"Und das Werk Gottes, das gesamte Erlösungswerk, das ist auch so simpel! Nur der Mensch macht es kompliziert." Ein kabarettistischer Beitrag von Stap. Leber Pfingsten 2011
Und trotzdem: Damit hat Dr. Leber einmal absolut recht. Die NAK ist und bleibt absolut simpel! Der Duden bietet unter andrem für dieses Wort "simpel" folgende Synonyme: banal, profan, trivial, dürftig, lächerlich, mickrig, popelig, dümmlich, einfältig, schlicht, unbedarft, beschränkt! Schön also, wenn man diese Vielfalt mit nur einem Wort ausdrücken kann. Da zeigt sich wieder einmal die ungeheure stammapostolische Weisheit!
"Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Das nennen sie dann ihren Standpunkt." Albert Einstein
Sie finden auf dieser Seite:
- Vertiefende Gräben mit allerhöchster Autorität (DS)
- Einführung ins satyrische Christentum (DS)
- Satirisches Abendgebet von Dr. Willi am Tag nach der Teilveröffentlichung des neuen Katechismus (DS, 11.02.2011)
- Verehrte Zuschauer (Martin Buchholz)
- Ausweianachtsgeschichte (Martin Buchholz, Bearbeitung DS)
- Lehre kontra Leere (DS)
- Offener Brief eines US - Bürgers an Dr. Laura
Paulus schrieb an die Apostel:
"Ich taufe alle Frauen Chrostel!"
Doch Petrus schrieb in der Epistel:
"Das heißt nicht Chrostel, sondern Christel.
Und wenn ich gegen eins was habe,
Sind's Fehler, nur dem Reim zulabe!"
Paulus schrieb: verschwende nicht,
an Deppen jedes Kurzgedicht.
Gedichtband „Wörtersee“ , Robert Gernhardt (1937-2006)
Vertiefende Gräben mit allerhöchster Autorität
Eine satirische Betrachtung über die neuesten theologischen Tendenzen in der NAK von Detlef Streich (11.2011)
Im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Katechismus der NAK wirft sich zwangsweise die Frage auf, wie die leitenden Amtsträger nun mit dem neuen Thema „Theologie“ umgehen.
Tobias Andrä geht in dem Artikel Vertieftes Graben mit höchster Priorität vom 25. Oktober 2011 auf diese Frage ein und zitiert einige Antworten neuapostolischer Apostel. Diese sollen hier zur Grundlage einiger Überlegungen zum Thema dienen. Bezirksapostel Brinkmann gibt demzufolge bekannt: „Regelmäßig nehme ich gemeinsam mit den Aposteln und Bischöfen an Seminaren teil, um die wesentlichen theologischen Themen sowie des Alten und Neuen Testaments zu vertiefen.“ Und Ap. Koberstein ergänzte, „dass nahezu alle Apostel und Bischöfe theologische Laien sind. Mangels Sprachkenntnissen im Hebräischen und Altgriechischen kann ich beispielsweise im wissenschaftlichen Diskurs über spezielle Themen in der Exegese mit den Fachleuten nicht mithalten – das ist aber auch nicht mein Anspruch.“
Bezirksapostel Rüdiger Krause aus Norddeutschland lässt mitteilen: „Die leitenden Amtsträger im Bezirksapostelbereich Norddeutschland werden kontinuierlich in theologischen Fragen geschult. Dies geschieht auf dem vom Stammapostel gelegten Weg durch Priester Reinhard Kiefer.“
Apostel Bernd Koberstein ergänzt: „Selbstverständlich wird dabei die Abteilung Theologie im Verlag Friedrich Bischoff mit einbezogen, hier vor allem Priester Reinhard Kiefer. Seine Unterstützung ist wertvoll für mich.“
Bezirksapostel Nadolny bemerkte zudem, dass „Theologische Literatur ggf. dazu dienen (kann), zusätzliche Bestätigung über gewonnene Erkenntnisse zu finden.“
Dies ist nun interessant! Erstens ist es bemerkenswert, dass Brinkmann und Koberstein zugeben, auf dem Gebiet der Theologie Laien zu sein, die deutlichen Fortbildungsbedarf haben. Galt doch bisher die Prämisse, dass die NAK-Apostel einen exklusiven Draht zum Heiligen Geist haben und das Wort am Altar „direkt vom Throne Gottes“ erweckt wird, so die bisherige Sprachregelung. Dazu braucht man aber keine Schulung, denn Gott spricht ja in reinster Form durch diese „unbehauenen“ Amtsträger, ja eigentlich durch alle At´s, die in der NAK predigen. Deswegen war ihr Wort ja bisher auch unkritisierbar. Nun also doch nicht mehr so vollkomme Wortverkündung? Offensichtlich ja, wenn die leitenden Ämter regelmäßig geschult werden müssen. Also zieht jetzt endlich doch wirkliche „Theologie“ in die NAK ein! Ein großer Fortschritt!
