man sich zum Heiligen Geist wenden.“ Es ist unnötig, nochmals darauf hinzuweisen, wo der aus Sicht der NAK natürlich zu finden ist. Und dieser Geist rät nun unter der missbräuchlichen Verwendung der Jesuworte erneut: „Meine Seele ist betrübt, ich versteh gar nicht, warum lässt das der liebe Gott zu? Da kann man theologische Diskussionen nehmen, da kann man menschliche Diskussionen nehmen, das nützt alles nichts. Frag doch mal den Heiligen Geist! Der erinnert uns an das, was der Herr Jesus gesagt hat.“

In diesem Fall erinnert er sogleich an das Gleichnis vom Weizenfeld und dem Unkraut, das als widrige Umstände  gedeutet wird (natürlich könnten das auch Kritiker aus den eigenen oder anderen Reihen sein), über die man sich aber nicht aufregen sollte, denn

Unkraut wird verbrannt, Weizen geerntet. Er wollte damit sagen: Lasst das alles; das Unkraut schadet der Ernte nicht, Gottes Walten kann man nicht aufhalten. Das ist auch die Antwort des Heiligen Geistes auf das Geschehen von heute. Man meint manchmal, der liebe Gott müsste da unbedingt eingreifen und das Unkraut ausjäten und mal zeigen, was der richtige Glaube ist und dass Jesus Christus der Sieger ist. Das ist nicht im Sinne des Herrn. Der Herr sagt: Nein, du musst mir nur vertrauen. Hab Vertrauen in die Zukunft, sei beharrlich und warte auf die Ernte.“

Hier klingt das immer wieder in Predigten zu hörende Motto an, man möge sich durch nichts irritieren lassen: Je schlimmer die Zeit und deren Verhältnisse, desto eher kommt der Herr und holt die NAK-Geschwister alle zu sich. Und „durch unsere Beständigkeit … kann man erkennen, Gottes Werk kann man nicht aufhalten. Und wächst noch so viel Unkraut, das der Satan gesät hat, die Ernte Gottes wird zu Tag und Stunde bereit sein.“

Wegen der Nachhaltigkeit wird nun am Ende der Ausführungen wie in einer hypnotischen Raucherentwöhnung  auch üblich nochmals betont:

 „Wenn wir betrübt sind, lasst uns immer wieder zum Heiligen Geist kommen und ihn fragen: Was sagst du dazu? Er offenbart uns seinen Willen. Er sagt uns: Mein Wille ist, dass du eins mit mir bist, dass du in die Gemeinschaft mit mir kommst.“

Und nochmals verstärkend und auf das Ende aller Probleme im Erreichen des Glaubenszieles verweisend fasst Schneider in seinem Schlusssatz zusammen, worum es geht:

„Und wir bleiben beständig, auch wenn’s ganz schlimm zugeht, weil wir diese innere Sicherheit haben: Die Ernte des Herrn kann man nicht aufhalten! Da stimmt der liebe Gott zu und sagt uns: Wenn du das willst, wenn du deinen Willen und dein Gebet an meinen Willen anpasst, dann wirst du erhört! Amen.“

Dabei bleiben ist alles, alles andere gilt nicht!  Und „dabei bleiben “ müssen aus Schneiders atavistischer Sicht auch die Verstorbenen, die natürlich bei seiner Predigt auch anwesend sind:

„Wir haben manchmal so die naive Vorstellung, wenn sie rüberkommen, dann ist alles klar. Das ist nicht so! Woher bekommen sie Trost, woher bekommen sie die Antwort? Im Gottesdienst. Sie kommen unter das Wort Gottes, hören genau das gleiche Wort, das wir hören. …Da gibt es keinen Unterschied. … Was im Diesseits wahr ist, ist auch im Jenseits wahr.“

Aber nur zuhören reicht auch für sie nicht, sie müssen handeln und sich sogar weiter entwickeln und reifen, denn …

