Das Führerprinzip in der Neuapostolischen Kirche

 

Eine historische Spurensuche

zum autokratischen Amtsverständnis

von 1908 bis 2022

Autor: Detlef Streich, Januar 2022

Hinweis: Die vorläufigen Fassungen, die ursprünglich auf dieser Unterseite standen, sind gelöscht, weil die zusammengefasste Darstellung der bisherigen drei Teile hier wegen des großen Umfangs nicht eingestellt werden kann. Das Buch wird im Februar im Handel zur Verfügung stehen. (Link folgt)

Info zum Titel:

    Autoritäres oder auch autokratisches Führungsverhalten ist in vielen institutionell aufgestellten Systemen zu beobachten, in denen stark hierarchische Strukturen die Kommunikation von "Oben" nach "Unten" einseitig prägen. Dies ist auch in der Neuapostolischen Kirche seit ihrer Gründung der Fall und für ihre historische Entwicklung konstitutiv. Nach umfangreichen Recherchen und neu entdeckten Quellen werden Zusammenhänge sachlich dargestellt, die sich von der Öffentlichkeit unbemerkt oft hinter verschlossenen Türen abgespielt haben. Aber auch die lebensfeindlichen Eingriffe in das Privatleben der Mitglieder der NAK von den frühen Jahren an bis in die 90er werden geschildert, analysiert und als wesentlicher Faktor der Disziplinierung erkannt. Im Besonderen wird der Verlagsgründer und Publizist verschiedener Kirchenzeitschriften, Bezirksapostel Friedrich (Fritz) Bischoff, fokussiert, der aktiv an den Entwicklungen rund um die Verbreitung der Botschaft und am Ausschluss des Stammapostelhelfers Peter Kuhlen beteiligt war. Erst in seinen späten Jahren entwickelte er sich zu der Person, als die er vielen Menschen in Erinnerung blieb. Mit dem nun vorliegenden Werk wird ein historisch orientiertes Sachbuch vorgelegt, das dazu beitragen möchte, die weitgehend unbekannte Seite der Entwicklung der NAK im vergangenen Jahrhundert detailliert auf der Basis sorgfältig recherchierter Quellen darzustellen.​​                                                                 

INHALT

"Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern Geschichtetes."

Bischof Hans von Keler (1925-2016)       

EINFÜHRUNG                                                                                      

TEIL 1   STAMMAPOSTEL BISCHOFF UND SEIN SOHN
             FRITZ AUF DEM WEG ZUR ABSOLUTEN MACHT


 1.1 DIE WEIMARER ZEIT
   1.1.1 Verlagsgründung und Übernahme                                                         
   1.1.2 Die Statuten von 1922                                                                  
   1.1.3 Anträge auf Anerkennung der NAK als KdöR und die
            satzungsbedingten Ablehnungsgründe - 1922 bis 1928    
   1.1.4 Beginn der Ära Bischoff                                                                               

 1.2 DIE ZEIT IM NS-REGIME
   1.2.1 Umgang mit den Opfergeldern und der „Fall Neuer“      
   1.2.2 Einschub: Sammlungserlaubnis und Körperschaftsrechte            
   1.2.3 Bekenntnis zum NS-Staat                                                                           
   1.2.4 Exzerpt: Was bisher festzuhalten ist                                      
   1.2.5 Die Statutenänderungen von 1933                                                         
   1.2.6 Zwiefältige Verpflichtungen                                                      
   1.2.7 Das Führerprinzip im nationalsozialistischen Weltbild
            und der Stammapostelkult der NAK – Ein Vergleich          
   1.2.8 Fatale Schlüsse?                                                                                             
   1.2.9 Exzerpt: Das Verhalten von Stammapostel Bischoff und
            seinem Sohn im NS- Regime in 20 Stichpunkten                 

 1.3 DIE FRÜHE NACHKRIEGSZEIT
   1.3.1 Zweifelhafte Finanzen und strategische  Manipulationen            
   1.3.2 BA Kuhlens Statutenüberarbeitung                                                       
   1.3.3 Exzerpt: Was faktisch festzuhalten ist                                   
   1.3.4 Warnung: Fritz steht nicht im erforderlichen Glauben    
   1.3.5 BA Hahn und die konspirative Nord-Süd-Achse                


