Bez.Apostel Klingler:  

Es ist schon erstaunlich, was sich alles so in der neuapostolischen Kirche abspielt.“ 

(Einleitungssatz bei seiner Co-Predigt am 18.11.2012 in Fürstenfeldbruck)

 

31.12.2015 "Mach mich, Rainer, immer kleiner! Vorschlag für eine Rundmail zum Jahreswechsel 2015 – 2016 für alle Geschwister in NRW – Möge es jeder zumindest im Geiste unterschreiben und weiterleiten an den Kirchenpräsidenten unter i n f o [at] n a k - n r w [dot] d e!

Grüße D. Streich

Lieber Bezirksapostel Rainer Storck,

anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels möchten wir als Geschwister Ihres Bezirkes einem Wunsch Ausdruck geben, der unser aller Herzen bewegt. So, wie sich das Jahr 2015 nun vollendet und seinem Ende entgegen geht, erhoffen wir treu im Glauben, dass uns das Jahr 2016 nun endgültig das Ziel unseres so wunderbaren Glaubens bringen wird.

Damit wir dann aber auch alle dabei sein werden, haben wir die Bitte an Sie:

„Mach uns, Rainer, immer kleiner!“

Dies meinen wir nicht nur quantitativ – da hat der Herr unsere Bitte ja schon erhört  und wie sagte so schön BezAp Brinkmann im Gottesdienst für Jugendbeauftragte in Herne 11. Oktober 2011, zur demografischen Lage der NAK:

 „Wenn etwas weniger wird, dann wird es wertvoller!“

Nein, auch innerlich soll sich dieser Prozess vollziehen. Beim Kopf fängt das ja an, und da ist uns unser lieber Stammapostel ein großes, bzw. nicht nur körperlich ein wirklich kleines Vorbild, um im Bild zu bleiben. Möge also für alle sichtbar auch unser Wille und Verstand  immer kleiner werden und soweit schrumpfen, dass wir selbst nichts mehr sind, sondern alles Du. Möge man von draußen sagen, dass sind die neuapostolischen Schrumpfköpfe – wir wären glücklich.

Schon unser lieber Kirchenpräsident Dr. Bezirksapostel Hagen Wend sagte 2003 in einer Jugendstunde ja so trefflich:

 „Unsere ganzen Geschwister,  die in den Gottesdienst gehen und mitarbeiten, lassen sich doch nicht für dumm verkaufen. Die sind davon überzeugt!“

Zudem sagte er noch:

„Wir werden da und dort als gefährliche Sekte bezeichnet, wobei mich das wirklich ärgert, weil die Leute, die das von unserer Kirche behaupten, letztlich keine Ahnung haben. Die haben die Vorstellung, … unsere Kirche sei so wie vor 50 Jahren.“

Nein, heute brauchen wir keine Sekte mehr zu sein wie damals, heute folgen wir als vollkommene Schafe allen vorangehenden Leithammeln ganz freiwillig nach, weil wir nämlich wollen, was wir sollen! Wir wollen nicht für dumm verkauft werden, sondern wir wollen es vollster Überzeugung nach sein und unseren Geschwistern von 2003 in nichts nachstehen.

Aber zur Vollendung gehört eine Steigerung. Wir sind ja damals nicht stehen geblieben! Deshalb, lieber Rainer, mach uns weiter  immer kleiner! „Von Kopf bis Fuß auf Schaf sein eingestellt, ja das ist unsere Welt, und sonst gar nichts!“, wie es der Liederdichter so schön sagt.

Sie selbst predigten ja bereits am 2. Juli 2014 in Düsseldorf, dass der „Weg zu Gott klar vorgegeben ist.“ Allerdings gelte es auf diesem Weg,  „Hindernisse und Steine des Anstoßes aus dem Weg zu räumen“, wie die „eigene Meinung und eigene Vorstellung.“

Im Werk des Herrn hat der eigene Verstand eben keinen Platz, sondern ist nur hinderlich! In diesem Sinne wünschen wir auch Ihnen eine vollendete Entwicklung, und bleiben Sie uns in der Schlichtheit Ihres Geistes ein beständig kleiner werdendes Vorbild!

Alles ist und bleibt wie immer gut, denn

"Beati pauperes spiritu!"

In diesem Sinn ein zunehmend IQ-freies und frohes Jahr 2016! klick

Ein Mann der Tat: Stap. Leber bei der Missionsarbeit in Südafrika (zum Originalfoto)

 

Sie finden auf dieser Seite:

  • 2.5.2014 Satirischer Gastbeitrag von Shalom aus dem Glaubensforum 24: Monatlich immer aktuelle Kritik an der jeweiligen NAK-Schaukastenwerbung
  • Ein neues, wieder mal ungereimtes NAK-Kirchentagslied von Detlef Streich (22.8.2013)
  • Gastkommentar von Shalom zum Wort zum Monat August 2013
  • Vertiefende Gräben mit allerhöchster Autorität (DS)
  • Einführung ins satyrische Christentum (DS)
  • Satirisches Abendgebet von Dr. Willi am Tag nach der Teilveröffentlichung des neuen Katechismus (DS, 11.02.2011)
  • Verehrte Zuschauer (Martin Buchholz)
  • Ausweianachtsgeschichte (Martin Buchholz, Bearbeitung DS)
  • Lehre kontra Leere (DS)
  • Offener Brief eines US - Bürgers an Dr. Laura

Links:

  • Entlarvend: RELIGULOUS Man wird doch wohl fragen dürfen / direkter Link auf einen Film von Bill Maher, Comiczeichner Ralf König !!!), Hagen Rether zur Religion
  • Anmerkungen zur Trilogie von Ralf König (Prototyp, Archetyp und Antityp) mit einer  Leseprobe "Gott eine Metapher?

 

Vorbemerkungen:

Etwas stolz bin ich darauf, dass der Kirchenpräsident, Dr. Stammapostel Willi Leber, meine Homepage kennt und mich sogar in seiner Pfingstpredigt 2012 namentlich genannt hat, als er wörtlich sagte:

Ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass alle Schwierigkeiten mit einem Streich weggewischt seien.“

Die erwiesene Ehre muss ich allerdings, bescheiden wie ich nunmal bin,  zurückweisen, denn auch ich glaube wirklich nicht, dass meine zwar sicherlich wertvollen Ausarbeitungen letztlich aber so entscheidend sein können, dass dadurch alle Schwierigkeiten der NAK beseitigt werden könnten. Über die Anerkennung Lebers meiner Leistungen freue ich mich aber natürlich trotzdem ...

Dazu noch ein passendes Wort des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker:

„Kirche und Bier haben eines gemeinsam: Man wird benebelt und muss irgendwann einfach nur noch austreten!“

 

2.5.2014 (Gastbeitrag) Monatlich aktuelle Kritik an der NAK-Showkirchenkastenwerbung:

Shalom lässt mal wieder satirisch grüßen (Einstellung mit freundlicher Genehmigung vom Autor):


Für uns zählen christliche Werte – nicht nur in der Kirche.

Ehrlich sein, gerecht handeln, aufeinander zugehen - unsere
Gesellschaft basiert auf christlichen Grundwerten. Die wollen
wir unseren Kindern mitgeben. ln unserer Kirche sind sie gut
aufgehoben. Unser Vorbild ist Jesus Christus.

 

Werte Wertezähler, liebe BewerterInnen und all ihr Bewerteten 8),

Es ist toll, den inszenieerten na-amtlichen Wertewandel in der verordneten Werteordnung des unwandelbaren Gottes glaubensmiterleben zu dürfen. „Botschaft“ und „wir schweigen“ ist „mega-out“ – „Botschafter“ und „wir machen Werbung“ sind „mega-in“.

Es ist schon wohlfühlgemeindfüllend ehrlich, wenn der Stp. in Magdeburg predigt, dass die anderen Seelsorger zum Scheitern verurteil wären. Dabei handeln die Bezirksapostelselbstbilder Gottes nur total selbstbildgerecht. Das „Aufeinanderzugehen“ gehört zum Missionieren, wie es auch beim Militär „Vorwärtsverteidigung“ einfach dazu gehört.

Für welche anderschristliche oder gar andersreligiöse Gesellschaften träfe das nicht zur:“Ehrlich sein, gerecht handeln, aufeinander zugehen “? Sind das originär christliche Grundwerte? Haben selbstbildproklamierte christliche Grundwerte globale Gültigkeit?

Die Schlagzeile auf dem Apostelwerbeplakat: „Für uns zählen christliche Werte – nicht nur in der Kirche. suggeriert so etwas wie Verwirklichung eines Gottesstaates. Nichts gegen Gottesstaaten. Die deutschen Gebieterkirchen sind in rechtlich unselbständige Bezirke und diese wiederum in rechtlich unselbständige Gemeinden zergliedert. Derartige Strukturen lassen mitunter z. B. selbst Gott zum Opfer von Anlagebetrügern werden (wir berichteten).

Und das Ehrichinterview in der Brauhausgaststätte, wo er seine Letztentscheiderschaft selber apostulierte lässt in einem neuapostolischen Gottesstatt nichts gutes schwanen („Kirchentreu und nicht linksliberal-evangelisch“). Im Gegensatz zu dem Werbeplakat könnten Ehrichs Grundwerte für die eine kirchentreue Gesellschaft gar in einem rechtsantiliberal-piusbrüderlichen Milieu angesiedelt sein? Welche Werte will Ehrich durchsetzen? Stimmt sein Wertekanon?