Wirklich ein Fortschritt? Es erhebt sich hier nämlich zweitens die Frage: Welche Theologie zieht ein und wie? Der Weg dahin wird sogleich bezeichnet: „Dies geschieht auf dem vom Stammapostel gelegten Weg …!“ Aha, wieder einmal angesagte Nachfolge mit vorgegeben Strukturen und Lehrinhalten, denn der erkorene und auch aus Gnaden erwählte Schulungsleiter ist kein anderer und beileibe schon gar kein xbeliebiger Theologe, sondern Priester Dr. Reinhard Kiefer. Nochmals Koberstein:„Selbstverständlich wird dabei die Abteilung Theologie im Verlag Friedrich Bischoff mit einbezogen, hier vor allem Priester Reinhard Kiefer!“ Und Koberstein setzte die wiederum in Erstaunen versetzende Erkenntnis hinzu, dass dies für ihn eine „wertvolle Unterstützung“ ist! Erstaunen deswegen, weil hier zuerkannt wird, dass ein direkter Stellvertreter Christi, selbst mit den höchsten Erkenntnissen des Geistes direkt ausgestattet, von einem „NUR“ Priester wertvoll belehrt werden kann! Das gab es bisher noch nie!
Gucken wir also mal, was an Kiefer theologisch so bedeutsam ist. Im Vorfeld des Jugendgottesdienstes am 26. Juni 2011 formulierte er z.B. in einem Vortrag zu den Glaubensartikeln der NAK wie folgt:
"Bei uns ist der Apostel der Repräsentant Christi. Diesen Anspruch erheben wir eben. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der soll auch zeigen: Die Apostel sind nicht eine Sache irgendeiner Winkelgemeinschaft oder neuapostolische Spezialwürdenträger, sondern gehören in den Raum der gesamten Kirche hinein. Dass nur die Neuapostolischen das wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist."
Also flugs auf nach Rom, den Vorsitz übernehmen und Papst werden, Herr Leber!
Aber sehen wir mal weiter und weiter zurück. Bereits am 18. 3. 2003 äußerte sich Dr. Kiefer, damals sogar noch „NUR“ Diakon, bereits als theologischer Mitarbeiter des Verlages Friedrich Bischoff damit u.a. auch Verantwortlicher der Leitgedanken ebenfalls in einem öffentlichen Vortrag zur NAK als offizieller Kirchenvertreter wie folgt:
“Für den neuapostolischen Glauben ist eigentlich nur dort im Vollsinne Kirche vorhanden, wo die Apostel sind. Wo sie fehlen, sind folglich auch die notwendigen Heilsmittel nicht in sachgemäßer Weise gegeben.”
Also: Kirche und Heil ist nur seitens der NAK vorhanden, alles andere sind unvollkommene Wege. Die Grundlage solcher Erkenntnisse ist nun aber nicht nur die Heilige Schrift - kann sie auch gar nicht, weil die Bibel das gar nicht her gibt - denn, so Kiefer weiter, die Bibel ist “ nicht das letzte Wort Gottes!“ Jetzt kommen nämlich wieder die heutzutage schulungsbedürftigen Apostel ins Spiel, weil zu den „neuapostolischen Grundüberzeugungen“ eben gehört, „dass nicht nur in ihr (Anmerkung: also der Bibel) Gottes Wort und Tun bezeugt werden, sondern gerade auch in unserer Gegenwart Wirklichkeit sind!“ Will sagen, Gottes gegenwärtige Wirklichkeit durch das immer so genannte und durch die Apostel verkündete „lebendige Wort Gottes“! Aha! Deswegen gilt laut Kiefer: „Folglich wird dem reformatorischen Prinzip, die Bibel als alleinige Quelle des Glaubens aufzufassen, eine deutliche Absage erteilt.”
Klar, reformatorische Reformen hat die NAK schon immer abgelehnt, auch wenn sie in immer kürzeren Intervallen ihre Dogmen beliebig ändert! Woher nehmen aber diese Herren sich dieses Recht, Apostel, also Gesandte Jesu und damit Geistesspender, Gottesvermittler und Sündenvergeber zu sein? Früher hieß es lapidar, weil sie eben von Jesus dazu erwählt sind und die NAK eben SEINE Kirche ist, basta! Kiefer hat da aber eine viel bessere Erklärung, nämlich: “Aus der Zukunft des wiedergekommenen Christus wird den Aposteln die eigentliche Legitimation zuteil, ... Hier haben wir ein Gegenmodell zur apostolischen Sukzession, also zur historischen Ableitung der Legitimation etwa des Bischofsamtes in der Römisch-Katholischen Kirche.”
Die Legitimation des Papstamtes in Folge historischer Legitimation ist ja im Vergleich dazu nichts als rückwärtsgewandte Historie, und die ist aus seiner Sicht undiskutabel: “Eine solche gleichsam historisierende Sicht auf das Amt kann es im neuapostolischen Glauben nicht geben, sie würde im unüberbrückbaren Gegensatz zu seiner grundsätzlich eschatologischen Ausrichtung stehen.”
Ja, man muss eben immer das Endziel im Auge haben. Und weil Jesus zur NAK wiederkommt, sind die NAK-Apostel unumstößlich legitimiert!