„unsere Geschwister werden ja nicht heiliggesprochen, wenn sie ins Jenseits kommen. Sie sind, wie sie waren. Keiner von denen ist heilig. … Die haben nicht alle geliebt. Die waren nicht mit allen einig. Die waren nicht bereit, zu jedem hinzugehen und zu lieben. Das müssen sie lernen im Jenseits wie wir im Diesseits. Der Vollendungsprozess läuft genau parallel.“

Aber nicht nur die Predigt brauchen sie, nein, sie brauchen sogar noch mehr:

„Wie wir Kraft geschöpft haben im Heiligen Abendmahl, schöpfen sie jetzt Kraft im Heiligen Abendmahl, Kraft, eins mit dem Herrn zu sein und nach seinem Willen zu handeln. Das macht das Werk Gottes so groß.“

Die Ausdehnung dieses Werkes Gottes, will heißen der Neuapostolischen Kirche, hat also wahrlich nicht nur weltliche Dimensionen, sie transzendiert sogar unentbehrlich Zeit und Raum durch Wort und Hostie! Dass aber auch die Verstorbenen sich nun noch vervollkommnen müssen ist meines Wissens ein neuer Aspekt der Visionen von Stammapostelhelfer Schneider und so bisher noch nicht erläutert worden. Will sagen, sie stehen im Widerspruch zum neuen Katechismus und basieren auf vergangenen Vorstellungen. BA Knobloch schreibt 1986 in einem geheimen, eigentlich nur den Bezirksaposteln überreichten Buch (basierend auf Quellen von 1914):

„Für uns alle liegt es klar auf der Hand, daß die lebenden und die Entschlafenen Apostolischen, die im Herrn gestorben, die treu gewesen sind und sich im Heiligen befinden, das gleiche Wort der Bereitung und Vollendung hören und daß durch die Bezirksapostel an jedem Sonntag den genannten Entschlafenen (und solchen, die der Vater der Liebe herzuführen läßt) das gleiche heilige Mahl gereicht wird. Diese Überzeugung mußte sich nach und nach Bahn brechen! (Bezirksapostel Knobloch 1986, DAS ENTSCHLAFENENWESEN)

Auch Bezirksapostel Klingler formulierte in seinen einleitenden Worten wie folgt in ähnlicher Art:

"Heute dürfen unsere Lieben aus der jenseitigen Welt bewirtet werden durch unseren Stammapostelhelfer. Der Herr wird durch ihn handeln."

Und die Verstorbenen handeln ja auch, das behauptet jedenfalls der designierte Stammapostel Schneider, wenn er sagt: "

"Ich empfinde das als besonders groß zu wissen, unsere Geliebten sind heute Morgen da. Sie haben genau das Gleiche Wort gehört wie wir. Sie werden sich Mühe geben, danach zu handeln ..."

Was machen die wohl da oben? Und was würde Gott bloß machen ohne seine hier bewirtenden,  neuapostolischen Oberkellner?? Fragen über Fragen ...

 

Fassen wir zusammen:

Die Analyse der Predigt Schneiders zeigt  deutlich, dass die Redeabsicht des zukünftigen Stammapostels Schneider darin besteht, den Hörern  das aus seiner Sicht richtige System an Meinungen, Vorstellungen und Bewertungen zu suggerieren und sie durch die vorgenommene psychologische Beeinflussung*  einerseits zum Handeln im Sinne der Gruppenzugehörigkeit und des Gruppendenkens zu bewegen und andererseits trotz oder gerade durch Leiden und konstitutive Unterordnung (Subordination) ihre Gruppenzugehörigkeit abzusichern (*siehe dazu die verkürzten Auszüge aus meiner Arbeit  Christliche Sondergemeinschaft oder Sekte“ Detlef Streich,  2008 - Begriffsklärung und Unterscheidungskriterien und  den sehr informativen Artikel  Erlöst oder verführt von Nils Johan Lavik).