Auch der frisch gebackene Bezirksapostel von Angola – Rainer Storck (er administriert u.v.a. auch die „Glaubensklonkolonie“ NRW) – hat mit seinem ordentlich ordinierten Amtsantritt sofort Position bezogen und klar gestellt, dass er mehr will als bloß einen ausgeglichenen Haushalt. „Er habe sich dabei das Ziel gesetzt, nicht nur einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, es gelte auch, für die Zukunft etwas zurückzulegen(Storcks Glaubensregierungserklärung).

Die Profanierungsprofiteure im neuapostolischen Speckgürtel wird’s freuen. Er will für die Zukunft noch weiter steigende Reserven in den Kornbauernscheunen anhäufen, denn Apostel könnten ihre Arbeit nur tun, wenn sie auch die Mittel dazu hätten. Die Mittellosigkeit eines Jesus straft solche „Kaffeefahrten-Apostolate“ Lügen.

“Tempus fugit“ _ die Zeitverhältnisse ändern sich z.T. dramatisch. Was noch vor Jahren fast ehernes [NaK]-Gesetz war, ist heute oft nicht mehr als eine Reminiszenz an vergangene Zeiten“ („Die NaK’s heute und morgen – Ein Selbst[bild]portrait, gezeichnet von Pater Johanning – Halle/Saale, den 10. November 1999“)

Und viele der aufgeschwatzten „neuapostolischen Werte“ entpuppten sich zwischenzeitlich als wuchernde „Gebötlein“, welche „freizugrasen“ seien. Doch Schneider und Konsorten fressen kein Gras, sondern sie scheint der Hafer zu stechen. Inszenierter „Wertewandel“ par excellence.

Innerhalb eines christlichen Umfelds versuchen die Nakoliken mit ihrem „Mehrwert“ zu punkten. Die na-amtliche Mehrwertlehre des eigenen Apostelselbstbildes orientiert sich an der na-amtlichen Grundwerteordnung Gottes. Das sieht das Apostolat ganz entspannt. Da haben die „Apostleselfmademen“ keine Wertekonflikte. Und für den na-amtlichen Mehrwert dürfen die NaktivistInnen denn auch die biblische Glaubensmehrwertsteuer zahlen, damit die Reserven in ihren exklusiven Kornbauernspeichern weiter wachsen können („Neuapostolischer Mehrwert - Was ist das im Klartext?“).

Apropos christliche Werteordnung. Der wertvollste Wert im na-amtlichen Sortiment hatte die „Botschaft“ dargestellt. Kuhlen konnte auf dieser Basis von den amtierenden Gottestaatskommandierenden sogar als „neuapostolischrechtgläubigglaubenslebensunwert“ exkommuniziert werden. Doch dann kam – ähnlich wie bei den Zertifikaten der „Lehmann-Brothers“ – der große Knall bei den Apostel-Brothers. Das Gottesurteil brachte zwar einen totalen Wertverlust, jedoch hatten die Profis ihre Schäfchen schon längst ins Trockene bringen können. Aktueller Wert: Ramschniveau. Soviel zu göttlichen Werten aus Hand der Stammapostel.

Da frage ich mich schon, welche Werte die Werbekonterfeis auf der Plakatwerbung den gezeigten Kindern mitgeben wollen? In der kornbauernschlauen Apostelwelt scheinen zwar die Reserven (und die Pensionen) gut aufgehoben zu sein, doch für den eigenen Gemeindestandort gilt das schon nicht mehr unbedingt. Von Wertstabilität gar nicht zu reden.

Und wenn die „Modelfamilie“ („Ich bin neuapostolisch, weil mein Glaube ein Zuhause braucht“) gut gebrieft zum Besten gibt: „Unser Vorbild ist Jesus Christus dann will der Hauspriester gar zum Judentum konvertieren? Und überlieferte Jesulehre sagt: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“ während die Apostel vom Opfer nicht genug kriegen können und Stammapostels sogar in Kindergottesdiensten die Kleinen schon ums Taschengeld anbaggern. Mehrwert auf Teufel komm raus.

Die da oben haben Wertvorstellungen wie z. B. die Story von den beiden karikativen Hannoveraner Wohnblocks ("Wohnen am Kirchenzentrum").

s.

Ein neues, wieder mal ungereimtes NAK-Kirchentagslied von Detlef Streich (22.8.2013)  

mit den schönsten werbelyrischen Zitaten aus der offiziellen NAK-HP http://www.ikt2014.org/index.php?id=143  für einen Vorsänger (Rap) und möglichst viele choristische Statisten (der Refrain ist um der leichten Fasslichkeit willen sehr einfach gehalten)

 

Und nun: Zeig, was du drauf hast – Show YOUR talent … Bühne frei!

„Ein Glaube – Ein Ziel“  Das ist die NAK!
Hurra, hurra, hurra!

Warum nicht auch die gleiche Tasche oder das gleiche Shirt?
Hurra!
Damit man auch im Hotel erkennt: „Wir haben den gleichen Glauben und das gleiche Ziel, wir sind in München zur Teilnahme am IKT!“
Hurra, hurra!
Und haben die gleiche Meinung!
Hurra, hurra, hurra!

Es wird Angebote geben für alle, für Kinder, Jugendliche, jüngere und ältere Erwachsene, Senioren. Familien, Paare, Singles – fast alle sind willkommen.
Hurra!
Ein Einzelticket kostet nur 25 Euro!
Hurra, hurra!
Ein Familienticket ist mit 50 Euro spottbillig!
Hurra, hurra, hurra!

Was ist geplant? – Ein vielfältiges Programm
Hurra!
Musik, Vorträge, Präsentationen, Workshops, Ausstellungen, Begegnungsforen, Gemeinschaftsaktionen usw.,
Hurra, hurra!
auch spielerische und sportliche Aktivitäten.
Hurra, hurra, hurra!

Eine große Bühne wartet auch auf Gesangstalente, ehrliche Texte und frische Musik.  Ob Pop, Balladen, Rap, Blues oder Rock…:  Zeig, was du drauf hast – Show YOUR talent! Daher: Bühne frei für eure Songs!
Hurra!
Lasst uns reden über „Ökumene / ACK“, „Glaubensinhalte“, „Kirchenstrategie / Zukunft“, „Frauen in der NAK“ (180), „Glaube / Alltagsfragen“ und den „Katechismus“.
Hurra, hurra!
Nicht reden wollen wir mit den Nestbeschmutzern von LINDD!
Hurra, hurra, hurra!

Lieber spielen wir Fußball mit dem Kirchentagslogoaufdruck!
Hurra, hurra, hurra, hurra!
Und machen uns dabei sauber dreckig!

Ja, ja, ja!
Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter uns in den Begegnungen, durch Musik, Vorträge, Präsentationen, Workshops, Ausstellungen, Begegnungsforen, Gemeinschaftsaktionen usw.

Ja, ja!

auch in spielerischen und sportlichen Aktivitäten wollen wir gemeinsam das Motto erlebbar werden lassen.
Hurra, hurra, hurra!

Aber nicht mit solchen schmuddelschlüpfrigen Missbrauchsopfergeschichten!
Nein, nein, nein!

Wie sieht denn das für die Öffentlichkeit aus!
Pfui, pfui, pfui!
Wir opfern lieber unser Geld!
Ja!
Und unsere Zeit!
Ja, ja!
Unser ganzes Leben!
Ja, ja, ja!

Ein Schafsvolk, ein Gottesreich, ein Führer!
Hurra, hurra, hurra!
Ja, Amen! Führer, dem wir folgen! Denn wir sind, was volkt: dämlich immer diiir naaach...
Hurra, hurra!
Bis ins 1000jährige Reich!
Ja, ja!

Aber erst wollen wir Schafe noch das Lamm heiraten!
Hurra!
Nachfolge bis zuletzt, das ist der nakische Lehrlauf!
Hurra, hurra!
Ich denke nicht, also bin ich da!
Ja, ja, hurra!

 

Gastbeitrag vom 2.8.2013 aus dem Glaubensforum 24 von Shalom (mit freundlicher Genehmigung) aus der Rubrik„Wort zum Monat II“, Highlights aus Stammapostelgottesdiensten

 

[ = > NaKi-Verein ] hat geschrieben:
Den Glauben lieben (August 2013)

Das Motto des Jugendtages in Berlin-Lichtenberg hat mich angesprochen: „Glauben lieben, Glauben leben, Glauben teilen“. Wobei ich sagen muss: Besonders das erste, Glauben lieben, hat mich sehr berührt. Was heißt das: Glauben lieben?

…Wir glauben, dass es Gott gibt, wir glauben, dass Gott der Allmächtige ist. Gott ist es, der die Geschichte der Menschheit lenkt… . Gott bestimmt mein Leben, er schreibt die Geschichte der Menschheit, er schreibt meine Geschichte. Das liebe ich an meinem Glauben.

Diesen Glauben liebe ich auch: Wir glauben nicht nur an Gott, sondern wir glauben, dieser allmächtige Gott ist ein Gott der Liebe.

Auch diesen Glauben liebe ich: Der Herr Jesus ist nicht nur bei den Großen, Starken, den Besten, nein, er liebt genauso die Armen, die Schwachen, die Unvollkommenen, die etwas krumm sind, die etwas an den Rand gedrängt sind, er liebt sie alle gleich.

