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Die NAK im Dritten Reich

Jahresgruß 1941 und Dezember 41 von Stap. J.G.Bischoff: "Mit stählernem Griffel ist neue Geschichte geschrieben worden in diesem Jahre, und neben der stolzen Freude über die unvergleichlichen Waffentaten unserer Wehrmacht unter ihrem genialen Führer hat aber auch manchmal bange Sorge um unsere Angehörigen im Felde gestanden.“ ...  „Heute steht unser Volk im Abwehrkampf gegen seine Feinde, die es vernichten wollen. Viele unserer Brüder stehen an der Front, kämpfen um die Erreichung der Freiheit, um den Lebensraum und die Zukunft unseres Volkes, auch wir alle tragen dazu mit unseren Opfern willig und freudig bei. ...“

Beide Dokumete ganz lesen "Dem Ziel entgegen"

Dass sich alle Kirchen in der Zeit des Dritten Reiches angebiedert und Schuld auf sich geladen haben, zeigt z.B. die Sammlung Wir grüßen euch alle als die SA Jesu Christi“ und die SS der Kirche." Im Unterschied zu heute haben diese Kirchen aber im Gegensatz zur NAK ihre damaligen Positionen aufgearbeitet (siehe Stuttgarter Bekenntnis), die Stellungnahmen der NAK zur Situation im Dritten Reich belegen nach wie vor ihre Ausflüchte und Verdrehungen (siehe zur Publikation"Die NAK in der Zeit von 1938 -1955. Entwicklungen und Probleme" als kritischen Kommentar die zwar umfangreiche, aber erhellende Drave-Untersuchung! Sie ist in Form einer Gerichtsszene gestaltet, in der ein Staatsanwalt Drave verhört, kommentiert und hinterfragt. Die Antworten Draves sind originale Zitate aus dem offiziellen Papier)

Offizielle Verlautbarung 1996 in Unsere Familie, 56. Jahrgang, Nr. 2, 20. Januar 1996, Zitat:" „Gegenüber den Machthabern im Nationalsozialismus unterschied sich das Verhalten der Mitglieder unserer Kirche nicht von dem der übrigen Bevölkerung. Unsere Kirche stand unter den gleichen Zwängen wie viele andere Institutionen auch. So mussten beispielsweise in unserer Kirchenzeitschrift staatlich verordnete Pflichtartikel abgedruckt werden. Unbestritten hat die Kirchenleitung dem nationalsozialistischen Regime Zugeständnisse entgegengebracht, doch das war – wie Zeitzeugen wissen und Dokumente belegen – nötig, um dem drohenden Verbot zu entgehen.

 

Beschönigende Sicht der NAK ohne deutliche Distanzierung oder Bekenntnis zur Mitschuld  von Peter Johanning im Vortrag "Alte und neue Zeit" S. 6 (2003): Zitat " Weder Stammapostel Niehaus noch sein Nachfolger, Stammapostel Bischoff, waren politisch arbeitende Kirchenführer. Sie haben keinerlei Einfluss auf Staatsbelange genommen – und hätten einen solchen wie  auch immer gearteten Versuch wegen der geringen Größe der Kirche wohl auch kaum  unternehmen können –, sie waren weder Judenhasser noch Brandstifter, allerdings auch Widerstandskämpfer. Sie haben vor allem die theologische und seelsorgerische Betreuung der Gemeinden im Blickfeld gehabt."

Hier eine Gegenüberstellung der von Johanning im Vortrag behaupteten Positionierungen und einigen Zitaten aus der Zeit:

1933 Rundschreiben (21.3.1933) von Stammapostel Bischoff an die Bezirksleiter der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands, Frankfurt (Main):