Und wenn er nun aber nicht kommt …? Na, wie auch immer, diese intellektuelle Nachfrage geht aus damaliger Sicht bereits zu weit, “da der neuapostolische Glaube auf die Praxis ausgerichtet ist, spielte seine intellektuelle Durchdringung bislang eher eine untergeordnete Rolle.“ Genau, und die Apostel sind nun einmal Apostel, weil eine „ reformatorische Relativierung des Amtes … in diesem Kontext de facto als ein Akt der Auflösung von Kirche“ erscheint.“ Und das will niemand, jedenfalls niemand aus der NAK, nicht mal die Modernen! Seine schöne Gemeinschaft will man schon behalten, um jeden Preis!
Diese genialen nak-spezifischen, unglaublich theologischen Erkenntnisse sind natürlich gerne gehört von den Herren Bez.-Aposteln und ihren braven Nachfolgern. So eine Schulung von Dr. Kiefer lässt man sich also sehr gerne gefallen weil man dort hört, warum man selbst und die NAK in sogar begründeter Weise so doll wichtig und auch immer richtig ist! Neuerdings hörte sich das mit der Nachfolge so an bei Dr. Kiefer 2008 :
„Das bedeutet im konkreten Fall: "Ich soll nicht auf Paulus hören, weil er geistreich oder sogar aussergewöhnlich geistreich ist, sondern ich soll mich unter Paulus beugen, weil er göttliche Autorität hat“. Na, das ist doch mal wieder ein Wort! Und von Apostel weiß er zu sagen: „Die Apostel werden nun nicht allein als historische Gestalten aufgefasst, die unsere besondere Wertschätzung geniessen, vielmehr wird ausgesagt, dass Apostel Jesu unter uns gegenwärtig leben und wirken, und dass sie die lebenden Garanten der Apostolizität der Kirche sind.“ Auch schön: Apostel sind vereinfacht ausgedrückt also die Garanten dafür, dass die Kirche apostolisch ist. Eine umwerfend unbestechliche Logik. Von daher wird die anfangs zitierte Äußerung von Nadolny absolut verständlich, meinte er doch, dass „theologische Literatur ggf. dazu dienen (kann), zusätzliche Bestätigung über gewonnene Erkenntnisse zu finden.“ Welchen anderen Sinn könnte Theologie in der NAK auch schon haben, als der Selbstbestätigung zu dienen? Und wen wundert es da noch, wenn Dr. Kiefer aufgrund dieser wahrhaft unglaublichen theologischen Tiefschürfung heute sogar zum theologischen Berater des Stammapostels avancierte.
Aber dann doch nochmals etwas Verwunderung, stellen wir doch fest: Ein „NUR“ Priester berät theologisch den wirklich ganz richtigen und einzigen, vollumfänglich heiliggeistbegabten und einzigen Stellvertreter Jesu auf Erden (und in der Ewigkeit), den Fels der neuapostolischen Brandung, den Elieser unserer Zeit, den Vollender auf dem Weg des Glaubens, kurz: den Stammapostel der NAK! Das ist doch ein Ding, zumal der Herr Kiefer nicht mal verheiratet ist … Also ich selber messe dem ja wirklich und ehrlich keinerlei Bedeutung bei, aber die NAK …???
Vielleicht wird ja Dr. Kiefer sogar der Nachfolger von Dr. Leber – also ein Wechsel von dem inneren Entgiftungsorgan hin zum vom Kiefer begrenzten Mund, wo die Sprache konkret verortet den Menschen verlässt! Welch schönes Bild! Der Kiefer als Sprachrohr Gottes! Egal, ob Ober-, Unter-, oder Dr. Kiefer! Dann braucht man auch diese merkwürdig zu begründenden Schulungskonstruktionen nicht mehr und kann endlich wieder uneingeschränkt auf den neuapostolischen Kirchenpräsidenten selbst hören, sogar theologisch und in aller Klarheit. Welch aussichtsreicher Fortschritt, welch schöne Entwicklung, welche Freude über alle Kiefer dieser Herren und deren Beteiligung an allen Worten aus ihren Mündern, ungefiltert vom menschlichen Verstand in der absoluten Klarheit des Geistes. Lassen wir deshalb am Schluss Dr. Kiefer nochmals selbst zu Wort kommen, der auf die Frage von „Christ im Dialog“, wie er die Wiederkunft Christi und die Parusie denkt, schlicht und einfach, selbst für jeden Apostel verständlich, antwortete:
"Ich denke, wenn das Jenseitige ins Diesseitige einbricht, dann ist es mit der Welt, die wir kennen vorbei. Dieses Ereignis bringt einen völligen Paradigmenwechsel mit sich. In Prof. Ebelings Dogmatik des christlichen Glaubens kann man lesen: "Dieses Offenbarwerden geschieht an der Grenze von Zeit und Ewigkeit. Es ist nicht ein innergeschichtliches Ereignis, von dem man in den Zeitungen wird lesen können, sondern das eschatologische Geschehen, dessen Weltöffentlichkeit darin gründet, daß die Welt selbst vor Gott offenbar wird"
So gesehen ist doch der sich andeutende Aufbruch in die neue, neuapostolische Theologik wie stets einfach und immer wieder nur wunderbar herrlich, oder?
