Mongolisches Sprichwort: "Ein Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."  

 

Stammapostel Schneider mit kirchlichem Heiligenschein und Engelsflügelchen!

Souverän, charismatisch, offen und aufgeschlossen?

Der Schein trügt:

Sie finden auf dieser Seite nach einem kurzen Vorwort exemplarische Ausarbeitungen, Kommentare und Analysen zu Predigten von Stap Schneider, die mir in der Originalmitschrift vorliegen. Weitere aktuelle Analysen und Anmerkungen zu Stap Schneider finden Sie auf der Unterseite Aktuelles und NAK ACK Ökumene.

 

          19.11. Ergänzung zu den Lehränderungen: NAK ist EINE der christlichen Kirchen

 

Einführende Vorbemerkungen

Ausarbeitungen zu Predigten von Stammapostel J-L. Schneider

 

Einführende Vorbemerkungen

            7.6.6 Aus dem Katechismus der NAK zum Stammapostelamt

… (Petrus) ist der „Fels“, auf den Jesus Christus seine Kirche baut. Damit ist vom Sohn Gottes ein unauflösbarer Zusammenhang zwischen dem Felsenamt und seiner Kirche geschaffen. Felsenamt und Kirche Christi sind für die Menschen zum Heil in Jesus Christus gegeben.

Der Dienst und die Aufgaben, die der Herr dem Apostel Petrus übertragen hat, werden heute vom Stammapostel ausgeübt.  … Der Dienst des Stammapostels äußert sich in der Reinhaltung und Weiterentwicklung der Lehre, dem Erschließen neuer Erkenntnisse sowie der einheitlichen Ausbreitung des Glaubenszeugnisses. … Der Stammapostel ist oberste geistliche Autorität; …  Es ist notwendig, dass die Apostel im Einssein mit ihm stehen: Nur auf diese Weise kann die dem Apostolat insgesamt obliegende Aufgabe erfüllt werden, Menschen das Heil zugänglich zu machen. 

Unter diesen Prämissen lese man die nachfolgenden Untersuchungen und Anmerkungen zu Predigten von Stammapostel J-L. Schneider mit einem sozusagen konstitutiven  Zitat vom damals noch Stammapostelhelfer Schneider am 23.9.2012 in Berlin-Eberswalde:

"Und weil wir ihm immer näher kommen wollen, geben wir auch unsere Gedanken, unseren eigenen Willen, unsere Person - wenn man so sagen kann – auf. Das ist schmerzhaft, aber im Drang zum Dreieinigen Gott finden wir diese Kraft. …

Man lebt heute so in der Vorstellung: Ach, ja, alle guten Menschen haben Zugang zu Gott, warum nicht? Aber in die Gemeinschaft mit Gott, in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu gelangen, da gehört nicht nur ein schönes Leben, ein guter Mensch. Das geht nur über den Weg, den Gott gelegt hat, Jesus Christus."

Aber dieser Weg geht laut Katechismus nur über die NAK, denn "Gott erwartet von uns, dass wir ganz klar für ihn Position beziehen und dass wir unseren Glauben an Jesus im Apostelamt und die Wiederkunft Christi bezeugen." (StapH Schneider 13.1.2013 Bern-Ostermundigen). Der NAK-Katechismus ist für alle Amtsträger zwar ein Fakt, den auch die Predigt-Phraseologie Schneiders nicht grundsätzlich ersetzen kann, dennoch beansprucht er natürlich die laut Katechismus dem Stammapostel obliegende Richtigkeit der Erschließung sogenannter neuer Erkenntnisse! Wie z.B. am 03.02.2013 in Saarbrücken :

„Wir können nicht sagen aufgrund unserer großen Erfahrung, großen Erkenntnis, so und soviel jahrzehntelang neuapostolisch – aber was die jetzt da predigen, was da kommt – also da bin ich nicht einverstanden. ...

Der Herr Jesus erwartet von einem Jünger, dass er nie kommt mit einer Ausrede und dem Herrn klarmachen will, ja aber weißt du, jetzt in dieser Situation, in diesem Fall kann ich das nicht machen, das geht jetzt nicht. Da brauch ich jetzt eine Entschuldigung, aber es geht nicht. Ein Jünger ist immer gehorsam, der bleibt am Wort Gottes, was auch kommen mag. Das ist für ihn selbstverständlich ...

Es gibt für ihn keinen Kompromiss. Gehorsam, Glaubensgehorsam ist dem Herrn Gehorsam. Das ist der wahrhaftige Jünger. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, kein Kompromiss, wir bleiben dabei auch wenn es schwer ist, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist – wir bleiben gehorsam.

Dabei wird die Bibel als Grundlage der Lehre behauptet, wie z.B. im Wort zum Januar 2015:

„… Man greift ein Wort aus der Bibel heraus, erhebt es zum Dogma und baut darauf ein ganzes Lehrgebäude auf. Wir haben das in der Vergangenheit auch manchmal so gemacht. Heute aber haben wir ein anderes Verständnis von der Heiligen Schrift: Man muss sie als Ganzes sehen. …

Beispielsweise muss man unterscheiden zwischen dem, was heilsnotwendig und heilsentscheidend ist, und dem, was zeitgebunden ist und in einer bestimmten geschichtlichen Situation für die damals Lebenden Geltung hatte.“

Was aber dogmatisch heilsentscheidend und notwendig ist, bestimmt natürlich in subjetivistischer Art und entkontextualisiert nur die Kirchenleitung und damit vornehmlich Stap. Schneider selbst! Von wegen also "in der Vergangenheit auch so gemacht." Entgegen den Ausführungen entsprechen die aktuelle Predigtpraxis und die pseudotheologischen Grundlagen des Katechismus genau den von Schneider kritisierten Aspekten! So z.B. im Wort zum Monat November 2014:

Wie sprechen wir von unserer Kirche? Wir wollen darüber sprechen, was der Herr in seiner Kirche tut, wir wollen die Kirche nicht nur als eine Organisation sehen und unsere Zeit damit verbringen, uns zu beklagen über all das, was nicht funktioniert. Wer verstanden hat, was der Herr in seinem Werk tut, der verliert keine Zeit mit unnötigen Diskussionen oder Reklamationen.

Und was unnötig "reklamiert" bedeutet, legt wiederum Schneider selber fest! Das erinnert doch sehr an die Forderung von Stap. Fehr: "Das Wort Kritik steht nirgends in der Bibel. Also hat es bei uns im Werk Gottes auch nichts zu suchen." In diesem Zusammenhang ist auch immer wieder frappierend, wie banal, in sich widersprüchlich und theologisch völlig falsch bestimmte Ableitungen bzw. Verdrehungen des geistlichen Kirchenführers der NAK sind.

Zum letzten Mal soll das an dieser Stelle mit Zitaten aus dem Wort zum Juli 2015 kurz gezeigt werden:

 „Während eines Aufenthalts in Afrika machte ich eine merkwürdige Erfahrung. Wir fuhren mit einem Kleinlaster eine Straße entlang und sahen eine alte Frau, die eine schwere Last auf dem Kopf trug. „Die arme Frau, was muss die sich plagen …“, dachten wir und hielten an, um sie mitzunehmen. Sie nahm unser Angebot dankbar an und stieg auf die Ladefläche. Was dann geschah, verwunderte mich und machte mich nachdenklich. Die Frau nahm auf der Rückbank der Ladefläche Platz, behielt aber während der ganzen Fahrt ihre Last auf dem Kopf. Wenn man über dieses Verhalten einmal nachdenkt, dann stellt man fest, dass es gar nicht so ungewöhnlich ist. Gott möchte uns helfen. Er bietet uns an, uns Lasten abzunehmen, uns von unnötiger Belastung und Sorge frei zu machen.“

Sicher eine interessante Beobachtung. Aber was macht Schneider daraus? Er assoziiert frei. Ein grober Sinnzusammenhang zwischen der Beobachtung und „Gott“ ergibt sich hier nämlich nur, wenn das „Wir“ in Schneiders Beschreibung als Analogie auf Gottes Heilsangebote übertragen wird. Und das ist schon ein mehr als merkwürdiger Vergleich. Auch wird es jetzt theologisch holperig, denn eigentlich heißt der Text in Psalm 68, 20, auf den sich Schneider bezieht:

„ Gott legt uns eine Last auf; aber er hilft uns auch.“

Von „ablegen“ ist also in diesem Wort keineswegs die Rede! Und im Gegenteil geht der Text original sehr martialisch und völlig ohne Nächstenliebe weiter:

„Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn HERRN, der vom Tode errettet. 22 Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Haarschädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde.“

Dies ist die einzige Bibelstelle, in der das Wort „Last“ vorkommt. Und folgt man der Fortsetzung, kann man sich mit seiner Last natürlich gemächlich zurücklehnen, da ja Gott den Feinden den Schädel zertrümmert! Schneider aber genau wissend, was Gott eigentlich möchte, wie folgt weiter:

Er möchte, dass wir loslassen und ablegen, was unseren Glaubens- und Lebensweg erschwert und uns oftmals niederdrückt. Und wir? Anstatt alle unsere Sorge auf ihn zu werfen, tragen wir sie weiter mit uns herum.“

Genau das Gegenteil aber hat die beispielgebende Frau in Schneiders Beobachtung gemacht: Sie hat die Last behalten, wie es der Psalm beschreibt. Somit wird sie zum Negativbeispiel gemacht und die Einladung Schneiders zur Mitfahrt endgültig zur Analogie für Gottes Handeln. Zudem vermengt der Stap hier in falscher theologischer Verknüpfung ein zweites Zitat mit dem ersten:

“ Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5.7) Oder wie es in Psalm 25,23  heißt:“ Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.“

Aber mit „Last ablegen“ hat dieses Wort nichts zu tun, vielmehr spricht es vom Vertrauen in Gottes Führung.  Auch hier ist die Fortführung interessant, da sie die Ursache des Vertrauens aufzeigt:

"Aber, Gott, du wirst sie hinunterstoßen in die tiefe Grube: die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hälfte bringen. Ich aber hoffe auf dich." Oder zuvor:" Der Tod übereile sie, daß sie lebendig in die Hölle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen."