Dies erreicht er mit einer Fülle von Signalwörtern, vereinnahmenden und devotisierenden Wir- Redewendungen, scheinlogischen, scheintheologischen und/oder paradoxen Textpassagen bei  im Wesentlichen ansonsten inhaltslos bleibenden Ausführungen.  Alles dieses ist keine Predigt, sondern die in allen Sekten praktizierte  Psychomanipulation, die mittels des auf Rezeption reduzierten Bewusstseins die gewünschten Verhaltenstrigger direkt im Unterbewusstsein verankert.

Vorgänge dieser Art werden als mentale Programmierung oder umgangssprachlich auch als Gehirnwäsche bezeichnet. Gleiches ist auch bei der Untersuchung seiner Predigt in Saarbrücken deutlich geworden.

Innerhalb der Mitglieder der NAK können diese Zusammenhänge aber nicht wahrgenommen werden, sie sind undenkbar!  Umso schlimmer  ist es deswegen, dass sich von außen niemand für diese nachzuweisende Psychomanipulation und den damit verbundenen geistlichen Missbrauch durch die Führer der NAK interessiert. Man überlässt seitens der Weltanschauungsbeauftragten im ACK oder anderswo die Opfer und Täter sich selbst und drückt beide Augen solange zu, bis man selbst sieht, was man zu sehen wünscht, nämlich eine relativ große und christliche Sondergemeinschaft mit einigen merkwürdigen Dogmen. 

Religiöser Wahn macht eben nichts, wenn es nur ein System gibt, in das er sich einordnen lässt und in dem der normal Denkende zum belächelten Außenseiter wird.

Und dafür fehlen mir am Schluss dann doch die Worte …

 

Dieser Artikel kann HIER kommentiert werden.

Lies dazu auch den interessanten Artikel „Kirch-Spiele“ von Gabriel vom 26.3.2013

 

 

 

 

Das angestrebte Menschenbild des designierten NAK- Führers Schneider: Der absolut willenlose Jünger! (Druckfassung) -  Anmerkungen von D. Streich zur Predigt von Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider am 03.02.2013 in Saarbrücken  (16.3.2013)

(Hinweis: Dieser Artikel kann bei Readers Edition kommentiert werden)

Textwort: Matthäus 28,19-20

Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Stammapostelhelfer Schneider stellte in seinen Ausführungen den Begriff der „Jünger“ durchgängig in den Mittelpunkt, zitierte aber einführend zunächst das Jesuzitat  „Gott, warum hast du mich verlassen“ um sogleich hinzuzusetzen, dass es sich dabei aber um einen Vorwurf an Gott handelt, den „wir“ zu unterlassen hätten. Wörtlich sagte er in etwas holprigem Wortlaut:

Die Vorwürfe gegen den Herrn, ja die bestehen nicht mehr wenn wir sagen: Ja, lieber Gott, warum hast du mich vergessen? Wenn wir uns bewusst werden wieder, was der liebe Gott schon alles gemacht hat, dann können wir keinen Vorwurf mehr machen. Da kann kein Mensch mehr sagen, ach, du hast mich vergessen.“

Diesem aus seiner Sicht also unzulässigem Vorwurf an Gott, bzw. den Herrn (das ging sprachlich durcheinander) stellte er die Dankbarkeit und den Gehorsam gegenüber.

Je größer die Dankbarkeit ist, je tiefer, je ehrlicher die Gottesanbetung ist, desto einfacher wird der Gehorsam. Dann ist die Sache ganz klar geregelt: Lieber Gott, sage mir jetzt, was ich machen soll – ich mache es. Weil wir wissen, wer jetzt spricht.“

Unzulässig wird hier und im weiteren Verlauf das Geisteswirken Gottes gleichgestellt den eigenen Predigtausführungen: Sie sind das „Wort Gottes“, dem ein Jünger, der ja ein Schüler ist, Gehorsam zu leisten hat. „Was ist ein Jünger?“ fragte Schneider zu Beginn und erklärte:

Das Erste: ein Jünger ist, per Definition, ein Schüler. Ein Schüler, der zum Meister geht, um etwas von ihm zu lernen. Und das hat mich angesprochen. Der Jünger als Schüler. Wir wollen uns vom lieben Gott immer etwas sagen lassen. Er hat uns noch viel, viel zu lehren und wir haben noch sehr viel von ihm zu lernen.“

Wieder wird das Predigtwort zum direkten Wort Gottes erhoben, denn jedem Zuhörer ist klar, dass mit dem „sich etwas sagen lassen“ nicht exegetische Ausführungen zu einem Bibelwort gemeint sind, die einem Hörer das Verständnis aufschließen, sondern dass hiermit immer das gerade eben gesprochene Wort „vom Altar Gottes“ in der NAK gemeint ist. Schneider erhebt also seine Predigt zur direkt göttlich inspirierten Lehre.  Ihr nicht zu folgen heißt, den Willen Gottes abzulehnen. Aber „ ein wahrhaftiger Jünger lässt sich etwas sagen!“, so Schneider wörtlich. Er setzte verdeutlichend hinzu:

„Es kommt auch vor, wir haben alle eine gewisse Erfahrung, zum Teil eine sehr große Erkenntnis, wir sind im Werk Gottes aufgewachsen, wir haben viel erlebt, viel erfahren, viel geleistet. Aber trotzdem: Lasst uns Schüler bleiben! Lasst uns in diesem Lernprozess bleiben.

Wir können nicht sagen aufgrund unserer großen Erfahrung, großen Erkenntnis, so und soviel jahrzehntelang neuapostolisch – aber was die jetzt da predigen, was da kommt – also da bin ich nicht einverstanden.“

Und es kommt noch schlimmer. Der Begriff „Gottesdienst“ wird im Folgenden nicht etwas als Frohbotschaft des Evangeliums gedeutet, sondern wie üblich als warnende Drohbotschaft Gottes verstanden, ja nicht den Weg der NAK zu verlassen:

In jedem Gottesdienst warnt uns der liebe Gott. (…)  Aber, liebe Geschwister, wenn das Wort vom Altar kommt ist das eine Warnung für einen einzelnen von uns. Das ist für mich! Nicht für den anderen. Lassen wir uns vom lieben Gott etwas sagen.“

Nochmals deutlich wird hier für das „Wort vom Altar“ beansprucht, dass der „liebe Gott“ es direkt spricht. Mehr noch: Das gesprochene Wort IST sogar das Evangelium und der Glaubensinhalt gleichermaßen:

… was man uns auch anbieten mag, wir haben immer eine erste Priorität: Ist das mit dem Wort Gottes kompatibel? Ist das „evangeliumskompatibel“? … Passt das mit dem Wort Gottes zusammen, ist das kompatibel mit dem Evangelium? Wenn wir da merken, da steht etwas im Widerspruch, dann lehnen wir das klipp und klar ab: Das passt nicht in meinen Glauben!

Und eben deswegen erwartet „der Herr“ von „seinen Jüngern“ Gehorsam diesem Wort gegenüber:

„Er erwartet Gehorsam, das ist für ihn wichtig. Ein Jünger muss gehorsam sein.“

Diese Einschwörung auf die eigene Rede  zentriert nicht das Evangelium Jesu in den Zuhörern, sondern bindet sie absolut an die zu glaubenden „ Apostelworte“ und deren Verkünder. Damit sich aber der Mensch dabei nicht zu wichtig nimmt, werden durch die schwarzweiße Verkürzung mal eben zwei Aussagen verfälschend zu „Grundprinzipien des Evangeliums“ erklärt:

„Zum Beispiel: die Seele ist wichtiger als der Leib, das ewige Leben ist wichtiger als das irdische Leben“

Völlig gleichgültig sind also Lebensumstände, Nöte, Krankheiten, Sorgen etc., denn immer und ohne Ausnahme gilt das Gehorsamsprinzip:

„Aber der Herr Jesus erwartet von einem Jünger, dass er nie kommt mit einer Ausrede und dem Herrn klarmachen will, ja aber weißt du, jetzt in dieser Situation, in diesem Fall kann ich das nicht machen, das geht jetzt nicht. Da brauch ich jetzt eine Entschuldigung, aber es geht nicht. Ein Jünger ist immer gehorsam, der bleibt am Wort Gottes, was auch kommen mag. Das ist für ihn selbstverständlich-“

Zwar werden dem Begriff „Wort Gottes“ scheintheologisch begründend  einige Glaubensallgemeinplätze direkt nach gesetzt: „Er ist gehorsam den Geboten gegenüber, dem Evangelium gegenüber, den Werten des Evangeliums.“ Diese Ausführungsvorschriften dazu sind aber nur im Rahmen der in der NAK zu hörenden Predigt zu finden, und da gilt eben nochmals einschwörend und verstärkend (man kann es schon nicht mehr hören!) für jeden Hörer und neuapostolischen Christ:

„Es gibt für ihn keinen Kompromiss. Gehorsam, Glaubensgehorsam ist dem Herrn Gehorsam. Das ist der wahrhaftige Jünger. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, kein Kompromiss, wir bleiben dabei auch wenn es schwer ist, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist – wir bleiben gehorsam.“

Diese Indoktrination entmündigt den Menschen und macht ihn zu einem willenlosen Spielball des designierten neuapostolischen Sektenführers und entfremdet ihn damit dem biblischen Evangelium! Geschickt werden in dieser Pseudopredigt Bibelworte mit Sektenprinzipien verknüpft, denen sich der gläubige Zuhörer weder rational noch emotional entziehen kann. Die Folgen daraus sind der Verlust des eigenen Willens, der ja immer unterzuordnen ist, und die Aufgabe des eigenen Selbst.  Diesen schleichenden Prozess bemerkt ein Mitglied der NAK allerdings nicht. Schneider selbst  beschreibt ihn aber und seine Folgen sogar sehr deutlich in seinen weiteren Ausführungen:

„Aber je mehr der Heilige Geist sich in uns entfalten kann, je mehr er Platz, Raum gewinnen kann in unserem Herzen, dann so allmählich wird der Wille Gottes zu unserem Willen. Und dann brauchen wir gar nicht mehr gehorsam zu sein, wir machen was wir wollen, aber was wir wollen ist genau das, was der Herr will! Je mehr der Heilige Geist Raum in uns hat, je weniger Gehorsam brauchen wir. Sein Wille ist unser Wille geworden.“

In furchtbarer Weise wird hier die Psyche der Zuhörer von Kindesbeinen an manipuliert und der eigene Wille gezielt gebrochen und zerstört.  Dies ist in schlimmster Weise Geistlicher Missbrauch von Geburt an! Die christlich angestrebte Einheit mit Gott wird dabei umgedeutet zum Einssein mit den Aposteln. Die Menschen werden abhängig von den Verkündern dieser entsetzlichen und unchristlichen  Lehre und ihnen hörig:

„Ein Jünger hat eine klare Entscheidung getroffen, er ist für den Herrn. Er ist im Glaubensgehorsam treu was auch kommen mag, für ihn gibt es eine Regel, das ist das Evangelium, die Gebote Gottes – daran hält er sich. Und er ist immer bemüht, mit seinem Herrn eins zu sein, zu machen, dass der Wille Gottes zu seinem eigenen Willen wird.“

Diesen willenlosen Zustand des Mitglieds nennt Schneider euphemistisch sogar „komfortabel“, denn dann braucht der Mensch „nicht mehr gehorsam zu sein – Gehorsam kostet ja immer Mühe – dann kann er machen, was er entschieden hat, was er will. Das ist der Jünger!“