Nein, und im Ernst:
Diese sprachlenkerisch als theologische Veranstaltungen und Hinwendung zur Theologie deklarierten Seminare sind in Wirklichkeit nichts anderes als interne Mitarbeiterschulungen, damit die eigenen Positionierungen vor den Kirchenmitgliedern und der ökumenischen Öffentlichkeit besser verkauft und dargestellt werden können. Solche Argumentationsschulung betreiben aber auch unlautere Produktanbieter in ihren Werbekampagnen und internen Mitarbeiterseminaren. Auf dem religiösen Gebiet sind solche Aktionen ein hinlänglich bekanntes und kennzeichnendes Phänomen aller sektiererischen Gruppen mit dem alleinigen Zweck des Selbsterhaltes der Gruppe, der Stabilisierung ihrer Mitgliederabhängigkeit und Stärkung der Macht der Führungsetage auf scheinwissenschaftlicher Basis. Das Geschäft mit dem doppeltem Schein, dem Anschein und dem Euroschein, blüht weiter und treibt die buntesten Früchte, egal mit welchen Mitteln dieses Ziel erreicht wird.
Dies alles erinnert doch sehr an den alten Witz, der entstand, als Nadolny in Berlin die Bez.Ap-Nachfolge antrat. Auf die daraufhin entstandene Frage "Wann wird sich in Berlin-Brandenburg wohl etwas ändern" gab es die lapidare Antwort: Na doll, nie!
Bedauerlich aber, dass das nicht wirklich lustig ist ...
Imagepflege
Ein Christ, der arroganterweise
für klug sich hält, hat eine Meise.
Das Dumme ist, daß er es meist
verwechselt mit dem Heilgen Geist.
("Ein Christ"; Jörg Müller, erschienen im Verlag J. F. Steinkopf)
Einführung ins satyrische Christentum (DS):
Als Schale zum Wort lesen wir aus 1. Mose 21.6 :
"Gott hat mir ein Lachen geschenkt! Jeder, der es hört, wird mit mir lachen."
Religon und Satire, passt das zusammen? Darf man überhaupt religiöse Themen satirisch behandeln? Werden hier nicht Gefühle verletzt? ... Solche und ähnliche Bemerkungen werden immer wieder als Scheinargument angeführt, wenn Kabarettisten oder Zeichner religiöse Bereiche kritisch überzeichnen und dem Publikum dabei teilweise das Lachen im Halse stecken bleibt.
Fragen sollte man sich vielleicht eher, ob Religion überhaupt ohne Satire zu betrachten ist. Ist denn Lachen unchristlich? Nein, denn "Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen!" lässt der Evangekist Lukas (6, 21) uns durch Jesus sagen.
Aber hat sein Vater, der biblische Kirchengott, denn selbst Humor, der ja einerseits durch Pater Zabelka, seinen katholischen Knecht, Atombomben segnete, und andererseits wegen einer Beleidigung des Propheten Elisa 42 Kinder abschlachten ließ? Ist das humorig oder doch schon Realsatire?
"Und Elisa ging von dannen hinauf nach Bethel; und als er auf dem Wege hinaufging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus, und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf! Und er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen JHWHs. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder." (2. Könige 2:23-24)
„Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?“ fragte Wolfgang Borchert (1921-1947) in 'Draußen vor der Tür'. Diese Frage erscheint mehr als berechtigt, berichtet doch die Bibel insgesamt „mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- und Strafaktionen eines blindwütigen Gottes. (Peter Fürer, "Was die Kirchen verheimlichen") (...)
Und seine irdischen Gefolgsleute? Sie metzelten und unterdrückten in seinem und seines vermeintlichen Sohnes Namen, wo immer es ging! Wie viel Leid in Folterungen, Ketzer- und Hexenprozessen und letztlich Tote hat das Christentum in seiner Geschichte zu verantworten? Schätzungen schwanken zwischen 8 und 22 Millionen Opfern! Nicht eingerechnet die vielen, vielen Millionen Menschen, oder zählen Indianer nicht so richtig dazu ..., in Nord- und Südamerika, die aus Afrika entführten Schwarzen ... und ... und ... und ...
Bei der Eroberung Jerusalems (1099) wurden etwa 70 000 Juden und Muslime im Blutrausch umgebracht - die gesamte Einwohnerschaft der Stadt. Die noch vor Blut triefenden Ritter gingen anschließend »vor Freude weinend ... hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich ihm gegenüber ihrer Dankesschuld« - so ein Augenzeuge (»Die Kreuzzüge in Augenzeugenberichten«, dtv-Taschenbuch, 1971, S. 101).