TEIL 2  DIE BOTSCHAFTSZEIT

 2.1 DIE INSZENIERUNG DER BOTSCHAFT
    2.1.1 Vorlauf zur Verkündigung der Botschaft                                             
    2.1.2 „Weil der Sohn Gottes mir die Offenbarung gab“ - Die
              erste Verkündung  der Botschaft  in Karlsruhe 1951        
    2.1.3 Sagen, was ist? Anmerkungen zur ersten
             Botschaftsverkündung                                                                 
    2.1.4 Die Botschaft im Spiegel der Ereignisse ab 1952                               
    2.1.5 Das Frankfurter Tribunal mit Zeitzeugenberichten                                         

 2.2 GÖTTERDÄMMERUNG? DAS JAHR 1960                                                    
    2.2.1 Der zerrissene Vorhang: Wir zweifeln nicht!                                     
    2.2.2 Der Trauergottesdienst: Der Teufel in Gestalt der Spötter
             und Feinde                                                                                                        
    2.2.3 Die Beerdigung: Vom Standpunkt der Ewigkeit aus gesehen           
    2.2.4 BA Startz: Die Botschaft hat keinen Schaden  gebracht 
    2.2.5 Die postbotschaftliche Inszenierungswende und der Fall 
             Schreckenberger                                                                                            
    2.2.6 Die ausgeschlagene Hand: Skizzenhafter Versuch zur
             Rehabilitation von BA Peter Kuhlen                                        
    2.2.7 Ein letzter Zeitzeuge                                                                    

 2.3 INTERMEDIUM: Originalzitate zum autokratischen
             Führerprinzip von 1908 bis 2022
                           

TEIL 3 GLAUBENSGEHORSAM UND NACHFOLGE - AMTSMISSBRÄUCHLICHE LEBENSVORGABEN

 3.1. IN DER WELT, ABER NICHT VON DER WELT                       
   3.1.1 Vortrag zur Kindererziehung von BA Hahn (1955)                            
   3.1.2 Draußen und Drinnen                                                                   
   3.1.3 Denk-, Gefühls- und Verhaltensvorgaben                                          
   3.1.4 Gefahren für Leib und Seele                                                                     
   3.1.5 Vorgaben zur Sexualität von Jugendlichen                                          
   3.1.6 Erziehung und Sozialisation in der NAK –
            Anmerkungen des Zeitzeugen Otto                                                        
   3.1.7 Die theokratischen Steuermänner                                                         
 
 3.2 WIR STATT ICH – IDEOLOGISCHE EINGRIFFE  IN  DIE 
        PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

   3.2.1 Das Gehorsamsprinzip als Erziehungsziel                                             
   3.2.2 Glaubensgehorsam versus Selbstverantwortung                            
   3.2.3 Die höchste Autorität erträgt keine Diversität: Einwürfe
            vom ehemaligen Apostel Gerrit Sepers                                  
   3.2.4 Friedrich Bischoff: Die letzten Jahre                                       

 3.3 DAS AUTOKRATISCHE FÜHRERPRINZIP –
         EIN RESÜMEE                         
                                                                                                                              

    ANHANG: Quellenverzeichnis 

                                                                                 

EINFÜHRUNG

 „Das, was war, interessiert uns nicht darum, weil es war, sondern weil es in gewissem Sinn noch ist, indem es noch wirkt."

Historiker Johann Gustav Droysen (1808-1884) 

   Die vorliegende Arbeit möchte – wissenschaftlich orientiert - ein Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche sein. Die soweit möglich objektivierbaren Darstellungen sind geschrieben für historisch interessierte Menschen, die Einblicke gewinnen wollen in die spezielle Kirchengeschichte der NAK im vergangenen Jahrhundert. Die von Anfang an streng hierarchische Struktur der NAK wird bis heute von innen unkritisch als selbstverständlich hingenommen, von außen jedoch eher ignorierend marginalisiert. Unter Fokussierung des autokratischen Führungsverhaltens werden in dieser Arbeit im Besonderen die Taten von Stammapostel J.G. Bischoff und seinem Sohn Friedrich (Fritz) im geschichtlichen Kontext der Ereignisse differenziert und mit neuen Forschungsergebnissen aufgezeigt. Ihr strategisch zielgerichtetes Streben zur absoluten Macht ist aber nicht nur von historischem Interesse. Es hat Auswirkungen und Nachwirkungen bis in die heutige Zeit und damit gegenwärtige Situation der NAK und ihrer Mitglieder.  Diese Korrelationen sind seitens der Kirche noch nie sachlich angemessen und neutral aufgearbeitet worden.