Dessen völlig ungeachtet (und damit den kausalen rachsüchtigen Zusammenhang verbergend) kommt im Gegenteil in  Folge nun wie immer Schneiders zwanghaft-pathologisch anmutendes Lieblingsthema der absoluten Vergebungsnotwendigkeit ohne wenn und aber zur Sprache mit sehr groben Unterstellungen und Vorwürfen:

Die anderen sollen ruhig sehen, wie sehr wir uns abplagen! Anstatt Gott voll und ganz zu vertrauen und uns auf seine Hilfe zu verlassen, halten wir ängstlich an unseren Bedenken fest. – Lieber nicht zu viel erhoffen, dann ist man hinterher nicht enttäuscht! Anstatt dem Nächsten zu vergeben, pflegt man seine Enttäuschung und die Erinnerung an erlittenes Unrecht. – Das Mitleid der anderen tut ja auch gut! Anstatt die Vergangenheit zu begraben, richtet man sich im Selbstmitleid ein. – Was habe ich schon alles durchgemacht!“

Diese vorwurfsvollen Gegenüberstellungen Schneiders sind unbarmherzig, dichotom simplifizierend und damit undifferenziert und falsch : „Anstatt dem Nächsten zu vergeben, pflegt man seine Enttäuschung und die Erinnerung an erlittenes Unrecht. – Das Mitleid der anderen tut ja auch gut! Anstatt die Vergangenheit zu begraben, richtet man sich im Selbstmitleid ein.“

Er möge das einmal einem Opfer seelischer, körperlicher oder sexueller Gewalt ins Gesicht sagen! Schneider versteht den neutestamentarischen Vergebungsanspruch im Widerspruch zu jeglichem psychologischen Hintergrund als bedingungslos fatalistische Unterwerfung des Opfers. (Siehe dazu auch unter "Aktuelles" den Artikel vom 31.3.2015 "Der Verein LINDD äußert sich zur Begleitung von Glaubensgeschwistern nach erlebtem geistlichem Missbrauch in der NAK (ergänzt von DS mit aktuellen Zitaten vom März 2015 aus drei Predigten von Stap Schneider" Oder "Erste-Hilfe-Notfallzettel für seelische Verletzungen: Ein Aufruf aus der Schweiz, Opfer zu bleiben). Die existenzielle Schuld des Täters und damit verbundene Folgen beim Opfer ignoriert der Stammapostel völlig. Dr. med. Michael Depner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schreibt dazu auf seiner sehr interessanten und absolut lesenswerten Homepage "Seele und Gesundheit" zum Thema Vergebung folgendes:

"Die Tilgung existenzieller Schuld erfordert die Bereitschaft zu einer Wiedergutmachung, die die Lebensführung des Schuldigen verändert.... Die Grundlage echter Vergebung ist die Läuterung des Schuldigen. ... Vergebung kann auch trügerisch sein. Ist der Geschädigte so harmoniebedürftig, dass er die Spannung einer Beziehungs­störung nicht aushält, kann es sein, dass ihn seine Verlustangst dazu verleitet, vorgeblich zu vergeben, obwohl er im Herzen nicht wirklich vergeben kann."

Für die Forderungen Schneiders gilt laut Depner:"Ideologisch geschlossene Weltanschauungen entwerfen regelhaft Moralvorstellungen, deren Missachtung eine vermeintliche Schuld erzeugt, die angeblich nur durch die Re­präsentanten der Gemeinschaft und die Bereitschaft zur Unterwerfung vergeben werden kann. Die Vergebung, die sie nach erfolgter Unterwerfung erteilen, ist absurd."

Damit benutzt Schneider wieder einmal und wie schon oft aufgezeigt sein Amt zur Ausübung Geistlichen Missbrauchs. Mit seinem Schlusssatz hat der Stap. allerdings im Ansatz Recht:

„Dabei könnte vieles so viel einfacher und leichter sein!“

Man braucht eben einfach nur nicht hingehen und sich diesen  pseudotheologischen Unsinn und dessen Leerformeln (siehe Predigtfloskeln) anzuhören, dann wird wirklich Vieles einfacher und leichter! Das jedoch ist viel leichter gesagt als getan. Von Schneider selbst sind in Zukunft jedenfalls keine gravierenden Verhaltens- oder Lehränderungen zu erwarten:

Stap Schneider am 29.3. 2015 in Hamburg:

"Ich will lediglich wissen, was ich zu tun habe. Erstens: Um erlöst zu sein und zweitens, um meinen Auftrag auszuführen. Das muss ich wissen, das will ich wissen und das werde ich erfahren durch den Heiligen Geist.   Alles andere ist mir eigentlich egal, das nützt mir nicht, hilft mir nicht."

Diese bornierte Gleichgültigkeit Schneiders gegenüber der Befindlichkeit aller Mitglieder der NAK zeigen und bestätigen deutlich auch die im Folgenden angeführten Ausarbeitungen und exemplarischen Analysen zu den Predigten von ihm. Sie stehen stellvertretend für alle anderen Predigten der diversen Kirchenfunktionäre, denn der Fisch stinkt zuerst vom Kopf her ("Piscis primum a capite foetet" aus den Adagia von Erasmus von Rotterdam), weil in ihm das leicht verderbliche Hirn  liegt. Insofern ist auch hier die gesamte Führungsetage der NAK verantwortlich für deren Gesamtzustand.

Schon bei seiner Amtseinsetzung Pfingsten 2013 sagte Schneider noch als Stammapostelhelfer in seiner Co-Predigt:

"Am letzten Sonntag durfte ich mit dem Stammapostel in einer Gemeinde sein und da haben die Kinder so ihre Kirche und die Gemeinde abgebildet, sie haben einen Zug dargestellt. In den verschiedenen Wagen saßen die Kinder und die Mitglieder der Gemeinde. Ganz vorne war die Lokomotive und darin war unser Stammapostel. Ja, ein schönes Bild. Aber was geschieht jetzt heute? Ja, der zuständige Lokführer geht in den Ruhestand und ein anderer kommt, ganz simpel, das ist alles. Der Zug fährt weiter, das Ziel ist unverändert. Das Ziel ist das Wiederkommen des Herrn, die ewige Gemeinschaft mit Gott. Der Weg, der dort hin führt, ändert sich nicht. Der Zugführer kann nicht irgendwo hingehen, er muss den Schienen folgen und die Schienen liegen schon dran... Der muss lediglich dafür sorgen, dass der Zug immer weiter vorwärts geht und das wird auch so sein."(Bild siehe hier)

Stammapostel Leber bedankte sich dann für diese wegweisenden Worte mit dem schönen Satz:

"Wir sagen danke schön dem künftigen Lokomotivführer, der uns ganz klar den Weg gezeigt hat."

Weitere Untersuchungen und Analysen zu Predigten von Stap Schneider werde ich nun nicht mehr erstellen, da die angefertigten Arbeiten mehr als zur Genüge aussagefähig sind! Wohl jedem Menschen, der sich von einem solchen System und dessen Rednern und  Reden nicht fangen und verführen lässt!

 

 

13.11.17  “Wir stellen unsere Kirche nicht auf den Kopf!“ Kontra:  Heute aber haben wir ein anderes Verständnis! (Stap Schneider)

Anmerkungen von DS

Schon immer hat die Kirchenleitung der NAK in alten Tagen klammheimlich in den jeweiligen Neuausgaben der „Fragen und Antworten“ unbemerkt von den meisten Mitgliedern einige Aspekte der Lehre verändert. Auch die Taufe und Sündenvergebung anderer Kirchen wurden anerkannt. Seit der Veröffentlichung des Katechismus ist nun auch bekannt, dass es eine sichtbare und eine unsichtbare Kirche Christi gibt (klick), an der alle Denominationen Anteil haben. In diesen Anmerkungen soll in 18 Punkten darauf aufmerksam gemacht werden, was sich unter Stap Schneider bisher zudem verändert hat! Fangen wir mit dem jüngsten Beispiel des Amtsverständnisses an, das man auch eher als Strukturveränderung denn als Lehrveränderung sehen kann.

Stap Schneider am 22.10.17 in Nürnberg: „Unser Vorhaben ist es, die Ämter und die Amtsstruktur, die Dienste sowie die Leitungsfunktionen klar und verständlich zu definieren.“

Stap Schneider erklärte nach seiner Predigt u.a., dass von nun ab gilt,  dass „die geistliche Leitung der Gemeinden, Bezirke und Gebiete zwar von ordinierten Ämtern ausgeübt (wird). Sie ist aber nicht mit der geistlichen Vollmacht verbunden. Deshalb werden solche Aufgaben künftig nur noch per Beauftragung übertragen. (…) Die Unterscheidung zwischen geistlichem Amt und Führungsfunktion wird auch Auswirkungen auf das priesterliche Amt haben, machte der Stammapostel deutlich. Er stellte die Frage, ob die gegenwärtige hierarchische Struktur den aktuellen Bedürfnissen der Kirche noch angemessen ist. „Es ist meine Überzeugung, dass wir mehr denn je klar definierte Verantwortungen, fest umrissene Aufgaben und vor allem mehr Flexibilität brauchen! (…)Eine ganz praktische Entscheidung ist bereits getroffen. Sie betrifft die Leitung der Gottesdienste. Bislang lag diese grundsätzlich beim „ranghöchsten“ Amtsträger vor Ort. „Da allen priesterlichen Ämtern die gleiche Amtsvollmacht zugeordnet ist, ist es eigentlich nicht zwingend, die Amtshierarchie bei der Leitung von Gottesdiensten zu berücksichtigen.“ Deshalb können Priester künftig den Gottesdienst, auch in Anwesenheit zum Beispiel des Vorstehers leiten. Die Umsetzung regeln jeweils die Bezirksapostel.“

Quelle der Zitate: http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/19408/

Die NAK-Süd regelt die Neuerungen bereits wie folgt:

  • Kommt der Bischof in die Gemeinde, ist er der Gottesdienstleiter.
  • Bezirksämter halten die Gottesdienste, wenn sie sich im Monatsplan dazu einteilen. Kommen sie ohne Einteilung in eine Gemeinde, informieren sie den Gemeindevorsteher vorab; dieser führt dann im Regelfall den Gottesdienst durch. (Dies kann ein- bis zweimal pro Monat – grundsätzlich wochentags – praktiziert werden.)
  • Der Gemeindevorsteher hält die Mehrzahl der Gottesdienste in seiner Gemeinde.

(Quelle: http://www.nak-sued.de/meldungen/news/information-zur-gottesdienstleitung/)

Die Neuregelung besagt auch,dass der Gottesdienstleiter – anders als bisher – einen Amtsträger, der ein „höheres“ Amt trägt, zur weiteren Wortverkündigung aufrufen kann.“

Stellen diese Neuregelungen nicht doch, im Gegensatz zur Behauptung Schneiders, die bisherige „Kirche auf den Kopf?“ Wer versteht in der Gemeinde, wozu ein Hirte oder Evangelist gut sein soll, wenn er nicht „über“ dem Priester oder Vorsteher steht.

Auch sind Schneiders zuvor in der Predigt gemachten „Exkurs-Ausführungen“ beachtenswerte und grundlegende Lehr- und Verständnisänderungen (siehe auch den Artikel vom 5.11.17 Stap Schneiders Bilder der göttlichen Realität: “Uns fehlt der Wortschatz!) , aber sind die unbedarften Zuhörer mit solchen Ausführungen zunächst nicht hoffnungslos überfordert?

Zitate von Stap Schneider aus dem Exkurs vom 22.10., der von NAK-Today auch als Video eingestellt wurde (Klick):

  1. Gott liebt alle Menschen gleich

Wir können nicht behaupten, dass die neuapostolischen Christen besser sind als andere, dass sie größer sind als andere, dass sie bei Gott mehr gelten und dass Gott sie mehr liebt. … Ja wir sind Gottes Kinder, wiedergeboren aus Wasser und Geist. Wir haben eine besondere Verantwortung, wir haben besonderen Dienst zu verrichten. Aber bei Gott gelten wir nicht mehr! Damit müssen wir leben, dass Gott alle Menschen gleich liebt.

  1. Göttliche Realität wird behelfsweise in Bildern ausgedrückt

Ja, wie ist denn das mit Kinder Gottes und Gotteskinder. Liebe Geschwister, das ist ein Bild, das uns gegeben ist. Ich mache jetzt einen kleinen Exkurs, das war nicht vorgesehen. Um die göttliche Realität zu beschreiben haben wir den Wortschatz nicht. Der liebe Gott und der Heilige Geist muss immer wieder Bilder finden, um uns klarzumachen, wie das ist. Er spricht vom Vater und vom Sohn im Himmel, aber wissend, dass der Sohn nicht der Sohn des Vaters ist, er hat ihn nicht gezeugt. Die haben doch immer existiert. Das ist nur ein Bild, das die Verbindung zeigt zwischen den Beiden. Aber es ist natürlich nicht der Vater, der den Sohn gezeugt hat, der Sohn hat auch ewig gelebt, ist genauso alt wie Gott, der Vater. (Das ist nicht so eine Relation. Das ist nur ein Bild, um zu verstehen, was das bedeutet, wie eng sie zusammen sind.

  1. Es ist gefährlich und falsch, die Bilder als göttliche Realität zu bewerten

Genauso ist das mit Gottes“Kind“, wir können das Bild nicht überbewerten. Und sagen: Ja, aber wir sind Gotteskinder, der liebe Gott hat uns lieber als alle anderen. Das ist nur ein Bild, das auf eine besondere Relation zwischen den Kindern und dem Vater. Wir haben das Leben des Vaters, wir sind berufen in sein Reich einzugehen. Ob wir alles in unserem Glauben verstehen, aber das ist auch nur ein Bild, keine göttliche Realität. Es ist immer gefährlich, denn Gott gibt uns ein Bild um  eine göttliche Realität zu beschreiben, und wir nehmen das Bild und sagen: Das ist jetzt die göttliche Realität. Das stimmt nicht.

  1. Alle Bilder sind nur unzureichende Ausschnitte der göttlichen Realität

Diese Bilder – wie die Braut des Herrn, wie alles andere – sind Bilder, um einen Teil der göttlichen Realität zu beschreiben. Aber bitte lasst uns nicht daraus die göttliche Realität machen. Das ist nur eine Beschreibung eines Teils der Realität. Die Realität Gottes ist viel größer und dafür fehlt uns der Wortschatz.“

Also Gottes Sohn, Gott Vater, Gottes Kinder und auch die Braut des Herren sind wie alles andere nur Bilder, die der Heilige Geist findet, „um uns klarzumachen, wie das ist“ und damit einen Teil der göttlichen Realität zu beschreiben. Für die gesamte göttliche Realität hingegen „fehlt uns der Wortschatz“, so Schneider.  Und weiter: „Es ist immer gefährlich, eine göttliche Realität zu beschreiben“ und sogar expressis verbis nicht nur gefährlich sondern sogar falsch: „Wir nehmen das Bild und sagen: Das ist jetzt die göttliche Realität. Das stimmt nicht.“

Wer in der NAK, ob Amtsträger oder nur Mitglied, kann unvorbereitet diesen durchaus sehr berechtigten Ausführungen Schneiders zum Thema Gottesbild folgen? Und was fangen die übrigen Bezirksapostel ohne diskutierende Nachbereitung und weiterführende Erklärungen nun damit an? Ja müssten nicht Teile des Katechismus daraufhin neu überarbeitet werden?

Alle kommenden Zitate von Stap Schneider sind wenn nicht anders angegeben aus den mir vorliegenden, unbearbeiteten Originalmitschriften und zeigen weitere, gravierende Lehrkorrekturen Schneiders auf.

  1. Falscher Umgang mit der Bibel führte zu falscher Lehre

„Man greift ein Wort aus der Bibel heraus, erhebt es zum Dogma und baut darauf ein ganzes Lehrgebäude auf. Wir haben das in der Vergangenheit auch manchmal so gemacht. Heute aber haben wir ein anderes Verständnis von der Heiligen Schrift: Man muss sie als Ganzes sehen. … Beispielsweise muss man unterscheiden zwischen dem, was heilsnotwendig und heilsentscheidend ist, und dem, was zeitgebunden ist und in einer bestimmten geschichtlichen Situation für die damals Lebenden Geltung hatte. Wir gehören nicht zu denen, die meinen, dass Gott zu allem etwas in der Bibel sagt und dass alles dieselbe Gültigkeit, denselben Rang und die gleiche Bedeutung hat.“ Stap Schneider Januar 2015 http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/archiv/alt/article/18833/

"Ja, früher haben wir so gesagt in unserem apostolischen Wortschatz: Das geistgewirkte Wort. Ja, und ich weiß, dass nicht jedes Wort, das gepredigt wird, jetzt göttliche Wahrheit ist. Das weiß ich aus eigener, persönlicher und jüngster Erfahrung. ... Also, es ist glasklar, nicht jedes Wort, das am Altar gepredigt wird, ist das Wort Gottes." Pfingsten 2016

  1. NAK-Traditionsglaube reicht nicht

Betrachte nicht nur das, was du vor 10, 20, 30 Jahren getan hast. Was wichtig ist, ist dein Glaube von heute. Stehst du in der Entwicklung oder bleibst du wer du bist? (…) Wenn du in einer neuapostolischen Tradition stehst, dann nutze sie und bleibe nicht auf dem Level deines Urgroßvaters stehen. 05.04. 2017 in Mendoza, Argentinien

Wollen wir ans Ziel kommen und in das Reich Gottes eingehen, genügt ein Traditionsglaube nicht. Ein Christ und ein Kind Gottes sein will nicht heißen: „Immer zum Gottesdienst gehen, eine gewisse Anzahl Regeln beachten, dann ist alles OK, du bist gerettet. Du gehst zur Kirche, du betest jeden Tag und gibst dein Opfer, dann ist für dich alles geregelt.“ Nein, das ist nicht wahr! 21. Januar 2017 Koumra (Tschad)

Es ist neuapostolische Tradition auf die Zeichen der Zeit zu achten. Man denkt: „Es hat noch nie so viele Erdbeben und Kriege gegeben wie heute. Das ist ein Zeichen, dass der Herr bald kommt." Ich muss zugeben, ich mag diese Denkweise nicht, weil das ein bisschen respektlos ist gegenüber den Menschen, die vor uns gelebt haben. Ich bin mir nicht sicher, ob die Verhältnisse in der Welt heute schlimmer sind als vor einhundert Jahren. Wir waren damals nicht da und können nicht mitreden. Für die Menschen die Hungersnöte, Epidemien und Kriege erlebt haben vor 100 oder 200 Jahren war es sehr schlimm. Also ist es ein Stück weit arrogant zu sagen: „Was ihr damals mitgemacht habt, war nicht so schlimm. Die heutigen Verhältnisse sind wirklich schlimm." Das Zeichen dass Jesus bald kommen wird ist, dass meine Liebe für ihn großer und größer wird und der Wunsch bei ihm zu sein so groß ist, dass ich bete: „Bitte verkürze die Zeit. Komme bald. 17.08.2014 Valencia/Venezuela

  1. Das letzte Schaf um Mitternacht ist gestrichen

In der Zwischenzeit wissen wir, dass die Zahl derer, die erwählt sind, um der Braut Christi anzugehören, keine fixe Zahl ist“, machte der Stammapostel deutlich. „Sie ist keine zählbare Größe.“ Und wenn eine Menge nicht begrenzt sei, dann erübrige sich der Gedanke, dazu ein letztes Element finden zu wollen.“ (http://nac.today/de/a/479340)

  1. Alle Christen sind berufen

Ein jeder mit Wasser getaufte Christ ist berufen, als Jünger Christi tätig zu werden. Ein jeder, der mit Wasser getauft ist, ist berufen, das Evangelium zu verkündigen und dem Herrn zu dienen. Das gehört zum Christsein, deshalb ist er Christ geworden: dem Herrn nachzufolgen, ihm zu dienen und das Evangelium zu verkündigen. Ein jeder Geistgetaufte - der die Gabe Heiligen Geistes empfangen hat - ist darüber hinaus zu einem besonderen Dienst erwählt. Er ist dazu erwählt und berufen, dass er im tausendjährigen Friedensreich dem Herrn Jesus Christus als Priester Gottes und Christi, als königliche Priesterschaft, dient. Und er ist berufen, sich jetzt schon, heute, hier auf Erden auf diesen Beruf vorzubereiten. Insofern sind wir also alle gesandt: jeder Christ, der mit Wasser getauft ist, jedes geistgetaufte Gotteskind, wiedergeboren aus Wasser und Geist, ist berufen, sich auf diesen künftigen Beruf vorzubereiten.“ 19.03.2017 Wuppertal, NRW, Stadthalle

Ein jeder Gläubige, ein jeder Christ ist ja grundsätzlich aufgerufen, dem Herrn zu dienen. Und jeder gläubige Christ ist aufgerufen, das Evangelium zu verkündigen. Ein jeder Christ ist aufgerufen, dem Herrn zu dienen, indem er das Evangelium in Wort und Tat verkündigt und ein Zeuge Jesu Christi ist, in seinen Worten und in seinen Taten. Nürnberg 22.10.17

  1. Verhaltens- und  andere Vorschriften revidiert

Die Regeln, die wir manchmal aufstellen, haben nichts mit unserem Heil zu tun. Wenn wir Geschwistern zum Beispiel sagen: „Tu dies und das“, und wir der Meinung sind, das sei relevant für ihr Heil. Aber es ist nur unsere eigene Meinung. Wisst ihr, in der Vergangenheit gab es seltsame Regeln —kurze Haare und noch so manches andere. Für unser Heil ist das alles nicht maßgeblich." (2. April 2016 Buenos Aires)

Der Jünger ist nicht größer als der Lehrer. Wenn der Jünger alles gelernt hat, ist er wie der Meister. Und dann kam das Beispiel mit dem Splitter und dem Balken. Er wollte damit erklären, dass der Jünger der Lehre des Meisters folgt, und es ist nicht der Auftrag des Jüngers, über diese Lehre des Meisters hinauszugehen. Es lag ihm sehr daran, dass der Jünger da nicht mehr verlangt als das, was der Meister verlangt hat. Dass dann der Jünger nicht strenger wird als sein Meister. Dass der Jünger die Lehre des Meisters nicht verändert. Die Aufgabe des Jüngers ist zu lehren, was der Meister gelehrt hat. Mehr nicht.  22.10.17 Nürnberg

  1. Kein Aufzwingen bestimmter Meinungen

In den Gemeinden gibt es auch verschiedene Meinungen, zum Beispiel zum Thema Musik: Das ist neuapostolisch und das nicht. Und die anderen sagen: Nein, das ist doch Altertum; das ist jetzt neuapostolisch und das nicht. Das ist nur ein Thema. Es gibt viele Themen: Musik, Blumenschmuck, Freizeitgestaltung. Oder andere: Homosexualität, Ökumene. Die einen sehen das so, die anderen so. Es ist alles gut und recht. Aber wenn es dann dazu kommt, dass eine Gruppe der anderen etwas aufzwingen will und sagt, das ist es, dann muss ich davor warnen! Ist das richtig im Sinne Jesu Christi? Sorry, das geht nicht. Auch da stehen wir im Dienst der Gemeinde. Paulus sagt ganz klar, dass es gar nicht wichtig ist, wer Recht oder wer Unrecht hat; es geht um den Aufbau der Gemeinde. Lass doch den anderen leben, wie er will 28.12.2014, Hannover/BRD

  1. Keine Mission nicht neuapostolischer Ehepartner

Ich weiß, es gibt viele Gotteskinder, neuapostolische Christen, die mit jemandem leben, der nicht neuapostolisch ist. Dann sagen sie: Das ist aber absolut schwierig, wenn ich nach Hause komme, vom Gottesdienst zu sprechen. Mein Mann/meine Frau sind daran nicht interessiert, sie teilen meinen Glauben nicht. Das ist auch unbedingt in Ordnung, ich kann das verstehen. (…) Es geht  nicht darum, den anderen zu bekehren, es geht gar nicht darum, dass der andere neuapostolisch werden muss. Es geht nur einfach darum, dass wir den Gottesdienst nachbearbeiten und merken: Mit dem Wort kann man etwas anfangen, das hat einen ganz konkreten Bezug zu dem heutigen Geschehen!  19.03.2017 Wuppertal, NRW,

  1. Die Teilhabe an der Wiederkunft Christi  ist nicht auf die NAK begrenzt

Er wird entscheiden, wer dabei sein wird. Das ist nur seine Entscheidung. Kein Mensch kann darüber verfügen, ja, wer kommt denn jetzt rein in das Reich Gottes? Sowohl bei der Wiederkunft Christi als auch bei dem Jüngsten Gericht wird er entscheiden. Mit seinen Kriterien. Da können wir gar nicht viel dazu sagen. Wir können lediglich wissen, was er von uns erwartet. Keiner kann entscheiden, der ist dabei und die nicht. Das ist nur Gottes Sache. 08. Mai 2016 Aneby

  1. Keine konkrete Heilsgewissheit in der NAK

„Es reicht nicht aus, einfach nur neuapostolisch zu sein. Es reicht nicht aus, einfach nur zu einer neuapostolischen Familie zu gehören, um errettet zu werden. Es reicht nicht aus, einfach einen Teil der Regeln und Traditionen einzuhalten. Um errettet zu werden, bedarf es eines starken, lebendigen und festen Glaubens. Ein lebendiger und fester Glaube bringt Werke hervor und führt zu einer Wesensänderung. Darum werden nicht alle, die zur Neuapostolischen Kirche angehören in das Reich Gottes eingehen. Nicht alle, die jeden Gottesdienst besuchen, werden in das Reich Gottes eingehen. 05.04. 2017 in Mendoza, Argentinien      

  1. Anpassung der NAK-Lehre heute

Ich persönlich – aber auch die Apostel die mich umgeben – sind überzeugt, dass die heutige neuapostolische Lehre genau das ist, was der Herr von uns erwartet, damit wir das Heil erlangen können.  Somit müssen unsere Kinder und all unsere Nachkommen erkennen, dass wir von unserer Lehre überzeugt sind; hören wir also auf, nur von der Vergangenheit zu reden und interessieren wir für das, was heute in unserer Kirche geschieht, was unsere heutige Lehre ist. Ehrlich gesagt, wir können stolz auf unsere Lehre sein. Aber das ist nur möglich, wenn ich diese Lehre kenne. Wir müssen also informieren, müssen aber selbst überzeugt sein wenn wir Andere überzeugen wollen. Das ist der heutige Weg zum Heil. 01.06.2014 Toulouse

  1. NAK-Verbote der Vergangenheit

Und unsere heutige Lehre ist eine Kraftquelle. Wenn ich mich aber weiter über das beklage, was ich gestern und vorgestern entbehren musste, wenn ich weiter die heutige Generation mit dem belästige, was wir in der Vergangenheit durchleben mussten (es war sehr schwer, wir durften dieses nicht tun und jenes war uns verboten)… Wen wollen wir dadurch motivieren? Ich sagte gestern zu den Brüdern: Es gibt einen Augenblick, an dem man mit dem Klagen aufhören soll. Es ist schrecklich, wenn man Selbstbedauern übt: man hat so viel gelitten, es war sehr schwer… Hör doch damit auf! So kannst du niemand ermutigen! 01.06.2014 Toulouse

  1. Die kommenden Generationen (Plural!) haben erste Priorität

Wir, die heutige Generation, stellen unsere Prioritäten und Bedürfnisse an zweite Stelle und geben dem Verlangen/Erwartungen der nachfolgenden Generation die erste Priorität. Man opfert sich ein wenig auf, denn die nachfolgende Generation soll sich in der Kirche wohlfühlen. Ich weiß, ich berühre hier sehr empfindliche Punkte. Würde ich aber nicht davon sprechen, wer würde es tun? Die Zukunft unserer Kirche sichern heißt: Sich selbst ein wenig in den Hintergrund stellen, ebenso eigene Bedürfnisse, eigene Ideen, Gedanken, Meinungen und Gewohnheiten, damit die nachfolgende Generation sich in der Kirche wohlfühlt. Dafür sind wir verantwortlich. Wir sind daran, die Kirche von Morgen zu bauen. 01.06.2014 Toulouse

  1. Keine unnützen Regeln für die Jugend

Deshalb müssen wir auch die Zukunft vorbereiten für die Zeit, wo wir nicht mehr da sein werden und die nächste Generation da sein wird.

Die Zukunft vorzubereiten, heißt, sich ganz besonders um die Jugend und die Kinder kümmern. Und ich brauche euch nicht zu erklären, was zu tun ist, um die Jugend zu motivieren. Die Jugend wird nicht so ticken wie ihre Eltern und Großeltern. Legt ihr keine unnützen Regeln auf; begnügt euch damit, ihr das Evangelium und die Liebe Jesu zu vermitteln. Lasst die Jugend und die Kinder Jesus Christus entdecken und erkennen. Sichert die Zukunft des Werkes. 12.01.2016 Yamoussoukro (Elfenbeinküste)

Wir müssen uns auch um die Bedürfnisse der zukünftigen Generation und der danach Gedanken machen. Das geht am besten indem wir uns auf das konzentrieren, was für unsere Erlösung notwendig ist. Wir können von der Jugend nicht erwarten, dass sie so leben, wie wir es taten und die gleichen Regeln befolgen, die wir akzeptieren mussten. Sie leben in ihrer eigenen Zeit und werden sich anderen Herausforderungen stellen müssen. Samstag, 2. April 2016 Buenos Aires / Argentinien

  1. Völlig neue und extreme Christusfokussierung ( Ämter-GD Nürnberg 22.10.17)

Der Heilige Geist spricht nicht von sich selbst, er spricht vom Sohne Gottes, von Jesus Christus und das ist unsere Motivation. Er ist unser Vorbild, er ist unsere Wegweisung, Jesus Christus, der Sohn Gottes. Wenn uns der Heilige Geist motivieren will, spricht er von Jesus Christus. Wenn er uns trösten will, spricht er von Jesus Christus. Wenn er uns mahnen will, spricht er von Jesus Christus. (…) Das hat uns natürlich viel zu sagen! Als Apostel, als ordinierter Amtsträger müssen wir uns ganz fest daran halten, was die Lehre des Meisters ist. Es ist nicht unsere Aufgabe, strenger zu sein als der Meister und mehr zu verlangen, als das, was unser Meister verlangt. Wir sind ja nur Knechte. (…) Es ist unsere Aufgabe, die Worte unseres Meisters zu verkündigen. Nicht strenger zu sein als der Meister, nicht mehr zu verlangen als der Meister. Es ist also unsere Aufgabe, immer wieder zu prüfen: Ist das wahrhaftig das, was der Meister will? … Ist diese Haltung wahrhaftig, die Haltung, die Jesus Christus von mir erwartet? Oder sind da menschliche Einflüsse und Gedanken dabei? Was ich jetzt verlange von den Gläubigen, ist das wirklich das, was Jesus verlangen würde? Wenn ich da streng bin, wäre Jesus Christus wirklich so streng? Oh, die Antwort ist nicht immer einfach. Und nie angenehm.

Was also ist bislang übrig geblieben von den alten, felsenfesten NAK-Überzeugungen? Die Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes (aber so richtig nur für die NAK-Gläubigen) und das Alleinstellungsmerkmal der Entschlafenengottesdienste. Allerdings vertrat Schneider  diese Haltungen nicht durchgängig, im Grund kristallisierten sie sich in der Folge seiner Predigten so langsam heraus. Dabei führte die Christusfokussierung z.B. zu extremen Forderungen nach einer vorbehaltslosen Vergebungsbereitschaft aller Mitglieder ständig und ohne Aufarbeitung der Schuldfrage. Erst in Nürnberg wurde dieser Punkt differenzierter ausgeführt. Dazu an anderer Stelle mehr.

So bleibt am Ende die offene Frage nach der faktischen Bedeutung der Schneider´schen Ausführungen für die jeweilige Gemeinderealität, ob also die aufgezeigten Änderungen tatsächlich wahr- und angenommen werden und damit  für das Predigtverhalten und Gemeindeleben tatsächlich von Bedeutung sind  und ob sie für die weitere Entwicklung der NAK in Europa noch von Bedeutung sein können?

Ersteres kann ich nicht beantworten, letzteres bezweifle ich!

19.11. Ergänzung zu Lehränderungen

          19. NAK ist EINE der christlichen Kirchen

Im neuen Satzungsentwurf der zum 31. Dezember 2017, 24 Uhr/1. Januar 2018, 0 Uhr zusammengelegten Kirche NAK-Westdeutschland steht:

“Die Neuapostolische Kirche versteht sich als eine christliche Kirche. Die religiöse Grundlage ihrer Lehre ist die Bibel. Das Ziel der neuapostolischen Glaubenslehre ist die Vorbereitung gläubiger Menschen auf die Wiederkunft Christi.

In der alten Satzung NAK-NRW hieß es: „Die Neuapostolische Kirche versteht sich als die Kirche Jesu Christi, gleich den ersten apostolischen Gemeinden zur Zeit der ersten Apostel. Die religiöse Grundlage ihrer Lehre ist die Heilige Schrift. Das Ziel der neuapostolischen Glaubenslehre ist die Zubereitung gläubiger Seelen auf die Wiederkunft Christi.“

ABER:

Dennoch „betonte Bezirksapostel Storck bei der Vorstellung die Bedeutung der Mission für die Kirche: „Auch wenn wir vielleicht weniger Zeit für die Umsetzung haben oder das Gefühl entsteht, es lohne sich nicht: Die Mission ist unser Kernauftrag als Christen, sie zählt zu unseren strategischen Zielen.“

Deshalb heißt es auch im aktuell noch gültigen „Selbstbild der Neuapostolischen Kirche NRW:

  1. Die Neuapostolische Kirche wird von Jesus Christus durch lebende Apostel geleitet. Ihre Lehre basiert auf der Heiligen Schrift.
  2. Das Apostelamt ist das von Jesus Christus bevollmächtigte Amt zur Heilsvermittlung.
  3. Apostel sind unerlässlich, um seine Kirche auf die von ihm verheißene Wiederkunft vorzubereiten.

Das wird man wohl für NAK-Westdeutschland trotz Katechismus noch ändern, bzw. anpassen  müssen bzw. auch den Katechismus ändern müssen?

Wie sagte mein alter Vorsteher immer: "Nichts ist beständiger als der Wechsel!"

Quellen zum Nachlesen:

Artikel zur letzten Landesversammlung NAK-NRW: https://www.nak-nrw.de/db/6778631/Aktuell/Nach-66-Jahren-letzte-Landesversammlung-NRW

Neben dem Artikel das Bild des Satzungsentwurfes:  http://666kb.com/i/dohfzweplia4simmh.jpg

 

 

 

 

Mai 2017 Wer ist Stammapostel Schneider – Öffnender Reformator? Rhetorischer Gaukler? Gefühlloser Systemagent? Oder …?

Gelegentlich finden sich in Stammapostel Schneiders Predigten Abschnitte, die einen verwundern lassen, weil sie in verschiedener Hinsicht ungewöhnlich sind und z.T. gängiger Lehre widersprechen. Seit Anbeginn der Schöpfung der NAK gab es einige Alleinstellungsmerkmale, die unaufhebbar  die Basis ihres fundamentalistischen Ansatzes waren:

  1. Das Apostelamt ist von Gott gegeben. Wer zu Gott will, muss sich vom Apostel gehorsam führen lassen. Nachfolge bis zuletzt, alles andere ist Leerlauf!
  2. Der Stammapostel ist die direkt von Gott gesetzte oberste Autorität. Gehorsam ihm gegenüber ist die Voraussetzung aller göttlichen Zuwendungen. Seine Macht, Seelen zu erlösen,  reicht sogar bis in die Welt der Verstorbenen.
  3. Die Versiegelung durch einen (neuapostolischen) Apostel führt zur Gotteskindschaft und beinhaltet die Möglichkeit, bei der Wiederkunft Jesu zu den Erlösten zu zählen und Gottes ewiges Heil zu erlangen. Der Weg der Christen geht ausschließlich übers Jüngste Gericht, in das die ins Buch des Lammes geschriebenen Neuapostolischen nicht müssen.
  4. Das gesprochene Wort der Apostel ist direkt aus dem Heiligen Geist erweckt und damit neu offenbartes, direktes Wort Gottes. Es abzulehnen oder zu kritisieren ist schwere Sünde!
  5. Ohne Opfer kein Segen, sondern womöglich sogar konkrete Gottesstrafe.
  6. Da alle göttlichen Segnungen und Handlungen dem Apostelamt anvertraut sind, auch die Sündenvergebung, gibt es also auch unausgesprochen die wirkliche Vergebung nur in der NAK.

Jeder, der in dieser absolut exklusivistischen Gruppe glaubte und nachfolgte, war sich relativ heilssicher. Die Gruppe und ihre Leiter verkörperten ein Ich-Ideal, was man selbst nur ansatzweise hatte. Die Machtphantasien über das später folgende Ewigkeitsleben konnten aber  von jedem Mitglied über den Stammapostel/Apostel ausgelebt werden. Komplexe theologische, psychologische oder soziale Probleme, also alles, was die umgebende Wirklichkeit betrifft,  wurden auf einfache Fragen in typisch dichotomer Art mit einfachen Antworten auf eine Schwarz-Weißsicht reduziert. Das eigentliche, unsichere irdische Leben wurde in die gedachte, bzw. gewünschte Ewigkeit transferiert, dem gegenüber die Welt und der Teufel, der sie beherrscht, sogar als lebensfeindlich herabgestuft wurde.  Komplizierte Schuldfragen im menschlichen Miteinander oder gar sexuelle Missbräuche, Schläge an Frauen etc. wurden wider alle Vernunft ignoriert und auf die simple Formel „Vergib mir, wie auch ich vergebe“  heruntergebrochen. Wer  gar von dieser Gruppe  abfiel, wurde zum Ausgestoßenen, wer sie  kritisierte, wurde und wird verteufelt.  „Also, wer an die Apostel glaubt, darf sich auf die Fürbitte Jesu berufen.  … Wer nicht mehr so an die Sendung glaubt, wer nicht mehr an das Erlösungswerk glaubt, wer so langsam zurückgeht, wird zum Feind.“ (Stap Schneider  am 1.3.2015 in Berlin)

Die Sündenvergebung als exklusive NAK-Sache ist mittlerweile aber aufgegeben.  Die Taufe anderer Kirchen ist seit 2006 anerkannt. Das Thema Opfer wird so wie oben zwar nicht mehr von Schneider als Heilsvoraussetzung eingefordert (an der Basis sicher schon!),  sondern sogar noch viel raffinierter in einen Zusammenhang gestellt, dem man sich kaum entziehen kann:

„Jedes Gotteskind bittet er, sich für seine Kirche zu engagieren, Zeugnis zu bringen, Werke hervorzubringen, Seelen in sein Werk zu führen. Er bittet uns um Unterstützung, indem wir unser Opfer bringen. Und auch das ist für Viele ein Ding der Unmöglichkeit. Wie kann der Herr von mir ein Opfer verlangen, ich habe doch gar kein Geld. Wie kann der Herr von mir verlangen zu dienen. Ich habe so schon kaum Zeit für meine Familie. Ich muss um meine Familie kümmern, Geld verdienen, ich habe keine Zeit für die Kirche zu dienen. Und auch da stellt sich der Herr vor euch, ihr Brüder, und vor jeden von uns und sagt: „Ich bin's, der dich darum bittet. Tue es für mich". Und wenn wir an den Herrn denken, an all das, was er schon für uns getan hat und für uns gerade tut, an das, was er für unsere Zukunft bereitet, dann kann ich ihm nichts abschlagen. Und ich vertraue ihm. Und wenn der Herr mich bittet, es zu tun, dann kann ich das auch, dann ist das machbar.“ (Schneider 14.01.2014 Porto Novo – Bénin)

Opfere ich nicht (auch Geld), habe ich also kein Vertrauen zu ihm und ignoriere gar seine vermeintlichen Taten für uns. Impliziert wird gleichzeitig: Der Herr ist traurig darüber – und wer will das schon!

Auch die Nachfolge wird in einen ähnlich konstruierten Kontext gestellt, dem sich der Hörende schwer entziehen kann „Wir glauben an die Wahrheit Gottes, an seine Allmacht und an seine Liebe. Wir glauben an seine Gerechtigkeit, an seine Gnade und an seine Herrlichkeit. Wir glauben an das Apostolat, an die Apostel, die Jesus gesandt hat. Und weil wir nicht dumm sind, handeln wir auch danach. Wir sind uns bewußt, daß der Herr uns sein Vertrauen geschenkt hat und wir arbeiten mit den empfangenen Gaben.“ (Schneider am 15.01.2014 Niamey/Niger)

Selbstgefällige Lehrkorrekturen wie die am letzten Schaf wirken zwar pseudointellektuell tiefsinnig, sind aber eigentlich für die NAK an sich völlig unbedeutend: „In der Zwischenzeit wissen wir, dass die Zahl derer, die erwählt sind, um der Braut Christi anzugehören, keine fixe Zahl ist“, machte der Stammapostel deutlich. „Sie ist keine zählbare Größe.“ Und wenn eine Menge nicht begrenzt sei, dann erübrige sich der Gedanke, dazu ein letztes Element finden zu wollen.“ (http://nac.today/de/a/479340)

Ebenso ist seine Kritik an ehemaligen (?) Modediktaten eher positiv zu sehen, auch wenn damit gleichzeitig das frühere Apostelwort klar als falsch bezeichnet wird. Das wird aber nur dem auffallen, der theologisch mitdenkt. Allen anderen wird es gefallen:

„Die Regeln, die wir manchmal aufstellen, haben nichts mit unserem Heil zu tun. Wenn wir Geschwistern zum Beispiel sagen: „Tu dies und das“, und wir der Meinung sind, das sei relevant für ihr Heil. Aber es ist nur unsere eigene Meinung. Wisst ihr, in der Vergangenheit gab es seltsame Regeln —kurze Haare und noch so manches andere. Für unser Heil ist das alles nicht maßgeblich." (2. April 2016 Buenos Aires)

Problematisch aber sind alle Ansätze zur Aufweichungen der eigenen Exklusivität in Richtung der oben genannten, unverzichtbaren Glaubenssätze und des damit verbundenen, klaren Heilsversprechens, wie z.B.: "Es ist seine Entscheidung, dass wir Gottes Kinder sein dürfen. Er ist der Anfang und er wird auch der Letzte, das Ende sein. Er wird entscheiden wer dabei sein wird. Das ist nur seine Entscheidung. Kein Mensch kann darüber verfügen, ja wer kommt denn jetzt herein in das Reich Gottes. Sowohl bei der Wiederkunft Christi als auch bei dem Jüngsten Gericht wird er entscheiden, mit seinen Kriterien. Da können wir gar nicht viel dazu sagen. (Schneider am 8.5.2016 Ralingsåsgården )

Ebenso problematisch sind  ungewohnte Aussagen zum Thema „Wiederkunft“ (Schneider plant für zwei weitere Generationen die NAK), zur Gotteskindschaft (irgendwie jetzt alle)  und die bereits erwähnte Aufhebung der exklusiven Sündenvergebung innerhalb der NAK.  Auch eine gewisse Relativierung der Versieglung ohne den Automatismus, das Glaubensziel sicher zu erreichen, schafft Unsicherheit: „Die Heilige Versiegelung ist nicht das Ende, sondern der Anfang“, warnte er vor einer Gefahr mit dem Gedanken der letzten Seele. Denn: „Versiegelt zu sein reicht allein nicht aus, um in das Reich Gottes eingehen zu können. Es ist nur der Beginn einer Entwicklung. Dann müssen wir geheiligt werden, und wir müssen uns auf die Wiederkunft Christi vorbereiten“, sagte der Kirchenleiter. „Und wir wissen, zumindest weiß ich aus Erfahrung: Das ist mit Arbeit verbunden.“ (http://nac.today/de/158033/479340)

Solche Äußerungen sind für die oben erwähnte Gruppenanbindung der meisten Mitglieder kontraproduktiv und stehen nicht in der gewohnten Tradition des Stammapostelamtes. Mit solchen Änderungen könnte man auch das Lager wechseln und konvertieren. Somit muss man sich fragen, welche Redeabsicht dahinter stehen könnte. Vier mögliche Gründe können genannt werden:

  • Schneider predigt je nachdem in welcher Region er ist mal so oder so, weil er den Römern ein Römer sein möchte und damit auf spezielle Bedürfnisse vor Ort eingeht!
  • Es sind theologische Neu-Erkenntnisse innerhalb der KL vorhanden, wegen derer  alte Heilsversprechen relativiert oder gar aufgehoben werden müssen!
  • Nur Schneider hat diese neuen Erkenntnisse und nimmt für sich als geistliches Oberhaupt in Anspruch, diese „Neuoffenbarungen“ auch predigen zu dürfen!
  • Schneider will der NAK den Sektenstempel abwaschen und mit diesen Reden  in rein sprachlicher Kosmetik ihr einen Weg in den ACK ebnen?

Zwingend plausibel klingen diese möglichen Absichten hinter seinen eher „ungewohnten“ Reden aber nicht, zumal solche inhaltlichen Besonderheiten nicht durchgängig zu verzeichnen sind (mir liegen fast alle Predigten von ihm von 2014 bis 2016 vor). Wenn aber dies nicht die Gründe seiner Redemotivation sind, und ich zweifle stark daran, was ist dann die Ursache?

Betrachten wir heutige und frühere Stammapostel und Apostel, fällt es leicht festzustellen, dass es schon immer einige mit deutlich narzisstischen Zügen gegeben hat und gibt. Sie  gingen und gehen buchstäblich ohne mit der Wimper zu zucken über seelisch selbst produzierte Leichen. Auch berechtigte Kritik ist ihnen ein Fremdwort. Die Geschwister haben zu folgen oder sollen gehen. In der Psychologie nennt man Menschen mit solchen Eigenschaften schlicht Narzissten. Die Foren zur NAK beschreiben solche Verhalten in fast allen Themenbereichen. Aber was ist aus psychologischer Sicht ein pathologischer Narzisst? Folgende Eigenschaften kennzeichnen einen Narzissten (sehr kleine Auswahl):

  • schwaches Selbstwertgefühl
  • leicht kränkbar
  • denkt nur an sich und seinen Vorteil
  • Mangel an Empathie
  • Ausnutzung anderer Menschen
  • Fehlen echter Gefühle
  • von Erfolgen abhängig
  • akzeptiert nur sich und sein Urteil
  • entwertet andere Menschen

Narzissten umgeben sich mit Schmeichlern. Sie achten darauf, dass sich nur solche Personen in ihrer näheren Umgebung befinden, von denen sie bewundert, aber niemals kritisiert werden.

Narzissten reagieren auf Kritik gekränkt und beleidigt. Sie löst in ihnen Wut verbunden mit Rachegefühlen aus. Jede Kritik verletzt ihr Selbstbild und muss daher bekämpft werden.

Narzissten hinterlassen einen positiven Eindruck. Wenn man ihnen das erste Mal begegnet, ist man meistens sehr beeindruckt von ihrem außergewöhnlichen Auftreten. Die Begegnung bleibt in der Regel in angenehmer Erinnerung.

Narzissten sind sehr beliebt. Sie verstehen es, Menschen um sich zu scharen und für sich zu gewinnen. Sie werden bestaunt, man schaut zu ihnen hinauf, fühlt sich von ihnen angezogen und glaubt, eine ganz besondere und außergewöhnliche Person vor sich zu haben. (Zitatquelle mit sehr vielen weiteren Informationen: http://umgang-mit-narzissten.de/ )

Für Narzissten ist die Ausübung von Macht über andere Menschen von zentraler Bedeutung. Hans-Jürgen Wirth schreibt über die Macht narzisstischer Führer: „Es gehört offenbar zu den Merkmalen von Macht-Beziehungen, dass die Macht so weit wie möglich verleugnet wird (häufig auch noch von beiden Seiten, also selbst von den "Beherrschten"). Die Mächtigen verdrängen gerne diese Erkenntnis, sonst müssten sie sich ständig mit der Frage ihrer Legitimität (Rechtmäßigkeit) auseinandersetzen. Und - wie oben angedeutet - auch diejenigen, die sich der Macht unterwerfen oder unterwerfen müssen, neigen häufig dazu, diese Macht-Verhältnisse zu verleugnen, denn das kränkt ihren eigenen Narzissmus, wenn sie sich ständig vorstellen müssen, beherrscht und ohne Einfluss zu sein. Außerdem kann es riskant sein, auf "schiefe" Machtverhältnisse hinzuweisen. Das will die Allgemeinheit nicht, das stört den sozialen Frieden und natürlich die dahinter stehende unkritische Behäbigkeit. Wer sich gegen die Machtverhältnisse auflehnt, gerät ins Zwielicht und es wird nicht an Vorwürfen mangeln. Beispiele: Er sei ja nur selber auf die Macht aus (psychoanalytisch gesprochen: er projiziere seinen eigenen Machthunger), sei paranoid (wahnhaft) oder wolle einfach das friedliche Einvernehmen in der Gruppe stören.“ Quelle sehr lesenswert: :  http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychohygiene/macht.html )

Gerade die letzte Anmerkung haben wohl in der NAK schon viele hören müssen, die Kritik äußerten. In wie weit Stap Schneider in  diese Gruppe der Narzissten gehört, können natürlich  am besten Menschen beurteilen, die in aus der Nähe kennen. Aber auch aus der Ferne sprechen einige Gründe dafür. Er zeigt in Diskussionen ein sehr selbstherrliches Auftreten und weiß absolut sicher, wie eine Sache geht und was richtig oder falsch ist. Seine Predigt ist zum Teil gnadenlos abfertigend und sehr rigide. In seinen Augen veraltete NAK-Dogmen wischt er mit einem Handstreich weg.

Pfingsten 2016:"Ja, früher haben wir so gesagt in unserem apostolischen Wortschatz: Das geistgewirkte Wort. Ja, und ich weiß, dass nicht jedes Wort, das gepredigt wird, jetzt göttliche Wahrheit ist. Das weiß ich aus eigener, persönlicher und jüngster Erfahrung. ... Also, es ist glasklar, nicht jedes Wort, das am Altar gepredigt wird, ist das Wort Gottes."

Auch Kritik fegt er so beiseite, denn sie erschüttert seine „Schein-Grandiosität“  und gefährdet seine aufgebaute Rolle als Gottes Stellvertreter aufs Unterträglichste.

Pfingsten 2016:""In der heutigen Welt haben viele Leute ihre Meinung. Und jeder ist da bemüht, dass die große Umwelt auch weiß, was er denkt und was er meint. (...) Ihr kennt ja meine Liebe zum Internet; und diese Lautsprecher für alle Leute, die meinen, sie hätten was zu sagen und müssen das bekannt geben, alle Welt muss das wissen usw."

Wenn Schneider von der Gottesliebe spricht, fängt er an zu heulen, eine Empathie zu seinen Hörern geht ihm aber scheinbar völlig ab. Wer ihn aus der Nähe kennt, könnte beurteilen, ob er Gefühle und Nähe zu Menschen zulässt oder eben nicht und ob es ihm eine Folter wäre, sich unterordnen zu müssen. Weitere Eigenschaften eines Narzissten, die nur bei einer direkten Begegnung festgestellt werden können, sind:

  • selbstverliebt, selbstsüchtig, selbstgefällig
  • egoistisch, egozentrisch, eitel
  • angeberisch, großspurig, aufgeblasen
  • arrogant, eingebildet, hochmütig, hochnäsig
  • überlegen, großartig, wichtigtuerisch
  • größenwahnsinnig, verblendet,
  • beliebt, attraktiv, kommunikativ, charmant
  • anmaßend, übertreibend, schillernd
  • kritisierend, abwertend, entwertend
  • ungeniert, rücksichtslos, ausbeuterisch
  • empfindlich, kränkbar, rachsüchtig, neidisch
  • unversöhnlich, gewissenlos, unsensibel, kränkend
  • neigt zu Übertreibungen, lebt in Extremen
  • strebt nach Macht, herrschsüchtig, karrieresüchtig
  • strebt nach Luxus und Reichtum, sammelt Statussymbole
  • überzogenes Anspruchsdenken, fordernd
  • durchsetzungsstark, manipulativ, suggerierend
  • kontrollierend, regulierend, verbessernd
  • starkes Bedürfnis nach Bewunderung, Lob und Anerkennung
  • willensstark, intelligent, schlagfertig

(Quelle)

Wenn bei Stap. Schneider tatsächlich eine pathologische Persönlichkeitsstörung in Richtung Narzissmus vorläge, würde das seine unüblichen Redebeiträge und Verhalten durchaus erklären, denn ein Narzisst stellt selbst die Regeln auf, die gelten. Und könnte ein pathologischer Narzisst in seinen Wünschen höher aufsteigen, als in der NAK, die ihn als Stammapostel zum direkten Stellvertreter und Sprachrohr Gottes in seinem Werk auf Erden macht? Gibt es größere Machtphantasien als die in der Parallelwelt der NAK zum Ziel erhobenen:  An der Seite von Jesus, eingeschrieben ins Buch des Lammes und vom Gericht verschont, Könige und Priester im tausendjährigen Reich Gottes zu sein! Aus der Ferne sind diese Überlegungen allerdings nur als grundsätzliche Gedankenspiele  und keinesfalls als Diagnose zu verstehen. Jeder kann und muss sich dazu seine eigenen Gedanken machen und eben besonders die Leser, die Schneider aus der Nähe erleben können.

Stammapostel Schneider darf jetzt jedenfalls die Schlussworte sprechen:

03.02.2013 in Saarbrücken :„Wir können nicht sagen aufgrund unserer großen Erfahrung, großen Erkenntnis, so und soviel jahrzehntelang neuapostolisch – aber was die jetzt da predigen, was da kommt – also da bin ich nicht einverstanden. ...

Der Herr Jesus erwartet von einem Jünger, dass er nie kommt mit einer Ausrede und dem Herrn klarmachen will, ja aber weißt du, jetzt in dieser Situation, in diesem Fall kann ich das nicht machen, das geht jetzt nicht. Da brauch ich jetzt eine Entschuldigung, aber es geht nicht. Ein Jünger ist immer gehorsam, der bleibt am Wort Gottes, was auch kommen mag. Das ist für ihn selbstverständlich ...

Es gibt für ihn keinen Kompromiss. Gehorsam, Glaubensgehorsam ist dem Herrn Gehorsam. Das ist der wahrhaftige Jünger. Wenn ihr an meinem Wort bleibt, kein Kompromiss, wir bleiben dabei auch wenn es schwer ist, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist – wir bleiben gehorsam.

Wort zum Monat November 2014: Wie sprechen wir von unserer Kirche? Wir wollen darüber sprechen, was der Herr in seiner Kirche tut, wir wollen die Kirche nicht nur als eine Organisation sehen und unsere Zeit damit verbringen, uns zu beklagen über all das, was nicht funktioniert. Wer verstanden hat, was der Herr in seinem Werk tut, der verliert keine Zeit mit unnötigen Diskussionen oder Reklamationen.

29.3. 2015 in Hamburg: "Ich will lediglich wissen, was ich zu tun habe. Erstens: Um erlöst zu sein und zweitens, um meinen Auftrag auszuführen. Das muss ich wissen, das will ich wissen und das werde ich erfahren durch den Heiligen Geist.   Alles andere ist mir eigentlich egal, das nützt mir nicht, hilft mir nicht."

08.12.2013 in Valencia -  Im Kreis der Familie, im Kreis der Freunde, da werden wir verleugnet, misshandelt … und so moralisch getötet.

29. Mai 2016 im Gottesdienst in Japan (Quelle nac.today):Als Gottes Kinder, als Wiedergeborene aus Wasser und Geist, sind wir Himmelsbürger. Wir sind hier im Exil und warten auf unsere Befreiung.

Pfingsten 2016:"Das, was irdisch ist, ist nicht unbedingt schlecht, ist nicht unbedingt böse. Also wir verachten unser Leben auf dieser Erde nicht. Es gibt auch schöne Sachen auf Erden, es gibt auch ganz angenehme, ganz erhabene Sachen im irdischen Leben. Wir wollen nicht das Irdische bekämpfen, hat Jesus ja auch nicht gemacht. Der hat das denen gelassen, sag ich jetzt mal so, der hatte Freunde und hat ihre Freundschaft genossen. Der hat sogar getrunken und gegessen und gefeiert. Der konnte das Leben auch genießen. Also ich möchte da nicht den Eindruck erwecken: Ja, was irdisch ist, ist böse, schlecht, das müssen wir überwinden. Wir sind schwebend dann noch in der Luft. Das wäre der Unterschied. Nein, wir verachten das Leben auf Erden nicht. Wir schätzen Lebensmut, wir können es auch genießen.

17.11.2013 in Limburg „Wenn der Teufel Paulus schlägt, macht er das, weil Gott ihm das gesagt hat, er soll ihn schlagen. Der liebe Gott hat das zugelassen, er hat das gewollt, dass es dem Paulus so schlecht geht“

Berlin-Wilmersdorf am 15.6. 14  „Wir sind die Braut Christi … du musst ihn lieben punkt fertig“

Stammapostelhelfer Schneider Pfingsten 2012 (Quelle) Ich bin neuapostolisch! Ich glaube, was im Katechismus steht. Ich will selbstbewusst und ohne Hochmut meinen neuapostolischen Glauben leben. Ich will keine Komplexe haben wegen unserer kirchlichen Geschichte und Vergangenheit, denn wichtiger als unsere Geschichte ist das, was wir aus ihr gelernt haben! Auf die Entwicklungen in den letzten Jahren bin ich stolz, ohne Hochmut. Ich stehe für einen neuapostolischen Glauben ohne Komplexe und ohne Hochmut."                          

Fachliteratur: Hans-Jürgen Wirth Macht, Narzissmus und die Sehnsucht nach dem Führer

http://www.bpb.de/apuz/30600/macht-narzissmus-und-die-sehnsucht-nach-dem-fuehrer?p=all

Hans-Jürgen Wirth: Macht und Machtmissbrauch aus psychologischer Sicht http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychohygiene/macht.html

 

 

 

Ausarbeitungen zu Predigten von Stammapostel J-L. Schneider:

 

„Das Instrument des Heils für Gott ist die Kirche, daran muss man glauben. Aber auch da will er ein Zeichen geben für all die vielen Seelen in der Ewigkeit“

Anmerkungen von Detlef Streich zum Kirchenverständnis und zur Jenseitslehre von Stap. Schneider: Im Diesseits und Jenseits läuft nichts ohne die NAK  Artikel lesen

„Wer nicht mehr so an die Sendung glaubt, wer nicht mehr an das Erlösungswerk glaubt, wer so langsam zurückgeht, wird zum Feind.“ -

Eine exemplarische Analyse eines ausgewählten Predigtabschnittes von Stammapostel Schneider am 01.03.2015 in Berlin- Schöneberg (D. Streich)  Artikel lesen

Zitat: "Der Herr kommt in seinen Tempel, wo die Apostel die Braut vorbereiten. Wo man die alte Kreatur aufgegeben hat. … Entschuldigung, wer sich nicht demütigen will, wegen der Einheit, zeigt damit, dass er das Opfer Christi nicht genug respektiert. Das ist ein Mangel an Gottesfurcht."

Stammapostel Schneider äußerte sich zum Thema Advent am 08.12.2013 in Valencia - Als Interview auf- und zubereitet von Detlef Streich  am 22.12.2013

 Im Kreis der Familie, im Kreis der Freunde, da werden wir verleugnet, misshandelt … und so moralisch getötet.

(Jeder Satz von Schneider stammt original aus der von ihm in Valencia gehaltenen Predigt, lediglich die haarsträubende Rechtschreibung und Interpunktion ist teilweise korrigiert worden. Fotos zum Interview finden Sie hier!)  Artikel lesen

Ohne die Gemeinschaft mit dem Apostel  gibt es Dich gar nicht!“

Kommentar zur Predigt von Stap Schneider im April 2015/ Karlsruhe – Und sorry, was das bei nac.today eingestellte Video so alles nicht zeigt:   Artikel lesen

Zitat: Wir sind nicht im Dienst einer Organisation; auch nicht im Dienst einer Kirche im Sinne einer Institution. Jeder von uns wurde persönlich von Gott gerufen und berufen… Er hat alles so gelenkt, dass Du an diesem Platz, in diesen Verhältnissen bist, weil er Dich da haben will. Das ist unser Glaube an Gott. ... So sehe ich das! Sonst wäre ich in meiner Amtskarriere sehr früh zugrunde gegangen. Ich war immer der, der gebraucht wurde, sogar als Stammapostel. - Es gäbe viele menschliche Überlegungen, ich habe schon davon gehört. Wenn ich nicht mehr glauben kann, dass der liebe Gott alles so gelenkt hat, gehe ich zugrunde und kann nicht mehr arbeiten.

Anmerkungen zu Stap Schneiders gedanklichen Ein - und Ausfällen in der „Stärkungsstunde für Amtsträger (ab Vorsteher aufwärts)  am 15.02.2014 in Innsbruck von Detlef Streich; Mai 2014 Artikel lesen

Alles was mit Sex zu tun hat, ist nicht schlimmer als andere Dinge auch.“ -

Äußerungen von Stap Schneider zum Umgang mit gleichgeschlechtlicher LiebeAnmerkungen von D. Streich (Mai 2015) In einer Fragestunde nahm Stap Schneider kürzlich  in Kitchener Stellung zum Umgang der NAK mit dem Thema Homosexualität. Laut eines Artikels von M. Koch bei Glaubenskultur vom 12.5. 2015 hat sich Schneider dabei sehr deutlich von bisherigen Positionierungen der Kirche distanziert und direkt in Frage gestellt, ob Homosexualität Sünde sei, denn weder in den 10 Geboten noch in den Evangelien findet sich eine Verurteilung von Homosexualität.   Artikel lesen

"Der Glaube ist das, was man im Glaubensbekenntnis versprochen hat und darin beständig bleiben und darin treu zu sein und sein Versprechen zu halten."

Ein fiktives Interview von Detlef Streich (DS) mit Stammapostel J.L. Schneiders Zitatausschnitten aus der wörtlichen Mitschrift seiner Predigt  nach der BAV am 19.10.2014 in Berlin-Lichtenberg und was der Bericht von NAK-Brandenburg nicht zitierte über das,  was der „liebe Gott, der Heilige Geist und auch wir als Apostel wollen  …“   Artikel lesen

„Wenn der Teufel Paulus schlägt, macht er das, weil Gott ihm das gesagt hat, er soll ihn schlagen. Der liebe Gott hat das zugelassen, er hat das gewollt, dass es dem Paulus so schlecht geht“

Anmerkungen zur Predigt von Stap. Schneider am 17.11.2013 in Limburg: Sola gratia, sola fide oder doch wieder solus Stammapostelus? Artikel lesen

„Wir sind die Braut Christi … du musst ihn lieben punkt fertig“

Stap Schneider predigt über die Braut, den Bräutigam, das Heiraten und die Aufgabe der Apostel / Anmerkungen und Analyse von ausgewählten rhetorischen Stilmitteln der Predigt in Berlin-Wilmersdorf am 15.6. von D. Streich; Juni 2014 Artikel lesen

 

25.10. 13  „Wir sind nicht der Sohn Gottes, aber wir sind Gotteskinder. Der Teufel kommt auch zu uns und fragt uns: „Bist du ein Gotteskind? Wie ist es möglich, dass du so leiden musst und so geprüft wirst, dass die Menschen so ungerecht mit dir umgehen und so viel in deinem Leben passiert? Wenn du ein Gotteskind wärst, müsste dein Leben ganz anders aussehen!“

Gespräche mit dem Teufel - Stammapostel Schneider am 20.10.2013 im Kanton St. Gallen/Gossau, Schweiz / In Anbetracht der vor kurzem unterzeichneten St. Galler Erklärung für die NAK-Schweiz sehe ich mich veranlasst, doch nochmals genauer zu untersuchen, zu welchen Aussagen Stap. Schneider in seiner dortigen Predigt kam. Inhaltlicher Leitfaden seiner Ausführungen waren die Versuchungen Jesu durch den Teufel, Versuchungen, die nach seinen Worten auch heute eine ständige Bedrohung des Glaubenslebens sind. Orientiert daran übertrug Schneider dieses Beispiel mit insgesamt 24facher (!) Benennung des „Teufels“ auf die Situation der NAK und ihrer Mitglieder. (…) Wieder der eingeforderte Gehorsam! Und um dem teuflischen Gedanken der Ungehorsamkeit zu widerstehen, wählt Schneider nun in seiner Predigt die dialogische Form ….Artikel  lesen

Ein Jünger ist immer gehorsam, der bleibt am Wort Gottes, was auch kommen mag. … Es gibt für ihn keinen Kompromiss.“

Anmerkungen zur Predigt von Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider am 03.02.2013 in Saarbrücken von D. Streich vom 16. März 2013 - Das angestrebte Menschenbild des designierten NAK- Führers Schneider: Der absolut willenlose Jünger! Artikel lesen

Unkraut wird verbrannt, Weizen geerntet.“

Anmerkungen zur Predigt von Stammapostelhelfer Schneider am 17.03.2013 in Dresden zur Frage: Assimilation der Zuhörer durch mentale Programmierung oder exegetische Bibelauslegung? D. Streich 20.3.2013 Artikel lesen

Mancher hegt den Gedanken, die Neuapostolische Kirche müsse ein bisschen reformiert werden. Man meint, die eine oder andere Vorstellung hineintragen zu können. – ... Aber dagegen spricht Grundsätzliches

Der exklusive Eiertanz ums goldige Dogmenkalb / Oder: Die Faszination der Heilsgewissheit - 30 Fragen und Antworten im Dialog mit Stap Schneider zum neuen Katechismus der NAK von Detlef Streich (Fassung vom 7.1.2013)  Artikel lesen