Setzte Lukas das Weinen womöglich bewusst vor das Lachen? Verzweifeltes Weinen wegen Religion - und dann endlich auch mal Lachen über Religion als kausale Kette? Nun, ein Gott, der 42 Kinder wegen "Kahlkopf" meuchelte, und womöglich stimmte die Bezeichnung sogar und Elisa war nur beleidigt, lässt sich doch bloß noch satirisch kommentieren. Und seine Gefolgsleute und ihre Taten und Spreche im Namen der "Liebe" doch erst recht, oder?:
„...Erdbeben sind eine Offenbarung der Allmacht Gottes! Sie dienen auch der geistigen Erweckung, damit man zur Besinnung kommt und weiß, wer man ist, wo man steht und wohin man will. ...“ (Stammapostel R.Fehr, 1991
Nun ja, dass passt doch zu folgender Story: "Als Benjamin Franklin den Blitzableiter erfand, verdammte ihn der Klerus sowohl in England wie in Amerika, leidenschaftlich unterstützt von Georg III, als einen frevelhaften Versuch, den Willen Gottes zu besiegen. Denn alle rechtdenkenden Menschen wußten, der Blitzschlag wird von Gott geschickt, um die Gottlosigkeit oder eine andere schwere Sünde zu bestrafen..." (B. Russell, Essays in skepticism)
(...) Manchmal ist aber gerade die religiöse Realsatire in Schrift und Wort ihrer vermeintlich ernsthaften Verkünder eigentlich komischer, als gewollt satirische kritische Äußerungen. Wie will man auch noch satirisch steigern, wenn man im Wort zum Dezember 2010 von Stammapostel Dr. Willi auf folgende Höhen der Erkenntnis geführt wird, geistgeleitet versteht sich:
"Dieser Adventsbrauch führt also direkt zum Weihnachtsfest hin. Weit verbreitet ist auch der Adventskranz. Da zündet man ein Licht nach dem anderen an, jeden Sonntag im Advent ein neues Licht. Wenn alle vier Lichter brennen, weiß man: Jetzt ist Weihnachten."
Beeindruckt von der geistigen Tiefe und Prägnanz der Aussage ist sicher jeder gespannt auf die Fortführung dieses Gedankens. Und man wird nicht enttäuscht, ja es kommt sogar noch besser:
"Jetzt übertrage ich das auf das Geistige. Auch in unserem Leben gibt es vielleicht Tage, wo wir denken: „Im Moment kann ich mich nicht so recht mit der Wiederkunft Christi verbinden.“ Dann kommt das Gefühl auf, dieser Tag liege noch in weiter Ferne. Da muss man auch solche Adventsbräuche pflegen und ein paar Dinge in Angriff nehmen, um die Freude zu steigern. Dann muss man entsprechend handeln wie beim Adventskalender oder dem Adventskranz."
Also Freunde, lasst uns "handeln wie beim Adventskalender oder dem Adventskranz." In dieser scheinchristlichen Leere steckt das ganze Prinzip nakischer Predigt. Mit Logik und Denken kommt man im Werk dieser Herren eben nicht allzu weit, erst recht wird man dadurch kein Doktor Stammapostel! Nur nachdenken dessen, was einem beispielhaft vorgedacht wird, führt zu höheren Weihen. „Nachfolge bis zuletzt, alles Denken ist Leerlauf!“ möchte man das bekannte Wort des alten NAK- Predigers abwandeln. Und überhaupt fällt einem da als mögliche Steigerung doch nur noch (nach Vicky Leandros' schönem Choral) der frühe Otto und sein "Wort zum Montag" ein "Theo, wir fahr'n nach Lodz":
"Meine Damen und Herren! Wir haben alle unsere Sorgen und Nöte und lassen uns nicht mit billigem Trost über die Last des Alltags hinwegtäuschen. Als ich neulich in meiner ,Musikbox' blätterte, da stieß ich auf folgende kleine Zeile: 'Theo wir fahr'n nach Lodz'.
Nun, was wollen uns diese Worte sagen? Da ist von einem Menschen die Rede. Von einem ganz bestimmten Menschen. Nicht Herbert, nicht Franz, nicht Willi - nein, Theo ist gemeint. Aber um welchen Theo handelt es sich? Ist es nicht auch jener Theo in uns allen? Jener Theo, der in so wunderbaren Worten vorkommt wie Theologie, Theodorant, The oder Kaffee.
Und an diesen geheimnisvollen Theo ist eine Botschaft gerichtet: ,Theo wir fahr'n nach Lodz'. Vier fahr'n. Da sind also vier Menschen unterwegs. Und wer sind diese vier? Sind es die vier Jahreszeiten? Die vier Musketiere? Oder sind es vier alle?
Da fällt mir in diesem Zusammenhang eine Geschichte ein. Ich besuchte neulich einen Freund, einen Millionär. Der glaubte, der unglücklichste Mensch der Welt zu sein, weil ihm sein Rasierpinsel ins Klo gefallen ist. Da nahm ich ihn beiseite und sprach: "Freilich bist du übel dran, dass dir dein Rasierpinsel ins Klo gefallen ist, aber es gibt Leute, die sind noch viel, viel schlechter dran als du, die haben noch nicht einmal einen Bart.
Da fiel es ihm wie Schuppen aus den Haaren. Und sollte nicht auch einer von uns, oder morgen, oder vielleicht nicht? Wer weiß. - Schönen guten Abend."