  Die umfangreich recherchierten Grundlagen der Darstellungen und Analysen bilden eine sehr breit gefächerte Fülle neu erschlossener Quellen, die einen fundierten Blick auf die damaligen Ereignisse ermöglichen. Meist wird in kritisch orientierten Artikeln pauschalisierend von der "NAK" gesprochen und dabei außer Acht gelassen, dass hinter den kirchenpolitisch bedeutsamen Ereignissen real handelnde Personen standen, die dafür verantwortlich sind und Spuren hinterlassen haben. Diese Spuren aufzudecken und verschiedene Ereignisse auf der untersuchten Basis der Statuten und speziellen dogmatischen Setzungen mit den Handlungsweisen der Neuapostolischen Amtsträger zusammenzuführen ist das Ziel der Bemühungen. Faktenbasiert wird von historischen Dokumenten und den hinter den Kulissen vorgenommenen, mitunter konspirativen Manipulationen ausgegangen, um nachvollziehbar aufzuzeigen, was in der dunklen Botschaftszeit, aber auch bereits zuvor und in Folge danach wirklich geschehen ist.  Die Vielfalt der Quellen ermöglicht einen differenzierten Blick auf die oft versteckt und von der Öffentlichkeit unbemerkt herbeigeführten Entwicklungen und Ereignisse.

  Friedrich Bischoff (FB), der Sohn von Stammapostel Bischoff (JGB) und spätere Bezirksapostel (BA), ist in den bisherigen Beiträgen zur Geschichte der NAK bis auf Rudolf Stiegelmeyrs kritische Darstellungen in seinem Buch „Das tragische Erbe der J.G.Bischoff“ (2011) nur unzureichend beleuchtet worden. In dieser Arbeit wird er aus dem unscharfen Hintergrund in den Mittelpunkt gerückt und als wesentlich verantwortlicher Akteur ausgemacht. Gerade in der Zeit bis 1960 war er es, der hinter den strategisch inszenierten Glaubenskulissen solange die „Strippen“ gezogen hat, bis die Hebel der Macht wesentlich in seinen und den Händen seines Vaters lagen.  Das Wort ist eine Waffe, und FB konnte geschickt mit ihr umgehen. Das attestierte ihm auch der damalige Stammapostelhelfer R. Fehr anlässlich seiner Trauerfeier im Jahr 1987: „Friedrich Bischoff hat um die Macht des gedruckten Wortes gewußt, mit dem man die Meinung ganzer Völker beeinflussen und Ideen fortpflanzen kann. Er hat aber auch um die Macht des Lebenswortes gewußt, das aus der Sendung Jesu vom Altar Gotteskraft der Wirksamkeit des Heiligen Geistes offenbar wird. Sie verändert nicht unbedingt diese Welt, aber sie schafft eine neue Welt.“ Quelle: Kurzbiographie von F. Bischoff 

 Wer also war Friedrich (Fritz) Bischoff? Die Beantwortung dieser Frage ist als ursprünglicher Ausgangspunkt ein wesentlicher Aspekt der ersten Recherchen gewesen. Ihr wird mit biografischen und vor allem kirchenpolitisch relevanten Fakten in einer teils nur stichwortartigen, chronologischen Zeitleiste sowie mit ausführlicheren und erörternden Darstellungen intensiv nachgegangen. FB ist den älteren Mitgliedern der NAK sicherlich noch gut bekannt und in bleibender Erinnerung, den jüngeren hingegen bestenfalls als Namensgeber für den kircheneigenen Verlag geläufig. Von den ihn in den 80er Jahren umgebenden Aposteln wurde FB hinter der Hand als „weltlicher“ Apostel bezeichnet, weil er sich von den übergriffigen Verhaltensvorschriften seiner Amtskollegen deutlich distanzierte.  