Bezirksapostel Steinweg brachte dieses Prinzip damals auf die simple Formel: Ein NAK-Mitglied (Sprachgebrauch „Gotteskind“) muss wollen, was es soll! Komfortabel ist das wohl, aber nicht für den geschädigten Menschen, sondern für die Führungsetage der NAK! Und natürlich bleibt es nicht bei den Aufforderungen zur  „geistlichen Nachfolge“ allein. Wie immer geht es neben der genüsslich ausgekosteten, missbrauchenden Macht auch und gerade expressis verbis ums Geld, was man aber nicht nur der Kirche spendet, sondern eigentlich dem „Herrn Jesus“ opfert:

„Es ist schön, wenn wir gläubige Jünger sind und unsere geistigen Aufgaben erledigen, aber der Herr Jesus braucht ganz konkret unsere materielle Hilfe. Ja um zu funktionieren braucht die Kirche unsere Opfer, die Kirche ist nicht selbstreinigend, da muss jemand was tun, und, und, und ... so vieles auf dem einfachen materiellen Gebiet und unsere Sorge ist, dass man das manchmal aus dem Auge verliert. Man ist so konzentriert und vergisst dabei, ja du, irgendjemand muss ja auch mal was machen. Der Jünger ist auch da, um dem Herrn eine materielle Hilfe zu gewährleisten.“

Wer solche Ausführungen eines psychomanipulativen Sektenführers und zukünftigen Stammapostels ignoriert und meint, man könne in ACK-Gesprächsrunden so über das „wording“ des einen oder anderen Dogmas streiten, befindet sich im scheintheologischen Wolkenkuckucksheim und macht sich mit schuldig an den dadurch psychisch zerstörten Menschen, ob er es wahrhaben will oder nicht.

Interessant ist noch am Schluss, dass ganz aktuell laut eines Berichtes des  Internetmagazins Religionsreport am Sonntag, den 17. März 2013, der  Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider in der neuapostolischen Gemeinde Dresden-Neustadt einen Gottesdienst halten wird, bei dem mögliche Berichterstatter dieses Magazins deutlich ausgeladen sind. „Der zuständige Kirchenpräsident, Bezirksapostel Wilfried Klingler, ließ ausrichten, dass eine Berichterstattung durch religionsreport.de unerwünscht sei.“ (ausführlicher Artikel) Es scheint, dass bereits gemerkt wird, dass die Reden dieses künftigen Kirchenführers nicht immer druckreif sind. Ein Irrtum ist es aber, wenn man meint, dass durch diesen Versuch der Zensur ein Bericht verunmöglicht wird. Dafür ist dieser Artikel hier ein Beispiel, denn die eingefügten Zitate stammen aus einer mir vorliegenden, wörtlichen Mitschrift der Predigt.  

Das Schiff NAK steuert jedenfalls mit ihrem neuen Führer in immer schlimmere Gewässer und entfernt sich immer weiter vom Auftrag Jesu „und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“, obgleich dies sogar die Textwortgrundlage der Predigt  Schneiders war!  Sein Ziel hatte er bereits am Anfang seiner Predigt klar definiert:

„Die Apostel haben die Aufgabe zu den Völkern zu gehen, aber nicht nur um sie für Jesus Christus zu gewinnen, nicht nur um sakramental zu handeln, um sie zu taufen – das ist das eine Wichtige, das sehr Wichtige. Aber das ist auch eine fortwährende Entwicklung. Die Aufgabe der Apostel ist es, aus den Gotteskindern, die mit Wasser und Geist getauft sind, wahrhaftige Jünger zu machen.“

Und wie das aussieht, ist hier hinreichend beschrieben. Mehr als deutlich wird die Wahrheit des mongolischen Sprichwortes: "Ein Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."  Wohl jedem Menschen, der sich von einem solchen System und dessen Rednern und  Reden nicht fangen und verführen lässt!

Lesen Sie HIER noch einen ergänzenden Kommentar zum Thema Glaubensgehorsam von  Rudolf Stiegelmeyr und einen Leserbrief zur Schneiderpredigt von Gerlinde Bodtke.

Zurück zum Seitenanfang