In solchen satirischen Texten steckt gewollt ein hohes Potential an Kirchen- oder sogar Religionskritik - und die beißt dann wirklich, wenn sie gut ist. Über Muslime lachen kann jeder Christ, über Judenwitze auch, aber über die sogenannte Verunglimpfung des einzig wahren Christenglaubens nicht. Hier geht der Witz eigentlich schon los und besonders dann, wenn spezifische Sektendogmen als nochmaliger Unterschied zu den Restchristen den Einen vor allen Anderen exklusivistisch himmelreichsbereit machen wollen. Der fundamentalistischeTanz ums goldene Kalb heutiger Tage, im Witz so ausgedrückt:
Ein Atheist kommt in den Himmel und wird von Petrus herumgeführt, zu singenden und feiernden Katholischen, besonnen lesenden Evangelischen bis er von weitem ein großes Geschrei hinter einem hohen Zaun hört. "Was sind das denn für welche?" fragt er Petrus. "Pst, nicht stören!" sagt der, " Das sind die Neuapostolischen, die glauben, die sind alleine hier oben!" (....)
Bis soweit also das Wort zur Einführung ins satyrische Christentum!
gez. Theo Logik (der fehlte bei Otto noch!)
(und wer es wirklich ganz lesen möchte)
Lieber Herr Jesus,
hier ist der Willi, dein müder Stellvertreter auf Erden. Weißt du Herr, ich muss dich heute Abend mal was fragen. Ja, zugegeben, oft komme ich nicht mit Fragen zu dir, brauch ich ja eigentlich auch nicht, denn du hast mir ja deine Schlüssel gegeben und alle Macht usw., aber im Moment läuft das gefühlsmäßig irgendwie nicht so richtig, ich bin da ganz durcheinander in meinem Kopf und alles summt wie ein Bienenschwarm…
Was sagst du, Herr ? Welcher Willi hier ist? Bienenschwarm ...? NEIN, Herr, ich bin doch nicht der näselnd nuschelnde Freund Willi von der Maja! Ich bin der Dr. Willi, der den Petrusdienst hier macht in deinem Erlösungswerk, der NAK …
Nein, Herr, auch nicht die Nationale Armutskonferenz ist gemeint, sondern wir: Die Neuapostolischen, deine Braut, die Auserwählten, die Könige und Priester! Und ich habe hier ein Papier in der Hand, wo in Kapitel 5 was von Petrusdienst steht und dass ...
Wie, was nun auch Petrusdienst heißen soll? Herr, die haben das so im neuen Katte … Kateschi … Katechis muss es wohl heißen … also in dem neuen, dicken Buch so geschrieben. "Wo das Apostelamt in der Einheit mit dem Stammapostel, der den Petrusdienst versieht, vorhanden ist, gibt es das geistliche Amt und die rechte Verwaltung der drei Sakramente.“ Mann, 600 Seiten solche Formulierungen, Herr, das schaff ich nie durch …. ! Wie, du hast das auch nicht gelesen? Na egal, dann haben wir wieder einmal etwas gemeinsam! Das beruhigt mich ein wenig. Ich dachte schon, ich muss das alles verstehen und womöglich mir noch merken, was da steht…!
Also, Herr, nein, ich weiß jetzt wirklich auch nicht, was das Wort „Petrusdienst“ bedeuteten soll. Brauche ich doch aber eigentlich auch gar nicht, oder? Bei mir kommts doch durch den Geist von ganz alleine! Ich brauche doch keine Ahnung zu haben, wenn ich predige! Aber interessieren täte es mich schon, was das heißt. Geht ja auch mich direkt an, oder? Von Verwaltung verstehe ich zwar schon was, gerade hier in Zürich! Aber das andere da? Vielleicht ist ja die alte Geschichte mit dem Schwert gemeint, was der Petrus damals machte, als er das Ohr von dem Soldaten abschlug …. ? Hm, Lust hätte ich ja schon mal zu sowas, dem einen oder anderen so richtig zu zeigen, wo es lang geht. Aber, Herr, das macht ja alles keinen Sinn, wenn du wieder die Sachen anklebst und den ganzen Einsatz zunichte machst! Man kann doch nicht immer alles vergeben, ehrlich! Aber das war wohl schon früher ne Schwäche von dir! Kann man nichts machen! Fehler hat halt jeder irgendwie …
Oder ist mit Petrusdienst gemeint, dass der Petrus dich damals nicht als Opfer ans Kreuz gehen lassen wollte und du ihn sogar als Satan beschimpft hast ... ? Du, da hätte ich kein Problem mit! Mach ruhig dein Ding, hätte ich gesagt … glaube ich jedenfalls. Na ja, denn heute erzähle ich denen ja auch ständig, dass sie ihr Opfer bringen sollen, sonst läuft gar nichts später im Himmel. Ohne Opfer kein Segen! Ha, und die Scheine bringen mehr als das Kleingeld! Also steh ich da ja wohl voll in deiner Nachfolge, oder? … Wie, das mit dem Geld ist nicht so wichtig? Du hast leicht reden, du hast ja da oben alles. Aber hier unten läuft ohne Geld nichts …
Ähh, bei „Laufen“ fällt mir noch ein: Ist mit dem Petrusdienst vielleicht das mit dem übers Wasser laufen gemeint …? Du weißt doch noch, oder? Obwohl der Petrus ja dann auch abgesoffen ist, der Kleingläubige, he he … Äh, Herr, um ehrlich zu sein, ich hab das neulich im Urlaub ja auch mal heimlich probiert. Nur so mal, hat aber leider nicht geklappt. Na, bin ich halt so baden gegangen, und es ist keinem aufgefallen, ha, ha … Meine Frau fragte mich nur, warum ich so komisch ins Wasser gestelzt bin. Als ob die das was angeht … „Weil das Wasser so kalt war!“ hab ich ihr gesagt.