In meinem Rundschreiben vom 18.7.1932 habe ich, also zu einer Zeit,  da wir noch keine nationale Regierung in Deutschland hatten, die Stellung und das Verhalten der Religionsdiener der Neuapostolischen Gemeinde zu der nationalen Bewegung erläutert. Besonders habe ich den Hinweis gegeben, uniformierte Nationalsozialisten in den Gottesdiensten genau so freundlich zu behandeln wie Personen in Zivilkleidung. Dieser damalige Hinweis hat den Dienern die nötige Sicherheit in ihrem Verhalten gegeben, und der Gehorsam an mein Wort ließ den Erfolg nicht ausbleiben. Wie mir bekannt ist, haben des öfteren uniformierte Nationalsozialisten an den Gottesdiensten teilgenommen, die unsere diesbezügliche Einstellung stets dankbar begrüßt haben. Auch die Beisetzung eines Nationalsozialisten, die von anderen Richtungen verweigert wurde, haben wir vorgenommen, was von den Beteiligten dankbar anerkannt  wurde.“                                                                                                                           

1933 aus einem Schreiben der Hauptleitung der Neuapostolischen Kirche des In- und Auslandes vom 2. 8. an das Preußische Kultusministerium, Berlin:

Die Neuapostolische Kirche steht in ihrer Lehre und ihrer Religionsauffassung auf dem Boden des Urchristentums, nicht aber auf dem des Judentums.  . . .

Jeder Diener und jedes Mitglied der Neuapostolischen Gemeinde ist durch die planmäßige Beeinflussung seitens der Hauptleitung in nationalsozialistischem Sinn erzogen, so dass die meisten Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei angehören oder ihr nahe stehen.“  . . .

Zitat vom 1.2.2003 des Medienreferenten der NAK, Peter Johanning; zum Teil handelt es sich auch um Zitate aus ´Unsere Familie` 2/96 (siehe "Konstitutive Merkmale der NAK" 2006, D.Streich)

In diesen bewegten Zeiten [...] hat sich Stammapostel Bischoff für den Weg der Anpassung, der ein Überlebensweg wurde, entschieden - aus lauteren Motiven. Nach eingehenden Recherchen kommen wir heute zu folgender Beurteilung: Gegenüber den Machthabern im Nationalsozialismus unterschied sich das Verhalten der Mitglieder unserer Kirche nicht von dem der übrigen Bevölkerung. [...] So mussten beispielsweise in unserer Kirchenzeitschrift staatlich verordnete Pflichtartikel abgedruckt werden. ...

Der auch sonst in der Gesellschaft dieser Jahre zu beobachtende Zirkel aus Sprachlosigkeit - Anpassung - Widerstand - Aufklärung spiegelt die innerkirchliche Auseinandersetzung mit dem Unrechtsregime wider.“

„Bei der Aufstellung aller Satzungen wurde von dem für die Autorität einer Kirche bestimmenden Gedanken des Führerprinzips ausgegangen, um dadurch die Möglichkeit zu einer straffen Organisation zu gelangen.

Wie wir im Staatsleben nur unter einer Führung, die den Erfordernissen des Volkes Rechnung trägt, ein glückliches Volk werden können, wie wir nur dann Staatsbürger sein können, wenn wir uns dieser Führung restlos unterordnen, so kann auch im religiösen Leben nur derjenige Mensch glücklich sein, der in einer innerlich gesunden Religionsauffassung stehend sich der Kirchenführung unterordnet und derselben den schuldigen Glaubensgehorsam entgegenbringt, die ihm die Gewähr zu einer seelischen Befriedigung bietet.“

Johanning:Sie haben vor allem die theologische und seelsorgerische Betreuung der Gemeinden im Blickfeld gehabt. Sie haben zwar mit strenger Zucht einer Demokratisierung der Kirche widerstanden, dies jedoch stets biblisch legitimiert.

Die Neuapostolische Kirche in jenen Jahren [...] war deutsch, aber nicht antisemitisch, sie war national, aber nicht nationalistisch, sie war fun­damental, aber nicht fundamentalistisch.”

„Eine große Zahl meiner Rundschreiben an die Leiter und Diener der Neuapostolischen Kirche Deutschlands liefert den klaren Beweis, dass sie uneingeschränkt und bedingungslos die nationalsozialistische Bewegung nicht nur anerkennt, sondern auch gefördert hat.  . . .

Außerdem habe ich verschiedenen anderen nationalsozialistischen Formationen meine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. ...

unterzeichnet mit : Heil Hitler, J. G. Bischoff“

[Anm.d.V.: Geleistete Spenden von J.G. Bischoff im Zeitraum vom 22.4.31 bis 12.7.33 bereits vor der Machtübernahme laut eigenem ´Lebenslauf`` (datiert 2.8.33) insgesamt 16036.50 RM; danach am 1 0. J u l i 1 9 3 3 Spende  RM 57.533 und am 2 6. S e p t e m b e r 1 9 3 3  Spende RM 63.972 )

Johanning:Unbestritten hat die Kirchenleitung dem nationalsozialistischen Regime Zugeständnisse entgegengebracht, doch das war - wie Zeitzeugen wissen und Dokumente belegen - nötig, um dem drohenden Verbot zu entgehen.”

1933 Rundschreiben des Stammapostel  Bischoff an die Amtsträger der Neuapostolischen Gemeinden vom 1. 12. :

„Das Jahr geht nun rasch zu Ende, aber nicht das, was es uns gebracht hat. Dankbaren Herzens sehen wir auf die Geschehnisse im Jahre 1933. Deutschland ist von der Zersplitterung befreit, Parteiwesen ist nicht mehr.  . . .

Aus diesem allem erkennt man aber, was ein Mann vermag, den die Liebe zu dem deutschen Volke trieb, alles neu zu gestalten. Wir Neuapostolischen wollen alles daran setzen, die vom Führer zum Wohl des Volkes getroffenen Anordnungen gewissenhaft zu befolgen, damit er mit uns keine Sorgen und Arbeit hat. Dadurch, dass jeder Einzelne an seinem Platze seine Stellung gewissenhaft ausfüllt, ist dem Führer und damit dem ganzen Volk am besten gedient.“

Johanning:Weder Stammapostel Niehaus noch ... Stammapostel Bischoff, waren politisch arbeitende Kirchenführer. Sie haben keinerlei Einfluss auf Staatsbelange genommen!

1936(?) aus einem Empfehlungsschreiben der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Propaganda und Volksaufklärung; Herrn Müller-Scheld, ein Mitarbeiter und enger Vertrauter von Joseph Goebbels (Akt RKM 23418 Bundesarchiv Potsdam):

„Friedrich Bischoff ist Parteigenosse, mir seit Jahren bekannt und politisch und menschlich absolut zuverlässig.“

1940 Reisebericht aus ´Unsere Familie` von Bez.Ev. Friedrich Bischoff (Sohn vom Stammapostel, Mitglied der NSDAP und SA, ab 12.7. 1953 Bezirksapostel):

5.4.: „Schwarze und Mischlinge steigen auf der sozialen Leiter immer höher, sie verdrängen mit ihrer billigen Arbeitskraft den besser bezahlten Weißen auch aus Stellungen, die dem Weißen allein zustehen sollten ... Das farbige Element ist zum Angriff übergegangen .. England hat den Buren Südafrika geraubt, uns hat es unsere Kolonien gestohlen, nicht um sie besser zu kolonisieren, nein, um sie auszubeuten, um die Besitzer davonzujagen und die Weißen samt ihrer Kultur an den Neger zu verraten. ...

Ein altes Negerweib stochert im Vorbeigehen einmal darin herum, kleine schwarze, nackte Kinder spielen im Dreck oder sehen uns erstaunt an. Ihre feisten, vorstehenden Bäuchlein scheinen fast zu platzen.“

20.4.: „Wohl hat sich der Weiße noch eine bestimmte Vorherrschaft erhalten können, sie ist aber stark ins Wanken geraten, und sie wird noch immer mehr ins Wanken kommen, je mehr der Jude Einfluß gewinnt, denn es ist sein Ziel, die Völker zu zersplittern, sie niederzuhalten und sie auszubeuten.

Johanning:... sie waren weder Judenhasser noch Brandstifter, allerdings auch keine Widerstandskämpfer.”

1941 Leitartikel von Stammapostel Bischoff in der kriegsbedingt letzten Ausgabe von ´Unsere Familie` vom 5.12:

„Heute steht unser Volk im Abwehrkampf gegen seine Feinde, die es vernichten wollen. Viele unserer Brüder stehen an der Front, kämpfen um die Erreichung der Freiheit, um den Lebensraum und die Zukunft unseres Volkes, auch wir alle tragen dazu mit unseren Opfern willig und freudig bei. Dieser Kampf erfordert ein Anspannen aller Kräfte und kann nur dann zum Sieg führen, wenn wir bereit sind, auch das Letzte daranzugeben im gläubigen Vertrauen, daß der Herr den Kampf durch den Sieg segnet und die Opfer durch den Erfolg lohnt .

So ist im Bestreben, alle Kräfte zusammenzufassen und alle Mittel auf das eine Ziel, den Endsieg, auszurichten, ...“

Unterzeichnet handschriftlich: J.G. Bischoff

Johanning:  “ Wenn nun immer wieder Schreiben zitiert werden, die ein angeblich unkritisches, ja unterwürfiges Verhalten der Kirchenleitung belegen sollen, so darf bei einer ernsthaften Auseinandersetzung mit die­sem Thema nicht verschwiegen werden, dass sowohl die Kirchenleitung als auch einzel­ne Mitglieder in jener schweren Zeit viel getan haben, um Schlimmeres abzuwenden.

In­dem die Kirche ihre Eigenständigkeit bewahren konnte, verschaffte sie ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ungeachtet der totalitären staatlichen Beeinflussung ein nach christlichen Werten orientiertes Leben zu führen.

Wir verkennen keinesfalls, dass aus dem zeitlichen Abstand heraus heute manche Erklärung und Formulierung befremdlich wirken.Doch sei an dieser Stelle betont, dass es zu einer sachlichen Betrachtung dieser Frage erforderlich ist, die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der damaligen Zeit zu beachten.

 

Ergänzende NAK-Zitate aus historischen Quellen ohne Kommentar:

  • Schriftensammlung zur NAK im 3. Reich
  • Ap. Landgraf 1933 "Die neuapostolische Gemeinde im Dritten Reich";  Zitat: "Der Hauptleiter hatte die überseeischen Vertreter der Neuapostolischen Kirche nach Deutschland eingeladen, damit sie sich neben der Besprechung kirchlicher Fragen von den tatsächlichen Verhältnissen in Deutschland durch eigene Anschauung überzeugen und im Auslande auch für das Deutschtum eintreten können. ... Auch ermahnte der Hauptleiter in einem Rundschreiben vom 1. A u g u s t 1 9 3 3 alle Amtsträger und Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde, sich gewissenhaft an die von ihm gegebenen Anordnungen zu halten, ferner alle abfälligen Äusserungen über andere Glaubensanschauungen, deren Einrichtungen und Diener zu unterlassen. Die peinlich-gewissenhafte Befolgung aller Anordnungen und Verfügungen des Hauptleiters, der seinen Sitz in Deutschland hat, ist Pflicht eines jeden Mitgliedes der Kirche; denn in ihr ist das Führerprinzip in religiöser Hinsicht in jeder
    Weise ausgeprägt.
    "
  • Rundschreiben (21.3.1933) von Stammapostel Bischoff an die Bezirksleiter der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands. Zitat: "In meinem Rundschreiben vom 18.7.1932 habe ich, also zu einer Zeit, da wir noch keine nationale Regierung in Deutschland hatten, die Stellung und das Verhalten der Religionsdiener der Neuapostolischen Gemeinde zu der nationalen Bewegung erlaeutert. Besonders habe ich den Hinweis gegeben, uniformierte Nationalsozialisten in den Gottesdiensten genau so freundlich zu behandeln wie Personen in Zivilkleidung. Dieser damalige Hinweis hat den Dienern die noetige Sicherheit in ihrem Verhalten gegeben, und der Gehorsam an mein Wort liess den Erfolg nicht ausbleiben. Wie mir bekannt ist, haben des oefteren uniformierte Nationalsozialisten an den Gottesdiensten teilgenommen, die unsere diesbezuegliche Einstellung stets dankbar begruesst haben."
  • Schreiben von Stap Bischoff an das Preußische Kultusministerium, Abteilung für Kirchenwesen, Berlin; August 1933 (Quelle Bundesarchiv  Vol. III vom Juni 1924-1941, Generalia 23418, Sekten, 25 III, Bl. 114-127: hier Blatt 126), in dem er die SA-Mitgliedschaft seines Sohnes und späteren Apostels Fritz Bischoff bekundet Zitat: „Der sogenannte Wagenpark meines Sohnes besteht den Geschäftsverhältnissen entsprechend aus einem Lieferwagen und einem Personenwagen. Das erwähnte Flugzeug gehört nicht zum Besitz meines Sohnes, sondern ist Eigentum des deutschen Buchverlages G.m.b.H., an dem mein Sohn beteiligt ist. Außer rein geschäftlichen Zwecken findet das Flugzeug im hiesigen SA-Fliegersturm I, dessen Mitglied mein Sohn als SA-Mann ist, Verwendung.“
  • "Am 10. April dem Führer unser 'Ja'!", Artikel aus der Unsere Familie, 20.3.1938. Zitat: "Beschütze den Führer und richte auch fernerhin durch ihn aus, was du dir vorgenommen hast, durch ihn zu tun"
  • TREUE; Unsere Familie, 7. Jahrgang, Nummer 21, 5. November 1940 Zitat: "Es war ein Bild weihevollen Ernstes, als ich kürzlich junge Soldaten sah, die den Fahneneid leisteten. Ich musste zurückdenken an die Stunde vor einem Jahr, als ich mit meinen Kameraden selbst den Eid auf den Führer geschworen hatte. Wie wir, so hatten auch jene mit ihrem Eide ein Treueversprechen abgelegt, das sie untrennbar mit dem Führer und seinen Befehlen verband. Ein starkes Vertrauen zu dem Führer ist der nicht wankende Grund für die versprochene Treue, die die höchste unter den Tugenden der Deutschen ist. Das Hohelied von der Treue deutscher Menschen klingt weit zurück in die Jahrhunderte, es klingt in Leid und Tod der Millionen des Weltkrieges und es klingt in den treubekennenden Taten unserer tapferen deutschen Brueder im grauen Feldrock in diesem Kriege, für den England verantwortlich ist. Getreu ihrem Eid kämpften sie auf den Schlachtfeldern Polens, Norwegens, Hollands, Belgiens und Frankreichs. Treue zum Führer lässt sie unbeirrbar durchhalten, bis auch der letzte Feind, England bezwungen ist. Sie haben ihre Treue bewiesen in allen Entbehrungen, in heissen Kämpfen, im feindlichen Feuer, im rastlosen Vorwärtsdrängen in Feindesland. ... Für ein Gotteskind gibt es kein Hinundherpendeln zwischen allen möglichen Geistesströmungen, sondern einzig und allein der Heilige Geist kann Wegbereiter sein. Wenn sich die Treue mit menschlicher Feindschaft auseinandersetzen muss, dann gilt der ganze Hass des Teufels denen, die Gott gelobt haben, ihm Treu zu sein. Die Macht der teuflischen Gewalten ballt sich zusammen, um die Treue der Gotteskinder ins Wanken zu bringen."
  • 1940 Unsere Familie  Reiseberichtes von Fritz  Bischoff; Zitat: „Schwarze und Juden steigen auf der sozialen Leiter immer höher, sie verdrängen mit ihrer billigen Arbeitskraft den besser bezahlten Weißen auch aus Stellungen, die dem Weißen allein zustehen sollten … Das farbige Element ist zum Angriff übergegangen … Mit Berechtigung haben wir alles das, was dem Volke im Kino, Theater und Literatur als das Produkt einer jüdisch-marxistischen Clique geboten wurde, abgelehnt. ... Ein altes Negerweib stochert im Vorbeigehen einmal darin herum, kleine schwarze, nackte Kinder spielen im Dreck oder sehen uns erstaunt an. Ihre feisten, vorstehenden Bäuchlein scheinen fast zu platzen.Und später im selben Jahr hieß es: „Wohl hat sich der Weiße noch eine bestimmte Vorherrschaft erhalten können, sie ist aber stark ins Wanken geraten, und sie wird noch immer mehr ins Wanken kommen, je mehr der Jude Einfluss gewinnt, denn es ist sein Ziel, die Völker zu zersplittern, sie niederzuhalten und sie auszubeuten.“
  • Unsere Familie, 1941; "Dem Ziel entgegen" Stap Bischoff Zitat:" Wir vernachlässigen dabei nicht unsere irdischen Pflichten, sondern wir wer­den uns im Gegenteil und wo es auch sein mag, mit allen Kräften bemühen, an unserem Platz in der Volks­gemeinschaft unseren Mann zu stehen. Auch hier haben wir ein Ziel, wir wollen auch hier Erstlinge sein, damit man uns nicht an unseren Worten, sondern an unseren Taten erkennt. Wir wollen auch im neuen Jahre, wie seither, alles tun, um zielbewußt an dem Aufbau unseres Vaterlandes mitzuhelfen in der festen Ueberzeugung, daß die Rechte des Herrn den Sieg behalt."
  • Unsere Familie 1941, letzte Ausgabe vom 5.12.1941, Leitartikel Stap Bischoff Zitat: „Heute steht unser Volk im Abwehrkampf gegen seine Feinde, die es vernichten wollen. Viele unserer Brüder stehen an der Front, kämpfen um die Erreichung der Freiheit, um den Lebensraum und die Zukunft unseres Volkes, auch wir alle tragen dazu mit unseren Opfern willig und freudig bei. Dieser Kampf erfordert ein Anspannen aller Kräfte und kann nur dann zum Sieg führen, wenn wir bereit sind, auch das Letzte daranzugeben im gläubigen Vertrauen, daß der Herr den Kampf durch den Sieg segnet und die Opfer durch den Erfolg lohnt . So ist im Bestreben, alle Kräfte zusammenzufassen und alle Mittel auf das eine Ziel, den Endsieg, auszurichten, ...“ (Unterzeichnet handschriftlich: J.G. Bischoff)
  • 1949 erste Nachkriegsausgabe ´Unsere Familie` vom 1.10., Hrg. J.G. Bischoff; aus dem Artikel "Der Schlüssel des Himmelreichs": „Durch den dem gegenwärtigen Stammapostel übergebenen Schlüssel des Himmelreichs sind uns alle Erkenntnisse, die das Werk Gottes über alle Religionssysteme so hoch erhebt, übermittelt worden. Auch die guten und neuen Gedanken, die da und dort in den Gottesdiensten der Apostel und Brüder geboren werden, haben in dem Geiste des Stammapostel ihren Ursprung, ihre Quelle, bevor sie in den Worten der Amtsbrüder Niederschlag und Ausdruck finden. [...] Kraft dieses empfangenen Schlüssels handelte er in den zurückliegenden Jahren in einer Weisheit, die über jede menschliche Vernunft erhaben ist.“

  • Offener Brief (2013) von Olaf Wieland: „Loblied auf Hitler“ durch die neuapostolischen „braunen Apostel“
  • Anmerkungen von M. Eberle (2011):"Die Neuapostolische Kirche und der Nationalsozialismus"
 

 

Weiteres Material:      

In meiner Arbeit "Konstitutive Merkmale der NAK" (DS) habe ich umfangreich historisches und sehr schwer zugängliches Quellenmaterial von den Anfängen der NAK bis in die heutige Zeit zusammengestellt und in einer kritischen Analyse kommentiert.

Das Manifest "Über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde" von Otto Güttinger (1954)

Das tragische Erbe des J.G. Bischoff - Die Botschaft wird 60 von Rudolf Stiegelmeyr (Neuerscheinung Dez. 2011)

Notiert von DS: Erinnerungen von H.G. Ludwig an den   Fall Arie Boer

 

Eine kritische Schrift zur NAK eines Zeitzeugen aus dem Jahre 1931:

Seelenfänger und ihre Arbeitsweisen

 Unter Aposteln und Propheten   Erinnerung aus meinem Leben von Luise Kraft (1913)

Einen weiteren, ernüchternden und erschreckenden Einblick in die "gute, alte NAK-Zeit" bieten verschiedene historische Dokumente und die auch jüngere Dokumente einstellende Internetseite Wächterstimme

 

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