  Bei einem Gottesdienstbesuch anlässlich seines Geburtstages begrüßte mich in Mainz zu meinem größten Erstaunen ein langhaariger, vollbärtiger und dazu noch rothaariger Diakon an der Eingangstür der Gemeinde. In Berlin durfte man damals noch nicht einmal einen kurzen Oberlippenbart tragen. Auch war FB´s Einstellung zu Medien sehr offen. Ab den 50er Jahren integrierte er den Musikverlag Hermann Ober als eigene Abteilung in seinen Verlag und produzierte Schallplatten mit neuapostolischen Chorliedern und darüber hinaus auch anderen Kompositionen. In den Augen mancher seiner Mitapostel war das „Teufelszeug!“, so Bezirksapostel (BA) Knigge zu Hermann Ober. Ebenso plädierte er für einen möglichst sachkundigen Umgang mit Musik und befürwortete  Stimmbildung im Chor, damals sehr außergewöhnlich. Ais er einmal einen Predigtbeitrag von sich selbst las, meinte er selbstkritisch zu den anwesenden Redakteuren: „Das können wir aber so nicht drucken!“ (Quelle: Hermann Ober mündlich)    FB war Witzen nicht abgeneigt, wie z.B. nach seiner Beinoperation: „Mein Holzbein macht schon wieder 180 km/h!“ Oder, als Ober ihn einmal in FB`s  eigenem Porsche auf der Autobahn kutschierte, schlief Bischoff. Ober fuhr schon hohes Tempo, als ein BMW an ihnen vorbeirauschte. In dem Moment blinzelte FB und meinte vorwurfsvoll in breitem hessisch: „Bruder Ober, von so einer lahmen Ente lassen Sie sich überholen!“

   Ich selbst war damals Vizedirigent des dem Verlag unterstellten Berliner Schallplattenchores, ein Fremdkörper in der neuapostolischen Landschaft Berlins. Er lag außerhalb des Zugriffs der Berliner Verwaltung und wurde polemisch und abwertend als Ober-Chor bezeichnet. In den Gemeinden damals sang man mit der Seele, und die brauchte keine Schulung im musikalischen Sinn. Nach dem von mir beigewohnten Gottesdienst  ließ der Dirigent zum Schluss sehr getragen und langsam „Heimgehen, herrlich werden“ singen, was das Geburtstagskind veranlasste,  bei den ersten Tönen sofort und sichtlich erbost den Raum zu verlassen. Heimgehen war noch längst nicht sein Ding!

  FB´s später vollzogener Wandel vom nationalsozialistischen NSDAP- und SA-Mitglied, der auch nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes in den 50er Jahren weiterhin seine Umgebung zum eigenen Vorteil konspirativ manipulierte, hin zum sehr positiv wirkenden Kirchenpräsidenten der späten Jahre wirft zahlreiche Fragen auf, denen soweit möglich klärend nachgegangen werden wird.

  In den Darstellungen der Zeit nach der Botschaft steht dann weniger FB selbst im Mittelpunkt, sondern weit mehr das aus der Ära Bischoff hervorgegangene Apostelkollegium. Das autokratische Führungsverhalten seiner Mitglieder hat neben den Verlagspublikationen entscheidend die kirchlichen Entwicklungen bis weit in die 90er Jahre geprägt. Zur Verdeutlichung der grundsätzlichen Problematik des kompromisslos eingeforderten "Glaubensgehorsams" wird ein Streifzug durch die Statuten, Verfassungen und Schriften der NAK von 1908 bis heute unternommen. Dass damit ein massiver Amts- und Machtmissbrauch verbunden war, der nicht nur als Vorwurf aus der womöglich subjektiven Sicht des Autors erhoben wird, bestätigt offiziell und erstmalig eine „Entschuldigung“ der NAK-Niederlande zu erhobenen Vorwürfen. Am 20. August 2021 publizierte die Kirchenleitung im Internet folgende Stellungnahme:

  "In jüngster Zeit wurden Einzelgespräche mit Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche über ihre Erfahrungen mit der Kirche, insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren, geführt. Rückblickend zeigt sich, dass diese Zeit manchmal von einem autoritären Führungsstil geprägt war. […] Diese Führungskultur hat bei mehreren Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern der Kirche negative Spuren hinterlassen. Als Kirchenvorstand möchten wir offen für diese vergangenen Ereignisse sein und unsere Entschuldigung für die gemachten Fehler anbieten. Uns ist bewusst, dass Mitglieder der Kirche, einschließlich ehemaliger Mitglieder der Kirche, darunter gelitten haben.

   Die vorliegende Arbeit möchte neben der Aufklärung über historische Ereignisse und Hintergründe zu FB auch dazu beitragen, den vom „autoritären Führungsstil“ betroffenen Mitgliedern verständlich zu machen, was damals mit ihnen geschehen ist. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass die älteren Amtsträger, die aktuell in der NAK Verantwortung tragen, als Kinder oder Jugendliche mehr oder minder diese „Fehler im Führungsverhalten“ selbst noch als Zeitzeugen erlebt und zum Teil sogar persönlich mit zu verantworten haben!

  Die  verwendeten wesentlichen Quellen einschließlich der von mir neu erschlossenen und transkribierten Texte sind auf meiner Webseite in einem Quellenverzeichnis aufgelistet. Sie können benutzerfreundlich nachgelesen und gerne für weitere historische Untersuchungen unter sachgemäßer Zitatangabe verwendet werden. Besonders zu erwähnen ist der auf meine Anfrage vom Bundesarchiv in Berlin bearbeitete Akt R 5101/23418  im Umfang von 1042 Seiten, der als Digitalisat jedem interessierten Leser seit November 2021 offen zur Verfügung steht.

  Ebenso ist zu nennen die „Sammlung Lorenz", eine Hinterlassenschaft aus dem süddeutschen Raum, die mir 2021 freundlicher Weise nach Auflösung einer häuslichen Bibliothek überlassen wurde. Gerade mittels der daraus erschlossenen  Dokumente konnten Zusammenhänge neu aufgedeckt und kritisch reflektiert werden. Das umfangreiche Material der Sammlung Lorenz habe ich nach meiner eigenen Recherche vollständig dem NAK-Zentralarchiv West zur Verfügung gestellt.

  Es versteht sich von selbst, dass alle Recherchen auf wissenschaftlicher Basis und nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt wurden, um eine einseitig gefärbte  Darstellung zu vermeiden. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ergibt sich daraus aber dennoch auf Grund der Komplexität des Stoffes nicht. Wünschenswert wäre zukünftig ein faktenbasierter, breit gefächerter und offener Diskurs auch über die von mir neu recherchierten Quellen und den daraus gezogenen Schlüssen.

 

 

Quellenverzeichnis

Hinweis: Für vorgenommene Links auf die Webseiten Dritter und deren Inhalte übernimmt der Autor keine Haftung, sie verweisen lediglich auf den Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung 2022

      NAK-Quellen (1-4)

     1.  Satzungen, Hausregeln und Statuten 

  1. Hausregeln 1908
  2. NAK-Satzung von 1914 Seite 1 bis 9 
  3. Auszug 1914:  § 7  Nichtaufnahmefähige Personen
  4. Vollständige NAK-Satzung von 1922
  5. Hausregeln 1932, Hrg. Apostelkollegium Frankfurt a.M.
  6. Verfassung der NAK-Preußen von 1933 Auszüge, Schreibmaschine
  7. Gedruckte, vollständige Verfassung NAK  Preussen 1933
  8. Verfassungsentwurf der NAK von 1938 als Beilage zur Beantragung der Körperschaftsrechte
  9. Statuten vom 25 Oktober 1949
  10. Statuten der NAK vom 1.1.1950 (Kuhlen)
  11. Statuten vom 6. August 1951
  12. Artikel zu den Statuten von 1922, 1949, 1951 und 1961
  13. Satzung der NAK-DDR von 1956 
  14. Vollständige NAKI-Statuten von 1977
  15. Revision der NAKI-Statuten von 1990
  16. Statuten NAKI von 2010
  17. Statuten NAKI 2018

2.  1933 bis 1960 Botschaftszeit und später

  1. J.G. Bischoff vom 2. August 1933, Entgegnung auf den Schriftsatz von Herrn Neuer an das Preußische Kultusministerium
  2. Untertanentreue Artikel vom 15.7.1933 von BA Schall in Wächterstimme Nr. 14
  3. Verlag FB 1935 Die Ämter und Sakramente der NAK 
  4. Rundschreiben zur Endzeit von BA Hartmann vom 12.5.1945
  5. Gottesdienstbericht aus "Brot des Lebens" (Schweiz) vom 1. August 1948
  6. Brief von Paul Weine an Helfer Kuhlen vom 15.7.49 zur Person Friedrich Bischoff
  7. Mitteilung von Stammapostel J. G. Bischoff über den Rücktritt von Stammapostelhelfer P. Kuhlen
  8. An Christi Statt-UF Kalender1951.pdf
  9. Die erste Botschaftsverkündigung von Stammapostel  J.G. Bischof  im August 1951 in Karlsruhe 
  10. Brief von JGB (1953) zur Schaffung eines eigenen Apostelbezirkes für seinen Sohn Fritz
  11. Kopie eines Briefes von Stap Bischoff vom 2.12.1954 an BA Kuhlen
  12. Die „Auf-Ewig-Toten“ - Drei Schreiben von BA Hahn aus den Jahren 1954,1955 und 1960 zum Thema „Botschaft Auszüge aus den originalen Schreiben
  13. Vollständiges Jugendrundschreiben Karlsruhe 1954 mit "Weg und Bahn" von BA Hahn 
  14. Vollständiger Vortrag zur Kindererziehung vom 20.Januar 1955 von BA Hahn
  15. Brief von Apostel Hahn (Propaganda)vom 24.8.1960
  16. Zeugnisse NAK – Der gute Hirte – Botschaft J. G. Bischoff
  17. NAK-Amtsblatt 1955 Nr. 16-18 Ämtergottesdienst STAP. Bischoff 
  18. Schreiben von BA Fendt und Hiby vom 12.1.1955 zur Botschaft von Stap Bischoff an alle Mitglieder der NAK in den USA, Kanada und Großbritannien
  19. NAK-Zitate zur Botschaft
  20. Ostern 1960: Letzter Gottesdienst von Stammapostel J.G. Bischoff
  21. Bericht von BA Friedrich Bischoff über den Tod des Stammapostels
  22. NAKI Infoabend vom 4.12. 2007: Die Neuapostolische Kirche von 1938 bis 1955, 2007
  23. Zitatsammlung:  Veränderungen von traditionellen Lehren und Verhaltensvorgaben der NAK durch Stap Schneider

3.  Nachbotschaftliche Zeit

  1. 60. Todestag von Stammapostel Bischoff - Neuapostolische Kirche Westdeutschland 
  2. Predigt von Stammapostel Schmidt anlässlich des Todes von Stammapostel Bischoff am 6. Juli 1960)  in Frankfurt am Main-West mit der Co-Predigt von BA Friedrich Bischoff
  3. Schreiben aller Apostel zum Tod von Stammapostel Bischoff vom 7. Juli 1960 an alle Brüder und Geschwister im In- und Ausland 
  4. Wächterstimme vom 15. August 1960
  5. 11.-Jul-1960-Trauerfeier für Stammapostel J.G.-Bischoff
  6. Neuapostolische Kirche 14 / 1960 2.11.60 Innerdienstliche Mitteilung für Amtsträger, „Das ist die Wahrheit“ 
  7. Karfreitag 1961 Gottesdienst Ap. Friedrich Bischoff in Frankfurt a. Main
  8. Ein Leben im falschen Körper - Eine persönliche Stellungnahme zur Geschlechtsumwandlung aus einem Brief von BA Fritz Bischoff vom 17.2.1987 an einen unbekannten Adressaten zur Gender-Problematik
  9. Stellungnahme von 1980 von Friedrich Bischoff zum Thema Fernsehen mit dem Auszug Seite 2-3 aus dem Protokoll der Apostelversammlung vom 25.3.1957

4.  Gehorsamseinforderungen ab 1985

  1. Brief von BA Steinweg an den „traurigen Mitbruder“ aus dem NAK-Orchester Westberlin vom 2. Juli 1985
  2. BA Kraus Rundschreiben vom 22.3.1989 "from District Apostle Kraus to every New Apostolic family in the United States and Canada". Quelle: Originale Scanversion in englisch (auszugsweise Übersetzung von R.S.)
  3. BA i.R. Startz Brief  vom 4. Juni 1992 zum Thema „Botschaft“ und „Kirchenaustritt“ 
  4. Brief von BA i.R. Pusch an einen psychisch kranken Mitbruder von 1992 
  5. BA Schröder zur Lage der Musik, Innerdienstliche Mitteilungen für Amtsträger vom 31.8.1993
  6. BA Schröder, Christi Jugend Rundschreiben zum Thema  Freizeitbetätigung im Apostelbezirk Berlin-Brandenburg, Mai 1996, Hrg. Fritz Schröder
  7. Gefahren für Leib und Seele“ Hrg. NAK Hamburg 1993
  8. Lebensfragen Gegenwartsfragen- Warum bis zur Ehe warten? 1992, NAK-NRW Verhaltensvorgaben zur Sexualität von Jugendlichen
  9. Stellungnahme zur Sexualität von NAKI 2005 
  10. Peter Johanning, Vortrag 2003  „Alte und neue Zeit“ zur Entwicklungsgeschichte der NAK  
  11. BA Nadolny (Kugelschreiber): Ansprache zur Ordination in Berlin – Mariendorf am 29.6.2014
  12. Originale Zitate aus den nicht redigierten offiziellen Mitschriften: Schneiderlexikon:  Schneiders Schöne Neue NAK-Welt- von A bis Z

5.  Berichte von Zeitzeugen

  1. Authentischer Zeitzeugenbericht eines Gemeindevorstehers aus dem Apostelbereich Kuhlen, vom 15. März 1955
  2. Zu 1. ergänzend ein NAK-Artikel: Die letzte Zeit“ DER JUGENDFREUND , 19. Jahrgang Nr. 6 Monatsschrift 5. Juni 1956
  3. Marc Daniel "Mein Leben da drinnen" 2014           
  4. Alternativlos Glauben, oder: Der Verzicht auf die Dinge der 'Welt', ein Beitrag des Zeitzeugen Otto notiert 2011
  5. Das Fiasko der Botschaft - ein damals junger Zeitzeuge berichtet (notiert Juni 2021)
  6. Interview mit Zeitzeugen der „Botschafts“-Ära "Schade, dass es so gekommen ist" von CiD mit sehr viel weiteren Links ganz unten am Rand des Textes (blau)
  7. Zur Geschichte der NAK 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen, 12.07.2008 (Hrsg. NAK NRW)

     6.  Kuhlen-Quellen

  1. Apostelversammlung 1954 zur Dogmatisierung der Botschaft: „Punkt 9: ... müssen die zur heiligen Versiegelung kommenden Seelen vorher durch ein „Ja“ bestätigen, daß sie an diese Botschaft glauben?
  2. Diverses hinsichtlich Einfluss Fritz Bischoff in der Leitung – Bericht von Apostel Kuhlen, ca. 1950
  3. Akte Peter Kuhlen 
  4. Aktennotiz von Apostel Kuhlen aus dem Jahr 1950 über die Ordination des Apostels Hahn
  5. Peter Kuhlen: Nachdenkliches über die Botschaft
  6. Denkschrift vom 29.1 1955
  7. Ereignisse_in_der_Neuapostolischen_Kirche_die_zur_Gruendung_der_Apostolischen_Gemeinde_gefuehrt_haben.pdf
  8. Weitere Quellen: Peter Kuhlen (N0066) - Gruppe Zentralarchiv Westdeutschland 
  9. Ämtergottesdienst zum Thema Amtsverständnis von Stammapostelhelfer Kuhlen am 6.Juni 1949
  10. Auszüge aus dem Brief von Apostel Kuhlen an Dr. Schreckenberger; abgedruckt in „Der Herold“ Nr.23/ Sechster Jg., 1.12. 1960 