Apropos Wasser: Vielleicht meinen die auch die Sache mit dem Füße waschen? Und dass der Petrus sich dann von dir sogar ganz waschen lassen wollte? Ist es das? Brr, von einem Mann mich ganz waschen lassen, da hätte ich schon meine Probleme mit! Aber Frauenordination haben wir ja leider nicht, he, he! Vielleicht sollten wir unter diesem Aspekt darüber noch mal nachdenken. Bei dir waren ja schließlich auch immer Frauen dabei und …. (...)
Anmerkung: Am 13.2.2011 hatte ich diesen Beitrag in einem eigenen Blog auf nacworld eingestellt. Eine Stunde später kam folgende Mail :
Hallo Detlef, wir haben deinen Blogbeitrag "Katechismusauszüge im AMTSBLATT FEBRUAR 2011" gelöscht, da er gegen §1 unseres Verhaltenskodex verstößt. Wir fordern dich hiermit auf, auch in Zukunft Beiträge solcher Art nicht mehr zu verfassen! Mit freundlichen Grüßen vom nacworld-team, Leonie A. Leitung Moderation/Suppor
--
nacworld – das soziale Netzwerk der Neuapostolischen Kirche
Herausgeber: Neuapostolische Kirche International, 8051 Zürich / Schweiz http://nacworld.net |
Der genannte Paragraph heißt:Eine respektvolle Ausdrucksweise und ein höflicher Umgang miteinander gehören zu den Grundlagen in unserem Netzwerk. Dementsprechend ist es in unserem Netzwerk nicht gestattet, andere Menschen negativ hervorzuheben, zu mobben oder lächerlich zu machen.
Da dieser Vorwurf keine Rechtfertigung in meinem Satirebeitrag hat, handelt es sich bei dieser Löschung um einen rigiden Akt der Zensur in Bezug auf Meinungsfreiheit.
Verehrte Zuschauer,
es gibt Leute, die werfen der Kirche nach, sie sprache nicht mehr die Spreche der Menschen. Man sagt uns vor, die Regilion habe das Mißtrauen ihrer Gläubiger verbraucht. Wir Theologen beispielsmal gebärdeten uns in Lehrung und Forsche als ewige Wesserbisser, die sich unverständliches Zeug aus den Haaren saugen und immer noch meinen, sie müßten von den sieben Tödsünden reden, damit die Menschen Gewissensgebisse bekommen und bei der Schlange bleiben.
Als mein Freund, ein Dominikaterpater, mir neulich zum ersten Mal von diesen Vorwürfen erzählte, da haben mir vor heiligem Zorn die Zie geknittert. Da standen mir die Berge zu Haare. Da hab ich mir die Hände gerauft. Die Spreche der Kirche sei unverständlich, phrasenhaft und verwidere sich in Wickelsprüche?
Das muß man sich mal auf dem Mund zergehen lassen. Das treibt einem doch die Schamröte in die Augen.
Versehrte Zuschauer! Ich will hier kein Brett vor den Mund nehmen: Bedenken Sie bitte, wer hier Morder und Zetio schreit, dann verlieren die Anwürfe schon etwas weniger an Gewicht. Im Grunde sind es doch bedauernswerte Menschen, die von Taten und Blusen keine Ahnung haben und in einem Abfall geistiger Anwesenheit einfach den springenden Grund übersehen.
Aber ich will hier auch nicht den Teufel mit dem Brezelbub austreiben. Lassen Sie mich selbstkritisch fragen: Haben wir uns als Kirche immer genügend bemüht, das gemeinste Kleinsame zu finden?
Ist es nicht auch ein Wink mit dem Faulzahn, wenn ein Mensch, dem vielleicht durch die Begegnung mit einem unfreundlichen Pfarrer eine Wurst über die Leber gelaufen ist, nun seinerseits meint, der Kirche ein Schnippchen spielen zu müssen? Müssen wir uns da nicht fragen lassen, wie wir in der Kirche miteinander untergehen?
Wie hormonisch ist unser Miteinander wirklich?
Läßt sich da nicht auch manch Negateiliges anführen?
Haben wir alles gehalten, was wir verbrochen haben?
Wir wollen dem Enttäuschten keinen Honig in die Augen schmieren, aber er soll wissen: Uns hängt viel an ihm, und er kann jederzeit wieder bei der Kirche umkommen, wenn er nur will.
Den anderen längst weggetretenen Kritikern aber rufen wir zu: Bevor ihr redet, vergeßt nicht:
Reden ist Schweigen, und Silber ist Gold!
Und wenn ihr das nicht beherzigen wollt oder könnt, so laßt doch bitte die Tatsachen im Dorf!
Tatsache ist, daß der Mönsch zum Bösen neigt. Und es ist lebensnotwichtig, daß die Kirche klar und unständvermißlich davon redet. Ohne schames Falschgefühl! Munitiös vorbereitet werden wir weiter an die Zecken und Zäune, von Pontius zu Pilatius gehen und es verkündigen:
Regilion ist mehr als ein Konzertbesuch der H-Meß-Molle von Johann Sebaldrian Bach. Gottes Wege sind geschlungen. Und man kann nicht zwei Fliegen auf einmal dienen. Das ist unsere Botschaft. Und sie leuchtet auch heute noch jedermann heim.