Und ich liebe den Glauben, dass der Herr bald kommt. Machen wir es uns zur Aufgabe, diesen Glauben weiterzutragen und ihn den Menschen entgegenzubringen.

 



Werte Glaubensverliebte, liebe Glaubenslieblinge und all ihr weniger Glaubensliebenswerten 8),

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe(1. Kor. 13,13). „Der Glaube kommt zum Schauen, die Hoffnung wird erfüllt aber die Liebe bleibt“ (Apostellehre). Wenn jemand nun beharrlich den Glauben liebt, dann klingt das wie ein Zirkularschluss.

Stp. Lean Luc I. hat mich entsetzt. Von einem gestandenen Apostelselbstbild Anno 2013 - das seine Ämterhose ausfüllt -, hätte ich erwartet, dass es den neuen Glauben DNG erwähnt (als sogenannter Nakechismus auf den Glaubensmarkt gebracht), der von Experten für Jean-Luc extra entwickelt wurde und den die Mehrheit der Bezirksapostel – nur die sind kirchenrechtlich selbständig -, nach langer amtskörperlicher Schwangerschaft endlich abgesegnet hatte. Von diesem glaubenswegweisenden Nakechismus aus vollsinnkirchlich eingeweihten Munde der aktuell petrusdienstschiebenden Stammapostelamtswiederbesetzung kein Sterbenswörtchen. Das ist schon bezeichnend.

Und bis 2012 waren halt die „Fragen und Antworten“ als der Glauben zu lieben. Nun ja, Pater Johanning und sein Adlatus Volker Kühnle wollten glauben machen, dass der damals noch zeitgemäße Glauben des nakolischen Apostolates schon auf dem Scheiterhaufen verascht worden wäre, doch das war nur Marketing und hatte mit der Wahrheit nichts zu tun. Selber schuld, wer solchen Blödsinn liebend glaubt. Früher hatten Nakoliken mal diesen Glauben inbrünstig geliebt, dann noch inbrünstiger den Botschaftsglauben, dann den ausufernden Gebötleinglauben und dann halt jenen FuA-Glauben um aktuell gerade dem vollkirchsinnigen Nakechismusglauben anzuhangen, wo Glaube nur noch als Synonym für Apostelselbstbilder daherkommt. Schlüssiger Narzissmus in Glaubensreinkultur.

Und die Art wie Nadls Glaubensflyer der NaK-BBB zum Ausdruck bringt, wie der selbstbildverliebte neue noch neuerapostolische Glauben von heute zeitgemäß weiterzutragen ist, dürfte von einigen als total inacktabel wahrgenommen werden. Und nakintern gibt’s Beifall. Nadl will derweil halt wieder mal pauschal "Zehn…mehr".

Und wenn Jean-Luc I. den Glauben liebt, dass Lean-Lucs Geschichte, seine Karriere, seine Erfolgsstory von Gott geschrieben wird, dann glaubt er mit an Glaubenssicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch, dass die „Botschaft“ persönlich auf Gottes Mist gewachsen ist und Bischoff nur das unschuldige Opfer eines lieben Gottes war. Gottes eigene Unschuld. Freispruch für Bischoff. Und dieser Gott ist ein Gott der Liebe. Der Gott, der im Jenseits die Däumchen dreht und die Toten zurück auf die Erde schickt, um diese an personal wiederbesetzten Bezirks- und Stammapostelaltären – und nur dort -, nakramental rundum zu versorgen. Und dann liebt Lean-Luc I. seinen Glauben (Katechismus), dass Gott alle gleich liebt. Nur sind halt die anderen Denominationen innerhalb der „Kirche Jesu Christi“ zum Scheitern verurteilt, von anderen Religionen gar nicht zu reden und für die menschenähnlichen Vorformen sieht es ohnehin nicht gut aus, wenn der Bräutigam der neuapostolischen Bräute bald kommt.

So eine im Lichtkegel indirekt ausgedrückte Glaubensselbstbildverliebtheit spricht "nakzisstische" Glaubensbände.

 

"Die neue Kreatur/ D. Streich (im Volkston)

Wacht mal ein Nak vom Glauben auf,
so nimmt das Schicksal seinen Lauf:
Er schnappt sein Bett und wandelt nun
ganz ohne Geist im Leben rum.

Der Weg wird breit, das Ziel verschwimmt,
der Naknak wird ganz missgestimmt
weil er nicht weiß, wohin es geht,
wenn es kein Geist ins Hirn ihm weht.

So kommt es, dass die Wut ihn packt
und er den Frust in Tasten hackt,
prüft unter "Vorschau", schweißesnass,
wen zu beleidigen er vergaß.

Mit Schwung er dann "Absenden" drückt,
was bald im Netz die Leut entzückt,
die sowas gerne lesen wolln.
Woanders wiedrum andre schmolln.

Die schreiben flugs aus Geistestiefe
ganz andre Glaubensfundibriefe.
Und beide sind dann, ach wie schön,
erleichtert durch ihr eignes Bläh´n!

So wird ganz christlich Last geteilt,
bis mit der Zeit manch Wunde heilt.
Dann wird der Nak, ganz anders nur,
doch noch zur neuen Kreatur!
(D.Streich 09/Ü.2010)


Das Gedicht kann mit etwas gutem Willen und unter Wiederholung der letzten Zeile gesungen werden auf den schönen Choral "In Gottes Reich geht niemand ein", Gesangbuch alt Nr. 178; für die Aufnahme im neuen GGB entstand es leider zu spät ..."

 

 

Tröstlich, oder nicht?

Die Neuapostolische Kirche Christi, die Arche des neuen Bundes kann nicht untergehen, auch in den letzten Tagen nicht! Denn sie wird von solchen Nieten zusammengehalten, deren erkenntnisresistentes Denken durch nichts  auseinandergebracht werden kann!

Siehe auch folgende Realsatire:

Bez.Ap Brinkmann im Gottesdienst für Jugendbeauftragte in Herne 11. Oktober 2011,

zu Anlagestrategien, amüsant in Bezug auf die von ihm verschleuderten 10 Millionen


"Die richtige Anlagestragie
Auch die weitere Predigt drehte sich um Werte. Grundlage war das Bibelwort aus Matthäus 13,45-46: „Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“
Aus dem Bibelwort leitete Bezirksapostel Brinkmann eine klare Anlagestrategie ab: „Setzt alles auf eine Karte, ... “, gab er den Jugendbeauftragten mit."

 

Bis soweit die Vorbemerkung.

Und noch etwas: Wir sind für Sie da!

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Möchten Sie mehr über uns erfahren?

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um APOSTELS.

 

-

Paulus schrieb an die Apostel:
"Ich taufe alle Frauen Chrostel!"
Doch Petrus schrieb in der Epistel:
"Das heißt nicht Chrostel, sondern Christel.
Und wenn ich gegen eins was habe,
Sind's Fehler, nur dem Reim zulabe!"

Paulus schrieb: verschwende nicht,
an Deppen jedes Kurzgedicht. 

Gedichtband „Wörtersee“ , Robert Gernhardt (1937-2006)

 

Vertiefende Gräben mit allerhöchster Autorität

  Eine satirische Betrachtung über die neuesten theologischen Tendenzen in der NAK von Detlef Streich (11.2011)

"Und das Werk Gottes, das gesamte Erlösungswerk, das ist auch so simpel! Nur der Mensch macht es kompliziert."  Ein  Beitrag von Stap. Leber Pfingsten 2011 

Damit hat Dr. Leber kabarettistisch gesehen einmal absolut recht. Die NAK ist und bleibt absolut simpel! Der Duden bietet unter andrem für dieses Wort "simpel" folgende Synonyme: banal, profan, trivial, dürftig, lächerlich, mickrig, popelig, dümmlich, einfältig, schlicht, unbedarft, beschränkt! Schön also, wenn man diese Vielfalt mit nur einem Wort ausdrücken kann. Da zeigt sich wieder einmal die ungeheure stammapostolische Weisheit!

 Im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Katechismus der NAK wirft sich zwangsweise die Frage auf, wie die leitenden Amtsträger nun mit dem neuen Thema „Theologie“ umgehen.

Tobias Andrä geht in dem Artikel  Vertieftes Graben mit höchster Priorität vom 25. Oktober 2011 auf diese Frage ein und zitiert einige Antworten neuapostolischer Apostel. Diese sollen hier zur Grundlage einiger Überlegungen zum Thema dienen. Bezirksapostel Brinkmann gibt demzufolge bekannt: „Regelmäßig nehme ich gemeinsam mit den Aposteln und Bischöfen an Seminaren teil, um die wesentlichen theologischen Themen sowie des Alten und Neuen Testaments zu vertiefen.“ Und Ap.  Koberstein ergänzte,  „dass nahezu alle Apostel und Bischöfe theologische Laien sind. Mangels Sprachkenntnissen im Hebräischen und Altgriechischen kann ich beispielsweise im wissenschaftlichen Diskurs über spezielle Themen in der Exegese mit den Fachleuten nicht mithalten – das ist aber auch nicht mein Anspruch.

Bezirksapostel Rüdiger Krause aus Norddeutschland  lässt mitteilen: „Die leitenden Amtsträger im Bezirksapostelbereich Norddeutschland werden kontinuierlich in theologischen Fragen geschult. Dies geschieht auf dem vom Stammapostel gelegten Weg durch Priester Reinhard Kiefer.“

Apostel Bernd Koberstein ergänzt: „Selbstverständlich wird dabei die Abteilung Theologie im Verlag Friedrich Bischoff mit einbezogen, hier vor allem Priester Reinhard Kiefer. Seine Unterstützung ist wertvoll für mich.“

Bezirksapostel Nadolny bemerkte zudem, dass  „Theologische Literatur ggf. dazu dienen (kann), zusätzliche Bestätigung über gewonnene Erkenntnisse zu finden.“

Dies ist nun interessant! Erstens ist es bemerkenswert, dass Brinkmann und Koberstein zugeben, auf dem Gebiet der Theologie Laien zu sein, die deutlichen Fortbildungsbedarf haben. Galt doch bisher die Prämisse, dass die NAK-Apostel einen exklusiven Draht zum Heiligen Geist haben und das Wort am Altar „direkt vom Throne Gottes“ erweckt wird, so die bisherige Sprachregelung. Dazu braucht man aber keine Schulung, denn Gott spricht ja in reinster Form durch diese „unbehauenen“ Amtsträger, ja eigentlich durch alle At´s, die in der NAK predigen. Deswegen war ihr Wort ja bisher auch  unkritisierbar. Nun also doch nicht mehr so vollkomme Wortverkündung? Offensichtlich ja, wenn die leitenden Ämter regelmäßig geschult  werden müssen. Also zieht jetzt endlich doch wirkliche „Theologie“ in die NAK ein! Ein großer Fortschritt!

Wirklich ein Fortschritt? Es erhebt sich hier nämlich zweitens die Frage: Welche Theologie zieht ein und wie? Der Weg dahin wird sogleich bezeichnet: „Dies geschieht auf dem vom Stammapostel gelegten Weg …!“ Aha, wieder einmal angesagte Nachfolge mit vorgegeben Strukturen und Lehrinhalten, denn der erkorene und auch aus Gnaden erwählte Schulungsleiter ist kein anderer und beileibe schon gar kein xbeliebiger Theologe, sondern Priester Dr. Reinhard Kiefer. Nochmals Koberstein:„Selbstverständlich wird dabei die Abteilung Theologie im Verlag Friedrich Bischoff mit einbezogen, hier vor allem Priester Reinhard Kiefer!“  Und Koberstein setzte die wiederum in Erstaunen versetzende Erkenntnis hinzu, dass dies für ihn eine „wertvolle Unterstützung“ ist! Erstaunen deswegen, weil hier zuerkannt wird, dass ein direkter Stellvertreter Christi, selbst mit den höchsten Erkenntnissen des Geistes direkt ausgestattet, von einem „NUR“ Priester wertvoll belehrt werden kann! Das gab es bisher noch nie!

Gucken wir also mal, was an Kiefer theologisch so bedeutsam ist. Im Vorfeld des Jugendgottesdienstes am 26. Juni 2011 formulierte er z.B. in einem Vortrag zu den Glaubensartikeln der NAK wie folgt:

"Bei uns ist der Apostel der Repräsentant Christi. Diesen Anspruch erheben wir eben. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der soll auch zeigen: Die Apostel sind nicht eine Sache irgendeiner Winkelgemeinschaft oder neuapostolische Spezialwürdenträger, sondern gehören in den Raum der gesamten Kirche hinein. Dass nur die Neuapostolischen das wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist."

Also flugs auf nach Rom, den Vorsitz übernehmen und Papst werden, Herr Leber!

Aber sehen wir mal weiter und weiter zurück. Bereits am 18. 3. 2003 äußerte sich Dr. Kiefer, damals sogar noch „NUR“ Diakon, bereits als theologischer Mitarbeiter des Verlages Friedrich Bischoff damit u.a. auch Verantwortlicher der Leitgedanken ebenfalls in einem öffentlichen Vortrag  zur NAK als offizieller Kirchenvertreter wie folgt:  

Für den neuapostolischen Glauben ist eigentlich nur dort im Vollsinne Kirche vorhanden, wo die Apostel sind. Wo sie fehlen, sind folglich auch die notwendigen Heilsmittel nicht in sachgemäßer Weise gegeben.”

Also: Kirche und Heil ist nur seitens der NAK vorhanden, alles andere sind unvollkommene Wege. Die Grundlage solcher Erkenntnisse ist nun aber nicht nur die Heilige Schrift - kann sie auch gar nicht, weil die Bibel das gar nicht her gibt - denn, so Kiefer weiter, die Bibel ist “ nicht das letzte Wort Gottes!“ Jetzt kommen nämlich wieder die heutzutage schulungsbedürftigen Apostel ins Spiel, weil zu den  „neuapostolischen Grundüberzeugungen“ eben gehört,  „dass nicht nur in ihr (Anmerkung: also der Bibel) Gottes Wort und Tun bezeugt werden, sondern gerade auch in unserer Gegenwart Wirklichkeit sind!“ Will sagen, Gottes gegenwärtige Wirklichkeit durch das immer so genannte und durch die Apostel verkündete „lebendige Wort Gottes“! Aha! Deswegen gilt laut Kiefer: „Folglich wird dem reformatorischen Prinzip, die Bibel als alleinige Quelle des Glaubens aufzufassen, eine deutliche Absage erteilt.”

Klar, reformatorische Reformen hat die NAK schon immer abgelehnt, auch wenn sie in immer kürzeren Intervallen ihre Dogmen beliebig ändert! Woher nehmen aber diese Herren sich dieses Recht, Apostel, also Gesandte Jesu und damit Geistesspender, Gottesvermittler und Sündenvergeber zu sein? Früher hieß es lapidar, weil sie eben von Jesus dazu erwählt sind und die NAK eben SEINE Kirche ist, basta! Kiefer hat da aber eine viel bessere Erklärung, nämlich: “Aus der Zukunft des wiedergekommenen Christus wird den Aposteln die eigentliche Legitimation zuteil, ... Hier haben wir ein Gegenmodell zur apostolischen Sukzession, also zur historischen Ableitung der Legitimation etwa des Bischofsamtes in der Römisch-Katholischen Kirche.” 

Die Legitimation des Papstamtes  in Folge historischer Legitimation ist ja im Vergleich dazu nichts als rückwärtsgewandte Historie,  und die ist aus seiner Sicht undiskutabel: “Eine solche gleichsam historisierende Sicht auf das Amt kann es im neuapostolischen Glauben nicht geben, sie würde im unüberbrückbaren Gegensatz zu seiner grundsätzlich eschatologischen Ausrichtung stehen.”

Ja, man muss eben immer das Endziel im Auge haben. Und weil Jesus zur NAK wiederkommt, sind die NAK-Apostel unumstößlich legitimiert!

Und wenn er nun aber nicht kommt …? Na, wie auch immer, diese intellektuelle Nachfrage geht aus damaliger Sicht bereits zu weit, “da der neuapostolische Glaube auf die Praxis ausgerichtet ist, spielte seine intellektuelle Durchdringung bislang eher eine untergeordnete Rolle.“ Genau, und die Apostel sind nun einmal Apostel, weil eine „ reformatorische Relativierung des Amtes … in diesem Kontext de facto als ein Akt der Auflösung von Kirche“ erscheint.“ Und das will niemand, jedenfalls niemand aus der NAK, nicht mal die Modernen! Seine schöne Gemeinschaft will man schon behalten, um jeden Preis!

Diese genialen nak-spezifischen, unglaublich theologischen Erkenntnisse sind natürlich gerne gehört von den Herren Bez.-Aposteln und ihren braven Nachfolgern. So eine Schulung von Dr. Kiefer lässt man sich also sehr gerne gefallen weil man dort hört, warum man selbst und die NAK in sogar begründeter Weise so doll wichtig und auch immer  richtig ist! Neuerdings hörte sich das mit der Nachfolge so an bei  Dr. Kiefer 2008 :

Das bedeutet im konkreten Fall: "Ich soll nicht auf Paulus hören, weil er geistreich oder sogar aussergewöhnlich geistreich ist, sondern ich soll mich unter Paulus beugen, weil er göttliche Autorität hat“.  Na, das ist doch mal wieder ein Wort! Und von Apostel weiß er zu sagen: „Die Apostel werden nun nicht allein als historische Gestalten aufgefasst, die unsere besondere Wertschätzung geniessen, vielmehr wird ausgesagt, dass Apostel Jesu unter uns gegenwärtig leben und wirken, und dass sie die lebenden Garanten der Apostolizität der Kirche sind.“ Auch schön: Apostel sind vereinfacht ausgedrückt also die Garanten dafür, dass die Kirche apostolisch ist. Eine umwerfend unbestechliche Logik. Von daher wird die anfangs zitierte Äußerung von Nadolny absolut verständlich, meinte er doch, dass  „theologische Literatur ggf. dazu dienen (kann), zusätzliche Bestätigung über gewonnene Erkenntnisse zu finden.“ Welchen anderen Sinn könnte Theologie in der NAK auch schon haben, als der Selbstbestätigung zu dienen? Und wen wundert es da noch, wenn Dr. Kiefer aufgrund dieser wahrhaft  unglaublichen theologischen  Tiefschürfung heute sogar zum theologischen Berater des Stammapostels avancierte.

Aber dann doch nochmals etwas Verwunderung, stellen wir doch fest:  Ein „NUR“ Priester berät theologisch den wirklich ganz richtigen und einzigen, vollumfänglich heiliggeistbegabten und einzigen Stellvertreter Jesu auf Erden (und in der Ewigkeit), den Fels der neuapostolischen Brandung, den Elieser unserer Zeit, den Vollender auf dem Weg des Glaubens, kurz: den Stammapostel der NAK!  Das ist doch ein Ding, zumal der Herr Kiefer nicht mal verheiratet ist … Also ich selber messe dem ja wirklich und ehrlich keinerlei Bedeutung bei, aber die NAK …???

Vielleicht wird ja  Dr. Kiefer sogar der Nachfolger von Dr. Leber – also ein Wechsel von dem inneren Entgiftungsorgan hin zum vom Kiefer begrenzten Mund, wo die Sprache konkret verortet den Menschen verlässt! Welch schönes Bild! Der Kiefer als Sprachrohr Gottes! Egal, ob Ober-, Unter-, oder Dr. Kiefer! Dann braucht man auch diese merkwürdig zu begründenden Schulungskonstruktionen nicht mehr und kann endlich wieder uneingeschränkt auf den neuapostolischen Kirchenpräsidenten selbst hören, sogar theologisch und in aller Klarheit. Welch aussichtsreicher Fortschritt, welch schöne Entwicklung, welche Freude über alle Kiefer dieser Herren und deren Beteiligung an allen Worten aus ihren Mündern, ungefiltert vom menschlichen Verstand in der absoluten Klarheit des Geistes. Lassen wir deshalb am Schluss Dr. Kiefer nochmals selbst zu Wort kommen, der auf die Frage von „Christ im Dialog“, wie er die Wiederkunft Christi und die Parusie denkt, schlicht und einfach, selbst für jeden Apostel verständlich, antwortete:

"Ich denke, wenn das Jenseitige ins Diesseitige einbricht, dann ist es mit der Welt, die wir kennen vorbei. Dieses Ereignis bringt einen völligen Paradigmenwechsel mit sich. In Prof. Ebelings   Dogmatik des christlichen Glaubens kann man lesen: "Dieses Offenbarwerden geschieht an der Grenze von Zeit und Ewigkeit. Es ist nicht ein innergeschichtliches Ereignis, von dem man in den Zeitungen wird lesen können, sondern das eschatologische Geschehen, dessen Weltöffentlichkeit darin gründet, daß die Welt selbst vor Gott offenbar wird"

So gesehen ist doch der sich andeutende Aufbruch in die neue, neuapostolische Theologik wie stets einfach und immer wieder nur wunderbar herrlich, oder? 

Nein, und im Ernst:

Diese sprachlenkerisch als theologische Veranstaltungen und Hinwendung zur Theologie deklarierten Seminare sind in Wirklichkeit nichts anderes als interne Mitarbeiterschulungen, damit die eigenen Positionierungen vor den Kirchenmitgliedern und der ökumenischen Öffentlichkeit besser verkauft und dargestellt werden können. Solche Argumentationsschulung betreiben aber auch unlautere Produktanbieter in ihren Werbekampagnen und internen Mitarbeiterseminaren. Auf dem religiösen Gebiet sind solche Aktionen ein hinlänglich bekanntes und kennzeichnendes Phänomen aller sektiererischen Gruppen mit dem alleinigen Zweck des Selbsterhaltes der Gruppe, der Stabilisierung ihrer Mitgliederabhängigkeit und Stärkung der Macht der Führungsetage auf scheinwissenschaftlicher Basis. Das Geschäft mit dem doppeltem Schein, dem Anschein und dem Euroschein, blüht weiter und treibt die buntesten Früchte, egal mit welchen Mitteln dieses Ziel erreicht wird.

Dies alles erinnert doch sehr an den alten Witz, der entstand, als Nadolny in Berlin die Bez.Ap-Nachfolge antrat. Auf die daraufhin entstandene Frage "Wann wird sich in Berlin-Brandenburg wohl etwas ändern" gab es die lapidare Antwort: Na doll, nie!

Bedauerlich aber, dass das nicht wirklich lustig ist ...

 

 

Imagepflege
Ein Christ, der arroganterweise
für klug sich hält, hat eine Meise.
Das Dumme ist, daß er es meist
verwechselt mit dem Heilgen Geist.

 ("Ein Christ"; Jörg Müller, erschienen im Verlag J. F. Steinkopf)

 

 

Einführung ins satyrische Christentum (DS):

Als Schale zum Wort lesen wir aus 1. Mose 21.6 :

"Gott hat mir ein Lachen geschenkt! Jeder, der es hört, wird mit mir lachen.

Religon und Satire, passt das zusammen? Darf man überhaupt religiöse Themen satirisch behandeln? Werden hier nicht Gefühle verletzt? ... Solche und ähnliche Bemerkungen werden immer wieder als Scheinargument angeführt, wenn Kabarettisten oder Zeichner religiöse Bereiche kritisch überzeichnen und dem Publikum dabei teilweise das Lachen im Halse stecken bleibt.

Fragen sollte man sich vielleicht eher, ob Religion überhaupt ohne Satire zu betrachten ist. Ist denn Lachen unchristlich? Nein, denn "Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen!" lässt der Evangekist Lukas (6, 21) uns durch Jesus sagen. 

Aber hat sein Vater, der biblische Kirchengott, denn selbst Humor, der ja einerseits durch Pater Zabelka, seinen katholischen Knecht, Atombomben segnete, und andererseits  wegen einer Beleidigung des Propheten Elisa 42 Kinder abschlachten ließ? Ist das humorig oder doch schon Realsatire?

"Und Elisa ging von dannen hinauf nach Bethel; und als er auf dem Wege hinaufging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus, und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf! Und er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen JHWHs. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder." (2. Könige 2:23-24)

Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?“ fragte Wolfgang Borchert (1921-1947) in  'Draußen vor der Tür'. Diese Frage erscheint mehr als berechtigt, berichtet doch die Bibel insgesamt „mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- und  Strafaktionen eines blindwütigen Gottes. (Peter Fürer, "Was die Kirchen verheimlichen") (...)

Und seine irdischen Gefolgsleute? Sie metzelten und unterdrückten in seinem und seines vermeintlichen Sohnes Namen, wo immer es ging! Wie viel Leid in Folterungen, Ketzer- und Hexenprozessen und letztlich Tote hat das Christentum in seiner Geschichte zu verantworten?  Schätzungen schwanken zwischen 8 und 22 Millionen Opfern! Nicht eingerechnet die vielen, vielen Millionen Menschen, oder zählen Indianer nicht so richtig dazu ..., in Nord- und Südamerika, die aus Afrika entführten Schwarzen ... und ... und ... und ...

Bei der Eroberung Jerusalems (1099) wurden etwa 70 000 Juden und Muslime im Blutrausch umgebracht - die gesamte Einwohnerschaft der Stadt. Die noch vor Blut triefenden Ritter gingen anschließend »vor Freude weinend ... hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich ihm gegenüber ihrer Dankesschuld« - so ein Augenzeuge (»Die Kreuzzüge in Augenzeugenberichten«, dtv-Taschenbuch, 1971, S. 101).

Setzte Lukas das Weinen womöglich bewusst vor das Lachen? Verzweifeltes Weinen wegen Religion - und dann  endlich auch mal Lachen über Religion als kausale Kette?  Nun, ein Gott, der 42 Kinder wegen "Kahlkopf" meuchelte, und womöglich stimmte die Bezeichnung sogar und Elisa war nur beleidigt, lässt sich doch bloß noch satirisch kommentieren. Und seine Gefolgsleute und ihre Taten und Spreche im Namen der "Liebe" doch erst recht, oder?:

„...Erdbeben sind eine Offenbarung der Allmacht Gottes! Sie dienen auch der geistigen Erweckung, damit man zur Besinnung kommt und weiß, wer man ist, wo man steht und wohin man will. ...“ (Stammapostel R.Fehr, 1991 

Nun ja, dass passt doch zu folgender Story: "Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich unterstützt von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wußten, der Blitzschlag wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere Sünde zu bestrafen..." (B. Russell, Essays in skepticism) 

(...) Manchmal ist aber gerade die religiöse Realsatire in Schrift und Wort ihrer vermeintlich ernsthaften Verkünder eigentlich komischer, als gewollt satirische kritische Äußerungen. Wie will man auch noch satirisch steigern, wenn man im Wort zum Dezember 2010 von Stammapostel Dr. Willi auf folgende Höhen der Erkenntnis geführt wird, geistgeleitet versteht sich:

"Dieser Adventsbrauch führt also direkt zum Weihnachtsfest hin. Weit verbreitet ist auch der Adventskranz. Da zündet man ein Licht nach dem anderen an, jeden Sonntag im Advent ein neues Licht. Wenn alle vier Lichter brennen, weiß man: Jetzt ist Weihnachten."

Beeindruckt von der geistigen Tiefe und Prägnanz der Aussage ist sicher jeder gespannt auf die Fortführung dieses Gedankens. Und man wird nicht enttäuscht, ja es kommt sogar noch besser:

"Jetzt übertrage ich das auf das Geistige. Auch in unserem Leben gibt es vielleicht Tage, wo wir denken: „Im Moment kann ich mich nicht so recht mit der Wiederkunft Christi verbinden.“ Dann kommt das Gefühl auf, dieser Tag liege noch in weiter Ferne. Da muss man auch solche Adventsbräuche pflegen und ein paar Dinge in Angriff nehmen, um die Freude zu steigern. Dann muss man entsprechend handeln wie beim Adventskalender oder dem Adventskranz."

Also Freunde, lasst uns "handeln wie beim Adventskalender oder dem Adventskranz." In dieser scheinchristlichen Leere steckt das ganze Prinzip nakischer Predigt. Mit Logik und Denken kommt man im Werk dieser Herren eben nicht allzu weit, erst recht wird man dadurch kein Doktor Stammapostel! Nur nachdenken dessen, was einem beispielhaft vorgedacht wird, führt zu höheren Weihen. „Nachfolge bis zuletzt, alles Denken ist Leerlauf!“ möchte man das bekannte Wort des alten NAK- Predigers abwandeln. Und überhaupt fällt einem da als mögliche Steigerung doch nur noch (nach Vicky Leandros' schönem Choral) der frühe Otto und sein "Wort zum Montag" ein "Theo, wir fahr'n nach Lodz":

"Meine Damen und Herren! Wir haben alle unsere Sorgen und Nöte und lassen uns nicht mit billigem Trost über die Last des Alltags hinwegtäuschen. Als ich neulich in meiner ,Musikbox' blätterte, da stieß ich auf folgende kleine Zeile: 'Theo wir fahr'n nach Lodz'.

Nun, was wollen uns diese Worte sagen? Da ist von einem Menschen die Rede. Von einem ganz bestimmten Menschen. Nicht Herbert, nicht Franz, nicht Willi - nein, Theo ist gemeint. Aber um welchen Theo handelt es sich? Ist es nicht auch jener Theo in uns allen? Jener Theo, der in so wunderbaren Worten vorkommt wie Theologie, Theodorant, The oder Kaffee.

Und an diesen geheimnisvollen Theo ist eine Botschaft gerichtet: ,Theo wir fahr'n nach Lodz'. Vier fahr'n. Da sind also vier Menschen unterwegs. Und wer sind diese vier? Sind es die vier Jahreszeiten? Die vier Musketiere? Oder sind es vier alle?

Da fällt mir in diesem Zusammenhang eine Geschichte ein. Ich besuchte neulich einen Freund, einen Millionär. Der glaubte, der unglücklichste Mensch der Welt zu sein, weil ihm sein Rasierpinsel ins Klo gefallen ist. Da nahm ich ihn beiseite und sprach: "Freilich bist du übel dran, dass dir dein Rasierpinsel ins Klo gefallen ist, aber es gibt Leute, die sind noch viel, viel schlechter dran als du, die haben noch nicht einmal einen Bart.

Da fiel es ihm wie Schuppen aus den Haaren. Und sollte nicht auch einer von uns, oder morgen, oder vielleicht nicht?  Wer weiß. - Schönen guten Abend."

 In solchen satirischen Texten steckt gewollt ein hohes Potential an Kirchen- oder sogar Religionskritik - und die beißt dann wirklich, wenn sie gut ist. Über Muslime lachen kann jeder Christ, über Judenwitze auch, aber über die sogenannte Verunglimpfung des einzig wahren Christenglaubens nicht. Hier geht der Witz eigentlich schon los und besonders dann, wenn spezifische Sektendogmen als nochmaliger Unterschied zu den Restchristen den Einen vor allen Anderen exklusivistisch himmelreichsbereit machen wollen. Der fundamentalistischeTanz ums goldene Kalb heutiger Tage, im Witz so ausgedrückt:

Ein Atheist kommt in den Himmel und wird von Petrus herumgeführt, zu singenden und feiernden Katholischen, besonnen lesenden Evangelischen bis er von weitem ein großes Geschrei hinter einem hohen Zaun hört. "Was sind das denn für welche?" fragt er Petrus. "Pst, nicht stören!" sagt der, " Das sind die Neuapostolischen, die glauben, die sind alleine hier oben!" (....)

Bis soweit also das Wort zur Einführung ins satyrische Christentum!

gez. Theo Logik (der fehlte bei Otto noch!)

 (und wer es wirklich ganz lesen möchte)

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Satirisches Abendgebet von Dr. Willi am Tag nach der Teilveröffentlichung des neuen Katechismus (DS, 11.02.2011)

Lieber Herr Jesus,

hier ist der Willi, dein müder Stellvertreter auf Erden. Weißt du Herr, ich muss dich heute Abend mal was fragen. Ja, zugegeben, oft komme ich nicht mit Fragen zu dir, brauch ich ja eigentlich auch nicht, denn du hast mir ja deine Schlüssel gegeben und alle Macht usw., aber im Moment läuft das gefühlsmäßig irgendwie nicht so richtig, ich bin da ganz durcheinander in meinem Kopf und alles summt wie ein Bienenschwarm…

Was sagst du, Herr ? Welcher Willi hier ist?   Bienenschwarm ...?  NEIN, Herr, ich bin doch nicht der näselnd nuschelnde Freund Willi von der Maja! Ich bin der Dr. Willi, der den Petrusdienst hier macht in deinem Erlösungswerk, der NAK …

Nein, Herr, auch nicht die Nationale Armutskonferenz ist gemeint, sondern wir: Die Neuapostolischen, deine Braut, die Auserwählten, die Könige und Priester! Und ich habe hier ein Papier in der Hand, wo in Kapitel 5 was von Petrusdienst steht und dass ...

Wie, was nun auch Petrusdienst heißen soll?  Herr, die haben das so im neuen Katte … Kateschi … Katechis muss es wohl heißen … also in dem neuen, dicken Buch so geschrieben. "Wo das Apostelamt in der Einheit mit dem Stammapostel, der den Petrusdienst versieht, vorhanden ist, gibt es das geistliche Amt und die rechte Verwaltung der drei Sakramente.“ Mann, 600 Seiten solche Formulierungen, Herr, das schaff ich nie durch …. ! Wie, du hast das auch nicht gelesen? Na egal, dann haben wir wieder einmal etwas gemeinsam!  Das beruhigt mich ein wenig. Ich dachte schon, ich muss das alles verstehen und womöglich mir noch merken, was da steht…!

Also, Herr, nein,  ich weiß jetzt wirklich auch nicht, was das Wort „Petrusdienst“ bedeuteten soll. Brauche ich doch aber eigentlich auch gar nicht, oder?  Bei mir kommts doch durch den Geist von ganz alleine! Ich brauche doch keine Ahnung zu haben, wenn ich predige! Aber interessieren täte es mich schon, was das heißt. Geht ja auch mich direkt an, oder? Von Verwaltung verstehe ich zwar schon was, gerade hier in Zürich! Aber das andere da? Vielleicht ist ja die alte Geschichte mit dem Schwert gemeint, was der Petrus damals machte, als er das Ohr von dem Soldaten abschlug …. ? Hm, Lust hätte ich ja schon mal zu sowas, dem einen oder anderen so richtig zu zeigen, wo es lang geht. Aber, Herr, das macht ja alles keinen Sinn, wenn du wieder die Sachen anklebst und den ganzen Einsatz zunichte machst! Man kann doch nicht immer alles vergeben,  ehrlich! Aber das war wohl schon früher ne Schwäche von dir! Kann man nichts machen!  Fehler hat halt jeder irgendwie …

Oder ist mit Petrusdienst gemeint, dass der Petrus dich damals nicht als Opfer ans Kreuz gehen lassen wollte und du ihn sogar als Satan beschimpft hast ... ? Du, da hätte ich  kein Problem mit! Mach ruhig dein Ding, hätte ich gesagt … glaube ich jedenfalls. Na ja, denn heute erzähle ich denen ja auch ständig, dass sie ihr Opfer bringen sollen, sonst läuft gar nichts später im Himmel. Ohne Opfer kein Segen! Ha, und die Scheine bringen mehr als das Kleingeld! Also steh ich da ja wohl voll in deiner Nachfolge, oder? … Wie, das mit dem Geld ist nicht so wichtig? Du hast leicht reden, du hast ja da oben alles. Aber hier unten läuft ohne Geld nichts …

Ähh, bei „Laufen“ fällt mir noch ein: Ist mit dem Petrusdienst vielleicht das mit dem übers Wasser laufen gemeint …?  Du weißt doch noch, oder? Obwohl der Petrus ja dann auch abgesoffen ist, der Kleingläubige, he he … Äh, Herr, um ehrlich zu sein, ich hab das  neulich im Urlaub ja auch mal heimlich probiert. Nur so mal, hat aber leider nicht geklappt. Na, bin ich halt so baden gegangen, und es ist keinem aufgefallen, ha, ha  … Meine Frau fragte mich nur, warum ich so komisch ins Wasser gestelzt bin. Als ob die das was angeht … „Weil das Wasser so kalt war!“ hab ich ihr gesagt.

Apropos Wasser: Vielleicht meinen die auch die Sache mit dem Füße waschen? Und dass der Petrus sich dann von dir sogar ganz waschen lassen wollte? Ist es das? Brr, von einem Mann mich ganz waschen lassen, da hätte ich schon meine Probleme mit! Aber Frauenordination haben wir ja leider nicht, he, he! Vielleicht sollten wir unter diesem Aspekt darüber noch mal nachdenken. Bei dir waren ja schließlich auch immer Frauen dabei und …. (...)

 vollständig lesen

 

Anmerkung: Am 13.2.2011 hatte ich diesen Beitrag in einem eigenen Blog auf nacworld eingestellt. Eine Stunde später kam folgende Mail :

Hallo Detlef,  wir haben deinen Blogbeitrag "Katechismusauszüge im AMTSBLATT FEBRUAR 2011" gelöscht, da er gegen §1 unseres Verhaltenskodex verstößt. Wir fordern dich hiermit auf, auch in Zukunft Beiträge solcher Art nicht mehr zu verfassen! Mit freundlichen Grüßen vom nacworld-team, Leonie A. Leitung Moderation/Suppor

--
nacworld – das soziale Netzwerk der Neuapostolischen Kirche
Herausgeber: Neuapostolische Kirche International, 8051 Zürich / Schweiz
http://nacworld.net |
 

Der genannte Paragraph heißt:Eine respektvolle Ausdrucksweise und ein höflicher Umgang miteinander gehören zu den Grundlagen in unserem Netzwerk. Dementsprechend ist es in unserem Netzwerk nicht gestattet, andere Menschen negativ hervorzuheben, zu mobben oder lächerlich zu machen.

Da dieser Vorwurf keine Rechtfertigung in meinem Satirebeitrag hat, handelt es sich bei dieser Löschung um einen rigiden Akt der Zensur in Bezug auf Meinungsfreiheit.

 

 

Verehrte Zuschauer,

es gibt Leute, die werfen der Kirche nach, sie sprache nicht mehr die Spreche der Menschen. Man sagt uns vor, die Regilion habe das Mißtrauen ihrer Gläubiger verbraucht. Wir Theologen beispielsmal gebärdeten uns in Lehrung und Forsche als ewige Wesserbisser, die sich unverständliches Zeug aus den Haaren saugen und immer noch meinen, sie müßten von den sieben Tödsünden reden, damit die Menschen Gewissensgebisse bekommen und bei der Schlange bleiben.

Als mein Freund, ein Dominikaterpater, mir neulich zum ersten Mal von diesen Vorwürfen erzählte, da haben mir vor heiligem Zorn die Zie geknittert. Da standen mir die Berge zu Haare. Da hab ich mir die Hände gerauft. Die Spreche der Kirche sei unverständlich, phrasenhaft und verwidere sich in Wickelsprüche?

Das muß man sich mal auf dem Mund zergehen lassen. Das treibt einem doch die Schamröte in die Augen.

Versehrte Zuschauer! Ich will hier kein Brett vor den Mund nehmen: Bedenken Sie bitte, wer hier Morder und Zetio schreit, dann verlieren die Anwürfe schon etwas weniger an Gewicht. Im Grunde sind es doch bedauernswerte Menschen, die von Taten und Blusen keine Ahnung haben und in einem Abfall geistiger Anwesenheit einfach den springenden Grund übersehen.

Aber ich will hier auch nicht den Teufel mit dem Brezelbub austreiben. Lassen Sie mich selbstkritisch fragen: Haben wir uns als Kirche immer genügend bemüht, das gemeinste Kleinsame zu finden?

Ist es nicht auch ein Wink mit dem Faulzahn, wenn ein Mensch, dem vielleicht durch die Begegnung mit einem unfreundlichen Pfarrer eine Wurst über die Leber gelaufen ist, nun seinerseits meint, der Kirche ein Schnippchen spielen zu müssen? Müssen wir uns da nicht fragen lassen, wie wir in der Kirche miteinander untergehen?

Wie hormonisch ist unser Miteinander wirklich?

Läßt sich da nicht auch manch Negateiliges anführen?

Haben wir alles gehalten, was wir verbrochen haben?

Wir wollen dem Enttäuschten keinen Honig in die Augen schmieren, aber er soll wissen: Uns hängt viel an ihm, und er kann jederzeit wieder bei der Kirche umkommen, wenn er nur will.

Den anderen längst weggetretenen Kritikern aber rufen wir zu: Bevor ihr redet, vergeßt nicht:

Reden ist Schweigen, und Silber ist Gold!

Und wenn ihr das nicht beherzigen wollt oder könnt, so laßt doch bitte die Tatsachen im Dorf!

Tatsache ist, daß der Mönsch zum Bösen neigt. Und es ist lebensnotwichtig, daß die Kirche klar und unständvermißlich davon redet. Ohne schames Falschgefühl! Munitiös vorbereitet werden wir weiter an die Zecken und Zäune, von Pontius zu Pilatius gehen und es verkündigen:

Regilion ist mehr als ein Konzertbesuch der H-Meß-Molle von Johann Sebaldrian Bach. Gottes Wege sind geschlungen. Und man kann nicht zwei Fliegen auf einmal dienen. Das ist unsere Botschaft. Und sie leuchtet auch heute noch jedermann heim.

Guten Abend!

© Martin Buchholz (Berliner Kabarettist)

 

 

 

Auweianachtsgeschichte, sehr frei nach Lukas  und Martin Buchholz

 Zur schauerlichen Nachbesinnung auf das Weihnachtsfest eine alte Mär des neuapostolischen Volkes im Geiste von Richard, dem Vorletzten und Dr. Willi, dem Letzten!  (Frei umgetextet nach Martin Buchholz aus: Wir sind, was volkt ) 

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot ausging von dem Hohen Rat, dass das ganze Volk beschwätzet werde. Und diese Beschwätzung war die allererste von neuapostolischer Art und geschah zu der Zeit, als Vater Krebs, der Bahnwärter, zum Herrschenden ernannt ward in den kaiserlich volksdeutschen Landen.

Und es machte sich auf ein jeglicher in seiner Stadt in seine Kirchenbank. Denn das Volk ward gerufen von gar seltsamen Schreinern und Handwerkern, versehen mit einer ganz neuen Gabe törichter Predigt.

Ihnen sollten man treu das Ohr leihen, auf dass man darauf in der Nachfolge auch seine eigene Stimme für sie abgäbe und ganz verlöre bis in Ewigkeit. Und solches ist die freie Gnadenwahl für gar viele im Volke der NAK-Herren, dass man abgebe nicht nur seine Stimme, sondern das eigene Haupt gleich mit. Das aber nennt man die theokratische Haupt-Aufgabe: Verleihe dein Haupt an das Oberhaupt!

Und daran sollt ihr sie erkennen, die Herde der kopflosen Schafe des obersten Stammelapostels, dass sie nur noch Stimme haben zu blöken zum Heil ihrer Leithammel.   (ds/07)

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Lehre kontra Leere (DS. 2001, Überarbeitung 2010)

Richard Fehr: "Es mag mancher Mensch behaupten - und dabei hat er sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad recht -, dass er Gottes Werke tut, aber wenn der Glaube an die Sendung fehlt, mögen solche zusehen, wohin sie mit ihrem Lebensschifflein fahren."
Die Sendung habe mit der Herabkunft des göttlichen Wesens ins irdische Sein begonnen.

Nach der Himmelfahrt Jesu wurden der Heilige Geist und die Apostel gesandt.

Nur wenn auch der Glaube an diese Sendung "bis in die letzte Konsequenz hinein, nämlich, dass Apostel gesandt sind auch in unseren Tagen, und die wiederum die Amtsträger senden" vorhanden sei, könnten Gottes Werke gewirkt werden.

Man stelle sich einfach mal vor ( wirklich einfach nur mal so angenommen ...), Jesus käme heute mal eben runter um zu gucken, wie es denn zwischenzeitlich so kurz vor der versprochenen Vollendung läuft in Seinem NAK-Werk (eigentlich machen die ja ohnehin alles alleine und sind völlig selbständig, aber ...)  und würde natürlich irgendwo zu Stammapostel Fehr in den Gottesdienst gehen, etwa letztens in Mannheim am 18.3. 01. (siehe Zitat)

Nach dem wunderbaren Erleben in der Vormittagsstunde noch gedankenversonnen  trifft ER auf dem Heimweg dann plötzlich auf ein Kind, dass bei einem Unfall gerade lebensgefährlich verletzt wurde. Die Mutter schreit ihn flehentlich um Hilfe an.  ER sieht ihren Glauben, setzt an und sagt: „Dein Glaube hat dir ...“

Doch da unterbricht er sich, rückerinnernd, was er gerade von dem Felsen, auf den die NAK gebaut ist, gehört hat und sagt: „Es tut mir leid, liebe Frau, ich würde ja gerne, aber ich kann nicht!“

Wieso kann Er  nicht ?

Na, hatte doch eben Stammapostel Fehr verkündet: „Nur wenn auch der Glaube an die Sendung der Apostel vorhanden sei, nur dann könnten Gottes Werke gewirkt werden.“

Diese Frau war leider nicht neuapostolisch, also kann ER nicht wirken! Ist doch logisch, da sind einem schon mal die Hände gebunden ...

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Offener Brief eines US- Bürgers an Dr. Laura

In einer US-Fernsehsendung spricht sich die amerikanische Moderatorin Dr. Laura Schlessinger gegen Homosexualität aus und begründet dies damit, dass Homosexualität laut der Bibel Gott ein Greuel sei. Auf diese Sendung hin schrieb ihr ein Zuschauer folgenden Brief:

Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.

 Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9. Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

 Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

 Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

 Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

 Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muß. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

 Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

 In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, dass ich eine Lesebrille trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

 Die meisten meiner männlichen Freund lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inclusive ihrer Schläfen, obwohl das durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

 Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Football spielen, wenn ich dabei Handschuhe trage?

 Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev 19:19 weil er zwei verschieden Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle und Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben das komplette Dorf zusammenzuholen um sie zu steinigen(Lev.24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen (Lev. 20:14)?

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, das Sie uns behilflich sein können.

Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

 

Videolinks:

Dokumentarfilm "Religulous" von Bill Maher

Spiegel online: Schwule Moslems, bizarre Jesus-Darsteller, fromme Trucker - sie alle nimmt Bill Maher kräftig ins Gebet. … Der arme John Westcott hat gegen Bill Maher keine Chance. Der junge Evangelikalen-Pastor aus Florida tut sein bestes, um zu erklären, wie aus jedem Homosexuellen mit etwas gutem Willen und der unendlichen Kraft des Glaubens ein braver Heterosexueller werden kann, bei ihm selbst habe es ja auch geklappt. Doch Maher muss nur das Offensichtliche entgegnen - und Westcotts Argumentation zerbricht … Bill Maher ist gnadenlos, wenn es um die Demontage seiner Gesprächspartner geht. Mit seiner trockenen, sarkastischen Art hat er es in den USA zum Star-Komiker mit eigener Late-Night-Show gebracht; in dem Dokumentarfilm "Religulous" nutzt er sie, um die Religionen dieser Welt zu zerlegen.

 

Ralf König liest "Götterspeise" beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Die Geschichte von Abrahams Sohnesopfer mal anders erzählt – brillant komisch!

Ralf König liest Gotteswerk und Königs Beitrag 2011 Comic Lesung

Hier sieht man deutlich: Schon am Anfang war der comic!

Ralf König liest "David und Goliath" beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst

Hier die Aufklärung, wie die Sache wirklich war!

Oder HIER alle religionskritischen Comics von König auf einmal!

 

Sehr empfehlenswert auch die umfangreiche Bibel-Trilogie des Comiczeichners Ralf König:

Buchbesprechungen vom DLRadio: "Prototyp" (Adam)-  "Archetyp" (Noah) -  "Antityp" (Paulus)

Bestellmöglichkeiten als gebundene Ausgabe oder Taschenbuch (Leseproben)

 

Auszug aus einem Interview plus Leseprobe "Gott eine Metapher?":

Frage: Sie erzählen hier eine etwas andere Schöpfungsgeschichte. Adam und Eva sind nicht gerade die Krönung der Schöpfung, eher eine Beta-Version mit starkem Reparaturbedarf - soweit so bibelkonform. Was aber wollten Sie vor allem anders erzählen? Die Rolle eines mäßig begabten Schöpfers?

Ralf König: Vor allem die eines selbst Unvollkommenen. Der im Garten wandelnde Gott der Genesis ist allzu menschlich mit seinen Wutausbrüchen und Launen, als Ungläubiger möchte man verzweifeln, dass sich so viele Menschen heute immer noch mit ihrem Weltverständnis und ihren Werten an diesen Mythen orientieren - und diese alten Märchen sehr ernst nehmen, wie es das Auftreten der Kreationisten zeigt. Wenn es also die Evolution nie gab, sondern einen bastelnden Gott, dann sind all die Ungereimtheiten und Irrwege der Evolution ja ihm auf die Mängelliste zu setzen. Also warum ist der Giraffenhals so lang?

Frage: Luz, die Schlange, ist in ihrer Respektlosigkeit diejenige, die die Geschichte vorantreibt. Man könnte meinen, an ihrem Charakter hätten Sie den meisten Spaß gehabt?!

Ralf König: Sicher, aber ich wurde mehrfach gefragt, mit wem in der Geschichte ich mich am meisten identifiziere, und da sag ich ganz klar: Adam. Ich bin in einem katholischen Dorf in Westfalen aufgewachsen, durch Religionsunterricht und Schulmessen etc. war mein Weltbild viel zu lange verklebt durch Kirche, bis ins Teenageralter. Mein Biss in den Apfel war die Entdeckung der Bücher von Hoimar von Ditfurth, Mitte der 70er. Das waren meine Bibeln, endlich erklärte mir jemand, wie alt und Wie groß das Universum ist, wie die Erde entstand und wie unser Gehirn sich über Jahrmillionen entwickelt hat. Endlich keine Jungfrauengeburten, Paulusbriefe und Himmelfahrten mehr!

Nächster Lesungstermin von Ralf König:

Donnerstag, 24. Oktober 2013, ca 19:30 Uhr
Der dicke König

Kulturzentrum Dieselstraße
Dieselstraße 26, 73734 Esslingen am Neckar

 
 
 
 

Anmerkungen zu Königs Bibelarbeiten

Als Hetero gingen die König- Comics bisher an mir vorbei, als ehemaliges Sektenmitglied und nun Betreiber meiner umfangreich aufklärenden Sektenseite begegnete ich vor kurzem seiner Lesung Götterspeise und David und konnte mich vor Vergnügen kaum mehr einkriegen über so viel intelligenten Einfallsreichtum! Seit einigen Tagen bin ich nun auch im Besitz der Triologie und möchte nur sagen: Hut ab und danke für diese unglaublich guten, ja sogar informativen und aufklärerischen Szenen! Welche Recherche, welche Bildersprache, welche Dialoge! Mir fehlen die Worte!!!

Ich habe mir hier erlaubt, eine Leseprobe aus dem Prototypen einzufügen, nämlich die geniale Szene, in der Gott zugibt, eine Metapher zu sein (nach der ebenso genialen Ausdeutung zuvor der Gottesfurcht!!) und damit den Teufel sogleich mit ad absurdum führt. Sachlich völlig richtig und damit treffliche Religionskritik mit dem wunderbaren Fazit: Die Wahrheit ist auf unbegreifliche Weise größer! Schön wäre es, wenn sich diese definitiv richtige Aussage auch in den Köpfen so mancher fundamentalistischer Zeitgenossen bis hin zu führenden Theologen mal rumsprechen würde.

Überhaupt ist diese kurze Sequenz so gelungen, dass man in Bezug darauf alle möglichen Abiklausuren und Studienarbeiten bestreiten könnte:

Bei den Kreationisten hieße die Aufgabe:

Beschreiben Sie die Haltungen und Hintergründe der Szene und begründen Sie biblisch, warum die Dialoge nicht nur völlig falsch sondern zudem auch noch gotteslästerlich sind!

Der evangelische Religionslehrer könnte formulieren:

Nehmen Sie Stellung zur Behauptung, dass der Gottesbegriff als Metapher angesehen werden kann und ziehen Sie daraus Konsequenzen für die Aufgabe der Theologie in der Predigt- und Unterrichtspraxis!

Der Ethiklehrer würde so formulieren:

Nehmen Sie Stellung zur These, dass Gottesbilder in allen Religionen abhängig sind vom situativen Verständnishorizont und kulturellen Weltbild des Rezipienten!

Als Examensarbeit für vergleichende Religionswissenschaften hieße der Titel der Arbeit:

Verbindende Elemente verschiedenen Religionssysteme mit dem spezifischen Aspekt ethnisch und soziologisch geprägter Gottesbilder am Beispiel von Königs Prototyp!

Der Theologiestudent könnte schreiben:

Bonhoeffers Satz "Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht" im Vergleich zu Königs Gottesbild im Prototypen - Eine kritische Studie

Der Soziologe könnte schreiben zum Thema:

Patriarchalisch- regressive  Gesellschaftssysteme und ihre Stabilisierung durch die  Funktionalität ihrer Gottesbilder

In der klinischen Psychiatrie wäre möglich:

Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen in fundamentalistischen Elternhäusern als Folge der gespalten Gottesbilder der Bibel - Ursachenforschung von der frühen Sozialisationphase der Kindheit bis hin zur Adoleszenz von Jugendlichen

Auch philosophisch bietet sich das Thema an:

Die Problematik der Welt als Wille und Vorstellung vor dem Hintergrund anachronistischer und restaurativer Gottesbilder der Bibel

Und falls es noch Epigonen der Frankfurter Schule gibt bietet sich diese Aufgabe an:

Vom Warencharakter infantiler Gottesbilder und deren Einfluss auf RTL 2 - Eine dialektische Untersuchung

Aber nun zum Schluss eine doch eher einfache Aufgabe für das schriftliche Deutsch-Abi eines Leistungskurses:

Erläutern Sie den Satz von Nietzsche "Gott ist tot" und relativieren Sie die provokante Formulierung einerseits vor dem Hintergrund grundlegender philosophischer Gedanken am Beispiel von Hegel, Heidegger, Karl Marx, Franz Beckenbauer und Otto (Wort zum Sonntag) und andererseits in Beziehung zur modernen Tiefenpsychologie besonders unter dem Aspekt des allgemein zunehmenden Säkularismus!

Ps: Aufgabe für den nächsten Bibelkreis zur Vorbereitung:

Der auferstandene Antichrist im Schaffen der Machwerke von dem selbsternannten Religionskritiker und Ketzer Ralf König!


Und so weiter ... (Siehe hier noch von König "Der neue Bund")

Ich hoffe, dass diese vergnüglichen Arbeiten noch vielen Menschen die Augen über sich selbst und die institutionalisierten Religionen öffnen werden.

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