... da braut sich was zusammen!

Religiöser Wahn macht aber nichts, wenn es nur ein System gibt, in das er sich einordnen lässt und in dem der normal Denkende zum belächelten Außenseiter wird.

Man bedenke jedoch:

"Es gibt eine Normativität des Faktischen, aber es gibt keine faktenersetzende Kraft des Phraseologischen.“ (F.J. Strauß zugeschrieben)

Deshalb finden Sie auf dieser Seite aktuelle  Hinweise und Impulse wider das "Betreute Denken" in der NAK!

 

 

 

1.8.2016  „Der Mensch missioniert, nicht seine Worte. Sein Tun übertönt seine Worte.“ Anmerkungen zum von Apostel Drummond geänderten Schlusskapitel des Testimoniums  (DS)

Gott hat 1832 gesprochen - Glaubst du das?“  So betitelt  M. Koch bei Glaubenskultur (klick) eine Anmoderation mit einem Zitat aus dem Vortrag von R. Kiefer zur Apostolizität der NAK und zitiert im Weiteren noch: „Neuapostolisch-Sein sei eben nicht etwas wie Katholisch- oder  Evangelisch-Sein.“ Beide Zitate greifen jedoch gewaltig zu kurz. Wenn Gott 1832 und in Folge durch diese Apostel gesprochen hat, sollte man sich genau anschauen, was sie zudem an Erkenntnissen auch für die heutige Zeit noch sagten. In einem Artikel zum verfassten Testimonium heißt es:

Zunächst aber begann 1840 mit dem Verlust der zwölffachen Aposteleinheit eine Zeit der Krise. Apostel Drummond veränderte den Schlussteil des Testimoniums. Er hielt es 1843 für unmöglich, dass vor der Wiederkunft Christi noch eine Kirche unter Aposteln errichtet werden könne. Apostel Cardale hingegen verwendete Teile des Testimoniums, um ein Handbuch für eine Kirche unter Aposteln zu erstellen.“ (Quelle)

Der veränderte und leider weitestgehend unbekannte und unbeachtete Schlussteil des Testimoniums hat es gewaltig in sich und zeigt, im Gegensatz zu den Vertretern der heutigen NAK,  die umfassende theologische Bildung und Weitsicht und das erstaunliche Verantwortungsbewusstsein von Drummond. Wäre man seiner umfangreich und vielseitig begründeten Ansicht gefolgt, und hätte man den aus seiner Sicht falschen Schritt, aus der apostolischen Bewegung eine Kirche zu gründen, nicht getan sondern Gott die Sache überlassen –wie er fordert- , gäbe es heute zu Recht auch keine Neuapostolische Kirche und die damit verbundenen Probleme. Der damalige Apostel Cardale ignorierte Drummonds Gedanken jedoch völlig, führte im Mai 1847 mit Zustimmung des Kollegiums die Versiegelung ein und trieb den Aufbau einer kirchlichen Institution voran. Erst (oder bereits?) 1855 erkannte er aber seinen Fehler und bekundete im Januar 1855 in der Versammlung der Sieben Gemeinden:

Manche hatten gedacht, und ich bekenne, selbst zu ihnen gehört zu haben, dass die zum Apostelamt Berufenen, wenn sie treu blieben, nicht sterben würden, bis sie des Herrn Gäste in das himmlische Erbe geführt hätten. Wir haben uns geirrt.“ (Quelle„Seher, Grübler Enthusiasten“ Überverzeichnis: „Die katholisch-apostolischen Gemeinden“, Unterverzeichnis: „Der Bruch von 1863 und die Hersteld Apostolische Zendingkerk“)

Wir haben uns geirrt!“

So das markante Fazit! Der Mann hatte Format! Und diese Haltung wäre auch für die heutige Führungsriege der NAK ein eigenes, historisches Vorbild, dem man beim Tod von J.G. Bischoff spätestens  hätte folgen müssen und auch heute noch folgen sollte, wäre man redlich! An Stelle dessen reitet man aber lieber die theologischen Irrtümer zu Tode, pflegt seine erworbenen Pfründe und das eigene Ego auf Kosten aller, die diesem schon von Drummond als falsch erkannten Weg heute noch auf allen Irrwegen folgen. Drummond wollte keine Apostolische Kirche, und schon gar keine Neuapostolische! In seiner Sicht "besteht unsere Weisheit jetzt darin, „stillzustehen und die Erlösung Gottes zu sehen, (...) denn ganz sicher wird sie nicht durch irgend einen menschlichen Arm bewirkt werden noch durch menschliche Weisheit, sondern Gott allein wird sich als der Retter seines Volkes erweisen“ . Und dies war kein Irrtum seinerseits, sondern wohl überlegt und begründet. Er wollte nicht  "durch eitle Bemühungen die Zahl der Anhänger einer Sekte auf Kosten einer anderen vergrößern." Im Folgenden wesentliche, zusammenhängende Zitate aus dem geänderten Schluss des Testimoniums. Man sollte aber unbedingt das ganze Schreiben lesen um zu begreifen, wie weit- und umsichtig dieser Mann war.

Anschnallen, fest sitzen und los geht es:

Apostel Drummond:

53 Es gibt eine Erwählung, einen nur Gott bekannten Überrest in jeder Abteilung der Getauften, einen Samen des Reiches, für den das Reich bereitet ist, gezeugt durch die Wirksamkeit solcher Ordnungen, wie sie durch die Zerstörung und Dunkelheit vieler Generationen erhalten geblieben sind. Wenn eine Sekte dem ganzen Rest der Christenheit sagt: Nur ich bin die Kirche“, dann heißt dies: „Nur ich bin der Leib Christi, nur ich werde entrückt werden, um dem Herrn zu begegnen in der Luft, nur ich werde den Tod nicht schmecken.“ Es heißt, dass man sagt:„Hier ist Christus.“ Aber wir werden ermahnt, solchen nicht nachzugehen, (…)

81 "Ohne sich in eitlen Vermutungen über künftige Ereignisse zu ergehen, die wahrscheinlich
in Enttäuschung enden würden, mag es dennoch erlaubt sein, zwei mögliche Ereignisketten
aufzuzeigen. Je nachdem, welche eintritt, werden die Ereignisse sich unterschiedlich
entwickeln. Die eine Möglichkeit besteht in der Wiedererrichtung der alten Ordnungen und
85 der daraus folgenden Neuordnung zumindest einer gewissen Anzahl von Kirchen innerhalb
der Christenheit in Einheit vor der Verwandlung und Entrückung der Heiligen; die andere
besteht darin, dass es solch eine Neuordnung nicht gibt und nur in Worten das Zeugnis zugunsten
einer solchen verkündet wird. S. 214. Es fehlt nicht an mancherlei Schriftstellen, die
sowohl die eine wie die andere Sicht zu rechtfertigen scheinen, und so steht es uns wohl an,
90 keine der beiden zum Dogma zu erheben."

118 "Niemand wird ausgebildet, für Gott und das Lamm als Könige und Priester über die Nationen gesetzt zu werden. Da aber Menschen so ausgebildet und belehrt werden müssen, ehe sie diese Pflichten antreten können, muss diese Arbeit der Belehrung nach ihrer Auferstehung erfolgen, wenn sie nicht vor ihrem Tod getan wurde.

211 Am Anfang der Haushaltungsperiode sollte eine neue Offenbarung des göttlichen Willens und Plans und Wesens [Person] gemacht werden, aber so etwas soll an ihrem Ende nicht geschehen. Es kann keine neue Lehre geben, kein neues Kirchenregiment, keine neue Ordnung zur Belehrung und Führung der Menschen. Alles, was gefordert ist, ist, dass die Kirche die Kirche sein soll, dass sie ihren Namen nicht Lügen straft, (…)

237 Ein weiterer Irrtum (...) ist die Anwendung der Wörter erste und letzte, hoch und niedrig in Bezug auf die Hierarchie; und allgemein herrscht die Vorstellung, dass ein Bischof, Priester und Diakon dieselbe relative Beziehung zueinander und zur Kirche haben wie sie ein Graf, Vizegraf und Baron zueinander und zum gewöhnlichen Volk haben. Folglich müssten sich solchermaßen vorgeformte Gemüter unter einem Apostel so etwas wie einen kirchlichen Herzog oder Fürsten vorstellen. Dies ist nicht nur durch die Einführung der weltlichen Gewalt in kirchliche Angelegenheiten entstanden, sondern auch dadurch, dass kirchlichen Personen aufgrund ihres kirchlichen Amtes weltliche Ränge und Würden erhalten haben.

259 Das Wort, das in Bezug auf das apostolische Amt am häufigsten verwendet wird, ist diakonos und verwandte Wörter. Die Vorzugsstellung eines über den anderen ist deshalb in der christlichen Kirche genau umgekehrt wie die Vorzugsstellung, die in der Welt vorherrscht.

336 Wir lesen nie davon, dass der Heilige Geist gegeben wurde außer durch Handauflegung der Apostel selbst. In ähnlicher Weise können Apostel in unseren Tagen, in denen die ganze Christenheit getauft ist und es in der Kirche einen ausreichenden Amtskörper gibt, nicht für diesen Zweck
benötigt werden. Das Amt, das jetzt durchgeführt werden muss, ist das des Predigers des
Evangeliums, was auch wieder nicht die besondere Aufgabe des Apostels ist;
und bis die Allgemeine Kirche, die Kirche in ganz Europa, oder wenigstens ein Überrest aus derselben in jedem Volk, Geschlecht, Sprache und Stamm jenes Amt wünscht, wäre das Vorhandensein von Aposteln vollkommen nutzlos. (…)

402 Europa muss bekehrt werden, ehe ein Apostelamt in die Kirche ausgehen kann.

454: Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass Apostel und Propheten, wenn sie wieder aufgerichtet würden, ihre Pflichten besser erfüllen würden als sie alle anderen Menschen erfüllt haben; oder dass die Menschen sich unter ihrer Regierung und Führung mehr freuen werden als sie es jetzt tun unter der Regierung ihrer Könige und der Führung durch ihre Priester.“

 

Hier nun der ganze, sogar von der NAK selbst herausgegebene (!!) und als „alternatives Testimonium“ bezeichnete Schluss: Geändertes Testimonium von Apostel Drummond oder das englische Original

Die damaligen Herren hatten noch das Format und den geistigen Horizont, ihre Fehler zu erkennen, öffentlich einzugestehen und sich nicht herauszureden mit einer hohlen Phrase wie „Gott hat seinen Willen geändert!“ Auch beeindruckt die aufrichtige und absolut ökumenische Grundorientiertheit von Apostel Drummond sowie die theologische Argumentationsbreite.

Und heute?  Eingeständnis von grundlegenden Irrtümern fehl am Platze! Der Chor der selbsternannten Apostel stimmt lieber immer wieder sein selbstherrliches Lied der eigenen Heilsnotwendigkeit an und alle Hörer fallen zu Tränen gerührt mit ein.  „Nicht die geistlose Welt um uns herum sollte uns ängstigen, sondern eine Christenheit und eine Kirche, die von ihrem kostbaren Gewand dauernd redet, es aber im liturgischen Kleiderschrank eingemottet hat. Eine Kirche ohne dieses Kleid des Heiligen Geistes, eine Kirche in Unterhosen aber bietet eher Anlaß zum Gespött als zur Bewunderung.“ So der leider früh verstorbene Pfarrer Braden am Schluss seiner Predigt „Des Geistes neue Kleider.“  

Das Zitat vom mit dem Apostel namensgleichen Schriftsteller Henry Drummond über diesem Artikel lautete: „Der Mensch missioniert, nicht seine Worte. Sein Tun übertönt seine Worte.“ (Quelle)  In der NAK ist das leider nicht so: Das ewig alte Lied der Apostel übertönt alle Wahrheiten, und die braven Schäfchen singen es lautstark mit und sind blind und taub für die als Predigt deklarierten und verkauften theologischen Fehlschlüsse, Ungereimtheiten und bestenfalls Binsenweisheiten.

Bereits im Keim ihrer Abspaltung war die NAK eine geistige, geistliche und unmenschliche Totgeburt. Aber in ihrer jetzt eigenen Götterdämmerung werfen eben auch geistige Zwerge noch arrogant lange und zudem anmaßende Schatten!

Chor, einen Abgesang:

Ein neues Apostellied mit alten Zitaten (DS, 2012)

O Ewigkeit, du Donnerwort,
Schwert der Apostel immerfort!
Was ist´s, das ihr bisher verkündet?
Apostelheil – jenseitsgegründet!

Die Welt ist euch ein Jammertal.
Und nur im ewgen Freudensaal
Liegen Ziel und Sinn bereit.
Also auf zur Ewigkeit!

Warum denn nun noch länger weilen?
Lasst schnell uns aus dem Leben eilen.
Und ihr, Apostel, geht voran:
Vorwärts, aufwärts, himmelan.

Apostelamt, du kaltes Licht,
Erleuchtest dich, mich siehst du nicht.
Du predigst Wasser und trinkst Wein
Und schenkst dir auch sehr reichlich ein.

Apostelwort, heilloses Heil,
ein schleichend Gift, ein leiser Pfeil!
Drohbotschaft statt Frohbotschaft
Glücklich, wer es dort wegschafft ...

… und frank und frei sein Leben lebt!
Sei´s drum, was noch im Wege steht:
Geh aus, mein Herz und suche Freud
von nun an selbst in deiner Zeit.

 

 

Beiträge und Artikel 2015 bis 2016

  • 1.8.2016  „Der Mensch missioniert, nicht seine Worte. Sein Tun übertönt seine Worte.“ -  Anmerkungen zum geänderten Schlusskapitel des Testimoniums von Apostel Drummond (DS)

  • 27.7. Nur ein Link: Eine neue Kritikerseite ist seit Juli 2016 im Netz mit Beiträgen zur Gemeindesituation und Umgang von BezÄmtern mit Vorstehern, Verletzung der Schweigepflicht etc. Siehe hier: Bezirk-Minden Satire? rund um den Bezirk Minden
  • 4.7.2016 Link: Zweiter Offener Brief zum Thema Forschungsbericht von D. Kastl an Stap Schneider
  • 29.6.2016 "Erwartungsfroh  in die Zukunft, um Großes zu erleben in der Kirche Christi und im Erlösungswerk unseres Herrn" BezAp Krause
  • Link: 27.6. 2016 „Gehorsam nicht mit Begeisterung“ – Gedanken von Dieter Kastl zum erweiterten Arbeitsgebiet von BezAp Krause / Klick zum Artikel
  • 23.06.2016  Kurze Fragen an Stap Schneider im Rahmen seines Besuches in Hannover
  • 21.6.16 Dr. Kai Funkschmidt von der EZW im aktuellen Newsletter zum Thema "Hessenschau"
  • 15.6. 2016 Stap Schneider: Wir sind hier im Exil und warten auf unsere Befreiung!)
  • 8.6. 2016 Kurzkommentar zum vollständig zitierten Protestschreiben der ACK „Ökumenische Zentrale Frankfurt“ von Pastor Bernd Densky an den Hessischen Rundfunk / Redaktion „hessenschau“ in Frankfurt vom 17.5.2016(DS)
  • 8.6.2016 Kommentar von Rudolf Stiegelmeyr zu den jüngsten Nachrichten in Fragen der Reform- und Ökumenefähigkeit der Neuapostolischen Kirche
  • 6.6. Wandlung und Öffnung der NAK? - Nachbemerkungen zum  Artikel zum Thema Bericht des HR (DS)
  • 16.5. 2016 Link auf den Fernsehbericht der Hessenschau vom 15.05.16 um 20:08 Uhr zum Pfingstfest der NAK in Frankfurt
  • 17.5. Ergänzungen mit Zitaten aus der Predigt von Stammapostel Schneider im Pfingst-GD
  • 20.4.2016 Anmerkungen zum Pfingstgottesdienst 2016 der NAK und ihrem Geburtstagsfest im nur kleinen Kreis
  • 19.4. 2016 Kommentar zum Interview BezAp  Klingler mit Kirchensprecher Peter Johanning anlässlich seines bevorstehenden Ruhestandes am 19.6.2016
  • 15.4. 2016 Konfirmandenbrief Schneider 2016 und Kommentar von D. Kastl
  • 7.4.2016 Die NAK - Eine Erfindung von Menschen / Link auf einen Artikel von Dieter Kastl
  • 8.3.2016 Kurzinfo  NAK- Forum Quo Vadis NAK geschlossen 
  • 18.1. 2016 Kurzinfo: Marcel Dagenbach (geb. 1978) – bezahlter Theologe der NAK-Süd – ist aus der NAK ausgetreten (Quelle Magazin Glaubenskultur vom 12.1.2016)
  • 8.12.2015 Stap Schneider am 06.12.2015 in Güstrow mit kurzer Einleitung
  • 26.11. Link auf einen Bericht im SWR 1 vom 26.11. 2015
  • Sie könnens ja nicht lassen: Auch Mitglieder der NAK wollen Flüchtlinge missionieren!
  • 28.10.2015 BezAP Nadolony verweigert sich einem Gespräch zur Aufarbeitung erlebter körperlicher und seelischer Gewalt
  • 25.10.2015 INFO: Ein NAK-Bezirksapostel verdient in der Schweiz aktuell ca. 400 000 Euro im Jahr
  • 16.6.2015 Gottesdienste der NAK-NRW für Menschen mit kognitiven Einschränkungen in „Leichter Sprache“
  • 27.4. Hinweis auf einen aktuellen Aufsatz in der Zeitschrift "Berliner Dialog", von Olaf Wieland: „Vom Segen gemeinsamer Arbeit“  Die NAK und das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der damaligen DDR
  • 31.3.2015 Der Verein LINDD äußert sich zur Begleitung von Glaubensgeschwistern nach erlebtem geistlichem Missbrauch in der NAK (ergänzt von DS mit aktuellen Zitaten vom März 2015 aus drei Predigten von Stap Schneider
  • 4.2.2015 nac.today - die neue Internetpräsens der NAK

 

 

4.7.2016 Link: Zweiter Offener Brief zum Thema Forschungsbericht von D. Kastl an Stap Schneider

Zitat: „Bei diesem Forschungsbericht geht es nicht um Sie persönlich oder irgend ein anderes Mitglied der Kirchenleitung, sondern es geht um die betreffenden Zeitzeugen und ihre Lebensschicksale. Und die Berichte darüber sind weder Ihr Eigentum noch das anderer Bezirksapostel und Apostel. Deshalb ist es eben nicht legitim, dass Sie und weitere Verantwortliche so darüber verfügen, als wäre es Ihr Eigentum. Der Inhalt stammt nicht von Ihnen, die wissenschaftliche Ausarbeitung stammt nicht von Ihnen und die ca. 50.000,- Euro – welche diese Forschungsarbeit gekostet hat – stammen mit ziemlicher Sicherheit auch nicht von Ihnen.
 (…)

Im Verlauf des lesenswerten Schreibens kommt Kastl auch auf die jüngsten Ereignisse um den Hessenschaubericht zur NAK- Pfingsten zu sprechen … (Klick)

 

 

 

29.6.2016 "Erwartungsfroh  in die Zukunft, um Großes zu erleben in der Kirche Christi und im Erlösungswerk unseres Herrn" BezAp Krause

So zu lesen im Gemeindebrief der NAK Bremen-Vegesack Juli 2016 im WORT ZUM MONAT von BezAp Krause an die fusionierten Mitglieder der NAK Nord- und Ostdeutschland. Dieser Euphemismus, zukünftig "Großes zu erleben", ist schon angesichts der Zusammenlegung und der starken Mitgliederschrumpfung mit dem natürlichen Verstand kaum zu begreifen. Und wie sich dieser Satz "Es bleibt aber nicht aus, dass es auch in der Kirche Christi und im Erlösungswerk unseres Herrn und Heilandes Veränderungen geben muss. Manche Lehraussagen wurden geschärft" mit dem Gedanken, der ACK beizutreten vereinbart, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

Ebenso muss die Aussage "Ich freue mich auf jede Begegnung mit euch und bin dankbar, für so viele Glaubensgeschwister da sein zu können" als anbiedernde Heuchelei verstanden werden, sagte doch der Stap, und der wird es aus den Vorgesprächen wissen, bei der Einsetzung zu Krause wörtlich: "Es war weder dein Wunsch noch deine Entscheidung, dass du diese neue Aufgabe übernimmst.
Das war die Entscheidung des Stammapostels, so möchte ich sagen, und du hast das nicht mit Begeisterung angenommen, aber aus Gehorsam. ... Aber das will ich offiziell sagen, dass du das wirklich aus Gehorsam und aus Liebe zu den Geschwistern angenommen hast.
" Von Freude ist da nichts zu hören.

In seiner Copredigt in Hannover machte Krause selbst deutlich:" Jesus konnte auch zurechtweisen, er konnte auch in Ordnung bringen, was nicht in Ordnung war. Er hat zur richtigen Zeit das Richtige getan. Er ist und bleibt unser Vorbild, an das wir nie ganz heranreichen. Aber er muss unser Vorbild bleiben." Wenn das mal keine Drohung ist ...

Das weitere Geschwurbel mit den üblichen Allgemeinplätzen (Wir befinden uns auf dem Weg / Wir alle sind gefordert / Wie segensreich ist der Hinweis unseres Stammapostels, uns gegenseitig aufzubauen) und wieder einmal deutlichen Gefühlsvorgaben (Unsere dankbare Stimmung soll dabei Grundton unseres Herzens sein) hier nun unkommentiert im Zusammenhang:

Ihr lieben Geschwister,

mit diesen Zeilen darf ich mich an dieser Stelle das erste Mal an euch alle wenden. Nun ist unser neuer Bezirksapostelbereich Nord- und Ostdeutschland gegründet. In einem denkwürdigen Gottesdienst hat uns unser Stammapostel das oben stehende Bibelwort zeitgemäß ausgelegt. Gerade in einem solchen Fusionsprozess ist der Hinweis unseres Stammapostels, „Wir alle sind gefordert, jeder einzelne in seiner Gemeinde“, mehr als zutreffend. Natürlich möchte ich meinen Teil als Bezirksapostel dazu beitragen. Ich bin mir aber darüber im Klaren, und dies in engster Verbindung mit allen Aposteln unseres Bereichs, dass wir alleine diese große Arbeit nicht schaffen können. Wie segensreich ist der Hinweis unseres Stammapostels, uns gegenseitig aufzubauen, zu trösten und manchmal auch zu tragen. Unsere dankbare Stimmung soll dabei Grundton unseres Herzens sein.

Wir leben in einer Welt voller Veränderungen. Gerade unser kirchliches Leben, so wünschen wir es jedenfalls, sollte dabei möglichst konstant bleiben. Es bleibt aber nicht aus, dass es auch in der Kirche Christi und im Erlösungswerk unseres Herrn und Heilandes Veränderungen geben muss. Manche Lehraussagen wurden geschärft und, wie wir es jetzt alle feststellen, auch auf organisatorischem Gebiet gibt es Änderungen. Was auf lokaler Ebene durch Gemeindezusammenlegungen von euch schon er- und durchlebt wurde, haben wir nun auch auf der Ebene der Bezirksapostelbereiche erlebt. Ich verspreche euch, euch mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Liebe zu dienen. Lasst uns doch bitte zusammenwachsen! Das kann nur durch die Liebe Christi geschehen.

Ich freue mich auf jede Begegnung mit euch und bin dankbar, für so viele Glaubensgeschwister da sein zu können. Wir werden uns in der Liebe gegenseitig tragen müssen. Selbstverständlich wird unser Handeln immer Stückwerk bleiben. „Die Liebe aber erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“ (1. Korinther 13,7). Letztlich wird das Stückwerk aufhören, wenn das Vollkommene erscheint. (Vers 10).

Wir befinden uns auf dem Weg. Unser Herr kommt und wir gehen ihm entgegen. Ganz besonders hat mich anlässlich meiner Beauftragung folgender Satz aus dem Herzen unseres Stammapostels berührt: „Der Herr ist mit euch, ihr werdet Großes erleben und weiterhin satt werden.“

In diesem Sinn dürfen wir erwartungsfroh in die Zukunft blicken und freudig unseren Glaubensweg gehen. Dabei wollen wir uns gegenseitig unterstützen, damit jeder von uns das Glaubensziel erreichen kann.

In herzlicher Verbindung grüße ich euch,

euer Rüdiger Krause

 

23.06.2016  Kurze Fragen an Stap Schneider im Rahmen seines Besuches in Hannover am 19.6.

 

Frage: Stap Schneider, Sie haben heute Morgen gepredigt auf der Grundlage des Textwortes aus Markus 6, aus Vers 37, „Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen.“  Ich frage Sie direkt: Braucht der Mensch heutzutage noch die Kirche?

Stap Schneider: Man kann nicht so Heil empfangen: Jeder bei sich zuhause, jeder irgendwo isoliert. Nein, das geht nur in einer Gemeinschaft. Ein schöner Hinweis auf die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen. Da wird Heil vermittelt. Nicht einzeln, isoliert, ein jeder für sich, sondern es war dem Herrn wichtig: Macht mal Gruppen von Tischgemeinschaft, da wird das Heil vermittelt. Das ist das Erste. Und das Zweite: Er hat das nicht selbst ausgeteilt.

Frage: Das hätte wohl auch zu lange gedauert. Es werden ja 5000 Männer im Kontext erwähnt, die laut der Schilderung, die Sie offensichtlich sehr wörtlich nehmen, von den 5 Broten und 2 Fischen satt geworden sein sollen. Aber warum ist Ihnen das so wichtig, dass Jesus das nicht selbst austeilte?

Stap Schneider: Er hat die Apostel, die er grad ausgesandt hat, denen hat er gesagt: Gebt IHR ihnen zu essen. Das Essen kam von IHM, das Heil kam von IHM, aber er hat die Apostel damit beauftragt. IHR sollt das Heil vermitteln, IHR müsst das austeilen: das Wort aus der Apostellehre, das heilige Abendmahl.

Frage: Moment mal! Das „Essen“ hatten zunächst die Jünger selber bei! Ferner sind "Essen" und "Heil" völlig verschiedene Begriffe, die Sie hier vermengen. Im konkreten Zusammenhang des Wortes ist  lediglich von der Speisung die Rede. Wenn Sie jetzt hier zudem noch die „Apostellehre“ und "Abendmahl" direkt anfügen, so ist diese scheinbare Kausalkette schlichtweg eine Mogelpackung, die Sie den Hörern unterjubeln.

Stap Schneider: Leib und Blut Christi, das unerlässlich ist für das Heil, das hat er seinen Aposteln anvertraut. Ihr müsst das verwalten. Ihr müsst das austeilen. Das ist der Hinweis, der Hintergrund, den man heute erkennt in diesem Wunder.

Frage: Was genau muss man heute erkennen?

Stap Schneider: Wo das Heil herkommt, und wie das Heil vermittelt wird.

Frage: Also damals durch die Jünger. Aber das war vor 2000 Jahren, was hat das mit der Gegenwart zu tun?

Stap Schneider: Wir wollen auch nicht vergessen, dass die Apostel immer noch am Werk sind.

Frage:  Also beziehen Sie Ihre Aussagen direkt auf die Apostel in der NAK. Macht das die NAK dadurch zu einer besonderen Kirche?

Stap Schneider: Wir können noch Abendmahl feiern, wir können noch die Gemeinschaft mit Jesus Christus im Abendmahl erleben. Es gibt immer noch die Gelegenheit, die Möglichkeit, Abendmahl zu feiern. Wir können das Wort Gottes noch hören. Wir haben noch Brüder, die ihr Leben dem Dienst des Herrn weihen und die uns Heil vermitteln. Wir haben noch die Gemeinschaft der Gläubigen, auch wenn die Gemeinde kleiner ist, auch wenn die Gemeinde ganz klein ist, mag sein.

Frage: Na dann sind ja die aktuellen Mitgliederrückgänge besonders in Europa auch vor diesem Hintergrund unwichtig! Ich danke Ihnen für die klaren Ausführungen.

Hinweis: Die eingefügten Antworten Schneiders sind direkte Zitate aus seiner Predigt in Hannover (Hier die verwendeten Zitat aus der Predigt im Zusammenhang)

Link auf einen ausführlichen Kommentar zur Predigt von C-F Schlangen bei canities

 

21.6.16 Dr. Kai Funkschmidt von der EZW im Newsletter Ausgabe 6/2016
zum Thema "Hessenschau"

Wie schon geschrieben ist die Kritik an den Darstellungen in der Hessenschau durchaus berechtigt bezüglich der zitierten Äußerungen Herrn Eimuths. Funkschmidt breitet dieses Thema in dem EZW-Artikel  nochmals aus und schreibt:

„Eimuth hatte ausdrücklich auf die Veränderungen in der NAK hingewiesen und sprach an dieser Stelle explizit über die Vergangenheit. Seine Worte wurden durch den Filmschnitt geradezu ins Gegenteil verkehrt. Er beschwerte sich beim Sender. Ähnlich manipulierend verfuhr der Beitrag mit der Predigt des Stammapostels Jean-Luc Schneider.

Dass aber das Predigtzitat aus Schneiders Pfingstrede „ähnlich manipulierend“ sein soll, ist schlicht falsch. Im Gegenteil hätte der Autor eine andere, dezidierte Passage Schneiders aus der Pfingstpredigt zur klaren Verdeutlichung der Haltung Schneiders viel besser als Zitat verwenden können:

„Dafür können wir dankbar sein,  dass Gott die Kirche gestiftet hat wo wir Heil finden können. Wo sollten wir schon denn sonst Heil finden, wenn nicht in der Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat, um das Heil zu vermitteln. … Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft der Gläubigen? Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft in unserer …*  Reihen, in der Gemeinschaft der Gotteskinder! Diese wunderbare Gemeinschaft, die wir immer erleben können.  Das ist doch ein Dank wert, oder?  Wir danken Gott, dass er seinen Geist zu uns geschickt hat. Wir danken Gott, dass er uns die Kirche Christi, die Gemeinschaft der Gläubigen geschenkt hat.

Von anderen, gleichberechtigten Kirchen ist hier eindeutig nicht die Rede, im Gegenteil. Und woraus  Funkschmidt die folgende Behauptung für das "neue Jahrtausend" ableitet, bleibt schleierhaft:

Die ökumenische Öffnung, das zentrale Thema der NAK im neuen Jahrtausend, wurde mit keinem Wort erwähnt – es hätte wohl nicht ins Bild der „umstrittenen Religionsgemeinschaft“ gepasst. Auch wenn dieser Reformprozess noch nicht in der gesamten Kirche angekommen ist, so entstand doch durch diese Lücke eine grob verzerrte Darstellung.“

Grob verzerrt“ wirkt eher die Ignoranz sämtlicher Kirchenvertreter gegenüber den wirklich aussagefähigen Zitaten aus Schneiders Reden (die hier ganz offensichtlich "nicht ins Bild passern") und die beharrlich beibehaltene, rosarote Sowillichdienaksehenbrille, auf die man sich offensichtlich deutschlandweit geeinigt hat, denn:

„Obendrein erweckte der Film den Eindruck, diese Sicht der Dinge werde von den deutschen „Weltanschauungs- und Sektenexperten“ geteilt, was im Hinblick auf alle heutigen kirchlichen Weltanschauungsbeauftragten schlicht falsch ist.“

Will sagen, alle heutigen kirchlichen Weltanschauungsbeauftragten sehen die NAK als geläutert, offen, zur Ökumene fähig und grundlegend gewandelt. Gut zu wissen …

Ich verweise deshalb nochmals auf den ausgezeichnet argumentativen Artikel von R. Stiegelmeyr Ökumenisches Reinheitssiegel hat nichts mit aufgeklärter Vernunft und religiöser Wahrhaftigkeit zu tun (15.06.16) Die Neuapostolische Kirche scheint mit ihrer Taktik erfolgreich zu sein, sich das ökumenische Gütesiegel mit augenwischerischer Kirchendiplomatie zu erkaufen ...

Chor, eine Strophe vom alten Liederdichter:

Jawohl, meine Herren, so haben wir es gern
und von heut an gehört uns die Welt.
Jawohl, meine Herren, die Sorgen sind fern
wir tun, was uns gefällt.
Und wer uns stört, ist eh' er's noch begreift
längst von uns schon eingeseift.
Jawohl, meine Herren, darauf könn' sie schwör'n
Jawohl, Jawohl, Jawohl.
(Anhören)

Link auf das von canities wieder eingestellte Video der Hessenschau

EZW-Artikel ganz lesen

 

15.6. 2016 Stap Schneider: Wir sind hier im Exil und warten auf unsere Befreiung!

Stap Schneider am 29. Mai 2016 im Gottesdienst in Japan (Quelle nac.today):

Als Gottes Kinder, als Wiedergeborene aus Wasser und Geist, sind wir Himmelsbürger. Wir sind hier im Exil und warten auf unsere Befreiung.

Diese skandalöse Aussage vom für die Lehre verantwortlichen, neuapostolischen Stammapostel und die damit verbundene Haltung zum Leben ist ökumenefähig? Sie ist dysfunktional, nekrophil (E. Fromm), lebensfeindlich und hat psychopathologische Tendenzen, aber niemand korrigiert ihn! Der Tod als letzte und einzige Gewissheit wird bagatellisiert und "die irdische Existenz als Entscheidungsort des (A.d.V.: nicht nur ... ) christlichen Lebens verharmlost" (Funkschmidt/ Entschlafenenwesen 2013). Wer Schneider zuhört und solchen erschreckenden Parolen folgt, erleidet psychischen Schaden! Schwer erinnert dieser Satz an die Botschaftszeiten. Wer unter diesem Gedanken seine Kinder erzieht, macht sie krank! Einer von vielen Berichten, z.B.  Stefan K.  von 2013, oder die Aussteigerberichte auf meiner Hp zeigen das mehr als deutlich.

Von solchen unglaublichen Äußerungen und deren Folgen müssten sich die Damen und Herren vom ACK deutlich distanzieren und sie kritisch ins Gespräch einbringen, wenn sie in ihren Positionierungen zur NAK nicht völlig blind und unglaubwürdig erscheinen möchten.

Was trotz solcher Reden für ein Personenkult innerhalb der NAK um den Stap verbreitet wird, kann man bei der NAK-Süd oder in der Plakataktion "Vorfreude" auf Pfingsten 2016 nachlesen.

 

 

Die folgenden Artikel und Kommentare wurden der besseren Lesbarkeit dieser Seite wegen in einer Datei zusammengefasst (die Artikel lesen klick):

 

8.6. 2016 Kurzkommentar zum Protestschreiben der ACK „Ökumenische Zentrale Frankfurt“ von Pastor Bernd Densky an den Hessischen Rundfunk / Redaktion „hessenschau“ in Frankfurt vom 17.5.2016

8.6.2016 Kommentar von Rudolf Stiegelmeyr zu den jüngsten Nachrichten in Fragen der Reform- und Ökumenefähigkeit der Neuapostolischen Kirche (Artikel ausführlicher Klick )

6.6. Wandlung und Öffnung der NAK? - Nachbemerkungen zum  Artikel zum Thema Bericht des HR:

Update 7.6.2016 Der HR hatte sich nicht der NAK gebeugt

3.6.2016 Ex-Apostel Gerrit Sepers schreibt in einem Kommentar seine Meinung über die ACK - Mitgliedschaft der NAK- Deutschland und zu ihrem Öffnungs- und Wandlungsprozess.  (Quelle NAK-Newsticker)

 


 

16.5. 2016 Fernsehbericht der Hessenschau vom 15.05.16 um 20:08 Uhr zum Pfingstfest der NAK in Frankfurt

Zitate aus der Hessenschau:

Stap Schneider:

„Sicherlich. Wir wollen den Menschen helfen, ihre Not lindern, aber der beste Weg um sie definitiv von der Not zu befreien, der beste Dienst, ist, mich selbst aufs Kommen des Herrn vorzubereiten.“

Kirchensprecher Bischof Johanning zur Frage nach Druck durch die Kirche (2.58 Min.):

“Das gehört eben mit zu unserer Biographie, zu unserer Geschichte der Neuapostolischen Kirche,  dass aus der Vergangenheit heraus manche überkommenen Vorstellungen da sind, die wir aber zur Seite legen möchten.“

Schlusskommentar dazu von Torsten Harms:

“Fehler aus der Vergangenheit, kein Thema  beim Pfingstgottesdienst in Frankfurt, hier feiert man lieber den Kirchenchef!“

Ausschnittvideo der TV-Sendung

Oder die ganze Sendung im Archiv bei 6.25 Min beginnt der Teil zur NAK

Ps.: Da Herr Harms als Autor der Sendung sicherlich einige Protestnakler zu erwarten hat, wäre es schön, dass ihm auch solche schreiben, die den Beitrag positiv finden: torsten.harms@hr.de

17.5. Stellungnahme der NAK zum Bericht in der Hessenschau; Zitat: "... Gottesdienstauszüge wurden ohne den zum Verständnis notwendigen Kontext wiedergegeben und Aussagen gemacht, die sich auf längst vergangene Zeiten beziehen und  in keiner Weise die positiven Veränderungen unserer Kirche in den letzten Jahrzehnten abbilden. (...) Wir nehmen die aus unserer Sicht unfaire Form der Berichterstattung zur Kenntnis und distanzieren uns von den unzutreffenden, überholten Äußerungen im Beitrag, sowie von den teilweise polemischen Aussagen des Kommentators. Die Kirchenleitung prüft eine angemessene Reaktion auf die unausgewogene Berichterstattung gegenüber dem HR."

Eigentlich hätte Johanning ja wenigstens seinen Namen unter dieses Machwerk setzen können oder müssen, aber wer so naiv in der Stellungnahme denkt, "Manchem Gottesdienstteilnehmer ist bestimmt aufgefallen, dass u.a. auch während der Abendmahlsfeier gefilmt wurde. Das Einräumen eines derart hohen Grades an Freizügigkeit auch im Gottesdienst sollte eine objektive Berichterstattung über den Pfingstgottesdienst ermöglichen" und womöglich einen kleinen Werbekurzfilm zur NAK erwartet hatte, dem ist ohnehin nicht zu helfen.

19.5. Mittlerweile gibt es sogar eine Hp zu diesem Thema: Link Die umstrittene neuapostolische Kirche

 

16.5.Weitere Anmerkungen:

Welche "überkommenen Vorstellungen da sind, die wir aber zur Seite legen möchten" Johanning hier meint wäre interessant, wird aber leider genau so wenig spezifiziert wie die "positiven Veränderungen unserer Kirche in den letzten Jahrzehnten"  oder die "unzutreffenden, überholten Äußerungen im Beitrag." Dass Herr Harms mit seiner Schlussaussage richtig liegt, zeigt schon deutlich ein Abschnitt aus dem bei nac.today eingestellten Videoausschnitt:

Stap Schneider Pfingsten 2016 im Video ab 3.40 Min (Quelle nac.today):

„Dafür können wir dankbar sein,  dass Gott die Kirche gestiftet hat wo wir Heil finden können. Wo sollten wir schon denn sonst Heil finden, wenn nicht in der Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat, um das Heil zu vermitteln. Wir wären da ganz arm dran, wenn Jesus Christus die Kirche nicht gestiftet hätte. Wo holten wir Heil her?  Das geht nur durch die Kirche Jesu Christi. Die Kirche Jesu Christi ist ja auch die Gemeinschaft der Gläubigen.  Bruder, Schwester, kannst du dir vorstellen,  wie das wäre, wenn du da ganz alleine wärst?  So ein Einzelgänger!  Ein Einzelkämpfer, ganz  alleine in deiner Ecke.  (laut und vehement:) Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft der Gläubigen? Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft in unserer …*  Reihen, in der Gemeinschaft der Gotteskinder! Diese wunderbare Gemeinschaft, die wir immer erleben können.  Das ist doch ein Dank wert, oder?  Wir danken Gott, dass er seinen Geist zu uns geschickt hat. Wir danken Gott, dass er uns die Kirche Christi, die Gemeinschaft der Gläubigen geschenkt hat.“

...* Hier wollte Schneider wohl zu „unserer …“ das Wort "Kirche" ergänzen, machte aber eine Pause und korrigierte dann etwas abmildernd zu „Reihen“.  Die Sequenz macht es aber durch die markierten Hervorhebungen dennoch deutlich, dass mit ´wir` und ´uns` konkret und nur die NAK und ihre Mitglieder gemeint sind:

„Dafür können wir dankbar sein,  dass Gott die Kirche gestiftet hat wo wir Heil finden können. Wo sollten wir schon denn sonst Heil finden, wenn nicht in der Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat, um das Heil zu vermitteln. … Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft der Gläubigen? Was wären wir denn ohne die Gemeinschaft in unserer …*  Reihen, in der Gemeinschaft der Gotteskinder! Diese wunderbare Gemeinschaft, die wir immer erleben können.  Das ist doch ein Dank wert, oder?  Wir danken Gott, dass er seinen Geist zu uns geschickt hat. Wir danken Gott, dass er uns die Kirche Christi, die Gemeinschaft der Gläubigen geschenkt hat.“

Das ist alles absolut nichts Neues! Die NAK ist aus Sicht Schneiders die von Gott gestiftete Kirche Christi, basta! Einzelgänger und Abweichler haben keine Chance!

In diesem Zusammenhang mutet es jedoch zumindest merkwürdig an, dass sich die kleine Bezirksapostelversammlung am Samstag mit Fragen zum Amtsverständnis der NAK beschäftigte: "Was ist ein Amt, was ist ein Dienst? Was ist Amtsvollmacht und was Amtsauftrag? Was ist geistliches Amt und was ist Organisationshierarchie? Das sind die Fragen, die derzeit zur Debatte stehen." (Quelle nac.today)

Shalom kommentierte im Glaubensforum 24 die Apostelversammlung gewohnt satirisch wie folgt (Kurzzitat):

"Werte Amtsvollmächtige, liebe Amtsauftragsgeber und all ihr geistlichen Organisatioligarchen 8),

... Die Rückmeldungen sollen dann – nachdem der Stapst zugehört hat – wieder an eine Fachgruppe adressiert werden, die dann eine weitere weltweite Beratungsrunde (aber keine Apostelvollversammlung) vorbereiten soll. Die weltweiten Beratungsstunden zu den Stapstfragen drehen schon seit 2014 ihre Sitzungsrunden. Und Apostel Opdenplatz war so clever, sich vom Stapst in Frankfurt „kristallklare Aussagen(nac.yesterday) zu wünschen. Ganz schön naktiv. Apostel Opdenplatz hat wohl „inacktable“ neunakolische Kirchenpolitik mit dem Heiligen Geist verwechselt, der zu Pfingsten damals eben nicht nur unnütze Platzrunden drehte, Konzerte in Kurstädten aufsuchte, Spesen abrechnete und sich dann gleich wieder vertagte. Und so geht „die Abgrenzung zwischen Amtsvollmacht und Amtsauftrag, die unterschiedlichen internationalen Blickwinkel zu Einzelfragen und weitere Aspekte der Ausgestaltung des Amtes(19+1) in die nächste Sitzungsrunde. Amtsvollumnächtigte "Amtsvollnakt" und kein Ende.

 

 

17.5. Ergänzungen mit Zitaten aus der Predigt von Stammapostel Schneider im Pfingst-GD

Es lohnt nicht den Aufwand, hier eine Analyse der mir vorliegenden Originalmitschrift der Predigt Schneiders zu verfassen, aber auf einige ausgewählte Passagen soll wenigstens mit einer kurzen Einleitung aufmerksam gemacht werden.

Die NAK ist laut Schneider nicht exklusiv egoistisch, aber die Erlösung für die Menschheit gibt es erst in der neuen Schöpfung. Bis dahin aber sind die NAKler im Mittelpunkt:

"Wir wollen auch im Geist wachsen. Ja klar, wir sind ja Gotteskinder geworden, um am Tag des Herrn dabei zu sein, um mit dem Herrn als Braut Christi in sein Reich einzugehen. Und dafür wollen wir im Geist wachsen. Man hört manchmal diesen Vorwurf: Das ist ein bisschen egoistisch. Ihr wollt euch da retten, ihr wollt da in den Himmel gehen und alle anderen Menschen, das ist euch egal, was mit denen geschieht. Kann man so sehen. Aber ich möchte nun so ganz kurz darauf hinweisen: Lasst uns doch die ganze Sache mal im Lichte des Geistes sehen. Was ist denn der Erlösungsplan Gottes? Er will nicht nur dich und mich, er will alle Menschen von allen Zeiten vom Bösen erretten, sie von Leid und Tod befreien. Das ist sein Plan. Alle Menschen vom Tod, von Leid, von Schmerz, von Ungerechtigkeit erretten.
Wo findet das statt? In der neuen Schöpfung. Da gibt es sogar den Tod nicht mehr. Das ist sein Ziel.
Gott will alle Menschen definitiv, endgültig von allem Leid, aus aller Not und von dem Tod befreien in der neuen Schöpfung. Dafür hat er einen Plan erstellt, den wir den Erlösungsplan Gottes nennen. Und den muss er durchführen. Ja gut, und die nächste Etappe dieses Planes ist: Jesus kommt zurück, holt seine Braut. Und diese Braut wird dann zum königlichen Priestertum, das dann im tausendjährigen Friedensreich wirkt. So, das ist unser Glaube. Daraus ziehe ich eine Konsequenz. Sicherlich, wir wollen den Menschen helfen, ihre Not lindern. Aber der beste Weg, um sie definitiv von der Not zu befreien, der beste Dienst, den ich eigentlich für die Menschheit machen kann, ist: Mich selbst auf das Kommen des Herrn vorzubereiten, damit Gott seinen Plan weiterführen kann. Ich trage das nicht mit, wenn man uns vorhält: Ihr seid egoistisch, denkt nur an euch, ihr wollt bei dem lieben Gott sein und alles andere lassen. Genau das ist unsere richtige Motivation: Aus Liebe zu unserem Nächsten wollen wir Gott unterstützen in seinem Bemühen: Er will den Menschen, allen Menschen die Möglichkeit geben, von der Not, vom Tod befreit zu werden in der neuen Schöpfung. Er ist an der Arbeit und seine nächste Etappe, der nächste Schritt ist das Wiederkommen des Herrn. Seht ihr, das gehört auch zu unserem Dienst."

Was Schneider in diesen Ausführungen noch verschweigt ist das Jüngste Gericht (von wegen also allen Menschen wird geholfen, siehe dazu  Wiederkunft Christi) und dass die Braut des Herren, also die und nur die NAKler von diesem Ereignis verschont bleiben werden, da sie zu diesem Zeitpunkt ja schon mit Jesus verheiratet sind, denn "wir sind ja Gotteskinder geworden, um am Tag des Herrn dabei zu sein, um mit dem Herrn als Braut Christi in sein Reich einzugehen" ... Dann werden alle NAKler 1000 Jahre als Könige und Priester den Leuten erzählen, was sie tun müssen, um das Heil zu erlangen. Also genauso weiter wie heute ...

Und sieh mal einer den nächsten Absatz an, nicht jedes gepredigte Wort ist laut Schneider tatsächlich das geistgewirkte Wort Gottes:

"Und dann genügt es nicht, diese Bibel zu lesen, man muss das Wort Gottes hören. Man muss die Predigt hören, und die Predigt muss natürlich auch vom Heiligen Geist inspiriert werden. Ja, früher haben wir so gesagt in unserem apostolischen Wortschatz: Das geistgewirkte Wort. Ja, und ich weiß, dass nicht jedes Wort, das gepredigt wird, jetzt göttliche Wahrheit ist. Das weiß ich aus eigener, persönlicher und jüngster Erfahrung. Ich muss mich übrigens noch bei unseren Geschwistern in Lörrach entschuldigen und sie ganz demütig bitten: Entschuldigt mich. Ich habe nämlich dort mit aller Macht und Begeisterung gepredigt, dass Mose und Elia in den Himmel gefahren sind. Ja, das ist natürlich eine Dummheit, das waren Henoch und Elia, die in den Himmel gefahren sind. Der arme Mose musste sterben, Gott selbst hat ihn begraben, man hat sein Grab nicht mehr gefunden. Aber der arme Mann musste sterben. Also, das stimmt, das war eine tolle Dummheit, dafür entschuldige ich mich. Das war falsch. Henoch und Elia sind in den Himmel gefahren, nicht Mose und Elia. Also, es ist glasklar, nicht jedes Wort, das am Altar gepredigt wird, ist das Wort Gottes."

"Genieße das Leben, hat Jesus auch gemacht!???" Ok, das ist mal was Neues, besonders in Bezug auf Jesus.Aber das angefügte eindringliche Gebot, alles zu bekämpfen, " was dem Gebot der Liebe zu Gott und zu dem Nächsten verstößt" muss z.B. in den Ohren der Mariendorfer und Zehlendorfer oder den Betreibern vom Verein LINDD E.V. (siehe Stellungnahme von LINDD oder weit unten den Artikel vom 31.3.2015 von mir) wie Hohn klingen und ist vor dem Hintergrund der absolut hierarchischen  Amtsnachfolgerealität und der damit oft verbundenen Menschenver - oder Missachtung in der NAK nur hohles Geschwätz. Wenn man den Satz "Wir bekämpfen alles, was gegen das Gebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten verstößt" wirklich ernst nimmt, müsste man einen Großteil der Berliner Bezirksämter samt und besonders BezAp Nadolny sofort amtentheben:

"Der Heilige Geist gibt uns ja die Möglichkeit und die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden. Und da ist das auch wichtig, dass wir den richtigen Kampf, sagt Paulus, kämpfen. Dass wir den richtigen Feind bekämpfen. Ja, wenn man so hört: Ja, wir wollen die Welt bekämpfen, gegen die Welt kämpfen, den Sieg erringen, da könnte manchmal so gemeint und erweckt werden: Ach ja, wir fühlen uns gar nicht wohl auf dieser Erde, ist ja alles schlecht, alles unschön, alles schmutzig. Und wir sehnen uns nach dem Himmel, wo alles wunderbar ist. Da würden wir den falschen Kampf kämpfen.
Wir wollen nicht gegen das Irdische kämpfen, denn das, was irdisch ist, ist nicht unbedingt schlecht, ist nicht unbedingt böse. Also wir verachten unser Leben auf dieser Erde nicht. Es gibt auch schöne Sachen auf Erden, es gibt auch ganz angenehme, ganz erhabene Sachen im irdischen Leben. Wir wollen nicht das Irdische bekämpfen, hat Jesus ja auch nicht gemacht. Der hat das denen gelassen, sag ich jetzt mal so, der hatte Freunde und hat ihre Freundschaft genossen. Der hat sogar getrunken und gegessen und gefeiert. Der konnte das Leben auch genießen. Also ich möchte da nicht den Eindruck erwecken: Ja, was irdisch ist, ist böse, schlecht, das müssen wir überwinden. Wir sind schwebend dann noch in der Luft. Das wäre der Unterschied. Nein, wir verachten das Leben auf Erden nicht. Wir schätzen Lebensmut, wir können es auch genießen. Der Kampf betrifft nur diesen anderen Kampf. Wir kämpfen gegen das Böse. Wir erkennen den richtigen Feind. Und das möchte ich in einem Satz zusammenfassen. Wir bekämpfen alles, was dem Gebot der Liebe zu Gott und zu dem Nächsten verstoßt. Das ist ein Kampf. Das ist der Kampf, den wir führen. Wir bekämpfen alles, was gegen das Gebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten verstößt. Das ist der richtige Kampf.

Ach ja, und dann gibt es ja auch noch das böse Internet! Am Rande und zum Schluss interessant ist das Verhältnis Schneiders zu solchen Schreibern wie mir, die eine eigene und andere Meinung haben als der Kirchenpräsident:

"In der heutigen Welt haben viele Leute ihre Meinung. Und jeder ist da bemüht, dass die große Umwelt auch weiß, was er denkt und was er meint. (...) Ihr kennt ja meine Liebe zum Internet; und diese Lautsprecher für alle Leute, die meinen, sie hätten was zu sagen und müssen das bekannt geben, alle Welt muss das wissen usw."

Es wäre zwar noch deutlich mehr anzumerken, aber das ist an anderer Stelle schon längst ausführlich geschehen. Hier noch einige unkommentierte, theologische Stolpersteine  als Abschluss:

  • Wenn ein Gläubiger zuhause bleibt und feiert das Heilige Abendmahl nicht, hat Jesus Christus einen Zeugen weniger. Eine Stimme erlischt.
  • Wir danken unserem Herrn Jesus Christus für sein Opfer. Wir danken ihm, dass er seine Kirche auf Erden aufgerichtet hat. Wir danken ihm, dass er uns erwählt hat, zu seiner Braut vorbereitet sein zu können.
  • Lasst uns mal zurückkommen in die Zeit der Jünger, die konnten ja Gott in einer ganz besonderen Weise erleben. Die hatten Gott erkannt in Jesus Christus. Und das kann man sich heute gar nicht vorstellen, was das für einen Juden war, Gott so zu er- leben. Sie haben erlebt, dass jetzt Gott ihnen ganz nahe ist. Er spricht mit ihnen und zu ihnen. Gott selbst belehrt sie, er tröstet sie. Gott betet mit ihnen. Gott verteidigt sie, wenn sie angefochten, wenn sie kritisiert wurden. Das war für die Jünger etwas ganz Besonderes.
  • Der Herr Jesus selbst hat gesagt: Der Mensch lebt von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes kommt. Und er hat immer wieder darauf hingewiesen: Selig ist, wer das Wort Gottes hört. Das heißt also, dass man das Wort Gottes nicht einfach so lesen kann, man muss es hören. Damit es sich entfalten kann, braucht das göttliche Leben die Predigt. Das ist keine Erfindung von irgendeiner Kirche, das ist eine göttliche Wahrheit
  • Das fängt damit an, dass wir den Heiligen Geist brauchen, um das Wort Gottes in der Bibel zu verstehen. Die Bibel ist ja vom Heiligen Geist inspiriert, und kann auch nur vom Heiligen Geist aus interpretiert werden. Es gibt viele Leute, die studieren die Bibel, aber wenn der Heilige Geist sie nicht inspiriert, können sie den Sinn der Heiligen Schrift gar nicht ermessen. Das ist einem Menschen nicht möglich. (...) Die Bibel muss in der Inspirierung des Heiligen Geistes interpretiert werden.
  • Der Heilige Geist bewirkt auch bei der Feier des Heiligen Abendmahls, dass Leib und Blut Jesus zu Brot und Wein zu werden. Und so, und nur so, können wir Heili- ges Abendmahl feiern, und so können wir die Kraft, die Nahrung empfangen, die wir brauchen, damit sich das ewige Leben, das göttliche Leben in uns entfalten kann.
  • Es geht nicht da um den Gottesdienstbesuch, es geht um unser Heil. Es ist einfach unmöglich, in die Gemeinschaft mit Gott einzugehen, ohne das gepredigte Wort zu hören und anzunehmen und ohne das Heilige Abendmahl zu feiern. Das hab ich nicht erfunden, das ist göttliche Wahr- heit. Ob es jetzt ankommt oder nicht. Somit: Ich bin nur ein Diener Gottes. Ich kann nur das predigen, was er mir sagt.
  • Der Heilige Geist braucht natürlich ein bisschen Zeit, um zu wirken. Es ist sicherlich schön, wenn wir regelmäßig beten, das geht mir auch so, und manchmal beten wir aus reiner Gewohnheit. Das ist sicherlich nicht schlecht, aber ob das immer so geistinspiriert ist, bin ich mir nicht ganz so sicher, was mich betrifft.
  • Für mancherlei Gläubige ist die Kirche so ein Dienstleistungszentrum geworden. Ja, wenn man die braucht, dann klopft man an, bittet, dann sag ich, ja, das ist so gut, wenn man mitfühlt, ich hab meiner Bitte Ausdruck gegeben, und jeder will sich da bedienen lassen. Gut. Aber das ist nicht der Zweck unserer Eingliederung im Leibe Christi. Wir wurden eingegliedert in den Leib Christi, um zu dienen.
  • Wir leben im Geist, ernähren uns im Heiligen Geist, wir kämpfen im Geist, wir kämpfen im Geist wissend, wer der richtige Feind ist. Wir gehen im Geist und wir wachsen gemeinsam im Geist. Amen.

Wer diese kurzen Ausschnitte im Kontext lesen möchte, kann das hier mit der Abschrift der gesamten Predigt als PDF-Datei tun.

Bis soweit mal ...

 

 

20.4.2016 Anmerkungen zum Pfingstgottesdienst 2016 der NAK und ihrem Geburtstagsfest im nur kleinen Kreis (D.Streich)

Vorsicht: Satiremodus - die Fakten stimmen aber alle!

Wie in einem Interview mit Bezirksapostel Bernd Koberstein (siehe hier) vom 19.04.2016 zu lesen ist,  wird das diesjährige Geburtstagsfest der neuapostolischen Gotteskinder nur in einem exklusiv kleinen Kreis in Frankfurt zu erleben sein. Waren 1993 noch über 240 Apostel eingeladen, sind es aktuell nur noch 36 Apostel, 7 Bezirksapostel und natürlich der Stammapostel höchst selbst, alle allerdings nur aus europäischen Gefilden. Aktive Apostel insgesamt gibt es 2016 weltweit aber 351 ( 1 Stammapostel, 19 Bezirksapostel und 8 Bezirksapostelhelfer klick). Ergo sind demnach nur grob 10% der Botschafter Christi eingeladen. Macht ja nichts, wird man sagen, die können ja auch viel bequemer und preiswerter über die Televisionsübertragung dem geistgewirkten Wort des französischen Schneiders lauschen. Weit gefehlt! Was seit der Einführung in der Mitte der 90er Jahre Jahr für Jahr annähernd weltweit als SAT-Übertragung bis 2015 üblich war (siehe dazu den Artikel: Millionen Gläubige weltweit auf Empfang), wird 2016 nun entscheidend durchbrochen, denn auch nur noch europäische Länder werden per TV an diesem Ereignis teilhaben. Koberstein dazu auf die Frage „Weshalb nur europaweit? Pfingsten nimmt doch im Ablauf eines Kirchenjahres einen besonderen Stellenwert ein. Warum wird diesmal nicht weltweit übertragen?“ wie folgt:

In der Tat gab es in der Vergangenheit eine Häufung von weltweiten Übertragungen. Dafür gab es aber Gründe: einmal wurde ein Stammapostelhelfer gesetzt, im darauf folgenden Jahr gab es einen Wechsel im Stammapostelamt. Deswegen gab es kürzere Intervalle von weltweiten Übertragungen. Vom Grundsatz sollte es aber nicht jedes Jahr sein. So hat dies unser Stammapostel mit den Bezirksaposteln entschieden.

Einige werden sicher erleichtert aufatmen, andere sind verdutzt. Ich gehöre zu den Verdutzten. Erstens, weil Koberstein die Frage nach dem ´warum` überhaupt nicht beantwortet und zweitens, weil an einer Geburtstagsfeier doch schließlich immer alle teilnehmen. Die Ausgeladenen sind damit doch gleichzeitig auch Ausgeschlossene! Und dies ausgerechnet dann, wenn der große Chef seine alles durch- und erleuchtende Rede hält. Wie fühlt man sich denn dann so in Amerika, Asien und vor allem Afrika? Als schwarze Schafe?

Hierzulande werden laut Koberstein sogar „Internetseiten erstellt, die neugierig machen und für wachsende Spannung sorgen sollen. Es gibt ferner in den eingeladenen Bezirken Frankfurt und Offenbach eine spezielle Plakatserie in allen Gemeinden, wo Geschwister zu Wort kommen und ihre Vorfreude auf das Pfingstfest in persönlichen Statements schildern“ und dort dürfen die aus Gnaden erwählten Gotteskinder nicht einmal zuhören! Das gibt zu denken, zumal der Stap gerade eben öffentlich in Zürich verkündete: „Für die Erwählung gebe es – wie beim Volk Israel – zwei Zeichen: ein persönliches und ein öffentliches, die Heilige Versiegelung und den Gottesdienstbesuch.“ (siehe hier) Und nein, es ist keine Entschuldigung wenn man anmerkt, dass die anderen ja alle irgendwo auch durch ihren Seelsorger einen Gottesdienst erleben können, weil eben doch der Stammapostel speziell laut Katechismus 7.6.6 ganz besondere Aufgaben hat,  die zu versäumen jammerschade ist. Denn Stammapostel Schneider

… ist der „Fels“, auf den Jesus Christus seine Kirche baut. Damit ist vom Sohn Gottes ein unauflösbarer Zusammenhang zwischen dem Felsenamt und seiner Kirche geschaffen. Felsenamt und Kirche Christi sind für die Menschen zum Heil in Jesus Christus gegeben.

Der Dienst und die Aufgaben, die der Herr dem Apostel Petrus übertragen hat, werden heute vom Stammapostel ausgeübt.  … Der Dienst des Stammapostels äußert sich in der Reinhaltung und Weiterentwicklung der Lehre, dem Erschließen neuer Erkenntnisse sowie der einheitlichen Ausbreitung des Glaubenszeugnisses. … Der Stammapostel ist oberste geistliche Autorität; …  Es ist notwendig, dass die Apostel im Einssein mit ihm stehen: Nur auf diese Weise kann die dem Apostolat insgesamt obliegende Aufgabe erfüllt werden, Menschen das Heil zugänglich zu machen. 

So! Und gerade wenn er weltweit alle Schäfchen autoritär mit dem Lichtkegel seines Geisteswirkens direkt vom göttlichen Thron mit der Himmelsspeise verstrahlen sowie sich des Einsseins seiner Apostel direkt vor Ort vergewissern könnte, lädt der Stap nur 10 % der anderen Botschafter Christi ein und gleichzeitig 8,4 Millionen Mitglieder aus, weil Europa nämlich nur 450.000 neuapostolische Schäfchen aufweisen kann (klick).

Das macht mich sprachlos! Was für eine stillos mickrige Geburtstagsfeier! Zumal ja Koberstein selber auch erwartet:

Als zuständiger Bezirksapostel erhoffe ich eine Belebung und Stärkung der mir anvertrauten Gotteskinder im gesamten Arbeitsbereich. Ich bin sicher: Wenn so viele Apostel gemeinsam mit dem Stammapostel in meinem Arbeitsbereich sind, wird das Spuren hinterlassen. Um diese Spuren des göttlichen Segens bete ich intensiv. Ich erwarte auch, dass aus diesem Festtag Impulse kommen, die den Glauben stärken, die motivieren, die uns Mut und Zuversicht geben, um zukünftig noch mehr und noch intensiver im Geist zu leben bis hin zum Augenblick der Wiederkunft Christi. Als Gastgeber wünsche mir aber auch, dass dieses Pfingstfest auch unserem Stammapostel etwas gibt. Nämlich eine Stärkung auch für ihn, eine Freude im erlebbaren Einssein der versammelten Apostel. Ich bete deshalb auch dafür, dass er sich wohlfühlt und gestärkt aus diesem Wochenende gehen möge. Ferner soll das Pfingstwochenende auch die Einheit des Apostelkreises stärken und festigen, uns guttun und weiterführen in unserer Arbeit.“

Schade, denn so wird das  „erlebbare Einssein“ doch arg auf nur 10% der Apostelamtsträger reduziert und  90% werden somit nicht in der Einheit des Apostelkreises gestärkt, gefestigt und in ihrer Arbeit weiter geführt! Immerhin wird aber vielleicht stellvertretend für all die Ausgeladenen wenigstens ein Kinderchor aus Afrika eingeladen. Warum?

Koberstein: „Da gab es unterschiedliche Ansatzpunkte. Zum einen ist es uns wichtig auch die Kinder einzubeziehen, weil das für die Zukunft unserer Kirche bedeutsam ist. Andererseits wollten wir versuchen, kein allzu großes Probenprogramm zu erstellen, um Kinder und ihre Eltern nicht zu stark zu belasten. Daraus entwickelte sich der Gedanke auf ein Musikprogramm aus dem Jahr 2014 zurückzugreifen, und zwar auf unser damaliges Projekt „Kids4Africa“.“

Wow! „Kids4Africa“ – das klingt echt super und wird das Kindermangelproblem auf dem schwarzen Kontinent wohl umfassend lösen: Kinder für Afrika! Was für eine Idee! Und nicht mal teuer wird die afrikanische Zukunft der NAK eingeflogen, denn „Dank finanzieller Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte diese Idee realisiert werden. Damit dokumentieren wir auch die in 2014 entstandene schöne Verbindung zwischen den Kindern aus Kapstadt und unseren Kindern hier.“

Sichergestellt werden muss aber noch, ob die singenden Kinder wirklich Gott dienen oder etwa nur Spaß am Reisen und Singen haben, denn der Stap predigte aus göttlichem Geist gewirkt am 6.12. 2015 in Güstrow wörtlich (siehe auch einen Artikel dazu weiter unten):

Wenn ich jetzt im Gottesdienst singe, im Chor bin oder wenn ich musiziere, dann muss ich immer gucken: Warum mache ich das? Wenn ich es mache, weil es mir einfach Spaß macht im Chor zu singen, ja, siehe da in der Kirche haben sie ja einen Chor und da kann ich singen, das freut mich, musizieren, ja, ich habe sonst keine Gelegenheit im Orchester mitzuspielen, aber da, da gibt es ein Orchester und da spiele ich mit; alles in Ordnung, aber das mache ich ja für mich, weil es mir Spaß macht. Es ist vielleicht schön, aber es ist kein Dienst.“

Egal, da heißt es jetzt trotzdem einfach nachfolgen und den Geburtstag der NAK exklusiv europäisch genießen, wer denn genießen kann. Also wer gesund ist und sich zu Pfingsten ins Haus des Herren bewegen oder wenigstens telefonisch teilnehmen kann, was in den meisten Gebietskirchen ja schon seit Jahren üblich ist. Im reichsten Kirchenbezirk Süddeutschland muss man da aber ein wenig zittern, denn der BezAp. Ehrich ließ am Sonntag, den 10.4.2016 laut Dieter Kastl (Artikel: Kostensorge statt Seelsorge) eine Erklärung zum Thema Gottesdienstübertragungen per Telefon an längerfristig erkrankte Geschwister“ verlesen, in der Folgendes bekannt gegeben wurde:

Liebe Geschwister,

seit Jahren haben unsere Brüder und Schwestern, die infolge ihres Alters bzw. einer Erkrankung über einen längeren Zeitraum hinweg keine Gottesdienste mehr besuchen können, die Möglichkeit an Gottesdiensten durch Übertragung per Telefon teilzunehmen. Das bedeutet, dass in unserer Gebietskirche jede Gemeinde die Möglichkeit hat, die längerfristig erkrankten Geschwister am Gottesdienst ihrer Gemeinde teilhaben zu lassen und dass jeder Sonn- und Feiertagsgottesdienst übertragen werden kann. Im Vergleich zur monatlichen Übertragung eines zentralen Gottesdienstes ist dies technisch viel aufwändiger und entsprechend kostenintensiver. Inzwischen nutzen mehrere hundert Gemeinden dieses Angebot und jeden Sonntag erleben viele hundert Geschwister den Gottesdienst ihrer Gemeinde auf diese Weise.

Es ist mir wichtig diese Möglichkeit auch weiterhin anzubieten. Jedoch bitte ich herzlich um einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Angebot. Grundsätzlich bedarf der Gottesdienst der Gemeinschaft. Das heißt, die hier geschaffene Ausweichmöglichkeit gilt nur für die, die wegen einer längerfristigen Erkrankung oder aufgrund ihres Alters nicht in der Lage sind die Gottesdienste zu besuchen. Es soll kein Gottesdienstersatz bei kurzfristiger Abwesenheit durch eine leichte Erkrankung oder Geschäfts- oder Urlaubsreise sein.

Allen Geschwistern die Gottesdienste per Telefon miterleben, wünschen wir stets eine störungsfreie Übertragung und trotz der Einschränkungen viel Gotterleben.

Mit herzlichen und lieben Grüßen, euer Michael Ehrich

Da kommen einem doch wirklich die Tränen vor finanziellem Mitleid angesichts des in NAK-Süd erwirtschafteten Überschusses von 16 Mio Euro mit den Gebietskirchen, die in finanzieller Not sind und trotzdem nicht in der Lage, so vorrausschauend wie der BezAp Ehrich in die Zukunft zu planen, sondern weiterhin lieber von der schlaffen Hand im Mund leben. Eine Schande ist das!

Ehrich steht dabei vorbildlich sogar direkt in der jesuanischen Nachfolge und sammelt im Auftrag des Herrn eben Schätze, die weder Motten noch Rost fressen, weil er sie nicht unter dem Kopfkissen hortet, sondern die Überschüsse sicher ins elektronische Bankfach beordert. Eins nur tut noch not, dass Ehrich trotz aller Umsicht das Krankheitsbild, das zur Berechtigung einer Telefonübertragung führt, deutlich näher spezifiziert. Eine nur „längerfristige Erkrankung“ ist zu pauschal und lädt zum Missbrauch dieser segensreichen Maßnahme ein. Einfacher wäre es, ein Attest anzufordern als Nachweis der Erkrankung. So müsste man dann nicht mehr zittern, ob man mithören darf oder nicht, sondern hätte klare Verhältnisse!

Also denn nun mit Freuden aber ohne Spaß auf zum Geburtstagsfest nach Frankfurt, einem Ort der neuapostolischen Kirchengeschichte, wie es in einem Artikel bei nac-today heißt, denn „Frankfurt ist für die Neuapostolische Kirche recht geschichtsträchtig: Von 1930 bis 1960 lenkte Stammapostel Johann Gottfried Bischoff von hier aus die Geschicke der internationalen Glaubensgemeinschaft.“

Genau, und daran sollte im Besonderen auch immer wieder ganz prägnant und deutlich erinnert werden, so wie es der wunderbare Freund und Autor Andreas Rother in seinen Zeilen hier mal wieder tut!

Vergessen wir die Botschaft und die Botschafter Christi, die Brautwerber des Herrn und ihre Taten nie! Und lassen wir sie immer schön voran gehen - solange, bis wir sie hoffentlich ganz aus den Augen verloren haben!

Genau bis soweit!

 


19.4. 2016 Kommentar zum Interview BezAp  Klingler mit Kirchensprecher Peter Johanning anlässlich seines bevorstehenden Ruhestandes am 19.6.2016

In dem bei nac.today  als Video (klick) eingestellten, sehr kurzen Interview  sagte der noch amtierende BezAp Klingler im Hinblick auf seinen Ruhestand zu Beginn:

„Ich gehe natürlich mit einer gewissen Wehmut. Das ist eine persönliche Empfindung. Man hat sich aneinander nicht nur gewöhnt, sondern wir sind zum Teil Freunde in diesem Kreis und den werde ich natürlich vermissen.“

Mit „Kreis“ sind allerdings nicht etwa die Amtsträger und Mitglieder des betreuten Bezirkes gemeint, sondern die Teilnehmer  der Bezirksapostelversammlung. Interessant ist daran erstens, dass sich die Herren Bezirksapostel „aneinander gewöhnen“ mussten, und dass zweitens nur einige von ihnen  „zum Teil Freunde“ wurden. Normalerweise wird nachdrücklich verbreitet, dass sie brüderlich alle eins sind im Geiste ihres Herrn und Meisters.

Auf die Frage, ob ihm die Bezirksapostelversammlung fehlen wird, weil er dadurch immer sehr nahe an den Themen dran war, antwortet Klingler:

„Ja natürlich. Wenn mir dann Ergebnisse präsentiert werden, sehe ich die von der Warte unserer Geschwister jetzt. Bislang war ich immer bei der Erarbeitung der Themen mit beteiligt. Ich werde vielleicht auch manche Dinge nicht verstehen, die ich heute sehr gut verstehe.“

Halten wir fest: Bisher versteht Klingler „Ergebnisse“, weil er ganz oben an der Erarbeitung mitgewirkt hat. Demnächst wird er die „Ergebnisse“ von unten aus der „Warte unserer Geschwister“ sehen und dann „vielleicht auch manche Dinge nicht verstehen!“ ????  Diese Sicht auf die Dinge ist schon interessant. Dann wird  Klingler wieder lernen müssen, in blindem Glaubensgehorsam nachzufolgen und die Entscheidungen der KL als gottgegeben hinnehmen müssen. Vielleicht deswegen sein Nachsatz zum aktuellen Kernthema Amtsverständnis in der Bezirksapostelversammlung:

„Hier gilt es ja noch Dinge, die im Katechismus nicht so explizit ausgeführt worden sind,  mit Inhalt zu füllen. Und an der Stelle würde ich noch gerne weiter arbeiten. Muss ich offen sagen. (lacht)“

Hier kann man sich fragen, ob dieser Wunsch nicht deswegen gehegt wird, damit die jetzigen Gremiumsgenossen keinen zukünftigen Mist verabschieden, den er dann anschließend zu glauben hat, ob es echtes Interesse an der Sache ist oder ob er immer wieder mal seine  „Freunde“ in geselliger und wichtiger Runde treffen möchte?  Wer weiß, aber danke für die kurze Offenheit
und den dadurch gewonnenen Einblick!

Ob sich der nun zukünftig für Niedersachsen neu zuständige BezAp Krause dann auch noch mit Klinglers Vision 2014 und den darin formulierten Leitsätzen identifizieren können wird, wird sich jedenfalls zeigen und liegt nicht an Klingler!

Zitat: "Vision der Neuapostolischen Kirche
Eine Kirche, in der Menschen sich wohlfühlen und – vom Heiligen Geist und der Liebe zu Gott erfüllt – ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten (...)

Die Vision soll anregen zu Gesprächen in offener, wertschätzender Atmosphäre, wobei kritische Themen sowie belastende Situationen nicht ausgespart werden dürfen."

Viele haben daran jedenfalls berechtigte Zweifel. Für den interessierten Leser empfiehlt es sich also, Klinglers "Vision" selbst zu speichern. Nach der Fusion entsteht eine neue Internetpräsenz, auf der diese Leitsätze ganz bestimmt nicht mehr zu finden sein werden!

Und zum Thema Amtsverständniss wird man bald wieder sicheres Gelände unter den Füßen haben, so z.B. auf der Basis und im Sinne des folgenden Textes  von ca. 1922. Ich weiß gar nicht, was Klingler da noch mit Inhalt füllen möchte. Hier stand und steht jedenfalls wirklich explizit alles NAK-Nötige drin! Also vorwärts mit Zuversicht nach hinten!

Auszug aus: HAUSHALTUNG GOTTES / Herausgegeben von Stammapostel HERMANN NIEHAUS

Die Haushaltung Gottes

(...) Dem Schreiber dieser Zeilen waren alle diese Dinge nicht nur zum Gegenstand des taeglichen Gebetes geworden, sondern er mussre auch unaufhoerlich darueber nachdenken, damit Gott ihm Licht schenke und Abhilfe der Missstaende schaffe. Aber vorlaeufig blieb ihm alles verschlossen, bis an einem Tage der Herr einen Lichtstrahl in dem Gedanken: "H a u s h a l t u n g  G o t t e s !" gab. Und damit war der Schluessel gefunden und der Weg zum Aubau der goettlichen Hausordnung gezeigt. Es konnte nunmehr mit diesem Ausbau begonnen werden, so dass jeder Amtstraeger an seinen bestimmten Platz gestellt und alles uebrige nach dem Vorbild in der Urkirche, also der Bibel entsprechend eingerichtet werden konnte. Die Gedanken verdichteten sich nunmehr unter dem gegebenen Lichte des Geistes Gottes zu folgender klaren Erkenntnis ueber die H a u s h a l t u n g   G o t t e s :

Nur eine Person kann und darf es sein, die dem Hausherrn gegenüber die volle Verantwortung trägt und dem alle anderen Amtsträger in ihrer gesetzten Ordnung verantwortlich sind und Gehorsam erweisen müssen, wenn Gottes Segen offenbar werden soll. Und diese Person ist einzig und allein der Stammapostel. Er ist die Stelle aus der das Wasser des Lebens hervorgeht und sich in das Strombett der Apostel ergiesst, von wo aus es sich dann in die weiteren Nebenströme verteilt. Er übersieht mit den Aposteln als den Vätern und mit den Helfern, Ältesten, Evangelisten und Diakonen alle kirchlichen Angelegenheiten, während die Bischöfe als die „Hausmütter“ mit den Propheten, Hirten und Priestern für das Innere Sorge tragen müssen. ... Hat so in dem göttlichen Haushalt jeder, vom Haupte an bis zu dem letzten Diener, seine rechte Stellung inne und leistet demgemäss in aller Treue seine Dienste, so muss sich der Segen des Herrn auf das ganze Haus ergiessen.

Nachdem dieser Plan in der Seele des Schreibers dieser Zeilen feste Gestalt genommen und er der göttlichen Wahrhaftigkeit gewiss geworden war, schrieb er die von Gott gewirkten Gedanken nieder. Ihre Verwirklichung indes und ihre praktische Durchführung konnte erst unter dem Stammapostel Krebs erfolgen und zwar immer in dem Masse, wie es die Verhältnisse gestatteten. ... Heute nun ist diese göttliche Haushaltung und Hausordnung völlig ausgebaut, so dass der damit verbundene göttliche Segen ungehindert der ganzen Gottesfamilie zuteil werden kann. Jedem Amtsträger ist sein geeigneter Platz in der Haushaltung Gottes angewiesen, an dem er den ihm verliehnen Gaben entsprechend segensreich wirken kann.

Quelle Wächterstimme

 

Zum weiter lesen: 14.10.2014 Kommentar zur Bezirksapostelversammlung am 16. und 17. Oktober 2014  in Berlin zur “Präzisierung des Amtsverständnisses der Kirche“

Dieter Kastl: Artikel  vom 17.4. zum Thema „Was Bezirksapostel Klingler vergessen hat“

 

15.4. 2016 Link auf einen Brief von Dieter Kastl an die Konfirmanden 2016

In Stap Schneiders aktuellem Brief an die Konfirmanden 2016 heißt es u.a.:

"Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden,
eure Konfirmation ist Anlass zu großer Freude für eure Eltern, eure Segensträger und für die ganze Gemeinde. Wir alle sind sehr glücklich, dass ihr entschlossen seid, dem Herrn nachzufolgen. (...)
Im Namen aller Apostel danke ich euch, dass ihr dem Ruf Gottes gefolgt seid. Dank gilt euch auch dafür, dass ihr das Apostelamt in seinem Auftrag unterstützt
." (Quelle NRW klick)

Dieter Kastl hingegen schreibt u.a.:

"Wenn Ihr, so nach und nach, einmal die Lehre der Neuapostolischen Kirche und die Lehre Jesu vergleicht, dann werdet Ihr zum Teil große Unterschiede feststellen. Das zu tun liegt ab Eurer Konfirmation in Eurer Hand, in Eurer Verantwortung.

Und wenn Ihr dann Unterschiede feststellt, dann sprecht Eure Amtsträger darauf an und lasst Euch gegebenenfalls nicht abwimmeln. Vergesst nie: Nicht alles was einem andere erzählen muss deshalb automatisch richtig sein. Und sei es von Amtsträgern oder im Gottesdienst. Überprüft es! Wahrheit muss sich nicht verstecken. Kommt Ihr zur gleichen Überzeugung, dann habt Ihr Sicher­heit. Kommt Ihr zu einer anderen Überzeugung, dann hat das seinen Grund!

Ihr seid also mit Eurer Konfirmation selbst verantwortlich, Euch im christlichen Glauben zu üben, wie er in der Neuapostolischen Kirche verkündigt wird. Macht Euch aber auch einmal Gedan­ken - jetzt wo ihr bald eigenverantwortliche und mündige Christen seid - wie der christliche Glaube im Neuen Testament verkündet wird. Denn dafür mussten Eure Eltern bei Eurer Taufe keine Verantwortung übernehmen! Das ist nun Eure Sache. Nehmt so oft es Euch möglich ist, das Neue Testament zur Hand und lest aufmerksam darin. Sprecht auch mit anderen darüber. Ihr werdet sehen, dass so manches was der neuapostolische Glaube lehrt, nicht im Neuen Testa­ment zu finden ist, wie zum Beispiel ein Stammapostel- oder Bezirksapostelamt."

Das gesamte Schreiben von Kastl als Download  Quelle: www.naktalk.de

 

7.4.2016 Die NAK - Eine Erfindung von Menschen / Link auf einen Artikel von Dieter Kastl

Zitat aus der Einführung:

Diese Aussage lässt wohl einem treuen Mitglied der Neuapostolischen Kirche das Blut in den Adern gefrieren. Eine Echtheit dieser Aussage würde die Grundfesten neuapostolischer Glaubenslehre einstürzen lassen. Die historische Schock-Nachricht vom Tod des durch die „Botschaft“ als „unsterblich“ verkündeten Stammapostel J. G. Bischoff – gestorben am 6. Juli 1960 – welche damals viele treu gläubige neuapostolische Mitglieder in eine tiefe innere Krise stürzte, wäre dagegen vergleichsweise harmlos. Wie kann man nun einen Artikel so titulieren? Wer traut sich eine solche Aussage zu oder ist gar von ihr überzeugt?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, muss man etwas in die Geschichte der apostolischen Bewegung des 19. Jahrhunderts und Entstehung der Neuapostolischen Kirche zurückschauen. Als in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England durch Weissagungen und prophetische Hinweise die ersten Apostel der Neuzeit in ihr Amt berufen wurden, da machten sich diese kurz darauf ernsthafte Gedanken, wie diese Sendung sich auf die Christenheit auswirken kann und soll. Um einer Antwort näher zu kommen, zogen sich die 12 gerufenen Apostel im Jahre 1835 für ein Jahr zurück. (…)“

Hier der vollständige PDF- Artikel von  Dieter Kastl :

Die NAK - Eine Erfindung von Menschen

 

 

 

8.3.2016 Kurzinfo  NAK- Forum Quo Vadis NAK geschlossen

Überraschend hat der langjährige Betreiber von Quo Vadis NAK,  Horst Hartmann, sein kritisches NAK- Forum für Aussteiger am 6.3. 2016 geschlossen. Viele Menschen haben dort die gebotenen Möglichkeiten genutzt, sich zur NAK oder ihrer eigenen Befindlichkeit im Austausch miteinander in einer ungeheuren Anzahl von Themen zu äußern. Seit dem 10.11. 2008 gab es die stattliche Anzahl von 1.203.461 Besuchern mit 43.142 Beiträgen in 1.890 Themen. Zuletzt hatte das Forum 445 Mitglieder.

Für die dafür geleistete Arbeit sei Horst an dieser Stelle deutlich Dank gesagt und für die Zukunft alles erdenkllich Gute gewünscht!

18.1. 2016 Kurzinfo: Marcel Dagenbach (geb. 1978) – bezahlter Theologe der NAK-Süd – ist aus der NAK ausgetreten (Quelle Magazin Glaubenskultur vom 12.1.2016)

Link auf einen Artikel von Svenia Kast im JugendMagazin1/2012 S. 12 ff (Quelle klick)

Zitat daraus: „Ein Pionier - Er ist der erste Theologe in unserer Gebietskirche, deutschlandweit gibt es nicht einmal eine Handvoll. …. Bewerben musste er sich für seine jetzige Arbeitsstelle übrigens nicht, sondern wurde von unserem Bezirksapostel angerufen und gefragt ob er es sich nicht vorstellen könne, als Theologe für die Gebietskirche zu arbeiten. Der Anruf kam ein halbes Jahr vor seinem Studienabschluss, kurz bevor er eine andere Bewerbung abschicken wollte. Wirklich damit gerechnet hatte er nicht, obwohl es irgendwie nahe liegt. Seit September 2009 arbeitet er nun hier, an gefangen mit einer Halbtagsstelle, die jedoch schnell auf 70 % erweitert wurde.“

Also auch die Theologen verlassen das sinkende NAK-Schiff. In den Gemeinden brodelt es auch unter den Geschwistern (Unstimmigkeiten mit der "neuen Lehre", Amtsträger geben ihren Auftrag ab, Kirchen werden nach wie vor geschlossen, ohne dass darüber umfassend informiert wird, Mitgliederzahlen sind bewusst gefälscht usw. Merket auf: Das Werk vollendet sich rapide!

8.12.2015 Stap Schneider am 06.12.2015 in Güstrow mit kurzer Einleitung

Zum Wort aus Johannes 15,1-2 „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen: und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe“ merkte Schneider im ersten Satz seiner Predigt an:

„Schade, dass der Chor jetzt aufgehört hat zu predigen, jetzt muss ich predigen.“

In der Tat selten, dass ich einer Formulierung von Schneider uneingeschränkt zustimmen kann, hier trifft das aber vollständig zu: Seine als Predigt deklarierte Rede ist in derTat aber noch viel mehr als nur bedauerlich.  Wenn man allerdings sein geschätztes Gehalt von mindestens 400.000 Euro berücksichtigt, weiß ich nicht, worüber sich Schneider selbst eigentlich beklagt. Zum Inhalt und zu den Formulierungen will ich nur wenig anmerken, jeder mache sich aus den Zitatausschnitten sein eigenes Bild. Zum Teil hat die Predigt sehr deutlich die Zumutung des Leber´schen Schwafelniveaus erreicht. Vielleicht ist das ja ein bisher unerkannter Teil des stammapostolischen Amtsgeistes  …?

Drei Ausschnitte seien besonders in den Mittelpunkt gerückt:

„…Es wird viel geleistet, es wird viel gemacht auch in unserer Kirche, auch im Werke Gottes. Aber wenn der Dienst nicht aus der Liebe zu Jesus Christus gemacht wird, dann taugt das auch nichts für das ewige Leben. Ich nehme dann immer ein Beispiel, dann kriege ich wieder Briefe und Reklamationen. Wenn ich jetzt im Gottesdienst singe, im Chor bin oder wenn ich musiziere, dann muss ich immer gucken: Warum mache ich das? Wenn ich es mache, weil es mir einfach Spaß macht im Chor zu singen, ja, siehe da in der Kirche haben sie ja einen Chor und da kann ich singen, das freut mich, musizieren, ja, ich habe sonst keine Gelegenheit im Orchester mitzuspielen, aber da, da gibt es ein Orchester und da spiele ich mit; alles in Ordnung, aber das mache ich ja für mich, weil es mir Spaß macht.
Es ist vielleicht schön, aber es ist kein Dienst.“

Wenn also etwas  Spaß macht taugt das nicht für das ewige Leben! So versteht man auch die ständig im Rahmen der Chorbeiträge aufgesetzten Grabesmienen. Sie unterstützen wahrscheinlich die freudige Botschaft des Textes… Und dass man sich an die Jesuworte halten muss ist klar, denn ...

"Er hat gesagt: Ich komme wieder! Und wenn die Welt zusammenbräche, ich glaube es trotzdem ... weil er, Jesus Christus der Sohn Gottes ist, will er machen, was er gesagt hat und deshalb bin ich auch gehorsam, das liegt ja auf der Hand, sonst wäre ich ja wirklich dumm."

Genau: Geschwister, wir wollen ja nicht dumm sein! Die göttliche Gnade wird wie folgt erklärt:

Die Gnade Gottes, die er uns schenkt in der Sündenvergebung ist nicht nur, damit wir wieder – ach, ich hätte ja gestraft sein sollen, aber es ist alles wieder in Ordnung. Das ist wie mit dem Führerschein, es ist alles wieder in Ordnung, ich kann wieder fahren…das ist viel mehr als das.
Die Gnade soll uns reinigen. Wenn uns der liebe Gott seine Gnade schenkt, schenkt er uns damit die Gelegenheit und die Möglichkeit eines Neuanfangs.“

Diesen Neuanfang bewirkt übrigens die wieder gültige Fahrerlaubnis  doch auch und gerade im besonderen Maß! Ich habe einen Freund, der seitdem sowas von vorsichtig ist und keinen Schluck Weizen mehr in der Sauna zu sich nimmt! Sein Kommentar dazu: "Ich erblasse förmlich ob der Gedanken unseres geliebten Stammapostels. Wer hätte das gedacht, dass nach ergangener Strafe und deren Verbüßung mir ein Neuanfang zugestanden wurde. Die Gnade ist doch unermesslich! Woher weißt Du, dass ich keinen Schluck Weizen mehr in der Sauna nehme? Vielleicht mache ich es doch wieder und vertraue auf noch mehr Gnade, nach vielleicht 12 statt 6 Monaten Fahrverbot und überstandenem Idiotentest. Hei, welche Gnade mir zuteil werden kann, wenn ich nur das Denken abstelle. Nicht fassbar, das Ganze!"

Wer nun Verstand hat zu lesen, der lese und staune unkommentiert, welchen Unsinn man den Leuten bei so einem Gehalt trotzdem erzählen kann und keiner beschwert sich. Mit Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufer, und seiner Frau geht es los:

Schneider und die Stummheit

„Sie hätten gerne ein Kind gehabt und haben auch gebetet dafür, lange… und Gott hat ihr Gebet nicht erhört. Irgendwann mussten sie sich damit abfinden, die Zeit war vorbei, der Wunsch wurde nicht erfüllt. Aber trotzdem hat er weiter gedient, trotzdem sind sie untadelig im Gesetz Gottes geblieben, – schon merkwürdig. Jetzt kommt aber der Engel und verkündigt ihm: Deine Frau wird gebären, du wirst einen Sohn haben. Und der Mann kann das nicht glauben!
Der Engel kommt und sagt: Dein Gebet ist erhört, deine Frau wird ein Kind gebären. Er sagt: Ne, ne, jetzt ist es zu spät, es geht nicht mehr. Er konnte das nicht glauben. Ihr kennt die Geschichte, er wurde dann stumm. Und das ging sofort los, als er rauskam als Priester nach dem Räucheropfer sollte er das Volk segnen, das konnte er es nicht mehr, er konnte den Segen nicht mehr aussprechen, er war stumm! - Soweit die Geschichte.
Wir beten schon lange, unsere Väter haben es vor uns gemacht: Herr, komme bald. Dieser Wunsch wurde nicht erfüllt, der Herr ist noch nicht gekommen, das Gebet wurde nicht erhört und da sehe ich jetzt eine Gefahr. Wir bleiben trotzdem treu, wir dienen dem Herrn, wir haben unseren christlichen Glauben, wir sind Gotteskinder.
Aber wenn jetzt die Botschaft vom Apostelamt immer wieder kommt: Geschwister, der Herr kommt bald! Findet das noch Resonanz in unseren Herzen? Oder denkt man: Ja, klar, die müssen das sagen, das gehört zur Lehre. Aber guck doch in die Gemeinden, guck doch in die Welt, das ist ja gar nicht mehr möglich.
Man ist weiterhin treu, man dient dem Herrn weiter, aber diese Wortverkündigung: „Der Herr kommt bald“, findet hier und da keine Resonanz mehr. Man hat sich damit abgefunden, dass das nur so ein Teil der Predigt ist und es gehört einfach dazu, aber so richtig kann man das im Glauben nicht mehr anfassen – und man wird stumm!


Schneider und die Zukunft des Lebens


…. Wir sollen, ein jeder Gläubiger, ein jedes Gotteskind, aber auch die Rebe ist ein Sinnbild für die Gemeinde, denn jede Gemeinde soll Frucht bringen.
Ja, was ist denn die Frucht? Ich bin ja kein Spezialist, aber die Frucht ist der Teil der Pflanze, der den Samen enthält, das ist die Frucht, da, wo der Same drin ist. Das heißt also, da wo für die Zukunft gesorgt wird. Die Frucht enthält den Samen, das ist die Zukunft. Also als Gotteskinder, als Gläubige sollen wir Frucht tragen, das heißt, dass wir Frucht bringen, die sichtbar wird, wo das Leben, das zukünftige Leben vorhanden ist.  Die Zukunft des Lebens ist das ewige Leben. ….

Den dazwischen liegenden Tod des Menschen hat Schneider tunlichst ausgelassen. Deshalb zu diesem lebensfeindlichen Satz ein Gedicht von Christian Morgenstern:

Vor einem zur Schlachtbank geführten Kalbe

Leben wird zu Tod geführt,
ohne daß das Herz sich rührt,
    Mensch!

Freilich, schlachtest noch dich selbst,
wie du auch die Stirne wölbst,
    Christ!

Bis die Kreatur  dir schreit,
o wie weit noch, o wie weit,
    Gott!

Schneider und der reinigende Schereneffekt im NAK-Wort

… Aber jetzt komme ich zurück auf das Hauptthema, jetzt ist Vorbereitungszeit und das macht der Herr Jesus selber: Eine jede Rebe die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. Genau in dieser Phase leben wir. Es sind schöne Früchte vorhanden bei den Gotteskindern in den Gemeinden. Aber jetzt kommt der liebe Gott gerade zu denen, die Frucht bringen und sagt: Ich will euch reinigen, damit ihr noch mehr Frucht bringt. Im Weinberg muss der Winzer kommen und die Äste abschneiden, damit die Reben größer werden und damit der Wein besser wird.
Der Herr Jesus will reinigen, also zuerst Mal: Er bestimmt, was abgemacht werden muss; das können wir nicht bestimmen. Es kann keiner sagen, ich weiß schon, was ich machen muss. Die Gemeinde kann nicht sagen: Ach, jetzt lasst uns mal zusammen kommen und wir beten mal, um zu wissen, was wir da jetzt in der Verkündigung ändern sollen. – Das geht nicht! Der Herr Jesus ist der Meister und er bestimmt, er bestimmt, was noch abgetan werden soll, was noch gereinigt werden soll, was abgeschnitten werden soll, das bestimmt er, die Rebe nicht, er, der Gärtner. Das ist das Erste. Und wie macht er das? Zuerst durch das Wort. Das Wort reinigt und das ist die große Reinigungsaktion Gottes. Er gibt uns sein Wort und durch sein Wort sollen wir rein werden. Jetzt müssen wir uns nur die Frage stellen: Hat das Wort Gottes bei mir noch diesen Reinigungseffekt? Man könnte jetzt fünf Minuten stille halten und ein jeder für sich, sich selbst fragen: Bewirkt das Wort Gottes in mir noch die Reinigung? Stelle ich mir die Frage: Wenn das Wort vom Altar kommt und ich mich damit beschäftige oder finde ich mich einfach damit ab, das ist die Predigt, oder das ist Theorie.

 

Schneider und die alte Leidensleier


... Dass wir neu anfangen und die Reinigungsaktion neu durchführen das Wort durch die Gnade. Ich weiß, das Wort versteht man oft so und ist oft mit Prüfungen verbunden. Ja, man sieht da, der Weingärtner kommt, schneidet die Reben, die dann oft ein bisschen leiden, weil das schmerzt  und das verbindet man mit den Prüfungen, mit den Trübsalen, mit Bedrängnissen. – JA und NEIN! Also Leid, Schmerz und Not hat noch niemand selig gemacht, das wirkt sich segnend aus wenn wir dann im Leid, in der Trübsal das Wort und die Gnade annehmen und damit arbeiten. Dann hat auch die Prüfung eine Auswirkung, die uns hilft mehr Frucht zu bringen, weil ich mich dann im Leid, in der Not mich dann an das Wort Gottes klammere und nur noch auf die Gnade Gottes zähle. Dann hat die Prüfung eine segensreiche Auswirkung.
Das haben wir schon alle miterlebt, das haben wir schon alle gesehen, dann kommt neue Frucht zustande, aber nur unter dieser Bedingung, wenn man im Leid sich an Wort und die Gnade klammert, dann bringt das Leid neue Frucht.


Schneider und die freudige Adventsbotschaft der absoluten Unterwerfung

….So, das ist unsere Adventsbotschaft. Wir sind in dem großen Advent und bereiten uns vor auf das Kommen des Herrn. Der Herr macht eine Reinigungsaktion vor der großen Ernte. Er möchte, dass wir noch mehr Frucht bringen im Glauben, in der Liebe, im Ausharren, wird die Gemeinde in Lob und Anbetung, im Einssein, im gemeinsamen Gebet gereinigt. Und dafür reinigt er uns durch sein Wort, durch seine Gnade und so dann und wann durch die Prüfung. Möge für uns alle dieser Wunsch im Herzen stehen: Ja, Herr, ich bin mit allem einverstanden, ich will mehr Frucht bringen! Amen.

Aha, der "Herr macht eine Reinigungsaktion vor der großen Ernte." Womöglich liegt in dieser Behauptung auch der Schlüssel zur Erklärung der rückläufigen Mitgliederzahlen. Jedenfalls sind solche Ausführungen im tiefsten, nakischen Mittelalter verortet und bagatellisieren und simplifizieren in dichotomer Denkweise wie immer die Täter-Opferproblematik und Schuldfrage (siehe ...). Da ist man doch wirklich nochmals froh, dieser Parallelwelt entkommen und draußen zu sein!

Chor, eine Strophe:

NAK GB 1925 Nr. 509 Strophe 4

Drum küsse ich auch deine Rute,

mit der du mich gezüchtigt hast.

Sie wirkt in mir so manches Gute

Und ist mir eine sanfte Last.

 

Wer die Predigt zum Vergleich vollständig lesen möchte findet sie hier in der  PDF-Datei

 

10.12. Kommentar von Jürgen:

Zur Predigt von Jean-Luc Schneider am 6.12.15 in Güstrow:

Waren die Predigten in der NAK eigentlich schon immer so geistlos, wie ich sie im Moment empfinde und erinnere ich mich nur an geistvollere Predigten, weil ich früher noch dabei war? - Irgendwie habe ich den Verdacht, da hat sich nicht viel geändert. Woher sollen es die Prediger der NAK auch nehmen, die nicht die mindeste Ahnung von der Bibel und der christlichen Lehre haben? Nein, das was Richard Fehr über die Prediger der grossen Kirchen sagt, trifft auf die Prediger der NAK zu: Die haben doch nichts! Wobei so ganz stimmt das ja nicht, die haben zum Teil einen ziemlichen Dünkel und meinen aus dem Heiligen Geist Gottes predigen zu können. Was ich zuletzt von einem Jean-Luc Schneider gelesen habe erscheint mir so geistlos, so verworren. Und dorthin habe ich einmal gehört? Schwer zu glauben!
Wenn mir etwas Freude macht, dann ist es kein Dienst und dann nützt das nichts für das ewige Leben. Im ersten Moment mag man sich da ja an den Kopf fassen und sagen: Einen grösseren Unsinn konnte Jean-Luc Schneider nicht verzapfen. Doch im Hinblick auf das Gottesbild der NAK macht es Sinn, ist es nur logisch so etwas zu sagen, denn der Gott der NAK ist kleinlich, engstirnig, berechnend, launisch, unbarmherzig, menschen- und lebensfeindlich, ja menschenverachtend. Und das ewige Leben bedeutet für alle Zeiten auf alles zu verzichten was Freude machen könnte. 
Eine konsequente Reaktion wäre ja, wenn sich jetzt in allen Gemeinden der NAK die Chöre, Orchester, die verschiedenen Gruppen ihren Nichtdienst einstellen und selbst auflösen, die Amtsträger ihren Amtsverzicht bekunden und ihren Nichtdienst aufgeben würden, mit der Begründung das würde ihnen ja Freude machen und somit nichts für das ewige Leben nützen, und die Zeit sei einfach zu knapp sie mit solchen Nutzlosigkeiten zu verbringen.
Vielleicht ist ja Jesus noch nicht wiedergekommen, weil es den Menschen in der NAK noch viel zu viel Freude macht sich dort einzubringen und damit zu wenig, wenn nicht sogar gar nichts getan wird, was dem ewigen Leben nützt! Das wäre doch immerhin eine Überlegung wert. Nach dem Gottesbild der NAK und dem was Jean-Luc Schneider behauptet, wäre dieser Gedanke doch nur logisch.

 

26.11. Link auf einen Bericht im SWR 1 vom 26.11. 2015

Sie könnens ja nicht lassen: Auch Mitglieder der NAK wollen Flüchtlinge missionieren!

Zitat: „Flüchtlinge hätten andere Sorgen, als auf offener Straße über ihre und andere Religionen zu diskutieren: "Ich finde es total problematisch, wenn irgendwelche religiösen oder sektiererischen Gruppen versuchen, die Situation der Flüchtlinge auszunutzen und sie sozusagen einzufangen." Die Flüchtlinge könnten nicht beurteilen, wem sie sich da "ausliefern". Der Versuch zu missionieren sei respektlos, meint sie.

Auch Vertreter der Neuapostolischen Kirche wurden schon vor Flüchtlingsunterkünften beobachtet. Loeper sagt, dass man sich einerseits Unterstützung der Flüchtlinge wünsche, doch man müsse den Menschen ihre Religion lassen und dürfe ihnen nichts aufdrängen.“Zum Artikel

 

28.10.2015 BezAP Nadolony verweigert sich einem Gespräch zur Aufarbeitung erlebter körperlicher und seelischer Gewalt

Wie der Verein LINDD (LICHT NACH DEM DUNKEL E. V. Gemeinnütziger Verein zur Hilfe für neuapostolische Christen und andere Betroffene von sexueller, seelischer und körperlicher Gewalt) mit einem Schreiben vom 19. Oktober 2015 (siehe hier) aus seinen Erfahrungen in der Begleit-Arbeit mit der Leitung der Neuapostolischen Kirche in Berlin-Brandenburg berichtet, hat die Kirchenleitung von Berlin dem Anliegen einer Person,  die „als Kind in ihrem neuapostolischen Elternhaus körperliche und seelische Gewalt erlebt und durch ihre Seelsorger – inkl. des damaligen Bezirksapostels Schröder – wenig bis keine Unterstützung erfahren“ hatte und der man im Gegenteil mal wieder „keinen Glauben geschenkt und stets das Verhalten des Vaters gerechtfertigt“ hatte, ein Gespräch zur „Aufarbeitung des Geschehens aus ihrer Kinder- und Jugendzeit mit den damaligen und heutigen Kirchenverantwortlichen“ versagt. Erst nach einer Intervention Stap Schneiders kam es zu einer persönlichen Begegnung zumindest mit AP Katens. LINDD berichtet weiter: „In diesem Kontakt wurde die Zielsetzung formuliert, ein gemeinsames Gespräch mit der von uns begleiteten Person, AP Katens, BA Nadolny und uns zu initiieren, um ihr eine Aufarbeitung zu ermöglichen, die für eine nachhaltige seelische Entlastung hätte sorgen können. Das in der Folgezeit Geschehene haben wir in einer Rückmeldung an BA Nadolny formuliert (Anlage I).

Seine Antwort hat uns veranlasst, uns noch einmal an den StAP Schneider zu wenden, um bei künftigen Begleitungen für die Betroffenen enttäuschungsärmer agieren zu können. Wir haben seine Antwort abgewartet und veröffentlichen unsere Rückmeldung an ihn und an BA Nadolny (Anlage II)…. Mit Verlaub: Es gibt nach unserem Kenntnisstand derzeit nur eine offene Tür und das ist die des StAP i. R. Leber, und mit dem werden in einem nächsten Gespräch auch darüber sprechen.

In Anlage I, dem Schreiben von Rainer Ballnus und Irene Döring an BA Nadolny vom 25. 3. 2015 heißt es dann (kurze Auszüge):

Heute schreiben wir Ihnen, um Ihnen eine nicht erbetene Rückmeldung zu Ihrem Verhalten in der Begleitung von (Name) zu geben. Wir gehen davon aus, dass Apostel Katens mit Ihnen in diesem Geschehen alles Wichtige besprochen und vor allem ihre dringlichen Wünsche vorgetragen hat. ... Im Nachstehenden kleiden wir unsere Rückmeldung ob Ihres Verhaltens in Fragen, die sich uns und der Begleiteten gestellt haben:

  • Was hat Sie nach der Intervention von Stammapostel Schneider daran gehindert, die Bitte der Person nach einem gemeinsamen Gespräch mit ihr und mit Ihnen, Apostel Katens und uns zu erfüllen?
  • Was hat Sie zu der Aussage gebracht, dass in einem Seelsorgegespräch „mehrere Köche den Brei verderben“ würden?
  • Was glauben Sie, wie diese Aussage von der Person aufgenommen wurde und was das bei ihr ausgelöst hat? (Anmerkung: Wir haben gehört, dass Sie irgendwann einmal geäußert haben, dass Sie in Ihrer Verantwortung dem LINDD-Verein in Ihrem Arbeitsgebiet kein Gehör schenken. Und genau das haben wir in Gegenwart von Apostel Katens der Person sagen müssen, um schlimmste emotionale Einbrüche bei ihr zu verhindern. Sie sollte in keinem Fall den Eindruck gewinnen, dass Sie sie ablehnen würden.)
  • Was hat Sie nicht erkennen lassen, dass es in diesem Geschehen nicht um Seelsorge geht, sondern um die Aufarbeitung eines für die Person schlimmen Geschehens in der Vergangenheit, in dem der BA Schröder eine große Verantwortung getragen haben soll und bei der Sie um konkrete Mithilfe gebeten wurden?

Zitate aus Anlage II, dem Schreiben an StAP Schneider und BA Nadolny vom 25. August 2015:

Nach Ihrer Email-Antwort, sehr geehrter Stammapostel Schneider, in der Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie sich den Ausführungen des BA Nadolny zu unserer Arbeitsqualität ohne Überprüfung angeschlossen haben, antworten wir Ihnen Beiden. Wir stellen unserem Schreiben voran, dass wir Ihre Haltungen sehr bedauern, weil sie nachweislich nicht uns, sondern ausschließlich den Leidtragenden schaden. Wir schreiben Ihnen beiden deshalb Nachstehendes:

1. Eine Bewertung unserer Arbeit durch Menschen, die uns und unsere Arbeit nicht erlebt haben, hat für uns keinerlei Bedeutung. Im Gegenteil: Wir halten solch ein Vorgehen für fachlich fragwürdig. Und dennoch würden wir es sehr begrüßen, uns mit Ihren Fachleuten, sehr geehrter Herr Bezirksapostel Nadolny, auszutauschen, vor allem deshalb, weil wir ständig daran interessiert sind, unsere Arbeitsqualität im Sinne der Begleiteten zu verbessern.

(…)

5. In dem in Rede stehenden Geschehen ist es Fakt, dass die von uns begleitete Person durch Ihr Tun, sehr geehrter Bezirksapostel Nadolny, nachweislich eine seelische Belastung erlitten hat.

6. Abgesehen davon, dass wir unsere Arbeit kontinuierlich von „außen“ fachlich bewerten und supervidieren lassen, benötigen wir als Begleiter kaum mehr als eine gehörige Portion Empathie, christliche Nächstenliebe, differenziertes Denken sowie eine professionelle Distanz zu manch unverständlichem Verhalten von Kirchenverantwortlichen.

7. Unsere innere Haltung, anderen Menschen in Seelennot beizustehen, werden wir nicht aufgeben und die Ihrige schämenswerte, sehr geehrter Bezirksapostel Nadolny, nicht übernehmen, weil sie dem Gebot christlicher Nächstenliebe zuwiderläuft.

8. Wir werden unsere Erfahrung mit Ihnen angemessen öffentlich machen, um eventuell falschen Hoffnungen bei den neuapostolischen Christen vorzubeugen, die den Weg zu

uns gefunden haben und die durch ein Gespräch mit einem Apostel/Bischof in unserer

Begleitung eine seelische Entlastung erfahren möchten.

9. Wir werden bei zwingender Notwendigkeit und intensiver Aufklärung der begleiteten Person trotz Ihrer Haltung, sehr geehrter Bezirksapostel Nadolny, wegen eines gemeinsames Gesprächs mit Betroffenen in Ihrem Arbeitsbereich nachfragen, ob es möglich werden kann und Sie, sehr geehrter Stammapostel Schneider, über das Ergebnis unserer Bemühungen in Kenntnis setzen.

Man sollte sich in diesem Zusammenhang daran erinnern, mit welcher Arroganz BezAp Nadolny die Entwicklungen in der Berliner Gemeinde Mariendorf  radikal beschnitt und sein Handeln mit schon fast kriminellen Lügen und rücksichtslosen Verdrehungen begründete. Auf meiner Unterseite schrieb ich dazu:

„Nadolny sagte innerhalb der Predigt am 29.6.2014 in der Ansprache zur Amtseinsetzung eines neuen Priesters in Mariendorf (zitiert aus einer mir vorliegenden wörtlichen Abschrift einer Aufnahme des gesamten GD´s):

Ein Amtsträger ist wie der Stift in der Hand eines  Schreibers. Wenn man einen Kugelschreiber nimmt und er will und will nicht? Was macht man damit? In die Mülltonne, weg damit. So macht es Gott, wenn ich nicht mehr in seiner Hand tauge. (BezAp Nadolny)

Mein Vorschlag für ein neues NAK-Logo für Berlin/Brandenburg

… Alleine der Vergleich und die Sprache sind angesichts der entstandenen Gemeindesituation in Mariendorf und des Rücktritts des Vorstehers P. ein furchtbarer Schlag übelster Art, hier sogar nachmals am Ende der Veranstaltung! Denn wenn ein Amtsträger sich wirklich vom Wunsch beseelt fühlt, Gott den Menschen wieder näher zu bringen und dafür neue Wege sucht? Dann kann er aber etwas erleben, was wenig mit Gott und der gepredigten Gottesliebe zu tun hat, wie der im Folgenden beschriebene Umgang mit Vorsteher P. zeigt.  Die folgende  Frage Nadolnys an den zukünftigen Priester beantwortet jedenfalls die Frage, wem man mehr zu gehorchen hat, Gott oder den Aposteln:

„Ich möchte Sie fragen, mein lieber Bruder, … ob Sie gewillt sind, im Glaubensgehorsam gegenüber den Aposteln zu dienen? Dann sagen Sie es bitte vor Gott und vor der Gemeinde mit einem herzlichen Ja.

Priester: „Ja.“

Der eingeforderte „Glaubensgehorsam gegenüber den Apostelnist allem und jedem übergeordnet, Wohlmeinung, gute Gedanken etc. nützen allesamt nichts, wenn die KL anderer Auffassung ist. Man ist als Amtsträger der NAK nämlich kein „Stift“ in Gottes Hand, sondern verdingt sich zum willen- und gedankenlosen Untertan der sogenannten Apostel der Neuapostolischen Kirche.  Es gibt nämlich keinen souveränen Gotteswillen außerhalb der Apostelfestlegung und Verkündung. Also ab in die Tonne mit all den Vorstehern P. und Priestern B.! So geschehen in Berlin Mariendorf.

Und wer nicht wirklich glauben will, was er hier von Nadolny lesen muss, kann den entsprechend Absatz aus der Ordinationsansprache hier im Original nachhören (9.7 Mb)

Leider hat LINDD die entsprechenden Mails von Schneider und Nadolny nicht eingestellt. Den gepredigten Nadolny-Gott der NAK gibt es aber offensichtlich nicht, sonst wäre der BezAp schon selber längst in der Tonne und der Deckel ganz fest zu!

Und dass Stap Schneider an Opfern sexueller oder psychischer Gewalt keinerlei Interesse hat, habe ich schon mehrfach beschrieben (siehe z.B. hier). Aber auch, wenn das alles nichts Neues ist, bleibt beides erschreckend genug!

 

25.10.2015 INFO: Ein NAK-Bezirksapostel verdient in der Schweiz aktuell ca. 400 000 Euro im Jahr

Die folgenden erklärenden Zitate stammen aus Beiträgen im Forum Quo Vadis- NAK!?  zum Thema  

Für NAK-Schäfchen doch auch einmal Interessant !?“

Unter dieser Überschrift findet sich zunächst ein Link auf einen Artikel der Stuttgarter Nachrichten, der sich mit dem Reichtum der RKK beschäftigt.  Zitat:

Was Bischöfe verdienen

Ihre weltlichen Territorien und Fürstentitel haben Deutschlands Bischöfe im Jahr 1803 durch den sogenannten Reichsdeputationshauptschluss verloren. Bis heute werden sie aber vom Staat bezahlt – Erzbischöfe nach B 10 (Beamten-Besoldungsstufe, 10 000 bis 11 000 Euro brutto monatlich), Bischöfe erhalten B 6 (7000 bis 8000 Euro brutto).“

Darauf nimmt Andre Kaufmann am 15.10.2015 Bezug und schreibt im Beitrag #2 :

Wenn ein Erzbischof der RKK nach Beamtenbesoldung vom Staat 10 bis 11 K-EURO monatlich verdient, warum darf sich dann ein deutscher Landesfürst der NAK (nach NAK eigenem Wortlaut Bezirksapostel betitelt) 250 K-EURO vor Steuern, jährlich reinpfeifen? Seine Zusatzkosten, wie Reisen, NAK eigener Firmenwagen und Aufwandsentschädigung (netto verfügbare Reisespesen) noch gar nicht eingerechnet.

Weil er nicht vom Staat, dafür aber von ahnungslosen NAK Schäfchen bezahlt wird, transparenzlos und ungefragt? Die Frage sei erlaubt.

Landesfürst der NAK Schweiz versteuerte 2014 ein Reineinkommen* von 378 K-CHF ( nach aktuellem EUROKURS 345 K-CHF). Schlag nach bei "moneyhouse" Schweiz, sofern du zahlendes Mitglied bist. Herr M.F. aus Zürich, seines Zeichens Landesfürst der NAK CH, darf sich aber nicht herausreden, wie damals Richy F, aus Z., dass er die Wohnzinseinnahmen seiner Frau mitversteuert habe. Herr M.F. aus Z. hat nämlich keine wohlhabende Gehülfin, wie seinerzeit ein Richy F (wie er es zumindest der erstaunten NAK Öffentlichkeit seinerzeit verklingern wollte).

* Erkärung Schweizer Reineinkommen:
Reineinkommen: Dieses berechnet sich aus dem Nettoeinkommen minus «zusätzliche Abzüge» wie Krankheitskosten oder gemeinnützige Zuwendungen.
Steuerbares Einkommen: Der Anteil des Einkommens, der versteuert werden muss. Vom Reineinkommen werden dabei die «steuerfreien Beträge» abgezogen. Diese Beträge, auch Sozialabzüge genannt, umfassen den Kinder- und den Fremdbetreuungsabzug sowie den Abzug für unterstützungsbedürftige Personen.

Dem verdutzen Leser sei somit klar: Wenn Herr M.F. aus Z. ein Reineinkommen von 345 K-CHF versteuert, liegt sein Brutto-Einkommen noch einmal um ca. 20 % höher. Dem deutschen Steuerexperten klar erkenntlich, dem (noch)im Schweizer Steuerrecht ungeübtem Laien auf Nachfrage gerne erklärbar.

Lasst euch mit diesen Informationen nicht den Tag verhageln. Immerhin zahlt M.F. aus Z. 10% seines Reineinkommens wieder in die NAK Kasse ein. Denn er will nach eigenen Aussagen ja ein "brutto gesegneter" sein. Oder auf Schweizer Neudeutsch: Der Schweizer Bezirksapostel ist ein von Gott rein gesegneter. Frei nach seinem Reineinkommen.

Unter der Überschrift RE: Auf dem Weg in die Ökumene? Die NAK (nicht) im Wandel schreibt  Kaufmann noch ergänzend  über die Finanzreserven der NAK im Beitrag #55 :

Die finanziellen Mittel, die dann übrig bleiben, wird sich der Apostelverein Zürich untereinander aufteilen. Insider sprechen mittlerweile von 15 Milliarden EURO, die der Frankfurter NAK Investmentfond in der Schweiz gebunkert hat. Auf der Strecke bleibt wieder einmal Generation Gutgläubigkeit, die Schubkarrenweise ihr Geld in neuapostolische Opferkästen gekarrt hat.

Als Quelle für diese Information nennt er zum einen (#58 ): 

Weltweiter NAK Einnahmenüberschuss, Quelle Internet: EURO 5.13 Mrd in den letzten 30 Jahren
Weltweites  NAK Immobilienvermögen, Quelle Internet: EURO 8.64 Mrd
Frankfurter NAK immobilienfond: Schätzung aus internen NAK Quellen: EURO 1.23 Mrd

R.Fehr bezifferte das NAKI Immobilienvermögen 1999 in einem Gottesdienst - nach heftigen Angriffen auf seine Person - auf 5.4 Mrd CHF. Das war 1999, ohne Angaben zu Vermögenswerten in Südafrika, USA und Canada, da diese Gebietskirchen zu jener Zeit in Privatvermögen der Krauss INC ( USA + Canada)stand, sowie Südafrika unter Eigenregie formierte.

Ferner erläutert Kaufmann im Beitrag #61 :

http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb...bilanznaki.html

Oben aufgeführte, offizielle NAK Quelle ist nur ein Ansatzpunkt. Ohne tiefen Gottglauben dürfen wir davon ausgehen, dass die weltweiten NAK Einnahmen bis weit in die 90-iger Jahre doppelt so hoch waren, wie die im Bischoff-Verlag Papier ausgewiesenen Einnahmen aus 2011.

In der Kalkulation von Einnahmeüberschüssen, Bauprogramm, Wertzuwachs Immobilien + Grund - alles ohne USA/Canada und Südafrika - ist die Vermögensschwelle von EURO 15 Mrd schnell erreicht.

 

16.6.2015 Gottesdienste der NAK-NRW für Menschen mit kognitiven Einschränkungen in „Leichter Sprache“

Man beachte bei den folgenden Originalzitaten die roten Markierungen von mir, die entweder in der Rechtschreibung, inhaltlich oder grammatisch Fehler markieren:

Link: "Angebot für Menschen mit kognitiven Einschränkungen

Gottesdienste in Leichter Sprache sind ein Angebot der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. … Am 31. Mai 2015 fand der Gottesdienst mit Bezirksältester Ulrich Hedtfeld (Bezirk Dortmund-Ost) in Bochum-Mitte statt. … Mehr und mehr sollen auch Menschen mit dementen Krankheitsbildern in diesen Gottesdiensten erreicht werden.

Leichte Sprache ist nicht einfach

… Abstrakte Begriffe müssen möglichst vermieden werden. Wo sie notwendig sind, sollen sie durch anschauliche Beispiele oder Vergleiche erklärt werden. …Bei der Verfassung von schriftlichen Texten mag man diesen Kriterien durchaus nach einiger Praxis nachkommen, bei der Predigt erfordert es aber eine sehr hohe Konzentration und eine ständige gedankliche Überprüfung dessen, was gerade gesprochen werden soll. …

Ein gewisses Training scheint unabdingbar zu sein, zumindest einige einführende Informationen zu diesem komplexen Thema sollten den Gottesdienstleitern vermittelt werden, so ist sich die Arbeitsgruppe für Gottesdienste in Leichter Sprache einig. So soll zumindest ein Bewusstsein für diese anspruchsvolle Sprache erreicht werden.“

Bis soweit das Zitat.

Kommentar: So, nun wird Sie in diesen Gottesdiensten also in besonderer Weise geholfen, auch bei Demenz und andere kognitive Einschränkungen, wo besonders schwierig ist, so anspruchsvoll in Leichte Sprache zu sprechen! Aber mit Bezirksältester Hedfeld wird die Verfassung der Sprache in der Praxis auch mündlich sicher jeden Zuschauer beeindrucken, wo der doch bestimmt nach Training und Infos zumindest ein Bewusstsein für es hat. Hier ein Beispiel von der NAK-HP von Bezirksapostel Rainer Storck, wie solche Reden dann geführt werden:

„Das Bibelwort lautete damals: "Der Herr ist mein Licht" (Psalm 27, aus 1). Anhand von Fotos von einem Sonnenaufgang, einem Kaminfeuer sowie von einem Leuchtturm und einer Ampel erläuterte er verschiedene Wirkweisen von Licht und wies dabei auf Gottes Wirken hin. In den Gottesdiensten in diesem Jahr dient das Bibelwort "Denn Gott ist mein Schutz (Psalm 59,aus10) zur Grundlage der Predigt. Ein Schirm, eine Winterjacke, ein Paar Wanderschuhe und ein Fahrradhelm dienen zur visuellen Unterstützung der Predigtinhalte.“

Was für ein Reichtum und Tiefe der Erkenntnis! Man fragt sich aber schlussendlich zum einen, ob die besondere Anforderung, „ständige gedanklich zu überprüfen, was gerade gesprochen werden soll,“ nicht eigentlich immer gelten sollte  und zum anderen, ob eigentlich überhaupt ein Unterschied bei dieser Predigtpraxis gegenüber dem besteht, was ansonsten immer und überall in der NAK sowieso so gepredigt wird? Vielleicht fragt diesbezüglich mal jemand bei Bischof Johanning nach, der diese Predigtreihe in diesem Jahr am 31. Mai startete …

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag unter Satire einordnen, aber diese Realsatire gehört dann doch eher hierher in "Aktuelles"!

 

27.4. Hinweis auf einen aktuellen Aufsatz in der Zeitschrift "Berliner Dialog", von Olaf Wieland: „Vom Segen gemeinsamer Arbeit“  Die NAK und das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der damaligen DDR

 

Zitate daraus:

Das Ausmaß der „historisch belegbaren Kollaboration der NAK mit dem menschenverachtenden NSRegime“  und der „unbegrenzte Opportunismus“ der NAK in der DDR wird durch das Engagement unabhängiger Forscher und deren Veröffentlichungen immer offensichtlicher. Das weiterhin elitäre Selbstbild der NAK im Sinne der Strukturen einer klassischen Sekte und ihr Auserwähltheitsanspruch verhindert bisher eine Auseinandersetzung mit Schuld und dem konkreten eigenem Versagen. …

Der Bezirksapostel Willy Adam (IM „Willy“) sah sich verpflichtet, sogenannte „Hetzbriefe“ sofort an die Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit zur Auswertung weiterzuleiten.

Ein neuapostolischer Vorsteher (Gemeindeleiter) unter dem Decknamen IKMO „Hirte“ - eine Decknamenentschlüsselung wurde beantragt und eingeleitet – sprach sich im Gespräch mit seinem Führungsoffizier in unsolidarischer und unchristlicher Art und Weise für eine konsequente Verfolgung der in der DDR seit 1950 verbotenen Zeugen Jehovas aus. Infolge Anweisungen durch die neuapostolische Kirchenleitung kam es vor, dass Zeugen Jehovas, welche Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche besuchten, „bei der Polizei denunziert wurden.“ …

Bezirksapostel Wilhelm Pusch als ein „im Auftrag des MfS“ reisender Begünstigter des Ministeriums für Staatssicherheit und ehemaliger Angehöriger der Deutschen Volkspolizei, welcher „gelegentlich auch Kontakte zu dem langjährigen Leiter des Ministeriums für Staatssicherheit Erich Mielke unterhielt“ , hatte das Privileg, ohne Kontrolle die Grenzübergänge in Berlin zu passieren, beispielsweise für die Einfuhr von „Ersatzteilen für seinen Mercedes“. … Der Apostel Q. aus Sachsen galt als „sozialistischer Leiter“. Lob bekam er für seine „Funktion als Kommandeur einer ZV-Führungsgruppe“, welcher er „voll gerecht (Stärke: 10 Mann)“ wurde. Im Jahr „1988 erklärte er sich noch gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit bereit, Kirchenmitglieder von etwaigen Plänen zur Republikflucht abzubringen.“  Die Verbindung zur Staatssicherheit nutzte man aber auch zielgerichtet, um persönliche Vorteile und Vergünstigungen für sich oder die Gemeinde zu erlangen, wie Reisen in die BRD und Beschaffung von PKWs westlicher Fabrikation. Viele neuapostolische Amtsträger ließen sich vereinnahmen, indem sie regelmäßige Angebote für „dreiwöchige Erholungsaufenthalte“ in den Gästehäusern des Staatssekretärs für Kirchenfragen in Anspruch nahmen. Mit diesen Erholungsaufenthalten sollte die Arbeit der „fortschrittlichen und loyalen Geistlichen“  in der DDR gewürdigt werden. Der Bezirksälteste Gerhard Wolter als inoffizieller kriminalpolizeilicher Mitarbeiter für operative Aufgaben (IKMO „Gerhard“) wurde jährlich mit einer Urlaubsreise in ein Gästehaus des Staatssekretärs für Kirchenfragen ausgezeichnet. …

Neuapostolische Glaubensgeschwister, welche mit dem damaligen DDR-Staat in Konflikt kamen, konnten auf kein Verständnis von ihrer Kirche hoffen:

„Die Sanktionen durch die Gemeindeleitung nach Entlassung aus dem Gefängnis haben die Betroffenen als wesentlich gravierender, belastender, traumatisierender erlebt. So wurden Betroffene beispielsweise von der Abendmahlfeier ausgeschlossen und per Anordnung dazu gezwungen, erst nach Gottesdienstbeginn entweder auf der Empore oder in einem abgeteilten Raum den Gottesdienst zu erleben und vor dem Ende das Kirchengebäude zu verlassen. Und das über Monate! Als kaum aushaltbar wurde das Schweigen, das Ausgegrenztwerden, das Nichtbeachtetwerden beschrieben.“

Ein von diesen Sanktionen und von Diskriminierung durch die neuapostolische Kirchenleitung Betroffener wandte sich mit einem Schreiben an den heutigen Stammapostel Jean-Luc Schneider u.a. mit folgenden Ausführungen:

„Während ich zur Willkür des DDRMachtapparates nicht schwieg und als Christ widerständig handelte, verrieten Amtsträger der NAK die eigenen Geschwister…..“

Der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche Jean-Luc Schneider reagierte nach längerer Zeit auf dieses Schreiben, indem er den Fragen auswich, den Sachverhalt verharmloste und darauf verwies, man befände sich noch im Stadium der Bemühungen in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Ein nachfolgender Offener Brief des Gesprächskreises „Toleranz im Glauben“ Berlin/Hamburg mit erneuter Forderung nach einer konkreten Beantwortung von Fragen zur Thematik „NAK in der DDR“ vom 20.9.2013 blieb unbeantwortet. …

Der derzeit amtierende und durch ein Anschreiben vom 10.2.2014 53 mit der Problematik konfrontierte Kirchenpräsident /Bezirksapostel der Gebietskirche Berlin- Brandenburg K.d.ö.R. (Körperschaft des öffentlichen Rechts) Wolfgang Nadolny verweigerte in seinem Antwortschreiben vom 24.2.2014 eine Stellungnahme zur Tätigkeit hochrangiger Vertreter der Neuapostolischen Kirche als inoffizielle Mitarbeiter (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR.

 

31.3.2015 Der Verein LINDD äußert sich zur Begleitung von Glaubensgeschwistern nach erlebtem geistlichem Missbrauch in der NAK (ergänzt von DS mit aktuellen Zitaten vom März 2015 aus drei Predigten von Stap Schneider

Der Verein LINDD E.V. (LICHT NACH DEM DUNKEL) ist ein gemeinnütziger Verein zur Hilfe für neuapostolische Christen und andere Betroffene von sexueller, seelischer und körperlicher Gewalt. Lange Zeit betreute LINDD in erster Linie Menschen in der NAK, die im Rahmen ihrer Mitgliedschaft Opfer sexueller oder psychischer Gewalt geworden waren. Ferner bemühte sich der Verein darum, durch Kontakte mit der Kirchenleitung zielgerichtet auch um präventive Arbeit in den Apostelbezirken, beides allerdings mit bestenfalls sehr mäßigem Erfolg. Beim internationalen Kirchentag wurde eine Standbeteiligung ebenfalls untersagt. Seit längerer Zeit hat sich LINDD nun auch dem Thema „Geistlicher Missbrauch“ zugewandt, weil sich zunehmend auch Menschen aus diesem Grund hilfesuchend an den Verein wenden. In einem Schreiben vom 22. 2. 2015 reagierte LINDD in Gestalt von Irene Döring und Rainer Ballnus nun schriftlich.

Hier einige Auszüge aus der Stellungnahme von LINDD:

Begleitung von Glaubensgeschwistern nach erlebtem geistlichem Missbrauch in unserer Kirche

Im Nachfolgenden bieten wir einen Überblick über den aktuellen Stand zum obigen Thema, verbunden mit Einforderungen an die Kirchenleitung der NAK.

I. Allgemeines

Seit Jahren begleiten wir neuapostolische Christen, die ob ihrer kirchlichen und elterlichen Erziehung zum einen psychisch und zum anderen an ihrer Glaubensseele erkrankt sind (nachzulesen bei www.lindd.de – unter Berichte.)

Es wenden sich immer mehr Belastete an unseren Verein, weil die Betroffenen viele andere kennen oder um sie wissen, wie die Vergangenheit sie immer und immer wieder einholt.

II. Was ist „Geistlicher Missbrauch“/“Geistliche Gewalt“?

In unserer Begleitung erleben wir die Auswirkungen dieser gelebten Merkmale „hautnah“. Dabei können wir die seelischen Belastungen sehr gut nachvollziehen, weil wir selbst Teil dieses Erlebens waren und noch sind.

Dabei hilft es den Betroffenen wenig, wenn heute gepredigt wird, das sei doch alles schon so lange her, und es hat sich doch so Vieles verändert. Stimmt. Doch das mindert die Ängste, die Schuldgefühle, die Depressionen, kurzum die seelischen Erkrankungen in keiner Weise. Im Gegenteil, Aussagen von Aposteln (z. B. die von AP Eckhard in seinem Artikel in „Spirit“ 1/12) sind geradezu eine Ohrfeige für die Seele, weil er unzulässig die Verantwortung verschiebt.

Auch die oft zu hörende Frage/Antwort von Amtsträgern: „Hat es uns geschadet? Nein!“, ist für manche Leidende alles andere als hilfreich.

III. Unsere Arbeitsweise

Wir begleiten Glaubensgeschwister nach seelisch/geistlicher Gewalt nach Kontaktaufnahme durch sie und erleben dabei Dankbarkeit. Ebenso seit Jahren bemühen wir uns in den jeweiligen Begleitungen, in Gesprächen mit den Kirchenverantwortlichen eine seelische Entlastung zu bewirken. In Einzelgeschehnissen scheint uns das nach Aussage der Betroffenen gelungen zu sein, in den überwiegenden Geschehnissen jedoch nicht. Die Begründung für das Scheitern liegt nach unserer Wahrnehmung nicht selten an dem Verhalten der jeweiligen Kirchenleitung (siehe unter IV.).

Anzumerken ist auch, dass nicht wenige der von uns Begleiteten die Neuapostolische Kirche verlassen möchten, aber sich nicht trauen, den letzten Schritt zu gehen. Zu sehr regen sich bei ihnen Schuld- und Angstgefühle.

IV. Haltung/Verhalten der Kirchenleitung:

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass unsere Arbeit von der Kirchenleitung - mit wenigen Ausnahmen - nicht nur nicht erwünscht ist, sondern eine Inanspruchnahme unseres Vereins auch per Rundschreiben an die Amtsträger untersagt wurde. An dieser Einschätzung ändern auch genehmigte Einzelaktionen (z. B. der NJT in HH 2012 oder der Basar in der Gemeinde Heidmühle 2012 zu unseren Gunsten) oder einzelne Begleitungsgespräche mit Aposteln/dem Stammapostel nichts.

Nachvollziehbare Ablehnungsgründe für die Nichtunterstützung haben uns nicht erreicht. Die uns ständig vorgehaltene Nichtkompetenz erleben wir als eine Behauptung ohne Beweisführung. …

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass bis heute versucht wird, Motivation durch seelischen Druck zu erzeugen. Wie sonst sind beispielsweise die unglückseligen Sätze eines BA bei einer Amtseinsetzung zu verstehen? Hier ein Auszug: „…Das ist wie der Stift in der Hand eines Schreibers. Wenn man einen Kugelschreiber nimmt und er will und will nicht? Was macht man damit? In die Mülltonne, weg damit. So macht es Gott, wenn ich nicht mehr in seiner Hand tauge. Da wollen wir Obacht geben miteinander und gemeinsam, mein lieber Bruder…“.

Motivation durch seelischen Druck zu erzeugen“ ist  nach wie vor das prägende Element der sogenannten Predigten von Stammapostel Schneider frei nach dem Motto:  Bleibe im Werk des Herren – egal was geschieht. Originalton Schneider in Hamburg: „Bleib treu, folge nach, lass dich vorbereiten und wer treu bleibt bis ans Ende, der wird die Auferstehung erleben.“

Diese Schwarzweißmalerei erzeugt genau den Druck, der die Menschen Sonntag für Sonntag in die Kirche treibt. Denn nur dort wird ja direkt und in unverfälschter Weise ´das Wort Gottes verkündet`, nicht etwa  nur exegetisch ausgelegt! Schneider in Schaffhausen: „Ja, okay, wo hört man denn sein Wort? Sein Wort muss gepredigt werden, das ist in der Kirche.“  

Und deshalb, so Schneider in Hamburg, „rfen wir dazu nicht zu menschlich werden. Jesus Christus ist kein Stratege. Das Evangelium Jesu Christi ist kein Produkt und die Kirche ist kein Unternehmen.“ Nochmals basta! Wer das nicht glauben will, der kann es ja auch lassen. Die Folgen wird er aber tragen müssen. Gottes Liebe offenbart sich auch nicht etwa in Fürsorge, sondern, so Schneider in Berlin: „Die Liebe Gottes besteht darin, dass er mir die Kraft gibt, trotz allem treu zu bleiben, nachzufolgen und in die Gemeinschaft mit ihm einzugehen.“

Immer noch geht es nur durch die dunkelste, persönliche Nacht zum gepredigten Licht und Glaubensziel! Die folgenden Zitate von Schneider kommentiere ich nicht mehr. Sie erklären sich dem kritischen Leser von alleine als typische Beispiele fundamentalistischer Indoktrination mit dem Ziel, die Zuhörer in die gewünschte, devote Unterordnungshaltung und damit Abhängigkeit gegenüber den Wortverkündern zu bringen. Im Sprachgebrauch der NAKwird das als Nachfolge bezeichnet und explizit eingefordert. Alles andere, so weiß man ja, ist ohnehin Leerlauf!

Döring und Ballnus zitieren in Anlage 1 Stap Schneider mit folgendem Zitat:

1. Anlage I

– auszugsweiser Text aus dem Ämtergottesdienst des StAP Schneider am 30. 10. 2014 in Johannesburg:

„…Der zweite Punkt ist die Ermahnung und zwar in Bezug auf Seelsorge. Noch mal: In der Vergangenheit bestand Seelsorge darin, Ermahnung und Stärkung darin zu sehen: „Wenn du am Tag des Herrn nicht bereit bist, schäm dich. Es wird ein übles Ende mit dir nehmen. Schäm dich.“ Erinnert ihr euch? Wir haben das alle gemacht. Mal ganz ehrlich, es war die beste Methode. Sie hat funktioniert. Aber ist das wirklich die Art und Weise wie Jesus sein Volk unterweisen will? Ich glaube nicht. Wenn wir die Geschwister darin bestärken wollen Christus nachzufolgen, gibt es keinen Grund ihnen zu drohen. Der beste Weg ist, wenn die Geschwister erkennen wie groß die Liebe Christi für sie ist, wie wunderbar der Herr ist, wie großartig seine Verheißung ist. Und wir können ihnen dabei helfen, die wahre Liebe Christi zu entdecken. ... Es gibt keinen Grund den Geschwistern zu drohen…“

Wie aber predigt Stap Schneider selber?

Wer glaubt, dass die NAK Gottes Werk ist, der muss laut Schneider  in kurzen Auszügen aus drei Predigten z.B. Folgendes akzeptieren:

Stap Schneider am  01.03.2015 Berlin-Schöneberg

„Man muss auch an die Liebe Gottes glauben und fest in diesem Glauben bleiben. Wer getauft sein will, der glaubt an Jesus Christus, das heißt: Er glaubt, dass Gott seine Liebe offenbart hat in der Sendung seines Sohnes, dass Gott seine Liebe offenbart hat in dem Opfertod Jesu Christi, der glaubt, dass die Liebe Gottes sich durch Jesu Christi offenbart.

Aha, was bedeutet denn das, wie ist er mit seinem Sohn umgegangen der liebe Gott? Er hat es ihm nicht erspart, dass er es mit Feinden zu tun hatte, er hat ihm Leid und Schmerz nicht erspart, er wurde sogar verraten von seinen Freunden, von seinen besten Freunden. Er musste leiden, er musste sterben. So hat der Vater den Sohn geliebt, was hat er denn gemacht der Vater für den Sohn?

Er hat ihm geholfen, er hat ihm die Kraft gegeben in die Gemeinschaft mit ihm einzugehen. Er hat ihm geholfen, an sein Ziel zu kommen, sein Ziel zu erreichen in die ewige Gemeinschaft mit Gott. Das war die Liebe Gottes! Wer als Christ mit Wasser getauft ist, bekennt sich zu Jesus Christus, bekennt sich zu der Liebe Gottes. So liebt Gott! Die Liebe besteht nicht darin, dass er alle gemeinsam straft. Ich kann Feinde haben, ich kann Krankheit haben, ich kann Ungerechtigkeit erleiden müssen, ich kann krank sein, ich kann sterben, meine besten Freunde können mich verraten. Das hat alles nichts mit der Liebe zu tun. Die Liebe Gottes besteht darin, dass er mir die Kraft gibt, trotz allem treu zu bleiben, nachzufolgen und in die Gemeinschaft mit ihm einzugehen.

Das hört sich vielleicht krass an, aber dennoch, das ist der Glaube an die Liebe Gottes, die offenbart ist in Jesu Christi.“

Stap Schneider am 15.03.2015 Schaffhausen (Schweiz)

Wer überwinden will, der muss eben kämpfen. Der muss bis zuletzt gegen das Böse kämpfen, der muss das Schwert nehmen und entscheiden: Nein, hier bin ich gehorsam. Nein, das Übel, das Böse werde ich weiterhin bekämpfen. Nein, dem kann ich nicht zustimmen, das ist eine Entscheidungssache. Auch wir müssen diese Entscheidung fast jeden Tag treffen. Heute will ich das Böse bekämpfen, heute will ich ein Überwinder sein. …

Wer nicht mit Christus kämpft, der wird nicht gewinnen. Wir trachten nach dem Frieden mit den Menschen, aber das ist auch eine Entscheidungsfrage, da müssen wir wissen, lass uns doch das machen, was zum Frieden beiträgt. Da brauchen wir gar keine große Theorie machen, das weiß jeder.

Dazu gehört Vergebung, dazu gehört Versöhnung, das liegt an uns. … Dann müssen wir entscheiden: Ich vergebe, ich versöhne mich, ich bin demütig, das müssen wir entscheiden. Der Friede regiert in euren Herzen. Der ewige Friede erlöst von allem Übel. Das ist aber mein Entscheidungswillen. …

Einzelgänger können diesen wahrhaftigen Frieden nicht empfangen. Das geht nur in dem Leibe Christi, das geht nur in der Gemeinde. Das ist normal, wenn man darüber denkt. Ja gut, versöhnt zu sein mit Christi, das fängt ja an bei der Abwaschung der Erbsünde, das geht ja nur durch die Taufe, ja und taufen kann ich allein zuhause. Nein, taufen geht nur in der Kirche, das geht sonst nicht.

Ich kann nur den Frieden Christi, die Versöhnung mit Gott erhalten, wenn ich Teil der Kirche werde, wenn ich getauft bin, wenn ich in der Gemeinschaft der Gläubigen bin. Außerhalb der Gemeinschaft kann ich diesen Frieden nicht hinnehmen, das ist einfach zu verstehen. Wir wollen die Liebe Gottes erleben und da habe ich gesagt: Die Liebe Gottes kann man nur erleben, wenn man nach seinem Wort handelt.

Ja, okay, wo hört man denn sein Wort? Sein Wort muss gepredigt werden, das ist in der Kirche.

… Jesus hat gesagt: Wer mein Leib isst und mein Blut trinkt, der ist in mir und ich in ihm. Ich wohne bei ihm und er wohnt bei mir. Also diese Gemeinschaft ist nur insofern möglich, wenn man das Abendmahl genießt.

Entschuldigung, das geht nur in der Gemeinde des Herrn, das geht nicht als Einzelgänger. Das Glied empfängt die Nahrung nicht direkt, das Glied empfängt nur die Kraft, die es braucht durch den Leib. Das vergessen die Menschen manchmal. Man meint, man hat eine direkte Beziehung zu Gott: Der liebe Gott liebt mich und alles ist in Ordnung und man hat Friede, der wahrhaftige Friede Christi. Den kann man nur im Leib, in der Gemeinde des Herrn erleben und dort bekommt das Glied des Leibes seine Nahrung.

Lasst uns dessen bewusst sein, liebe Geschwister. Einzelgänger können diesen Frieden nicht so erleben.

Liebe Geschwister, der Herr braucht uns, um unserem Nächsten zu beweisen, dass es die Sündenvergebung gibt. Wenn der Herr mir vergibt, bin ich imstande meinem Nächsten zu vergeben, sonst ginge das ja gar nicht. Es beruht ja alles auf der Vergebung Jesus, weil ich weiß, dass Gott mir vergibt. Und nur, weil ich das weiß, bin ich imstande dem Nächsten zu vergeben. Der Nächste muss an die Vergebung Gottes glauben, aber meine Vergebung kann er erleben. Wir sind zum Frieden berufen. Wir sind auch berufen, Frieden zu stiften. Das gehört auch dazu. Man muss nicht ewig von der Vergebung der Sünden predigen. Lasst uns doch einmal Zeichen setzen und dem andern helfen an die Vergebung zu glauben, weil Gott uns vergibt sind wir imstande, unserem Nächsten zu vergeben, das hilft, an die Vergebung der Sünde zu glauben. Darf ich noch ein Stück weitergehen? Wir glauben an das Apostelamt, wir glauben, dass die Apostel die Vollmacht haben, die Vergebung der Sünden zu verkündigen. Das ist ein fester Bestandteil unseres Glaubens.

Also, wo der Apostel wirkt, kann er mit Vollmacht die Vergebung der Sünden verkündigen. Also, wir glauben, da geschieht was. Sieht man das immer im Werke Gottes? Auch da erwartet Jesus von uns, dass wir dem Herrn helfen. Er sagt: Okay, ich habe vergeben, ich vergebe. Ich habe meine Apostel gesandt, das zu verkündigen. Da geschieht was, aber bitte, es ist ein bisschen schwierig zu glauben, da müssen wir nachhelfen. Wo die Apostel wirken, da müsste man, das ist mein Wunsch mehr und mehr sehen, da ist was geschehen, da hat es Sündenvergebung gegeben. Das ist unsere Aufgabe, dazu sind wir berufen. Da habe ich volle Hoffnung, liebe Geschwister. Ich weiß ja, wo ich stehe, da ist Glaubenssubstanz vorhanden. Das sage ich jetzt nicht, um zu schmeicheln, das ist einfach so, das ist Tatsache, es ist Glaubenssubstanz vorhanden.

Stap Schneider am 29.03.2015 in Hamburg-Lurup

Die Auferstehung ist nur möglich, weil zuvor die Passionszeit ist. Wir haben diese Bedrängnis diese Trübsal, natürlich auf uns selbst, auf die Person bezogen. Vielleicht müssen wir durch viel Leid - natürlich müssen wir kämpfen gegen die alte Kreatur.

Das ist ein Teil der Trübsal, das ist ein Teil der Bedrängnis, das stimmt schon. Aber diese Trübsal, diese Bedrängnis gilt auch für die Kirche insgesamt für das Volk Gottes, für die Braut. Ich sehe diese Situation, wie wir sie heute erleben hier in Europa: Das ist nur eine Form der Bedrängnis.

Es wird halt schwieriger, es wird komplizierter den Glauben zu behalten. Es wird komplizierter treu zu bleiben, es kostet ein Kampf trotz all unserer Enttäuschungen, trotz dem Nichtverstehen was da geschieht, einfach treu zu bleiben. Das ist auch Teil der Trübsal, Teil der Bedrängnis. Also bitte, kein Grund jetzt fassungslos zu werden.

… Lebe nach dem Evangelium, bleibe in der Nachfolge Christi, bleibe treu, was auch kommen mag. Nach der Passionszeit kommt die Auferstehung. Lasst euch nicht befremden durch die Hitze! Ich hab keine Antwort, kein Mensch hat eine Antwort, was, wieso die Situation so ist. …

Heute verstehen wir nicht alles, was geschieht. Manchmal sind wir sogar enttäuscht, weil unsere Erwartungen nicht erfüllt sind. … Der Heilige Geist erinnert uns daran: Sei doch nicht überrascht, das war ja schon immer vorher gesagt, es ist nur eine besondere Art und Form der Bedrängnis und der Trübsal in der Situation, in der du lebst, jetzt persönlich oder in der Gemeinde oder in der Kirche insgesamt, es ist nur eine Art Bedrängnis. – Bleib treu, folge nach, lass dich vorbereiten und wer treu bleibt bis ans Ende, der wird die Auferstehung erleben.

Bis soweit die Predigtzitate. Ballnus und Döring schickten eine (bisher natürlich unbeantwortet gebliebene) Mail an den Stap Schneider (3. Anlage III):

– Emailschreiben an den StAP Schneider am 9. 1. 2015:

„Lieber Stammapostel Schneider!

Zunächst wünschen wir Ihnen für das Jahr 2015 persönlich Wohlergehen und für Ihren Amtsauftrag göttlichen Beistand.

Mit großer Freude und Dankbarkeit haben wir Kenntnis von Ihrem Ämtergottesdienst am 30. 10. 2014 in Johannesburg genommen. Ganz besonders dankbar sind wir für Ihre Thesen zum Thema „Drohbotschaft“. Warum? Weil Sie das erste geistliche Oberhaupt in unserer Kirche sind, der diese systematisch praktizierte Vorgehensweise öffentlich zugegeben hat. Bisher wurde von unterschiedlichen Geisteswaltern nur von bedauerlichen Einzelfällen mit regionaler Unterschiedlichkeit gesprochen. .... Danke! Danke! Danke für diesen ersten Schritt, dem unbedingt ein zweiter folgen muss: der Schritt der Versöhnung mit all den unter der damaligen Predigt- und Verhaltenspraxis auch heute noch Leidenden.

Da war der Dank angesichts der hier zitierten Predigtaussagen von Schneider leider wohl doch verfrüht. Schneider macht es nicht besser als seine  Vorgänger, sondern im Gegenteil wesentlich raffinierter, charismatischer und deutlich intensiver. Die Folgen können also entsprechend schlimmer sein: Die Opfer müssten sich nach wie vor entschuldigen, wenn sie zurecht Dinge beim Namen nennen. die Schneider gerne unter den Stichworten "Vergebung / Verzeihen / den Menschen Jesus nahe bringen etc" abhaken möchte! Man denke da nur an die NS-Vokabel "Nestbeschmutzer!" Zudem verzichtet Schneider auch darauf, den Zuhörer in seiner Befindlichkeit abzuholen (pacing) und indoktriniert von Anfang seiner Rede in typisch arrogant narzistischer Weise nur seine spezifischen Glaubenssätze, die die Zuhörer ohne wenn und aber zu übernehmen haben (leading). Befindlichkeiten der Glaubenden interessieren ihn offensichtlich überhaupt nicht*. Interessant wäre es, etwas über Ton und Gestik zu erfahren ...

Abschließend schreiben Ballnus und Döring  in ihrer Stellungnahme noch:

"Wir sind sehr bei dem Vatikan-Experten Andreas Englisch, wenn er sagt: „… Wir müssen begreifen, dass der liebe Gott nicht katholisch ist…“ und fügen hinzu: Sehr wahrscheinlich auch nicht neuapostolisch."

In diesem Sinn bleibt den neuapostolischen Predigern in jeglicher Hinsicht tatsächlich noch viel Entwicklungsluft nach "oben", wo aber bliebe dann das neuapostolische Profil?!

Weitere ältere Artikel zum Thema LINDD zusammengefasst

 

*Aktualisierung 1.4.2015:

Nicht nur die Befindlichkeiten der Glaubenden interessieren Stap Schneider nicht! Eben erreicht mich ein Nachtrag zum Hamburger GD. Nach einem Predigtbeitrag von Ap. Katens hat Schneider noch folgendes gesagt (Beitrag gekürzt):

Zitat Stap Schneider:

Ja, der Apostel hat es noch einmal unterstrichen, die Jünger haben nicht immer verstanden, worum es ging. In der modernen Welt haben wir natürlich unser Problem damit. Der moderne Mensch will alles verstehen und alles wissen.

... Lasst uns in der Demut bleiben Gott gegenüber. Wir müssen uns einfach damit abfinden:
Ich kann Gott nicht verstehen, ich kann das Handeln Gottes nicht verstehen.
Ich kann den Plan des Herrn Jesus nicht ganz verstehen, ich muss einfach glauben und vertrauen. Wir haben unsere Mühe damit. Und wenn man manchmal sagt: Ja, das wissen wir nicht, ja das müssen wir doch wissen, wir müssen doch immer wissen, wo die Grenze ist über dieses und jenes. 

Nein! Kein Mensch kann Gott verstehen! Darf ich das sagen, das interessiert mich nicht einmal. Ich will lediglich wissen, was ich zu tun habe.
Erstens: Um erlöst zu sein und zweitens, um meinen Auftrag auszuführen.
Das muss ich wissen, das will ich wissen und das werde ich erfahren durch den Heiligen Geist. Alles andere ist mir eigentlich egal, das nützt mir nicht, hilft mir nicht. ...

Dass kein Mensch Gott verstehen kann ist natürlich eine Selbstverständlichkeit! Dennoch erklärt Schneider selbst aber ausführlichst den scheinbaren Gotteswillen, so wie er ihn sieht und versteht!

Alles andere interessiert ihn nicht und ist ihm egal, da es ihm nichts nützt und nicht hilft! Das sagt viel über das Innenleben von Jean-Luc ...

4.2.2015 Link nac.today - die neue Internetpräsens der NAK

Zitat aus NAKI: "Am 1. Januar 2015 geht nac.today online. Das neue Nachrichtenmagazin der Neuapostolischen Kirche International (NAKI) bietet mit Berichten aus aller Welt täglich Lesens- und Wissenswertes für neuapostolische Christen und interessierte Leser.

Inhalt des neuen Nachrichtenmagazins sind international relevante Themen. Dazu gehören unter anderem gesellschaftliche Themen, Hintergrundberichte zu kirchlichen Meldungen, Lebensbilder und Beiträge zur Geschichte.

Das Nachrichtenmagazins der NAKI gliedert sich in fünf Themenbereiche: Organisation, Glaube, Gesellschaft, Panorama und Geschichte."

Man muss es zugeben: Diese neue Seite gibt sich offen, klar strukturiert, vermeidet sektiererische Artikel und informiert auch über neue Impulse wie z.B. den Ansatz, dass zukünftig in Predigten einmal im Monat besondere Bibelstellen unter definierten Aspekten in den Mittelpunkt gestellt werden sollen. Zitat:

"Natürlich sind viele biblische Begebenheiten grundsätzlich bekannt. Doch wer tiefer gräbt, kann neue Schätze heben. Vor diesem Hintergrund startet die Gottesdienst-Themenreihe „Bibelkunde“: In den Wochengottesdiensten am 18. und 19. Februar 2015 geht es um das Gleichnis von der königlichen Hochzeit und vor allem um das „hochzeitliche Gewand“ (Matthäus 22,11.12).

Jeden Monat soll – wenn nicht kirchliche Hochfeste das Thema bestimmen – ein Gleichnis Jesu, eine biblische Person oder Situation genauer beleuchtet werden. Dabei gilt der Blick verstärkt auch den geschichtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründen und Zusammenhängen. Auf dem Themenplan für dieses Jahr stehen der barmherzige Samariter, der (ungläubige) Thomas, Johannes der Täufer, die Witwe von Zarpath sowie Rut und Noomi."

Bewerten will ich das hier nicht, möge sich jeder sein eigenes Bild von dem Nachrichtenmagazin  nac-today machen. Ein Zitat sei aber angebracht. Im allgemeinen Geplänkel unter der Überschrift " Ein Lehrplan zum Lobpreis Gottes" versteckt steht dieser Satz: "Dankbarkeit zu zeigen und dennoch den eigenen Willen obenan zustellen – „das funktioniert nicht“."

Zitat: Stap Schneider: "Trotz all unserer Schwächen gebe Gott uns nicht auf, „sondern führt uns weiter in sein himmlisches Reich“.

Wer diesen Lernprozess durchlaufe, habe viele Möglichkeiten, den Ruhm Gottes zu verkündigen, zählte Stammapostel Schneider auf:

  • Dankbarkeit: „Denn wir haben ja seine Hilfe, seine Gnade und seinen Segen erlebt. Wir sind uns auch der Bedeutung seiner Verheißung bewusst.
  • Gehorsam: Dankbarkeit zu zeigen und dennoch den eigenen Willen obenan zustellen – „das funktioniert nicht“.
  • Vertrauen: „Selbst wenn eine Situation hoffnungslos erscheint, zuversichtlich zu bleiben. Er hat doch bereits so großartige Dinge für uns getan.“
  • Einheit: Als das eine Gottesvolk zusammenzustehen über alle Unterschiede von Alter, Stand und Kultur hinweg.

Und nach Abschluss der Ausbildung höre das Rühmen Gottes nicht mehr auf, machte der Stammapostel deutlich: beim neuen Lied der Braut des Herrn nach der Wiederkunft Christi, beim Verkündigen der Ehre Gottes im Friedensreich als Priester und Könige sowie in der neuen Schöpfung gemeinsam mit allen Menschen die erlöst wurden. „Das ist himmlisch! Das ist deine und meine Zukunft! Darauf werden wir vorbereitet.“

Das wiederum ist alles nicht neu!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jenseitsvorstellungen der NAK – Realität oder Phantasie? DS Druckfassung

Das Abendmahl für Verstorbene  gehört seit Anbeginn zum gottesdienstlichen Geschehen der  NAK. Wird dies als Ritual des Gedenkens verstanden, ist dagegen nichts zu sagen, weil darin ein gewisser Trost über den Verlust von lieben Menschen liegt.  Wird hingegen der Anspruch erhoben, nicht neuapostolisch Verstorbene in magischer Weise die Sünden zu vergeben, sie zu taufen und zu versiegeln, liegt darin nicht nur ein Akt der Vermessenheit, die eigenen Vorstellungen exklusiv über die anderer Religionen zu erheben, sondern es zeigt sich darin auch eine äußerst simplifizierende Sicht der gedachten Jenseitsbereiche. Die Verstorbenen werden kategorisiert, als bestünden sie nur aus einer Eigenschaft und sind dem entsprechend nun im Bereich der Mörder, Ehebrecher, Kinderschänder etc.  Die gedachte Annahme der Sündenvergebung führt sie nun heraus aus ihren „Gefängnissen“ in den Bereich der „Erlösten“, dort  können sie nun warten und winken, bis zur Wiederkunft Jesu …

Woher kommen solche Vorstellungen, die als Realität aufgefasst werden? Und warum können sie nicht mit vernünftigen Argumentationen beseitigt werden?

Von frühester Kindheit an erzeugen neuapostolische Eltern und hier besonders die Mütter  bewusst und unbewusst als verlängerter Arm der NAK bei ihren Kindern spezifische „innere Bilder“ und formen sie somit zu dem „neuapostolischen Bild" vom Menschen primär in seiner Bestimmtheit als Gotteskind. Das "tut ein Gotteskind nicht", "Gott ist traurig" und ähnliche Verknüpfungen zwischen Moralvorstellungen und Sünde zu göttlichem Heil und Unheil sind die seelischen Geißeln, die diesem Entwicklungsprozess den nötigen Gewissensgrund geben.  Und immer im ABSOLUTEN Mittelpunkt der sich entwickelnden Person steht die NAK, die den Horizont und Blickwinkel begrenzt und bestimmt und um den sich alle Selbstbildung des Kindes rankt! Das Lebensziel ist eschatologisch bestimmt und auf das Jenseits ausgerichtet und nicht auf das wirkliche Leben in „dieser Welt“! Der geistige Tod – also das ewige Getrenntsein von Gott (= Trennung von der NAK) – wird als das „Furchtbarste“ deklariert, der leibliche Tod hingegen ist ja schließlich nur das Ablegen der „körperlichen Hülle“! Gehirnwäsche über predikale Psychomanipulation und Großgruppendynamik sind in Folge die Mittel, die dem Erwachsenen die Richtigkeit dieser inneren Bilder immer wieder suggestiv bestätigen.  Verankert werden diese Bilder aber nicht im Großhirn, das für Sprache und alle kognitiven Prozesse zuständig ist, sondern im Stammhirn, dem ältesten Teil und eigentlichen “Betriebssystem“ des Menschen. Hier sind bildhaft die konditionierten „inneren Gewissheiten“ als Vorstellungen verankert, die von dort direkt in die Organisation aller grundlegenden Lebensprozesse und auch Körperfunktionen hineinwirken. Jede spätere, erneute Suggestion des sich entwickelnden Kindes und auch Erwachsenen über den regelmäßigen Predigt- und besonders Liedkonsum spricht genau dieses fundamentale Zentrum des Gehirns an, und nicht etwa das „kognitiv“ orientierte Großhirn. Die normalerweise beim Sehen in Aktion tretenden occipitalen Gehirnlappen werden in der sich dabei automatisch einstellenden Trance verstärkt durchblutet und befördern so das „innere Sehen“.  Die so erzeugte Resonanz zu den „inneren Bilder“  überlagert nun immer wieder die äußere Wirklichkeit bis hin zur Vollständigkeit und erzeugt ein anderes Bewusstsein, weil diese ältesten Hirnschichten keine Sprache verstehen und keine komplizierten Zusammenhänge.

„Zwecklos also, mit differenzierten Analysen oder Inhalten aufzuwarten. Sie verstehen Bilder, gefühlsbehaftete, archaische Bilder, Symbole, Gleichnisse - davon sind die Reden voll. Und sie verstehen Klänge. Der Tonfall, wechselnd zwischen vertrauenweckender Väterlichkeit und strenger Autorität, übersetzt die wortarchäologischen Bedeutungen in Melodie, und Melodie und Musik wirken immer unmittelbar suggestiv... Und schließlich appellieren die Massenrituale an ein quasireligiöses Urvertrauen, erzeugen im sozialen Gleichklang ein Milieu unzweifelhafter Glaubwürdigkeit und erlauben, Erwartungshaltungen dramaturgisch punktgenau zuzuspitzen. Damit ist fast das gesamte Inventar möglicher Anspracheformen an das Hypnosebewusstsein eingebracht.“ (SWR, “Die Macht der inneren Bilder“, cut 9)

Dabei wären andere Jenseitsvorstellung wesentlich interessanter und basieren auf einem „größerem Gottesbild“, als dem der NAK.  Um nur eines herauszugreifen, hier ein kurzer Ausschnitt aus Neale D. Walsch: Freundschaft mit Gott (S.102 ff) zur Frage des Lebens nach dem Tod:

Diese Erfahrung machst du - du erinnerst dich- - sofort nach dem Tod. nachdem du deinen Körper verlassen hast. Alle Seelen erleben ihr Innewerden des Einsseins auf eine höchst interessante Weise. Es wird ihnen gestattet, noch einmal jeden Moment ihres gerade vollendeten Lebens durchzu­gehen und ihn nicht nur aus ihrer Sichtweise, sondern auch aus der all jener zu erleben, die in diesem Moment davon berührt waren.“

Das Ende dieser „Rückschau“ ist jedoch nicht die Hölle, denn, so Walsh weiter,

 „Es gibt keinen solchen Ort der ewigen Qual und Verdamm­nis, wie ihr ihn in euren Theologien erschaffen habt… Doch dabei geht es um Wachstum, nicht um »Gerechtigkeit«. Es ist ein evolutionärer Prozess, nie eine »Strafe« Gottes. Und bei eurer „Lebensrückschau« werdet ihr von niemandem gerichtet werden, sondern euch wird einfach gestattet zu er­fahren, was euer Ich in seiner Gesamtheit erlebt hat; an Stelle von dem, was eure örtlich begrenzte Ich-Version, die in eurem gegenwärtigen Körper residiert, in jedem Augenblick ihres ir­dischen Daseins durchlebte.“

Und das dahinter stehende Ziel:

 „Gott ist nicht daran interessiert, euch in ein Zurück zu brin­gen. Gott ist daran interessiert, euch voranzubringen. Ihr befindet euch auf dem Pfad der Evolution, nicht auf dem Weg zur Hölle. Das Ziel ist Gewahrsam, Bewusstheit, nicht Vergeltung.“


Natürlich sind auch das nur "Vorstellungen", aber wenn es überhaupt weitergeht, dann erscheint mir das logisch auch im Sinne weiterer, evolutionärer Entwicklungen und geistiger Reifung. Aber dazu braucht man dann auf jeden Fall auch keine NAK mehr …

 

Eine unerwünschte Berichterstattung ...

Anmerkungen zur Predigt von Stammapostelhelfer Schneider am 17.03.2013 in Dresden zur Frage: Assimilation der Zuhörer durch mentale Programmierung oder exegetische Bibelauslegung? D. Streich am 20.3.2013 (Druckfassung)

 „Als Gotteskind wurde ich stets von bemerkenswerten Gottesmännern geführt und unterstützt, deren Glaubensgehorsam und Opfersinn mich tief geprägt haben.“ Staph. Jean-Luc Schneider in seinem Lebenslauf

Eine kritische Predigtanalyse zum Geistlichen Missbrauch in der Neuapostolischen Kirche

Textwort: Johannes 12.27-28

„Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.“

Zu diesem Bibelwort predigte am vergangenen Sonntag der Stammapostelhelfer Schneider in Dresden. Man erinnere sich: Dies ist also nun die Predigt, von der BA Klingler die aus seiner Sicht unerwünschte Berichterstattung durch das Magazin „Religionsreport“ durch eine Ausladung der möglichen Reporter verhindern wollte. Liebendörfer zitiert aus einer Mail der NAK-Verwaltung:

„Wir legen keinen Wert darauf, dass ‚RELIGIONSREPORT‘ über den Gottesdienst von Stammapostelhelfer Schneider am kommenden Sonntag in Dresden berichtet."

Verständlich, dass Klingler lieber einen Bericht hätte, der uneingeschränkt positiv ist. Also berichtet er selbst: Auf NAK-Mitteldeutschland wird die in Schriftform 6seitige Predigt unter der Überschrift „Den Namen Gottes verherrlichen“ in wenigen Worten inhaltlich zusammengefasst. Unter anderem heißt es dort:

Wir können uns nicht mit dem Herrn Jesus vergleichen, aber wir können von ihm lernen. Auch wir erleben Situationen, wo unsere Seele betrübt ist. Dann suchen wir durch den Heiligen Geist Gottes Willen zu erfahren und richten unser Gebet am Willen Gottes aus. Gott will, dass sein Name durch uns verherrlicht wird. Dies geschieht, wenn wir

  • auch in Leid, Prüfungen und Ungerechtigkeit Gott treu bleiben,
  • trotz ausbleibenden Erfolgs aus Liebe zu Gott ihm weiter dienen,
  • für unseren Nächsten in Not nicht nur beten, sondern auch konkret etwas tun,
  • mit Blick auf die Zeitverhältnisse durch unser Gottvertrauen und unsere Hoffnung zeigen, dass man Gottes Werk nicht aufhalten kann.“

Hier nun meine sicherlich auch unerwünschte, aber nicht zu verhindernde Untersuchung der Predigt von Stammapostelhelfer Schneider. Der Artikel bezieht sich auf die originale, wortgenaue Mitschrift der Predigt von Schneider, die mir in schriftlicher Form vollständig vorliegt.

Was im Bericht oben relativ unverfänglich klingt (abgesehen von der Begrifflichkeit „Werk Gottes“ die natürlich ausschließlich auf die NAK zu beziehen ist), steht zwar auch im Originalbericht mehr oder weniger so, ist allerdings dort durch den Bezug auf das Vorbild Jesus enger kontextualisiert und wird beständig, quasi argumentativ,  mit dem eigenen Verhalten der Hörer vernetzt. Zunächst war einleitend von der Heiligung die Rede, die darin bestünde, „unser Leben und unser Wesen ganz auf Gott aus(zu)richten. So einfach ist das.“ Das wiederum bedeutet laut  Schneider,

dass sein Wort und sein Wille uns ganz durchdringt, dass der heilige Gotteswille unser Leben durchdringt, dass wir geprägt sind von seinem Willen und von seinem Wesen. Das ist Heiligung.“

Bereits hier wird es für den im neuapostolischen Sprachgebrauch geübten Hörer problematisch. „Sein Wort“ ist nämlich nichts anderes, als eben das, was durch Schneider gerade ausgesprochen wird. Gott, Heiliger Geist und das vom Amtsträger gesprochene Wort sind innerhalb der NAK-Sprache Synonyme. Dadurch wird Schneiders Rede selbst also sofort zum unumstößlichen und direkten Willen Gottes. Schneider  weiter:

„Das geschieht durch das Wort Gottes, wenn es tief in unsere Seele fällt, und hat Auswirkungen auf alle Facetten unseres Lebens. Wir wollen uns vom lieben Gott heiligen lassen und uns somit auf das Kommen des Herrn vorbereiten.“

Die Floskel „wenn es tief in unsere Seele fälltheißt übersetzt, ja nicht in Überlegungen darüber zu verfallen oder nachzudenken: Das Gesprochene soll sich direkt im Unterbewusstsein verankern ohne Prüfung durch den Verstand. Ebenfalls wird durch die direkte Anschließung „und uns somit auf das Kommen des Herrn vorbereiten“ eine kausale Verknüpfung hergestellt: Wer sich nicht dem Wort unterordnet, NAK Sprachgebrauch heiligt, wird sich auch nicht auf das Erreichen des neuapostolischen Glaubenszieles vorbereiten können, bzw. noch deutlicher, wird sich selbst davon ausschließen. 

Dieser bereits unterschwellig erzeugte Druck wird extrem verstärkt durch das jetzt pseudoargumentativ ins Boot geholte Vorbild Jesus: „In dieser Hinsicht haben wir ein ganz großes Vorbild, ein einmaliges Vorbild, das ist der Herr Jesus.“ Wer will und kann sich nun noch dieser Rede entziehen, wenn Jesus für ein solches Verhalten ein oder sogar das Vorbild ist? Schneider schildert fabulierend und ausschmückend im Folgenden den Prozess der konfliktreichen, inneren Entwicklung Jesu, sich zu entschließen, Gottes Wille zu tun und den Weg ans Kreuz zu gehen (siehe Textwort) und folgert:

 „Es war ein tiefer, schwieriger Kampf. Und er kommt uns so nahe, wenn man sich darüber Gedanken macht. Es ging ihm wie uns: Er musste kämpfen!

Zwar können wir uns laut Schneider nicht mit „dem Herrn Jesus vergleichen. Das ist ein ganz anderes Level, … aber wir können von ihm lernen. Das können wir“, indem wir „das jetzt auf uns beziehen, diesen Satz: Jetzt ist meine Seele betrübt.“

Wieder wird, und nun sehr stark, auf der Gefühlsebene  eingehend und ausschmückend fabuliert, dass auch wir oft betrübt sind durch „eine Prüfung, ein Leid, eine Verführung“, so dass wir nicht wissen, „was geschieht jetzt, was soll denn das sein und warum dies und warum jenes.“

Nach dem bekannten NLP-Prinzip desPacing (abholen) und Leading (führen)“ folgen nun also die Handlungsanweisungen für Situationen, in denen die  Menschen schicksalhaftes Leid trifft.

 „Was sollen wir dann machen? Dann sollen wir den Heiligen Geist zur Sprache kommen lassen und fragen: Was sagt jetzt der Heilige Geist dazu?“

Es sei erinnert, dass hiermit nichts anderes gemeint ist, als die in der Predigt erteilten Anweisungen zu befolgen. Die Sprache des Geistes ist das Wort des Predigers! Den direkt im Anschluss gestellten rhetorischen Fragen kann der Hörer nun nicht mehr folgen, das Hirn schaltet um auf pure Rezeption und geht in die Trance:

„Was macht der Heilige Geist? Er erinnert uns an den Willen des Vaters. Er sagt uns, was der Vater will. Er erinnert uns an unser Ziel. Warum sind wir Gotteskinder geworden? Warum sind wir treu geblieben? Was ist unser Ziel? Der Vater will uns in die Gemeinschaft mit ihm hineinführen.“

Die von Schneider hier gegebenen Antworten im Sinne der vorgegebenen Zielformulierung sind bereits das beabsichtigte leading. Und genauso geht es weiter:

„Was wollen wir, was ist unser Ziel? Wir wollen in die Gemeinschaft mit Gott kommen. Das ist unser Ziel, deshalb sind wir Gotteskinder geworden. Das ist der Wille Gottes und ist auch unser Wille. Das ist unsere Priorität: In der Gemeinschaft eins zu werden mit dem Vater.“

Das alle einschließende und ständig vereinnahmende „Wir“ tut sein assimilierendes Übriges und macht jeden Zuhörer zum willenlosen Objekt der Indoktrination. Hinzu kommen die sprunghaften, scheinlogischen Wenn-Dann-Verknüpfungen mit weiteren Anweisungen:

„Was ist der Wille des Herrn noch? Er will, dass wir seine Zeugen sind, dass wir ihn verkündigen, dass man ihn erkennen kann durch uns. Das ist der Wille des Vaters. Wenn wir das verstanden haben und angenommen haben, dann ändert sich unser Gebet. Dann beten wir auch: Vater, verherrliche deinen Namen!

Hilf mir, dass ich deinen Willen ausführen kann …“

Warum fordert Schneider das ein? Weil der Hörer dann „das machen kann, was du (=Gott) willst.“  Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass auch hiermit natürlich im Klartext eigentlich gesagt wird, dass das Mitglied dann genau das machen soll, was der Prediger jetzt gerade sagt! Und Schneider fordert  im Folgenden ganz deutlich, deklariert als Sprache des Heiligen Geistes:

„Da müssen wir den Heiligen Geist zur Sprache kommen lassen. Der sagt uns: Was willst du eigentlich; wir waren uns doch eins, du willst das Einssein mit deinem Gott, du willst in die Gemeinschaft kommen mit dem Herrn Jesus – ja, das wollen wir, das ist unser Ziel; wir wollen ganz nah beim Herrn sein –, also, was ist jetzt deine Priorität?“

Es wird ersichtlich, dass hier immer nach dem gleichen Schema sprachlich gearbeitet und psychologisch manipuliert wird: Beispiele aus der Bibel werden als Redeanlass genommen und mit dem eigenen Leben und/oder auftretenden Problemen verknüpft. In der Folge kommen undifferenzierte, biblische Verhaltensbeispiele als Antworten auf angesprochene Probleme, denen sich der Hörer unter Ausschaltung seines eigenen Willens  unterzuordnen hat, indem er  z.B. Prioritäten setzt wie  eben diese hier:

„Vater, hilf mir, nimm mir dieses Kreuz weg, schenke mir Gesundheit, schenke mir Arbeit, löse dieses und jenes Problem... Aber unsere erste Priorität wird dann ganz anders. Unsere erste Priorität, das wichtigste Gebet lautet: Vater, lass mich treu bleiben, gib mir die Kraft, dass ich treu bleiben kann …“

Treu bleiben“ heißt im NAK-Sprachgebrauch aber wiederum  nichts anderes, als in der Gruppe zu bleiben, komme was da will. Damit der Verstand zwischendurch aber nicht aufwacht, werden immer wieder verwirrende Scheinzusammenhänge genannt oder sogar unauflösbare Paradoxa eingestreut, denen das Gehirn nicht folgen kann:

„Was erwartet der liebe Gott von uns? Dass wir beweisen, dass wir verkündigen, mit der Hilfe Gottes kann ein Mensch Gott treu bleiben, was auch kommen mag. Mit der Hilfe des Herrn kann man ihm nachfolgen, was auch geschieht. Was den Menschen unmöglich ist – ihr erinnert euch –, ist mit Gott möglich! Wenn wir unseren Willen an den Willen des Vaters anpassen und sagen: Ja, wir wollen in der Gemeinschaft bleiben, wir wollen das Einssein mit Gott, dann schenkt uns Gott seine Hilfe.“

All diese Prinzipien der sprachlichen „Zwangsüberzeugung“ habe ich bereits schon einmal in der Ausarbeitung „Sprachliche Mittel zur mentalen Zwangsüberzeugung in der Neuapostolischen Kirche – Eine rhetorische Stilmittelanalyse (2008)“ an einem Predigtbeispiel vom jetzigen Amtsinhaber Leber ausführlich dargestellt und dort die wesentlichen Redemerkmale so zusammengefasst (a.a.O. S.8):

  • Durch Anknüpfung an allgemeine Erfahrungen entsteht ein Gefühl der Zusammenhörigkeit.
  • Die Sprache wird verlangsamt, das Bewusstsein ermüdet.
  • Geschichten, Parabeln und bestimmte Worte werden so verwendet, das stimmungsvolle „innere Bilder“ hervorgerufen werden
  • Paradoxa, also nicht logische Bestandteile der Rede, werden als scheinlogisch dargestellt. Im Bemühen, den Ausführungen zu folgen, koppelt sich das Bewusstsein von der Realität ab
  • Es werden sich wiederholende, rhythmische Elemente eingebaut, die einem das Folgen erschweren, der Sinn geht verloren.
  • Der Zuhörer wird aufgefordert, das Gehörte nicht zu überdenken, sondern einfach auf sich wirken zu lassen.
  • Geschichten werden so genau geschildert, dass sie die Aufmerksamkeit der Zuhörer ganz in den Bann ziehen. Sie tauchen ganz ein und werden still.
  • Starke Gefühlsreaktionen werden planvoll hervorgerufen. Im Gruppenprozess wirkt zudem das Weinen oder Schluchzen der anderen Mitglieder ansteckend.
  • Rationales und Irrationales wird so vermengt, als stünde es gleichwertig nebeneinander.
  • Indirekt und versteckt formulierte Anweisungen verändern das Verhalten, ohne das „Befehle“ erteilt werden. Man handelt aus „eigenem Willen“ nach den gehörten Worten.