Guten Abend!
© Martin Buchholz (Berliner Kabarettist)
Auweianachtsgeschichte, sehr frei nach Lukas und Martin Buchholz
Zur schauerlichen Nachbesinnung auf das Weihnachtsfest eine alte Mär des neuapostolischen Volkes im Geiste von Richard, dem Vorletzten und Dr. Willi, dem Letzten! (Frei umgetextet nach Martin Buchholz aus: Wir sind, was volkt )
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot ausging von dem Hohen Rat, dass das ganze Volk beschwätzet werde. Und diese Beschwätzung war die allererste von neuapostolischer Art und geschah zu der Zeit, als Vater Krebs, der Bahnwärter, zum Herrschenden ernannt ward in den kaiserlich volksdeutschen Landen.
Und es machte sich auf ein jeglicher in seiner Stadt in seine Kirchenbank. Denn das Volk ward gerufen von gar seltsamen Schreinern und Handwerkern, versehen mit einer ganz neuen Gabe törichter Predigt.
Ihnen sollten man treu das Ohr leihen, auf dass man darauf in der Nachfolge auch seine eigene Stimme für sie abgäbe und ganz verlöre bis in Ewigkeit. Und solches ist die freie Gnadenwahl für gar viele im Volke der NAK-Herren, dass man abgebe nicht nur seine Stimme, sondern das eigene Haupt gleich mit. Das aber nennt man die theokratische Haupt-Aufgabe: Verleihe dein Haupt an das Oberhaupt!
Und daran sollt ihr sie erkennen, die Herde der kopflosen Schafe des obersten Stammelapostels, dass sie nur noch Stimme haben zu blöken zum Heil ihrer Leithammel. (ds/07)
Lehre kontra Leere (DS. 2001, Überarbeitung 2010)
Richard Fehr: "Es mag mancher Mensch behaupten - und dabei hat er sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad recht -, dass er Gottes Werke tut, aber wenn der Glaube an die Sendung fehlt, mögen solche zusehen, wohin sie mit ihrem Lebensschifflein fahren."
Die Sendung habe mit der Herabkunft des göttlichen Wesens ins irdische Sein begonnen.
Nach der Himmelfahrt Jesu wurden der Heilige Geist und die Apostel gesandt.
Nur wenn auch der Glaube an diese Sendung "bis in die letzte Konsequenz hinein, nämlich, dass Apostel gesandt sind auch in unseren Tagen, und die wiederum die Amtsträger senden" vorhanden sei, könnten Gottes Werke gewirkt werden.
Man stelle sich einfach mal vor ( wirklich einfach nur mal so angenommen ...), Jesus käme heute mal eben runter um zu gucken, wie es denn zwischenzeitlich so kurz vor der versprochenen Vollendung läuft in Seinem NAK-Werk (eigentlich machen die ja ohnehin alles alleine und sind völlig selbständig, aber ...) und würde natürlich irgendwo zu Stammapostel Fehr in den Gottesdienst gehen, etwa letztens in Mannheim am 18.3. 01. (siehe Zitat)
Nach dem wunderbaren Erleben in der Vormittagsstunde noch gedankenversonnen trifft ER auf dem Heimweg dann plötzlich auf ein Kind, dass bei einem Unfall gerade lebensgefährlich verletzt wurde. Die Mutter schreit ihn flehentlich um Hilfe an. ER sieht ihren Glauben, setzt an und sagt: „Dein Glaube hat dir ...“
Doch da unterbricht er sich, rückerinnernd, was er gerade von dem Felsen, auf den die NAK gebaut ist, gehört hat und sagt: „Es tut mir leid, liebe Frau, ich würde ja gerne, aber ich kann nicht!“
Wieso kann Er nicht ?
Na, hatte doch eben Stammapostel Fehr verkündet: „Nur wenn auch der Glaube an die Sendung der Apostel vorhanden sei, nur dann könnten Gottes Werke gewirkt werden.“
Diese Frau war leider nicht neuapostolisch, also kann ER nicht wirken! Ist doch logisch, da sind einem schon mal die Hände gebunden ...
Offener Brief eines US- Bürgers an Dr. Laura
In einer US-Fernsehsendung spricht sich die amerikanische Moderatorin Dr. Laura Schlessinger gegen Homosexualität aus und begründet dies damit, dass Homosexualität laut der Bibel Gott ein Greuel sei. Auf diese Sendung hin schrieb ihr ein Zuschauer folgenden Brief:
Liebe Dr. Laura
Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.
Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9. Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muß. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, dass ich eine Lesebrille trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?
Die meisten meiner männlichen Freund lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inclusive ihrer Schläfen, obwohl das durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Football spielen, wenn ich dabei Handschuhe trage?
Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev 19:19 weil er zwei verschieden Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle und Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben das komplette Dorf zusammenzuholen um sie zu steinigen(Lev.24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen (Lev. 20:14)?
Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, das Sie uns behilflich sein können.
Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.
Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan