Zur Lehre der NAK
Zitat Stap. Leber Pfingsten 2011 "Der Satz vom Lichtkegel!":
„Kommt nun, ihr Brüder und Schwestern, die Gäste beziehe ich mit ein, lasst uns wandeln im Licht des Heiligen Geistes.“ Und das beinhaltet eigentlich zwei Botschaften. Einmal: „Lasst uns treten in den Lichtkegel des Heiligen Geistes.“ Da steht die Vorstellung so dahinter, dass das ein Licht ist, das einen gewissen Kegel – Lichtkegel – bereitet und wir wollen dann in den Lichtkegel dieses Lichtes, des Heiligen Geistes hineintreten. Die andere Botschaft, die darin steht ist, dass wir dann auch entsprechend handeln, dass daraus Taten resultieren.“
Dieser unbeholfene Versuch einer Aussage lässt sich am besten kommentieren mit einem Zitat von dem Kabarettisten Wilfried Schmickler:
„Lieber einen Blender als gar keine Lichtquelle!“

("Arme Heiden" die Bildquelle ist mir leider nicht bekannt)
Diese Seite ist mit Dankbarkeit dem Bezirksältesten i.R. Will Andrich gewidmet. Ohne den sachlich-kritischen und seelsorgerischen Dialog mit ihm wäre ich nicht unbeschadet aus dem Gedankennetz der NAK herausgekommen. Ich verzichte in diesen Ausführungen auf eine systematische Untersuchung und Widerlegung der NAK-Dogmen, dies ist andernorts zur Genüge geschehen, und möchte vielmehr aus der damaligen Sicht meinen Freund Will Andrich selbst zu Wort kommen lassen in seinen Ausarbeitungen, mit denen er so manchen Amtsträger auf seinem Weg zur Eigenständigkeit unterstützte.
Vorbemerkung:
Peter Johanning,seines Zeichens Kirchensprecher, Bezirksältester und Medienreferent der NAK, stellte bereits 2008 auf einer Studientagung in Frankfurt zum bis dahin gültigen Katechismus der NAK fest, „dass das Büchlein `Fragen und Antworten´ den Anforderungen an eine Zusammenfassung der Lehre nicht genügen könne – und „eigentlich auf den Scheiterhaufen“ gehöre…“ Damit disqualifizierte er selbst offiziell einen großen Teil der neuapostolischen Lehre zu Recht als falsch ...
Buchhinweis: Die Lehre der Neuapostolischen Kirche im Licht der Heiligen Schrift von Tobias Mai. Diese akribische Untersuchung wird auch als kostenloser download angeboten.
Sie finden auf dieser Unterseite:
- Die Glaubensartikel (der NAK)
Ein Link zu einem Vergleich und Kommentar von Dieter Heussner (NAK-Süddeutschland) und Gunter Bloszies (NAK-Mitteldeutschland);
- Einen weiteren guter Kommentar von Thomas Gandow, dem Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche Berlin, finden Sie hier: Isoliert auf der Insel der Erstlinge
- Nachruf auf Will Andrich (Der Segen der Dürre ist, dass man die Quelle sucht! DS)
- Gedanken auf dem Weg der Loslösung von der NAK (DS)
- ...dass ihr an den glaubet, den Er gesandt hat(DS)
- Lehre konta Leere - Warum Jesus nicht helfen durfte (DS)
-
Stap R. Fehr, Pfingsten 2001; die Drohbotschaft "Keine Halbheiten"!
- Kommentar von Will Andrich zu "Keine Halbheiten"- Fehr 2001
Kritische, theologische Ausarbeitungen von Will Andrich zu:
- Denken ist biblisch! [Nur bei Sekten ist es verboten!]
- Geistgewirkte Predigt
- Altar Gottes
- Apostel - Nur ein Titel
- Der Heilige Geist
- Die andere Seite des Evangeliums
- Wort vom Altar = Wort Gottes?
- Sündenvergebung
- Stammapostel
- Wiedergeburt und Versiegelung
- Nachdenkliches zum Entschlafenenwesen
Kennzeichen einer nicht "geistgewirkten", also falschen Predigt sind hier zu lesen! Bemerkenswert daran ist, dass es sich ausschließlich um Zitate aus der Bibel handelt, mit denen Will gegen die NAK-Predigt schlüssig argumentiert.
Zitate von Will Andrich (zu dieser Zeit Bezirksältester im Ruhestand)
Als im Jahr 2001 innerhalb der NAK meine aktive Ausstiegsphase begann, suchte ich einen geistlichen Ansprechpartner (ein befreundeter Bez.Evangelist antwortete mir - ich musste ihn massiv unterbrechen, um überhaupt zu Wort zu kommen! - auf meine Fragen lediglich: Detlef, tu mir einen Gefallen: Bleib am Werk des Herrn! Ich fand ihn im Bezirksältesten Will Andrich i.R., den ich einige Zeit zuvor privat kennengelernt hatte. Es ergab sich ein sehr umfangreicher Mailkontakt, ohne dessen Zuspruch ich mich von der NAK kaum hätte lösen können. Diesem väterlichen Freund habe ich in einem persönlichen Nachruf gedacht ( Der Segen der Dürre ist, dass man die Quelle sucht!), und er soll hier nun nochmals zu Wort kommen.
Zunächst eine kleine Auswahl aus seinen Gedanken:
Gott kann uns auf allen Straßen begegnen!
*
Gottes Wege kommen auf einen zu!
*
Der persönliche Umgang mit dem Herrn hat Vorrang vor der kirchlichen Hierarchie.
*
"Werk des Herrn" heißt für mich "Wirken des Herrn",
und das wie beim Wind [Joh.3, 7-10]
*
"Apostolisch"
heißt für mich nicht "neuapostolisch"
sondern: "Ich habe dich gesandt!
Weise die Menschen, die ich dir in den Weg führe, zu MIR!"
*
Wie glauben wir, geheiligt und lauter für die Opfer und Täter der christlichen Pogrome an Andersgläubigen und -denkenden (ca. 80 Millionen sind von Christen - auch im Namen der Rechtgläubigkeit! - gefoltert, gequält und ermordet) eintreten und beten zu können, wenn wir durch Lehre und Praxis nach wie vor Andersgläubige und -denkende ausgrenzen, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch - das jedoch glücklicherweise nur in der Vorstellung der Kirchenleitung - im Hinblick auf das ewige Leben.
Die NAK meint, entgegen Mt 20,21-23 die Plätze im Jenseits zuteilen zu können.
. ... das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater.
*
Die [ganze!] Wahrheit ist und war und wird sein,
dass Gott auch die Unvollkommenen, die Sünder wie den Gerechten liebt
und unabhängig von der unterschiedlichen Leistung des einzelnen jedem das gleiche Vollmaß seiner Liebe schenkt, jedem die ganze Teilhabe an seiner Herrlichkeit.
Hier wird „höchstes Unrecht“ zum „höchsten Recht“.
Fasse es, wer’s fassen kann – göttliches Liebe bleibt für immer unfassbar!
*
Man will recht haben, ist auf sein Profil und seine Identität eifersüchtig bedacht
und verrät dabei das Evangelium Gottes,
der will, dass allen geholfen werde.
*
Wenn wir absichtslos nur sind, was wir sind, spiegelt sich in uns der Himmel! –
*
Glauben darf nicht mit Kirchentreue gleichgesetzt werden.
*
Wo darf man fragen, ohne gleich als Ketzer und Aussteiger abqualifiziert zu werden? –
Werden nicht die aus einem echten Anliegen heraus Fragenden als „Hinterfrager“ und „Ungläubige“ oft sofort – direkt oder indirekt – abqualifiziert? ...“
*
Die Menschen werden (in der NAK) auf sich und ihre - stets unzulänglichen - Leistungen statt auf Gottes Erbarmen [Römer 9, 15.16] und seine Verheißungen geworfen.
Statt die Seelen mit dem Hinweis auf die "erste Liebe" zu erquicken
wird mit den "falschen Kausalitäten (wenn ..., dann)",
die Liebe Gottes und seine Souveränität außer acht lassend–
jedenfalls nicht bewusst machend!!! -, Leistungsdruck erzeugt.
So wird aus dem Evangelium schnell eine Gesetzesreligion.
*
Gott ist Liebe.
Liebe ist ökumenisch.
ER ist es, der alle Menschen „ökumenisch“ liebt:
2. Korinther 3, 19; Johannes 3, 16 und a. m.
*
Nur Tote fühlen kein Trauma mehr!
Angestoßen durch den Dialog mit Will und seinem grundsätzlichen Bekenntnis zur Mystik (nicht Gott da "oben", sondern neben dir!), also zu einer eigenen, inneren, ja dialogischen Beziehung zu Gott, schrieb ich damals folgende Gedanken auf dem Weg der Loslösung von der NAK (April bis Mai 2001):
Gottes Wille (an uns, den Menschen mit der häufig gestellten Frage: Wie kann er das ... zulassen?) ist keine moralische, ethische oder irgendwie sonst bezogene, gegründete oder zu begründende Instanz oder Größe mit menschlich denkbaren Maßstäben oder Mustern.
Gottes Wille am Menschen ist bereits der Heilsplan Gottes für die Menschen!
Gottes Wille (an uns, dem Menschen mit der häufig gestellten Frage: Wie kannst du das zulassen?) und seine Wege sind auch keine Wechselwirkung zwischen unserem Verhalten und seiner darauf und dafür erfolgenden Strafe oder Belohnung.
Gottes Wille am einzelnen Menschen ist gegründet in Seiner ALL-Sicht. An den Weichenstellen unseres Lebens sieht er bereits vollzogen, wohin die sich auftuenden und möglichen Wege führen und welches Ziel der Einzelne mit welchem Weg erreicht. Selbst eigenes Fehlverhalten kann uns zu seinem Heil führen. Gott reagiert nicht, er sieht vorher die Wege und das Ziel der Wege, und er gibt uns die Möglichkeit, einen Weg zu gehen, der uns Ihm näher bringt.
Deshalb:
Suche Gott nicht außerhalb von dir. Die Bibel ist letztlich nur ein Buch,
Binde dich nicht wieder an Menschen!
Geh deinen Weg mit ihm! Ohne notwendige Bestätigung und Hinweise durch Menschen!
Er will und wird dich führen!
Spüre in dich hinein, Er ist schon da!
Du brauchst nur zu ihm vordringen ...
Du hast den gewünschten Frieden in dir, du brauchst ihn nur zulassen ...
Vertraue ihm, denn es ist DEIN Leben und geh deinen Weg.
Alle Festlegung in der Religion als institutionärer Bezugs- und Orientierungspunkt ist nicht wichtig, sondern das eigene, innere Verhältnis zu Gott.
Frage nicht, ob Kirche oder die NAK an sich etwas bedeutet, sondern frage dich selbst,
ob DIR Kirche oder die NAK etwas bedeutet.
Und meine auch nicht, dass „Apostel“ an sich etwas bedeutet! Das Sein der Person entscheidet, nicht die Bezeichnung oder der Titel! So wie Gott nicht außerhalb von dir zu finden ist, sondern in dir, so liegt auch hier die gefühlte Bestätigung in dir! Der „Gesandte“ ist niemals größer als der Sender!
Gottes Liebe ist vollkommen! Und unteilbar!
Sie ist nicht an irgendeine Kirche, Gemeinschaften oder Menschen gebunden.
Daher gilt sie jedem Menschen in gleicher und voller Weise.
Wärst du der einzige Mensch auf der Welt,
wäre SEINE Liebe zu dir nicht größer!
Bist du einer unter Milliarden,
wird sie nicht kleiner!
Gottes Liebe ist nicht teilbar und sie muss dir nicht „mitgeteilt“ werden!
Er ist für dich da!
"Sei sicher, und geh deinen Weg!"
Diese völlig andere "Gottesbild" und die neue Sicht auf das Verhältnis "Mensch-Gott" findet sich auch in den Lehren von Meister Eckhart „Gebt nun acht! Gott ist namenlos, denn von ihm kann niemand etwas aussagen oder erkennen“, dem großen deutschen Mystiker und Vertreter der " negativen Theologie". „Der Mensch kann nicht wissen, was Gott ist. Etwas weiß er wohl: was Gott nicht ist. Der Weisheitslehrer Sirach drückte es so aus:
Sirach 43, 27 ff
Durch sein Wort besteht alles.
Wenn wir gleich viel sagen, so können wir's doch nicht erreichen;
kurz: Er ist alles.
Wenn wir gleich alles hoch rühmen, was ist das?
Er ist doch noch viel höher als alle seine Werke. ...
Wer hat ihn gesehen, daß er von ihm sagen könnte?
Wer kann ihn so hoch preisen, wie er ist?
In dieser Zeit predigte, völlig entgegen zu solchen Gedanken, zum Thema "Gottes Werke" der damalige Kirchenpräsident Stammapostel Fehr typisch nak-zentriert in Mannheim am 18.3.2001, ausgehend von einem Zitat aus Johannes 6, 29 "Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat", folgendes:
"Es mag mancher Mensch behaupten - und dabei hat er sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad recht -, dass er Gottes Werke tut, aber wenn der Glaube an die Sendung fehlt, mögen solche zusehen, wohin sie mit ihrem Lebensschifflein fahren."
Die Sendung habe "mit der Herabkunft des göttlichen Wesens ins irdische Sein begonnen. Nach der Himmelfahrt Jesu wurden der Heilige Geist und die Apostel gesandt. Nur wenn auch der Glaube an diese Sendung "bis in die letzte Konsequenz hinein, nämlich, dass Apostel gesandt sind auch in unseren Tagen, und die wiederum die Amtsträger senden" vorhanden sei, könnten Gottes Werke gewirkt werden, so der Stammapostel. (Quelle Glaubenskultur)
Entsetzt über diesen Unsinn schrieb ich dazu einen biblisch begründeten Artikel, warum diese Rede des obersten, geistlichen Führers der NAK aus theologischer Sicht inhaltlich völlig unhaltbar ist: ...dass ihr an den glaubet, den Er gesandt hat . Und später, etwas ironischer, zum gleichen Thema nochmals im Artikel "Lehre konta Leere - Warum Jesus nicht helfen durfte".
Wills Antwort, als ich ihm den ersten der beiden Texte schickte: Ich kann keinen Fehler in deinen Ausführungen finden ...! Aber bis auf den heutigen Tag wurde durch die NAK die Notwendigkeit des Glaubens "an die Sendung der Apostel " nicht nur aufrecht erhalten, sondern hochgradig verschärft, wie die Erläuterungen auf der Einführungsseite zeigen. Vergleiche z.B. Stap. Leber zum gleichen Thema „Apostel“ im Wort zum Monat Februar 2006) !
Allein zur Frage, ob die Apostel der NAK die behauptete Fortsetzung der Urkirche seien, heißt es in der der Jesulehre historisch noch am nächsten stehenden Didache ( auch "Doctrina apostolorum", oder "Lehre der zwölf Apostel") im Absatz 11 sehr bezeichnend:
3. Aber hinsichtlich der Apostel und Propheten verfahrt nach der Weisung des Evangeliums so:
4. Jeder Apostel, der zu euch kommt, soll aufgenommen werden wie der Herr.
5. Er soll aber nur einen Tag lang bleiben; wenn aber eine Notwendigkeit besteht, auch den zweiten. Wenn er aber drei bleibt, ist er ein Pseudoprophet.
6. Wenn aber der Apostel weggeht, soll er nichts mitnehmen außer Brot, bis er übernachtet; wenn er aber um Geld bittet, ist er ein Pseudoprophet.
8. Nicht jeder, der im Geist redet, ist ein Prophet; sondern wenn er die dem Herrn entsprechenden Verhaltensweisen hat. An den Verhaltensweisen also werden der Pseudoprophet und der Prophet erkannt werden.
10. Jeder Prophet aber, der die Wahrheit lehrt, ist, wenn er nicht tut, was er lehrt, ein Pseudoprophet.
12. Wer aber im Geist sagt: "Gib mir Geld oder irgendetwas anderes", auf den sollt ihr nicht hören; wenn er aber sagt, man soll für andere Bedürftige geben, so soll niemand ihn richten.
Interessant ist auch, was die Naki laut ihrer neuen Statuten vom 29. September 2010 zum Thema "Apostel" selbst definiert. Jeder neu zu ordinierende Apostel hat vor dem Stammapostel u.a. folgendes zu bekennen:
" Ich anerkenne den Stammapostel als obersten Geistlichen und sichere ihm meine volle Unterstützung zu. Ich bekenne mich zur Einheit mit dem Stammapostel und den mit ihm verbundenen Bezirksaposteln und Aposteln der Neuapostolischen Kirche, deren höchste Pflicht der Glaubensgehorsam, deren höchste Ehre die Treue zu Gottes Werk, ... ist. Als leitendes Amt der Neuapostolischen Kirche will ich … entsprechend dem Evangelium als Apostel der Neuapostolischen Kirche leben."
Also sind die Apostel der NAK keine Apostel Jesu, sondern nach eigenen Angaben lediglich Apostel der "Neuapostolischen Kirche"!
Stap. R. Fehr, Pfingsten 2001: Die Drohbotschaft! (vollständige Predigtabschrift)
Zunächst mal einige sehr verkürzte Zitate:
"Ich komme heute mal ganz spezifisch auf Bürgerpflichten zu reden der Bürger des Himmelreiches, unter den Titel: Keine Halbheiten! …"
Und dann ging es los:
"Wenn wir nur ...
- mit halbem Herz dabei wären bei der Sache, bewiesen wir damit, dass wir nur eine halbe Liebe haben zu Gott und seinem Werk.
- das halbe Herz schenken, haben wir nur halbe Liebe,
- einen halben Glauben hätten - zum Teil glauben wir, aber zum Teil zweifeln wir zum Teil hinterfragen wir - keine Halbheiten, möchte ich sagen, liebe Geschwister. Keinen halben Glauben! Ein halber Glaube ist Kleinglaube, und ein halber Glaube und ein Kleinglaube macht auch keine Glaubenserlebnisse und sammelt keine Glaubenserfahrungen. Keine Halbheiten, ein ganzer Glaube!
- eine halbe Hoffnung hätte, was beweist der denn damit? Dass er ein schwaches Vertrauen hat. Werft Euer Vertrauen aber nicht weg, sagt der alte Apostel, welches eine große Belohnung hat. Geschwister, keine Halbheiten! Nicht eine halbe Hoffnung haben! Einmal hoffen wir auf den Tag des Herrn, und am anderen Tag steht das wieder zur Diskussion, ob er überhaupt kommt ...
- eine halbe Freude hätten, es ist doch oft festzustellen, dass nur halbe Freude vorhanden ist. Aber ich sage auch hier: Keine Halbheiten. Wer nur halb sich freuen kann, für den wird manches zu viel im Hause Gottes...
- Ein halber Eifer, wenn wir den hätten, ein halber Eifer, würde das beweisen, dass wir oft müde sind. Wer oft müde ist, hat nur noch halben Eifer. Unsere Bürgerpflicht aber ist: Keine Halbheiten."
Und schließlich das Ende dieser Halbheitensequenz:
"Also rufe ich Gottes Volk zu, am Pfingsten dieses Jahres: Bitte, bitte, keine Halbheiten! Machen wir ganze Sache"
Absolut unerträglich war diese furchtbare "Keine Halbheiten"-Predigt von Fehr, die letzte NAK-Predigt, die ich selbst noch als letzten GD in der NAK gehört habe. Wills erste Reaktion damals (die Hervorhebungen sind von Will selbst):
Lieber Detlef,
Pfingsten 2001: ...leider ... und schade ...
Mein erster Kommentar nach der heutigen "Veranstaltung der Peinlichkeiten" war:
Zu heute - meine Empfindungen:
Ich habe lange warten müssen, bis es im Herzen warm wurde. Kurz vor dem Mahl für die Entschlafenen: die wenigen Worte von BA Nehrkorn und dann der Liedervers:"Jesus Christ, du nur bist uns'rer Hoffnung Licht ..." - Alles andere hatte m. E. wenig [oder richtiger: nichts!] mit einer frohen Botschaft, mit dem Evangelium zu tun ...
Die drohende Botschaft: Keine Halbheiten! verletzte meine Seele zutiefst in der Art, wie sie uns, den Verlangenden, als Leistung abverlangt wurde. Was sollen z. B. nur die an Depression erkrankten Geschwister, die Freude tanken wollen, zu dem "Vorwurf der halben Freude" denken und empfinden. Vergißt der Stap. Fehr, dass Jesus Christus nicht gekommen ist, die Perfekten zu segnen, sondern die Sünder? - Ich werde zornig - wenn's denn christlich wäre! - , wenn ich an diese Veranstaltung denke, wo das Mitdienen der Bezirksapostel als ein "Geburtstaggeschenk" oder als "Beseitigen von Ungerechtigkeiten" bezeichnet wird. Das ist m. E. Blasphemie! - Und dann im Namen des dreieinigen Gottes [siehe Eingangsgebet] unverhohlen Werbung für das Magazin "Unsere Familie" machen. Das ist m. E. Gotteslästerung! und ... und ... und ... Wo war da die gepredigte Gottesfurcht?
Die Arbeit des Hl.Geistes dagegen, wie sie in Joh. 16, 13.14 beschrieben ist, konnte ich heute wieder einmal nicht erleben.
Ich konnte dann auch bald nicht mehr in die Gesichter der Männer sehen, die angeblich Botschafter an Christi Statt sein wollen, aber ihren Herrn und Meister nicht zu kennen scheinen. ...Wer von ihnen hat ihn denn verklärt?
Schade, aber es geht weiter ... Der alte Gott regieret noch!
Ich will vielmehr auf Jesu Wort Mt. 15, 13 vertrauen:
"Jede Pflanze, die mein Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen ..." -
Und auf Psalm 2:
"... der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.
Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn,
und mit seinem Grimm wird er sie schrecken: ..."
Lieber Detlef, ich bin noch zu erregt, als dass ich objektiv weiterschreiben könnte ...
Im sachlichen Ton schrieb Will dann im Juli oder August 2001 in einem Brief u.a. eine umfangreiche Kritik zur Fehr´schen Predigt an Apostel Drave, ohne darauf eine Antwort zu erhalten.