Das Ziel solcher Reden formuliert Schneider dann auch selbst wie folgt:

„Auch wenn du große Opfer gebracht hast, auch wenn du viel für den Herrn gearbeitet hast, auch wenn du ihm von ganzem Herzen gedient hast und es kommt nichts, hast du dennoch einen Grund, ihm weiter zu dienen, weil seine Liebe zu uns so groß ist.“

Was wiederum nichts anderes heißt, als dass natürlich immer wieder leidvolle Situationen kommen, dann aber der Hörer auch als Amtsträger trotzdem immer noch einen Grund hat, in dieser Gruppenanbindung „weiter zu dienen“, sich also nicht zu entziehen. Und wenn der „menschliche Geist keine Antwort findet, da muss man sich zum Heiligen Geist wenden.“ Es ist unnötig, nochmals darauf hinzuweisen, wo der aus Sicht der NAK natürlich zu finden ist. Und dieser Geist rät nun unter der missbräuchlichen Verwendung der Jesuworte erneut: „Meine Seele ist betrübt, ich versteh gar nicht, warum lässt das der liebe Gott zu? Da kann man theologische Diskussionen nehmen, da kann man menschliche Diskussionen nehmen, das nützt alles nichts. Frag doch mal den Heiligen Geist! Der erinnert uns an das, was der Herr Jesus gesagt hat.“

In diesem Fall erinnert er sogleich an das Gleichnis vom Weizenfeld und dem Unkraut, das als widrige Umstände  gedeutet wird (natürlich könnten das auch Kritiker aus den eigenen oder anderen Reihen sein), über die man sich aber nicht aufregen sollte, denn

Unkraut wird verbrannt, Weizen geerntet. Er wollte damit sagen: Lasst das alles; das Unkraut schadet der Ernte nicht, Gottes Walten kann man nicht aufhalten. Das ist auch die Antwort des Heiligen Geistes auf das Geschehen von heute. Man meint manchmal, der liebe Gott müsste da unbedingt eingreifen und das Unkraut ausjäten und mal zeigen, was der richtige Glaube ist und dass Jesus Christus der Sieger ist. Das ist nicht im Sinne des Herrn. Der Herr sagt: Nein, du musst mir nur vertrauen. Hab Vertrauen in die Zukunft, sei beharrlich und warte auf die Ernte.“

Hier klingt das immer wieder in Predigten zu hörende Motto an, man möge sich durch nichts irritieren lassen: Je schlimmer die Zeit und deren Verhältnisse, desto eher kommt der Herr und holt die NAK-Geschwister alle zu sich. Und „durch unsere Beständigkeit … kann man erkennen, Gottes Werk kann man nicht aufhalten. Und wächst noch so viel Unkraut, das der Satan gesät hat, die Ernte Gottes wird zu Tag und Stunde bereit sein.“

Wegen der Nachhaltigkeit wird nun am Ende der Ausführungen wie in einer hypnotischen Raucherentwöhnung  auch üblich nochmals betont:

 „Wenn wir betrübt sind, lasst uns immer wieder zum Heiligen Geist kommen und ihn fragen: Was sagst du dazu? Er offenbart uns seinen Willen. Er sagt uns: Mein Wille ist, dass du eins mit mir bist, dass du in die Gemeinschaft mit mir kommst.“

Und nochmals verstärkend und auf das Ende aller Probleme im Erreichen des Glaubenszieles verweisend fasst Schneider in seinem Schlusssatz zusammen, worum es geht:

„Und wir bleiben beständig, auch wenn’s ganz schlimm zugeht, weil wir diese innere Sicherheit haben: Die Ernte des Herrn kann man nicht aufhalten! Da stimmt der liebe Gott zu und sagt uns: Wenn du das willst, wenn du deinen Willen und dein Gebet an meinen Willen anpasst, dann wirst du erhört! Amen.“

Dabei bleiben ist alles, alles andere gilt nicht!  Und „dabei bleiben “ müssen aus Schneiders atavistischer Sicht auch die Verstorbenen, die natürlich bei seiner Predigt auch anwesend sind:

„Wir haben manchmal so die naive Vorstellung, wenn sie rüberkommen, dann ist alles klar. Das ist nicht so! Woher bekommen sie Trost, woher bekommen sie die Antwort? Im Gottesdienst. Sie kommen unter das Wort Gottes, hören genau das gleiche Wort, das wir hören. …Da gibt es keinen Unterschied. … Was im Diesseits wahr ist, ist auch im Jenseits wahr.“

Aber nur zuhören reicht auch für sie nicht, sie müssen handeln und sich sogar weiter entwickeln und reifen, denn …

„unsere Geschwister werden ja nicht heiliggesprochen, wenn sie ins Jenseits kommen. Sie sind, wie sie waren. Keiner von denen ist heilig. … Die haben nicht alle geliebt. Die waren nicht mit allen einig. Die waren nicht bereit, zu jedem hinzugehen und zu lieben. Das müssen sie lernen im Jenseits wie wir im Diesseits. Der Vollendungsprozess läuft genau parallel.“

Aber nicht nur die Predigt brauchen sie, nein, sie brauchen sogar noch mehr:

„Wie wir Kraft geschöpft haben im Heiligen Abendmahl, schöpfen sie jetzt Kraft im Heiligen Abendmahl, Kraft, eins mit dem Herrn zu sein und nach seinem Willen zu handeln. Das macht das Werk Gottes so groß.“

Die Ausdehnung dieses Werkes Gottes, will heißen der Neuapostolischen Kirche, hat also wahrlich nicht nur weltliche Dimensionen, sie transzendiert sogar unentbehrlich Zeit und Raum durch Wort und Hostie! Dass aber auch die Verstorbenen sich nun noch vervollkommnen müssen ist meines Wissens ein neuer Aspekt der Visionen von Stammapostelhelfer Schneider und so bisher noch nicht erläutert worden. Will sagen, sie stehen im Widerspruch zum neuen Katechismus und basieren auf vergangenen Vorstellungen. BA Knobloch schreibt 1986 in einem geheimen, eigentlich nur den Bezirksaposteln überreichten Buch (basierend auf Quellen von 1914):

„Für uns alle liegt es klar auf der Hand, daß die lebenden und die Entschlafenen Apostolischen, die im Herrn gestorben, die treu gewesen sind und sich im Heiligen befinden, das gleiche Wort der Bereitung und Vollendung hören und daß durch die Bezirksapostel an jedem Sonntag den genannten Entschlafenen (und solchen, die der Vater der Liebe herzuführen läßt) das gleiche heilige Mahl gereicht wird. Diese Überzeugung mußte sich nach und nach Bahn brechen! (Bezirksapostel Knobloch 1986, DAS ENTSCHLAFENENWESEN)

Auch Bezirksapostel Klingler formulierte in seinen einleitenden Worten wie folgt in ähnlicher Art:

"Heute dürfen unsere Lieben aus der jenseitigen Welt bewirtet werden durch unseren Stammapostelhelfer. Der Herr wird durch ihn handeln."

Und die Verstorbenen handeln ja auch, das behauptet jedenfalls der designierte Stammapostel Schneider, wenn er sagt: "

"Ich empfinde das als besonders groß zu wissen, unsere Geliebten sind heute Morgen da. Sie haben genau das Gleiche Wort gehört wie wir. Sie werden sich Mühe geben, danach zu handeln ..."

Was machen die wohl da oben? Und was würde Gott bloß machen ohne seine hier bewirtenden,  neuapostolischen Oberkellner?? Fragen über Fragen ...

 

Fassen wir zusammen:

Die Analyse der Predigt Schneiders zeigt  deutlich, dass die Redeabsicht des zukünftigen Stammapostels Schneider darin besteht, den Hörern  das aus seiner Sicht richtige System an Meinungen, Vorstellungen und Bewertungen zu suggerieren und sie durch die vorgenommene psychologische Beeinflussung*  einerseits zum Handeln im Sinne der Gruppenzugehörigkeit und des Gruppendenkens zu bewegen und andererseits trotz oder gerade durch Leiden und konstitutive Unterordnung (Subordination) ihre Gruppenzugehörigkeit abzusichern (*siehe dazu die verkürzten Auszüge aus meiner Arbeit  Christliche Sondergemeinschaft oder Sekte“ Detlef Streich,  2008 - Begriffsklärung und Unterscheidungskriterien und  den sehr informativen Artikel  Erlöst oder verführt von Nils Johan Lavik).

Dies erreicht er mit einer Fülle von Signalwörtern, vereinnahmenden und devotisierenden Wir- Redewendungen, scheinlogischen, scheintheologischen und/oder paradoxen Textpassagen bei  im Wesentlichen ansonsten inhaltslos bleibenden Ausführungen.  Alles dieses ist keine Predigt, sondern die in allen Sekten praktizierte  Psychomanipulation, die mittels des auf Rezeption reduzierten Bewusstseins die gewünschten Verhaltenstrigger direkt im Unterbewusstsein verankert.

Vorgänge dieser Art werden als mentale Programmierung oder umgangssprachlich auch als Gehirnwäsche bezeichnet. Gleiches ist auch bei der Untersuchung seiner Predigt in Saarbrücken deutlich geworden.

Innerhalb der Mitglieder der NAK können diese Zusammenhänge aber nicht wahrgenommen werden, sie sind undenkbar!  Umso schlimmer  ist es deswegen, dass sich von außen niemand für diese nachzuweisende Psychomanipulation und den damit verbundenen geistlichen Missbrauch durch die Führer der NAK interessiert. Man überlässt seitens der Weltanschauungsbeauftragten im ACK oder anderswo die Opfer und Täter sich selbst und drückt beide Augen solange zu, bis man selbst sieht, was man zu sehen wünscht, nämlich eine relativ große und christliche Sondergemeinschaft mit einigen merkwürdigen Dogmen. 

Religiöser Wahn macht eben nichts, wenn es nur ein System gibt, in das er sich einordnen lässt und in dem der normal Denkende zum belächelten Außenseiter wird.

Und dafür fehlen mir am Schluss dann doch die Worte …

 

Dieser Artikel kann HIER kommentiert werden.

Lies dazu auch den interessanten Artikel „Kirch-Spiele“ von Gabriel vom 26.3.2013

 

 

 

 

Das angestrebte Menschenbild des designierten NAK- Führers Schneider: Der absolut willenlose Jünger! (Druckfassung) -  Anmerkungen von D. Streich zur Predigt von Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider am 03.02.2013 in Saarbrücken  (16.3.2013)

(Hinweis: Dieser Artikel kann bei Readers Edition kommentiert werden)

Textwort: Matthäus 28,19-20

Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Stammapostelhelfer Schneider stellte in seinen Ausführungen den Begriff der „Jünger“ durchgängig in den Mittelpunkt, zitierte aber einführend zunächst das Jesuzitat  „Gott, warum hast du mich verlassen“ um sogleich hinzuzusetzen, dass es sich dabei aber um einen Vorwurf an Gott handelt, den „wir“ zu unterlassen hätten. Wörtlich sagte er in etwas holprigem Wortlaut:

Die Vorwürfe gegen den Herrn, ja die bestehen nicht mehr wenn wir sagen: Ja, lieber Gott, warum hast du mich vergessen? Wenn wir uns bewusst werden wieder, was der liebe Gott schon alles gemacht hat, dann können wir keinen Vorwurf mehr machen. Da kann kein Mensch mehr sagen, ach, du hast mich vergessen.“

Diesem aus seiner Sicht also unzulässigem Vorwurf an Gott, bzw. den Herrn (das ging sprachlich durcheinander) stellte er die Dankbarkeit und den Gehorsam gegenüber.

Je größer die Dankbarkeit ist, je tiefer, je ehrlicher die Gottesanbetung ist, desto einfacher wird der Gehorsam. Dann ist die Sache ganz klar geregelt: Lieber Gott, sage mir jetzt, was ich machen soll – ich mache es. Weil wir wissen, wer jetzt spricht.“

Unzulässig wird hier und im weiteren Verlauf das Geisteswirken Gottes gleichgestellt den eigenen Predigtausführungen: Sie sind das „Wort Gottes“, dem ein Jünger, der ja ein Schüler ist, Gehorsam zu leisten hat. „Was ist ein Jünger?“ fragte Schneider zu Beginn und erklärte:

Das Erste: ein Jünger ist, per Definition, ein Schüler. Ein Schüler, der zum Meister geht, um etwas von ihm zu lernen. Und das hat mich angesprochen. Der Jünger als Schüler. Wir wollen uns vom lieben Gott immer etwas sagen lassen. Er hat uns noch viel, viel zu lehren und wir haben noch sehr viel von ihm zu lernen.“

Wieder wird das Predigtwort zum direkten Wort Gottes erhoben, denn jedem Zuhörer ist klar, dass mit dem „sich etwas sagen lassen“ nicht exegetische Ausführungen zu einem Bibelwort gemeint sind, die einem Hörer das Verständnis aufschließen, sondern dass hiermit immer das gerade eben gesprochene Wort „vom Altar Gottes“ in der NAK gemeint ist. Schneider erhebt also seine Predigt zur direkt göttlich inspirierten Lehre.  Ihr nicht zu folgen heißt, den Willen Gottes abzulehnen. Aber „ ein wahrhaftiger Jünger lässt sich etwas sagen!“, so Schneider wörtlich. Er setzte verdeutlichend hinzu:

„Es kommt auch vor, wir haben alle eine gewisse Erfahrung, zum Teil eine sehr große Erkenntnis, wir sind im Werk Gottes aufgewachsen, wir haben viel erlebt, viel erfahren, viel geleistet. Aber trotzdem: Lasst uns Schüler bleiben! Lasst uns in diesem Lernprozess bleiben.

Wir können nicht sagen aufgrund unserer großen Erfahrung, großen Erkenntnis, so und soviel jahrzehntelang neuapostolisch – aber was die jetzt da predigen, was da kommt – also da bin ich nicht einverstanden.“

Und es kommt noch schlimmer. Der Begriff „Gottesdienst“ wird im Folgenden nicht etwas als Frohbotschaft des Evangeliums gedeutet, sondern wie üblich als warnende Drohbotschaft Gottes verstanden, ja nicht den Weg der NAK zu verlassen:

In jedem Gottesdienst warnt uns der liebe Gott. (…)  Aber, liebe Geschwister, wenn das Wort vom Altar kommt ist das eine Warnung für einen einzelnen von uns. Das ist für mich! Nicht für den anderen. Lassen wir uns vom lieben Gott etwas sagen.“

Nochmals deutlich wird hier für das „Wort vom Altar“ beansprucht, dass der „liebe Gott“ es direkt spricht. Mehr noch: Das gesprochene Wort IST sogar das Evangelium und der Glaubensinhalt gleichermaßen:

… was man uns auch anbieten mag, wir haben immer eine erste Priorität: Ist das mit dem Wort Gottes kompatibel? Ist das „evangeliumskompatibel“? … Passt das mit dem Wort Gottes zusammen, ist das kompatibel mit dem Evangelium? Wenn wir da merken, da steht etwas im Widerspruch, dann lehnen wir das klipp und klar ab: Das passt nicht in meinen Glauben!

Und eben deswegen erwartet „der Herr“ von „seinen Jüngern“ Gehorsam diesem Wort gegenüber:

„Er erwartet Gehorsam, das ist für ihn wichtig. Ein Jünger muss gehorsam sein.“

Diese Einschwörung auf die eigene Rede  zentriert nicht das Evangelium Jesu in den Zuhörern, sondern bindet sie absolut an die zu glaubenden „ Apostelworte“ und deren Verkünder. Damit sich aber der Mensch dabei nicht zu wichtig nimmt, werden durch die schwarzweiße Verkürzung mal eben zwei Aussagen verfälschend zu „Grundprinzipien des Evangeliums“ erklärt:

„Zum Beispiel: die Seele ist wichtiger als der Leib, das ewige Leben ist wichtiger als das irdische Leben“

Völlig gleichgültig sind also Lebensumstände, Nöte, Krankheiten, Sorgen etc., denn immer und ohne Ausnahme gilt das Gehorsamsprinzip:

„Aber der Herr Jesus erwartet von einem Jünger, dass er nie kommt mit einer Ausrede und dem Herrn klarmachen will, ja aber weißt du, jetzt in dieser Situation, in diesem Fall kann ich das nicht machen, das geht jetzt nicht. Da brauch ich jetzt eine Entschuldigung, aber es geht nicht. Ein Jünger ist immer gehorsam, der bleibt am Wort Gottes, was auch kommen mag. Das ist für ihn selbstverständlich-“

Zwar werden dem Begriff „Wort Gottes“ scheintheologisch begründend  einige Glaubensallgemeinplätze direkt nach gesetzt: „Er ist gehorsam den Geboten gegenüber, dem Evangelium gegenüber, den Werten des Evangeliums.“ Diese Ausführungsvorschriften dazu sind aber nur im Rahmen der in der NAK zu hörenden Predigt zu finden, und da gilt eben nochmals einschwörend und verstärkend (man kann es schon nicht mehr hören!) für jeden Hörer und neuapostolischen Christ:

„Es gibt für ihn keinen Kompromiss. Gehorsam, Glaubensgehorsam ist dem Herrn Gehorsam. Das ist der wahrhaftige Jünger. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, kein Kompromiss, wir bleiben dabei auch wenn es schwer ist, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist – wir bleiben gehorsam.“

Diese Indoktrination entmündigt den Menschen und macht ihn zu einem willenlosen Spielball des designierten neuapostolischen Sektenführers und entfremdet ihn damit dem biblischen Evangelium! Geschickt werden in dieser Pseudopredigt Bibelworte mit Sektenprinzipien verknüpft, denen sich der gläubige Zuhörer weder rational noch emotional entziehen kann. Die Folgen daraus sind der Verlust des eigenen Willens, der ja immer unterzuordnen ist, und die Aufgabe des eigenen Selbst.  Diesen schleichenden Prozess bemerkt ein Mitglied der NAK allerdings nicht. Schneider selbst  beschreibt ihn aber und seine Folgen sogar sehr deutlich in seinen weiteren Ausführungen:

„Aber je mehr der Heilige Geist sich in uns entfalten kann, je mehr er Platz, Raum gewinnen kann in unserem Herzen, dann so allmählich wird der Wille Gottes zu unserem Willen. Und dann brauchen wir gar nicht mehr gehorsam zu sein, wir machen was wir wollen, aber was wir wollen ist genau das, was der Herr will! Je mehr der Heilige Geist Raum in uns hat, je weniger Gehorsam brauchen wir. Sein Wille ist unser Wille geworden.“

In furchtbarer Weise wird hier die Psyche der Zuhörer von Kindesbeinen an manipuliert und der eigene Wille gezielt gebrochen und zerstört.  Dies ist in schlimmster Weise Geistlicher Missbrauch von Geburt an! Die christlich angestrebte Einheit mit Gott wird dabei umgedeutet zum Einssein mit den Aposteln. Die Menschen werden abhängig von den Verkündern dieser entsetzlichen und unchristlichen  Lehre und ihnen hörig:

„Ein Jünger hat eine klare Entscheidung getroffen, er ist für den Herrn. Er ist im Glaubensgehorsam treu was auch kommen mag, für ihn gibt es eine Regel, das ist das Evangelium, die Gebote Gottes – daran hält er sich. Und er ist immer bemüht, mit seinem Herrn eins zu sein, zu machen, dass der Wille Gottes zu seinem eigenen Willen wird.“

Diesen willenlosen Zustand des Mitglieds nennt Schneider euphemistisch sogar „komfortabel“, denn dann braucht der Mensch „nicht mehr gehorsam zu sein – Gehorsam kostet ja immer Mühe – dann kann er machen, was er entschieden hat, was er will. Das ist der Jünger!“

Bezirksapostel Steinweg brachte dieses Prinzip damals auf die simple Formel: Ein NAK-Mitglied (Sprachgebrauch „Gotteskind“) muss wollen, was es soll! Komfortabel ist das wohl, aber nicht für den geschädigten Menschen, sondern für die Führungsetage der NAK! Und natürlich bleibt es nicht bei den Aufforderungen zur  „geistlichen Nachfolge“ allein. Wie immer geht es neben der genüsslich ausgekosteten, missbrauchenden Macht auch und gerade expressis verbis ums Geld, was man aber nicht nur der Kirche spendet, sondern eigentlich dem „Herrn Jesus“ opfert:

„Es ist schön, wenn wir gläubige Jünger sind und unsere geistigen Aufgaben erledigen, aber der Herr Jesus braucht ganz konkret unsere materielle Hilfe. Ja um zu funktionieren braucht die Kirche unsere Opfer, die Kirche ist nicht selbstreinigend, da muss jemand was tun, und, und, und ... so vieles auf dem einfachen materiellen Gebiet und unsere Sorge ist, dass man das manchmal aus dem Auge verliert. Man ist so konzentriert und vergisst dabei, ja du, irgendjemand muss ja auch mal was machen. Der Jünger ist auch da, um dem Herrn eine materielle Hilfe zu gewährleisten.“

Wer solche Ausführungen eines psychomanipulativen Sektenführers und zukünftigen Stammapostels ignoriert und meint, man könne in ACK-Gesprächsrunden so über das „wording“ des einen oder anderen Dogmas streiten, befindet sich im scheintheologischen Wolkenkuckucksheim und macht sich mit schuldig an den dadurch psychisch zerstörten Menschen, ob er es wahrhaben will oder nicht.

Interessant ist noch am Schluss, dass ganz aktuell laut eines Berichtes des  Internetmagazins Religionsreport am Sonntag, den 17. März 2013, der  Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider in der neuapostolischen Gemeinde Dresden-Neustadt einen Gottesdienst halten wird, bei dem mögliche Berichterstatter dieses Magazins deutlich ausgeladen sind. „Der zuständige Kirchenpräsident, Bezirksapostel Wilfried Klingler, ließ ausrichten, dass eine Berichterstattung durch religionsreport.de unerwünscht sei.“ (ausführlicher Artikel) Es scheint, dass bereits gemerkt wird, dass die Reden dieses künftigen Kirchenführers nicht immer druckreif sind. Ein Irrtum ist es aber, wenn man meint, dass durch diesen Versuch der Zensur ein Bericht verunmöglicht wird. Dafür ist dieser Artikel hier ein Beispiel, denn die eingefügten Zitate stammen aus einer mir vorliegenden, wörtlichen Mitschrift der Predigt.  

Das Schiff NAK steuert jedenfalls mit ihrem neuen Führer in immer schlimmere Gewässer und entfernt sich immer weiter vom Auftrag Jesu „und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“, obgleich dies sogar die Textwortgrundlage der Predigt  Schneiders war!  Sein Ziel hatte er bereits am Anfang seiner Predigt klar definiert:

„Die Apostel haben die Aufgabe zu den Völkern zu gehen, aber nicht nur um sie für Jesus Christus zu gewinnen, nicht nur um sakramental zu handeln, um sie zu taufen – das ist das eine Wichtige, das sehr Wichtige. Aber das ist auch eine fortwährende Entwicklung. Die Aufgabe der Apostel ist es, aus den Gotteskindern, die mit Wasser und Geist getauft sind, wahrhaftige Jünger zu machen.“

Und wie das aussieht, ist hier hinreichend beschrieben. Mehr als deutlich wird die Wahrheit des mongolischen Sprichwortes: "Ein Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."  Wohl jedem Menschen, der sich von einem solchen System und dessen Rednern und  Reden nicht fangen und verführen lässt!

Lesen Sie HIER noch einen ergänzenden Kommentar zum Thema Glaubensgehorsam von  Rudolf Stiegelmeyr und einen Leserbrief zur Schneiderpredigt von Gerlinde Bodtke.

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