7. Kritiker-Quellen

  1. Dr. med. Erwin Meier-Widmer, Kompendium „Gefährliche Sekte
  2. Dr. med. Erwin Meier-Widmer, "Chronologie der Ära Johann Gottfried Bischoff mit Bezug zu Ereignissen und Fehlentscheidungen in der Neuapostolischen Kirche"  
  3. D. Streich 2021, Die NAK im Nationalsozialismus
  4. D. Streich 2021, Die NAK im Nationalsozialismus in 20 Punkten
  5. D. Streich 2021 Glauben heißt vertrauen, das ist der Befehl des Tages – Christliche Predigt oder mentale Zwangsüberzeugung in der NAK?
  6. D. Streich 2021 Offener Brief an aktive Amtsträger der NAK: Zweifler an der Lehre berauben sich des göttlichen Segens (Anmerkungen zur Sonderausgabe der Leitgedanken 02 / 2020) 
  7. Rudolf Stiegelmeyr, "Die Verteidigung der Botschaft des J.G. Bischoff (Dezember 2007)" Stap Schmidt Ämterdienst vom 9.10.1960/Alsdorf
  8. Rudolf Stiegelmeyr Glaubensgehorsam als Bindeglied zur staatlichen Diktatur
  9. Rudolf Stiegelmeyr; NacBeth:  Neuapostolische Anleitung zum geistlichen Königsmord ( Was wirklich hinter der Botschaft steckte, ab 1945)  Hinweis: Seit dem 27.9.21 hat Stiegelmeyr seine verschiedenen Aufsätze zur NAK-Geschichte auf einer Unterseite zusammengefasst
  10. Friedrich Wolf 1931 "Seelenfänger und ihre Arbeitsweisen" 
  11. Sammlung Steurich "Botschaftswahn"
  12. Kurt Hutten 1960: Die Stunde X ist gekommen
  13. Wilhelm Parzich: Rundschreiben von 1952. hier Sondernummer 1 1972:  Wilhelm Parzich Sondernummer Febr 72 
  14. Wilhelm Parzich Sondernummer 3: Kam der Tod plötzlich, oder war der Stammapostel J.G. Bischoff schon lange Zeit krank? 
  15. Dominik Schmolz, Vortrag im Archiv Brockhagen am 27.4.2019:  Die Entstehung der Botschaft J. G. Bischoffs in ihrem welt- und kirchenpolitischen Kontext (apostolische-geschichte.de)
  16. Brückners Reformbemühungen versus übertriebene Parusievorstellungen von Stap Niehaus als historischer Vorlauf zur Botschaft von Stammapostel Bischof und dem Ausschluss von Ap Kuhlen: Geschichte wiederholt sich doch (Scan und Kommentar: DS)
  17. Brückner 1921 Kein Abfall sondern Ausschluss
  18. Manifest Otto Güttinger 1954
  19. Detlef Streich, Anmerkungen zum Infoabend der Arbeitsgruppe Geschichte Der Draveprozess
  20. Gerrit Sepers: (1) Offener Brief an Stap Leber vom 27. Dezember 2007 zum Informationsabend der AG-Geschichte am 4. Dezember 2007
  21. Gerrit Sepers: [2] Offener Brief „Letzter Versuch“(2008?)
  22. ZUR WIRKSAMKEIT RELIGIÖSER IDEOLOGIEN UNTER BÜRGERN DER DDR AM BEISPIEL DER NAK, Dissertation von Erhard Ludwig, Berlin 1969

      8. Historische Quellen

  1. Bundesarchiv Akt zur NAK: R 5101/23418 ; 1042 Seiten; dann: Digitalisat anzeigen
  2. Das Reich im nationalsozialistischem Weltbild, 1943;  Dritter Teil „Die Führung“, Kapitel 1 „Das Wesen der Führung: Autor, Hermann Messerschmidt

 

 

 

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